Eine "Argumentationshilfe" für die Wehrpflicht vom Bauernbund

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helmar 05-10-2012 13:36 - E-Mail an User
Eine "Argumentationshilfe" für die Wehrpflicht vom Bauernbund
Ich bin ja (noch) eine ganz kleine Teilbezirksbauernrätin...und habe heute in meiner Post u.a. schönen Dingen auch den Leitfaden des Bauernbundes "Blickpunkt Soziales"(Information für Funktionäre des Bauernbundes gefunden. In dieser Schrift gibt es auf 4 Seiten Argumente warum man für die Wehrpflicht abstimmen zu hat. Weil nämlich sonst keine Freiwilligen der Allgemeinschaft zur Verfügung stünden, weil dann keine Zivildiener der Landwirtschaft zur Verfügung stünden uvm........
Mfg, Helga


pepbog antwortet um 05-10-2012 15:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eine "Argumentationshilfe" für die Wehrpflicht vom Bauernbund
Ich bin für die "allgemeine Wehrpflicht! die für mich bedeutet.
ALLE und damit auch die 18 jährigen müssen einrücken bzw Wehrersatz = Zivildienst leisten.
Dann gibt es absolut kein Problem mit "Freiwilligen" für die Allgemeinheit.
GLEICH ist GLEICH dies wollen doch die meisten Emanzen
oder irre ich schon wieder und die möchten nur dort gleich sein wo es Vorteile bringt?


Hans1900 antwortet um 05-10-2012 17:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eine "Argumentationshilfe" für die Wehrpflicht vom Bauernbund
Ich bin auch dafür, Männlein wie Weiblein zum Heer oder Zivieldienst! Dafür die Zivieldienstdauer auf 6 Monate senken. Auch für die ach so vielen Untauglichen findet sich eine Arbeit!!



traktorensteff antwortet um 05-10-2012 18:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eine "Argumentationshilfe" für die Wehrpflicht vom Bauernbund
Jaja, wie geht der Spruch? "Hend foitn, Goschn hoitn". Und das tun, was einem die ÖVP-Führung sagt...

Ist natürlich Blödsinn. Man will Dinge wie den Sozialdienst weiterhin mit dem Bundesheer rechtfertigen? Das ist die Logik, die schon jahrelang praktiziert wird, aber endlich mal richtiggestellt werden muss. Es ist einem Staat unwürdig, solche Praktiken anzuwenden und nicht auf ein sinnvolles System hinzuarbeiten.

Ich bin grundsätzlich dagegen, jungen Leuten ihre Lebenszeit zu stehlen, besonders wenn es sich um veraltete und unsinnige Aufbabenerfüllung beim Bundesheer handelt. Wenn bei einer parteifernen Untersuchung wirklich herauskommen sollte, dass unser Sozialssystem billige "Arbeitssklaven" braucht, bin ich durchaus für einen allgemeinen Sozialdienst, der auch Frauen und bisher Untaugliche einzieht (kenne einige Sportler, die wegen Ohrenproblemen in der Kindheit untauglich waren, weil das Bundesheer es nicht riskiert, bei etwaigen Problemen nach dem Schießen verklagt zu werden). Dieser müsste aber auch nicht unbedingt 6 Monate dauern, wenn man alle einzieht und sollte für Leute, die später studieren, auch in Blöcken von 2 Monaten (in den Semesterferien) ableistbar sein.

Besser wäre es, ordentliche Arbeitsplätze mit normaler Bezahlung zu schaffen und nicht billige Hilfskräfte (denn mehr können 18-19 Jährige nicht) zwangsverpflichten.


rotfeder antwortet um 05-10-2012 22:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eine "Argumentationshilfe" für die Wehrpflicht vom Bauernbund
Hallo!
Ich hab mich auch schon geärgert, weil uns unsere Partei schon wieder für dumm verkaufen will. Und der Bauernbund ist der gehilfe. Für mich ist die Armee, Wehrmacht oder Bundesheer oder wie man es auch nennen will,dazu da, um Menschen zu töten. Dafür haben sie auch die Ausrüstung und Ausbildung. Jetzt will man uns einreden, das ohne BH keine Katastrophenhilfe und keine Sozialdienste möglich sind.Für mich klingt das so, wie wenn jemand sagt, wir brauchen eine Fleischhauerei, weil sonst keine Autos repariert werden. Das liegt doch nur am Gesetzgeber, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, um die nötigen Leistungen der Bürger einzufordern.
Freilich gibt es tausende Gehaltsempfänger beim Militär, die würde man nicht auf die schnelle woanders beschäftigen können. Dann soll man aber den Bürgern die Wahrheit sagen, das man die vielen Beamten bein Heer nicht in die Arbeitslosigkeit entlassen will, und nicht so fadenscheinige Propaganda.


biolix antwortet um 05-10-2012 22:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eine "Argumentationshilfe" für die Wehrpflicht vom Bauernbund
Hallo !

na ja rotfeder, ist halt wie überall .... "Besitzstandswahrung" nannte das die ÖVP bei den Anderen , ÖBB etc...

Aber eines gefällt mir halt nicht, wenn man nun groß posaunt "Freiwillig ist nicth käuflich..." ..
Gerade das Gegenteil ist der Fall, wer wollt e unbedingt das zur Strafe der Zivildienst länger dauern muss als der Militärdienst ????

Also alles nun fadenscheinige Ausreden... sie richten sichs wie sie es brauchen...

Also traut Euch wirklich ein freiwilliges soziales Jahr draus machen , echt freiwillig, die Leute die das dann machen machen das dann gerne !!!

lg biolix


sturmi antwortet um 06-10-2012 07:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eine "Argumentationshilfe" für die Wehrpflicht vom Bauernbund
Ich bin derzeit ein bisserl gespalten bezüglich Wehrfplicht/Berufsheer. Mein jüngerer Sohn würde 1 Jahr schneller studieren gehen können wenn ein Berufsheer kommt! Jedoch die Vorstellung von den Freiwilligen aus den soz. Unterschichten (Beispiel USA) löst beim mir unbehagen aus. Auf jeden Fall gehört das Bundesheer reformiert, denn es gibt zu viele "Häuptlinge" und zu wenige "Indianer"!
MfG Sturmi



helmar antwortet um 06-10-2012 08:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eine "Argumentationshilfe" für die Wehrpflicht vom Bauernbund
Eben wegen der "Häuptlinge" gibts ja das Mordstheater, lieber Sturmi, und die Wortmeldungen pro Wehrpflicht stehen an Skurrilität den Sagern von Stronach um nichts mehr nach. Man denke an den Aufschrei hätte St. gesagt" ober meine Herrschoftn, da Wehrdienst schoudt duo unsaren jungen Männern goar nix, denn dou lernens Des was eigentlich schou längst kennan solultten, a Disziplin und gehourchen".........
Dick gedruckt auf dem Titelblatt der "Information des Bauernbundes" Titel "Blickpunkt Soziales", Information für Funktionäre des Bauernbundes Nr2. September 2012:

"Ohne Werpflicht kein Zivildienst, ohne Zivildienst kein Ehrenamt und ohne Ehrenamt keine Solidarität"....

mehr braucht man dazu nicht zu sagen.........wenn man nur noch Freiwillige, egal wo, hätte welche die Wehrpflicht erfüllt haben, dann würde es düster ausschauen.
Auch die Bezeichnung "Söldnerheer" findet sich in diesem Wisch.......da hat wohl niemand beim Verfassen desselben ins Lexikon geschaut. Hoffentlich kriegen diesen Wisch auch ein paar "Söldner", also Berufssoldaten zu lesen.
Traurig und grausig, dass die ÖVP und einige Teile der SPÖ, welche auf Bundesebene eine Koalition bilden (sollten) sich in dieser Frage wieder mal die parteipolitischen Hackeln um die Ohren schmeissen. Ich hatte vor etwas mehr als einer Woche mailverkehr mit der Bauerbunddirektorin Thanner, nachdem ich auch an die Redaktion der Bauernzeitung eine Kopie eines Leserbriefes (welcher bis dato nicht im Zielmedium veröffentlicht wurde) geschickt habe. Nach der Beantwortung meinerseits herrscht von dort her Funkstille....;-).
Mfg, Helga



sisu antwortet um 06-10-2012 11:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eine "Argumentationshilfe" für die Wehrpflicht vom Bauernbund
Hallo!
Gehört der Bauernbund überhaupt zur ÖVP? Diese Frage stellte erst vor kurzem als er sagte er wüßte nicht zu wem die Bauernbund Zeitung gehört.
War es nicht vor einigen Jahren die ÖVP die auf die Abschaffung der Wehrpflicht bestand? Aber das die Abschaffung des Wehrdienstes gleichzeitig mit einem Beitritt zur Nato verbunden gewesen wäre, wurde bewußt nicht der Bevölkerung mittgeteilt.
Deshalb wurden auch von der damaligen Regierung die Euro-Fighter angeschafft, wo die Kosten keinesfalls zum Nutzen stehen.
Zur Wehrpflicht selbst:
Ich bin kein Freund davon mir wärem ein ausgebildetes und bestens ausgerüstetes Berufsheer bei weitem lieber, warum sich der BB vor den Karren spannen läßt verstehe ich irgendwie nicht.
Gerade in der Landwirtschaft und bei Gewerbe Betrieben tut es weh wenn eine Arbeitskraft für 6 mon. fehlt.
Der Bauernbund hat sich sogar dafür eingesetzt das in meiner Gegend einige der Großbauern Söhne nicht einrücken mußten, weil es durch gewisse Umstände Ausnahmen gab. Eine der Auflagen war das sie bis zum 35. Lebensjahr keiner anderen Arbeit nach gehen durften außer am elterlichen Betrieb.


helmar antwortet um 06-10-2012 12:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eine "Argumentationshilfe" für die Wehrpflicht vom Bauernbund
Schaut mal auf "www.noebauernbund.at" Homepage. Auf der ersten Seite, rechts, ist diese "Argumentationshilfe" zu lesen. Ich find es sowas von schäbig, dass jetzt zur Begründung der Aufrechterhaltung von der Wehrpflicht( wohlgemerkt von Männern, von Frauen ist keine Rede) der Zivildienst herhalten muß. Wo doch gerade aus dieser Ecke sehr lange gegen diesen polemisiert wurde, zumindest bis zu dem Zeitpunkt bis der Zivildienst auch in der Landwirtschaft Einzug gehalten hat. Und die Behauptung "kein Ehrenamt ohne Zivildienst" haut dem Faß den Boden aus. Als Ehrenamt wird im allgemeinen angenommen, leistet man einen Dienst an irgendeiner Gemeinschaft ohne dafür eine Gegenleistung in Form von Geld o.ä. zu bekommen. U.a. auch als Ortsbauernrat beim Bauernbund. Ich bin auch einer.........( arbeite aber auch im Dorferneuerungsverein mit, und helfe sogar beim Pfarrgemeinderat wenn not an Leuten ist)wie passt denn das nun mit dem Argument "Wehrpflicht" zusammen? Dass es mit der Abschaffung der Wehrpflicht auf einmal keine freiwilligen Helfer mehr gibt ist schon ein starkes Argument aus einer Parteizentrale..........und der Beweis für wie blöd man eigentlich die "Deppen" da unten hält, denen man gerade mal zutraut ein Kreuzerl dort zu machen wo es die Parteiführung empfiehlt.......nein, vorschreibt.
Mfg, Helga


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