Fragen betr. Feuchtigkeit bei Hackschnitzel

Antworten: 15
krokodil 14-09-2012 08:02 - E-Mail an User
Hackschnitzel Feuchtigkeit
Hallo..

Habe diese Woche meine Hackschnitzel gehackt. Wie gut ist das, wenn der Haufen sich erwärmt?
Ab welcher Temperatur, die im Haufen entstehen, hat man dann Qualitätsversluste?
Wie geht Ihr mit dem Problem um?

Teilt mir eure Erfahrungen..

Vielen Dank



schnorre antwortet um 14-09-2012 09:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel Feuchtigkeit
Hallo,
jede Selbsterwärmung ist mit Verlusten verbunden und führt auch zu Schimmelbildung? Ich hacke nur gespaltene und soweit getrocknetes Holz damit keine Selbsterwärmung mehr entsteht.
Gruß
Schnorre


mosti antwortet um 15-09-2012 22:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel Feuchtigkeit
erwärmen vom hachgut ist immer mit verlust und verpilzung verbunden. wir hacken im frühjahr auf trocknungskipper, wo hackgut bei bioenergie freistadt in etwa 2 tagen auf unter 15% getrocknet wird, kosten für trocknen und kipper etwa 5€/srm, fahren mußt schon selber. topp hackgut und wenig manipulation.mfg mosti



bert78 antwortet um 15-09-2012 22:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel Feuchtigkeit
Ich hab vor kurzem diesbezüglich einen Tipp bekommen, der mich anfangs nur laut lachen ließ. Aber anscheinend funktionierts: Da streut jemand Senfsamen auf den Hackguthaufen mit der Folge, daß der Senf durch die Wärmeentwicklung und die Feuchtigkeit keimt und wächst, und somit dem Hackgut Feuchtigkeit entzieht. Letztendlich vertrocknet der Senf dann, bricht und wird mitverheizt. Die Hackgutqualität soll deutlich besser sein.
Ich werde das jedenfalls probieren. Hilfts nicht, so schadets nicht und es wäre die billigste und einfachste "Trocknung".



0815 antwortet um 16-09-2012 09:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel Feuchtigkeit
@mosti
hin und herfahren zur/von der Trocknungsanlage das nennst du wenig Manipulation? Von den Kosten ganz zu schweigen!Wär es nicht gescheiter, die größeren Stücke selbst zu spalten, und aufzuschlichten? Würde ökologisch gesehen das billigste sein die Sonnen bzw. Windtrocknung, als die künstliche Trocknung.
Naja, jeder wie er meint!


0815 antwortet um 16-09-2012 09:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User




rbrb131235 antwortet um 16-09-2012 09:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel Feuchtigkeit
Also ich spalte mein Holz seit ich mit Hackschnitzel heize ( 25 Jahre ) und verhacke das Meterholz.
Der nahezu problemlose Betrieb, der viel wenigere Verbrauch ( mein Holzvorrat ist nicht grenzenlos ) und leichte händische Beschickung des Hackers, geben mir recht.

Grüße rbrb13


0815 antwortet um 16-09-2012 09:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel Feuchtigkeit
Nicht nur der geringere Verbrauch, auch das die Anlage viel weniger läuft, sind ein Argument für trockenes Material! Und als Nebeneffekt kommt sogar mehr Wärme raus!.......... Wenn ich im Stückholzkessel feuchte Scheiter rein gebe, wird es auch nur so "dahinsieden".
Aber hier im Forum gibt es immer wieder Einige, die glauben mit Feuchtmaterial geht es besser!



jfs antwortet um 16-09-2012 10:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel Feuchtigkeit
Mit Feuchtmaterial geht es tatsächlich besser. Aber nur in Großanlagen. Dort wird eine gewisse Feuchtigkeit vorausgesetzt. Haben mal sehr trockenes Material in unserer FW Anlage verheizt. Mußten aber feuchtes HG dazumischen. In kleinen Anlagen sollte schon klar sein das es auch für die Lebensdauer des Kessels viel besser ist trockenes HG zu verheizen.



rbrb131235 antwortet um 16-09-2012 11:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel Feuchtigkeit
@ jfs Sage mir ein Argument, warum feuchtes Material notwendig sein sollte ?

Grüße rbrb13


browser antwortet um 16-09-2012 14:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel Feuchtigkeit
An rbrb 13

Gewisse Kessel vertragen keine trockenen Schnitzel wegen zu hoher brennraumtemperatur
Deswegen sagen einige hersteller bitte keine zu trockene hackschnitzel




Weide1 antwortet um 16-09-2012 15:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel Feuchtigkeit
Genau so ist es. Größere Kessel werden eigentlich für gewisse Brennstoffqualitäten bzw. Feuchtigkeiten ausgelegt. Während Kleinanlagen (meist) für trockene Hackschnitzel ausgelegt sind, können bei Nahwärmeanlagen durchaus Systeme zum Einsatz kommen, die z.B. auf Feuchtigkeiten von > 50% ausgelegt sind. Wer hat bei den großen benötigten Mengen schon die Möglichkeit immer trockenes Hackgut bereitzustellen? Im Regelfall handelt es sich dann dabei um sog. Treppenrostfeuerungen mit sehr viel Schamottierung, die bei diesem Brennstoff dann auch bei Bedarf ihre Nennleistung erreichen.
Diese System haben dann den "Vorteil", dass sie mit trockenerem Brennstoff die Nennleistung locker überschreiten. Allerdings muss man dann für "Kühlung" im Brennraum sorgen. Dies erfolgt meist durch sog. Rauchgasrezirkulation, wo dann fast inertes Rauchgas in den Brennraum zurückgeführt wird und somit für überschaubare Brennraumtemperaturen (bei uns < 900 Grad bei Volllast) sorgt. Stellt im Betrieb aber einen Grenzbereich dar, weshalb dann meist unterschiedlich feuchtes Material gemischt wird. Bei unserer Anlage fahren wir trockenes Hackgut eigentlich nur in den warmen Übergangszeiten, wo relativ viel Schwachlast gefahren werden muss.


rbrb131235 antwortet um 16-09-2012 18:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel Feuchtigkeit
Hallo Weide, das Holz egal in welchen Ofen es verbrennt wird, zuerst getrocknet werden muss, ist doch klar. So passiert das erst anstatt in der Luft, im Ofen. Dass dabei erheblich Energie verloren geht, ist auch klar. Vielleicht ist das mit ein Grund , warum so viele Großanlagen so deffizitär arbeiten. Über die Verschwendung der Ressource Holz, gar nicht zu reden.

Grüße rbrb13

Ich denke im Holzland Österreich noch lange kein Problem.


jfs antwortet um 16-09-2012 18:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel Feuchtigkeit
Feuchte Luft kann mehr Wärme transportieren. Darum brauchen Großanlagen eben feuchteres HG um die Wärme (zum Teil auch im Wasserdampf gespeichert) über die Wärmetauscher abzugeben. Zu trockene Luft brächte zu wenig "Wärmevolumen" um die Leistung des Kessels zu erbringen. Gilt aber nur für Großanlagen. Bei diesen wird das feuchte HG schon beim Einschieben vorgetrocknet. Im Verbrennungsraum selbst ist das HG dann schon soweit trocken um eine ordentliche Verbrennung zu gewährleisten. Ausserdem ist in einem großen Kessel der Brennraum ungleich größer und kann dadurch das HG auch länger ausbrennen. Wie sonst würde wohl frische Rinde beim Verheizen eine ordentliche Wärmeleistung erbringen?


Weide1 antwortet um 16-09-2012 19:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel Feuchtigkeit
@rbrb13. Denke, dass man zwischen Klein- und Großanlagen schon einen Unterschied machen muss und wie jfs geschrieben hat sind Großanlagen speziell auch für feuchteres Hackgut ausgelegt. Wir fahren bei unserer Anlage (800KW) z.B. bei Vollast Rauchgastemperaturen von 130 - 140 Grad. Bei noch größeren Anlagen wird dann auch diese Wärme noch in der Rauchgaskondensation (die geht bei trockenen Hackgut eigentlich gar nicht) zum größten Teil genutzt. Und die Praxis zeigt, dass auch aus frischem Hackgut (Schlagraum) ganz gute Wärmeausbeuten möglich sind. Entscheidend ist wohl auch wie groß der Aufwand ist und da geht es auch für den Landwirt darum ob der das Material gleich frisch (ohne großen Lager und Umschichtungsaufwand) abliefern kann. Bei Fichtenholz und dem Käferproblem sind unsere Mitglieder eigentlich sehr froh, das Material gleich mal frisch wegzubringen. Somit passt es für beide Seiten. Noch ein Blick in unseren Ofen bei Volllast (und frischem HG)



 


kries antwortet um 16-09-2012 20:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzel Feuchtigkeit
hallo krokodil

wir hacken unsere hackschnitzel im sommer, wenn es eine woche sehr heiß ist und breiten sie am asphalt aus. mitte der woche wenden wir sie und dann ab ins lager. dann erwärmt es sich nicht und haben keine schimmelbildung. sind dann absolut trockene hackschnitzel.

rbrb13 -
wir haben das früher auch immer so gemacht, ist jedoch sehr zeitintensiv und kostenaufwändig. (ablängen-spalten-schlichten-hacken-hackschnitzellager). seit 25 jahren machst du es schon so für kleinere mengen ist es okay für größere mengen wahnsinnig zeitaufwändig.


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