Antworten: 15
Sperre_234 21-09-2012 09:53 - E-Mail an User
Burn- out
Hallo

Ein Burnout ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit. Es kann als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt.

Nachdem man immer wieder von Burn- out hört und liest hätte ich eine Frage an euch.
Erkennt eine Burnout betroffene Person diesen Zustand selbst?
Oder müssen hier die Angehörigen die Person darauf ansprechen.

Danke
Fragenstein


biolix antwortet um 21-09-2012 10:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Burn- out
Hallo !

manche spüren vielleichtlange nicht oder wollens nicht wahrhaben..hatte mal so eine Phase, ständig übermüdet, Augenzwinkern(flattern), Herzstechen... dann wars an der Zeit zurück zu stecken, viel schlafen und nach ein paar Tagen gings schon wieder aufwärts...wichtig wäre es für viele mal einige Zeit aus dem "Hamsterrad" raus zu kommen, aber wie sollen das manche machen mit vielen "Verpflichtungen" oder viel Arbeit, oder "Working poor" Menschen...

lg biolix


traktorensteff antwortet um 21-09-2012 10:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Burn- out
Ich nehme an, du schreibst wegen dem Rudi Anschober.

Hier der Link:
 



walterst antwortet um 21-09-2012 10:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Burn- out
der Name Burn-Out sagt eh schon viel.

Man sieht als angehöriger vielleicht, dass jemand brennt und das muss ja gar nicht negativ sein - viel Engagement, viele Termine, viel Arbeit, vielleicht sogar Zeit für alles und jeden. Wann der Brennstoff aus ist, sieht man nicht so leicht und der Betroffene selber sowieso viel zu spät.

Ich hoffe, dass diejenigen, die sich schon öfter über B.O. lustig gemacht haben, ausnahmsweise ihren Senf für sich behalten.


akut antwortet um 21-09-2012 11:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Burn- out
Vom Innviertler Autor Karl Pumberger gibts auch eine humoristische Interpretation:
er schreibt, des Burnautsyndrom hat ma dann, wenn da die Burnwurscht nimmer schmeckt.


tch antwortet um 21-09-2012 15:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Burn- out
Über B.O. kann sich ein normal denkender Mensch nicht lustig machen! Es ist der weg in die Hölle und mit viel Glück proffessioneler und ...freundes Hilfe wieder herraus.
Nicht alles schaffen es.....
man hat selbst kaum mehr etwas in der Hand um gegenzusteuern... oft werden Hilfsmittel verwendet um zu beenden.....

tch


tch antwortet um 21-09-2012 15:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Burn- out
auch wenn es Innviertler ist..... beim Bournout gibt es nichts witziges oder humorvolles.
wünsche diesem Autor das er niemals über dieses Thema ernsthaft nachdenken muss.


tch


Christoph38 antwortet um 21-09-2012 16:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Burn- out
Jenen die ernsthaft erkrankt sind, hilft es gar nichts dass es heutzutage beinahe schon als schick gilt unter Burnout oder Depressionen zu leiden.

Vor allem sollte man sich davor hüten Meldungen zu schieben wie: letzte Woche war es extrem anstrengend in der Firma, hatte ein echtes BO, nach einem gepflegten Bierchen und einem Entspannungsbad in der Badewanne war alles wieder im Lot.

oder: Kopf hoch, fahr mal übers Wochende weg, dann passt wieder alles.

Echte psychische Erkrankungen verschwinden nicht bei einem Bierchen oder einem Wochenendausflug.
Verharmlosungen richten sicher nur Schaden an.

Eher ist man bei der Thematik, wenn man zu einem einfachen Vorgang, wie einen Brief aufzugeben im 500m entfernten Postkasten, eine Kraftanstrengung braucht, wie eine Gesunder der noch einen LKW mitzieht.


mfj antwortet um 21-09-2012 22:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Burn- out


...das Thema haben wir doch schon realitätsnah durchgekaut...
 


fgh antwortet um 21-09-2012 23:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Burn- out
Zur Eingangsfrage:

Ja alle Personen im engen Umkreis müssen es merken, Betonung auf "eng" - der der selbst auf ein Burn-out zusteuert wird es nicht merken, wie den auch, wenn er so aufmerksam wäre, würde er die Warnsignale ja erkennen und einbremsen.

Man verändert sich auf dem Weg zu einem Burn-out wirklich grundlegend und echten Freunden / Familie solte das auffallen - einziges Problem, es kann allen auffallen und alle denken nichts dabei. Hinterher sagt dann jeder: "Scheiße, mir ist es eh aufgefallen wie dreckig es dir gegangen ist, aber ich dachte, dass wird schon wieder."


AnimalFarmHipples antwortet um 22-09-2012 04:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Burn- out
Eigentlich wäre ich ja mit einem Vollzeitjob, der Landwirtschaft, der Feuerwehr, nur jede zweite Nacht schlafen, und weil ich mir ständig überall noch mehr aufhalse, prädestiniert für sowas.
Momentan kipp ich auch grad wieder in meine alljährliche Herbstdepression, weil mir schon wieder das Jahr "ausgeht", obwohl doch noch soviel erledigt gehört hätte und die Zeit für das, was vor dem ersten Frost jedenfalls noch erledigt werden muß, auch immer knapper wird.
Andrerseits: Ich hab es noch nie ausgehalten, mal gar nichts zu tun. Früher bin ich sonntags immer gern ins Büro gegangen, weil mir sonst daheim die Decke aufn Kopf gefallen wär. Später bin ich anstatt ins Büro immer in meine Werkstatt im Keller gegangen. Und jetzt leb ich schon fast drei Jahre auf meinem Hof und hab noch nichteinmal den Kleiderschrank zusammengebaut, weil tagsüber bin ich draußen, abends im Stall und nach dem Nachtmahl bin ich zu müd um noch was anzugreifen.
Hat aber auch Vorteile: Wenn ich schlafe, schlafe ich sehr gut (früher bin ich manchmal stündlich aufgewacht und zum Kühlschrank gewandert). Ich fühl mich fit wie ein Turnschuh, auch wenn ich manchmal müd bin und mich zur Stallarbeit zwingen muß. Die Neurodermitis, an der ich zehn Jahre lang laboriert hatte, war mit einem Schlag weg, seit ich den Hof habe. Ich hab von vornherein gewußt, daß den Hof auf Vordermann zu bringen, eine Lebensaufgabe sein wird, es gehört daher auch dazu, daß alles länger dauert als geplant, aber solang zumindest immer ein bißl was weitergeht, paßt das ja.
Muß aber auch sagen, daß das bei mir nur deshalb geht, weil ich im Brotberuf freie Zeiteinteilung hab, Fristsachen eher zeitnah erledige, um nicht in Zeitnot zu geraten, und Termine eher vermeide, weil die stressen mich; und weil es meinen Tieren nichts ausmacht, daß es keine fixen Fütterungszeiten gibt. Beides verschafft mir einen gewissen zeitlichen Spielraum, um an allen drei Fronten - Job, Hof und Schlafen- zurechtzukommen und mir doch ab und zu, wenn auch eher selten, etwas nur für mich rausnehmen zu können.
Das läßt sich übrigens alles sogar mit einer Beziehung vereinbaren; ich hab zwar momentan keine, hatte aber bis vor kurzem eine sehr intensive, die mich richtiggehend beflügelt hat; insofern war es eigentlich in jeder Hinsicht ein sehr gutes Jahr, auch wenn ich gern noch mehr geschafft hätte.
Am allerwesentlichsten ist aber glaub ich das richtige Mantra: Ich sag mir immer, ich MUSS das nicht machen, sondern ich DARF es - damit siehts auch gleich ganz anders aus.


sturmi antwortet um 22-09-2012 06:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Burn- out
@AFH
Guten Morgen und mein Beileid! ;-))
MfG Sturmi


mfj antwortet um 22-09-2012 07:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Burn- out

Lieber AHF,

...die Liebe heilt fast jede Depression, nur werden Depressive selten geliebt.

(Altes Sprichwort)





walterst antwortet um 22-09-2012 07:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Burn- out
bin sprachlos


AnimalFarmHipples antwortet um 22-09-2012 09:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Burn- out
@ mfj :

Doch ist man hier um sich zu fangen
Und neue Liebe zu erlangen ...
 


mfj antwortet um 22-09-2012 10:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Burn- out

Lieber AFH,

wir helfen doch wo wir können...



 


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