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antach 16-07-2012 05:55 - E-Mail an User
Bodenraub
Hallo
Vorige Woche wahr im Fernsehen wieder das Tehmer mit dem zu betonieren Österreichischen Feldern und Wiesen also 15 Hektar pro Tag kann das so weiter gehen.


Fallkerbe antwortet um 16-07-2012 06:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Wem wird der Boden geraubt?
Wer Raubt den Boden?

Wem gehört der Boden?


Steyrdiesel antwortet um 16-07-2012 09:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Blöde Frage (n):
Den Landwirten die daruf was produzieren wollten wird er geraubt!
Immobilienmarkler, Wohnbaugenossenschaften, private Häuslbauer....
Meistens dem der im Grundbuch als Besitzer eingetragen ist....

lg
Steff



tristan antwortet um 16-07-2012 09:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
geraubt wird der boden der natur.
der im grundbuch als besitzer eingetragene gibt den boden meist freiwillig her.


Steyrdiesel antwortet um 16-07-2012 10:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
stimmt hast recht.
Aber das Poblem ist das der Besitzer den Boden meistens den Immobilienmarklern, WBG etc. verkauft und damit anderen Landwirten und damit auch wie von dir geschrieben, der Natur wegnimmt.

ist bei uns in Stadtnähe ein riesiges Problem derzeit.

lg
Steff


tristan antwortet um 16-07-2012 10:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
das ist dann nicht bodenraub sondern bodenvordernasewegschnappen.
die grundstückspreise sind leider so hoch, das man mit landwirtschaft alleine keinen grund kaufen kann.


Steyrdiesel antwortet um 16-07-2012 10:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
ja nennen kann man das wie man will.
jedenfalls ist es ein großes Problem.
Und genau das ist ja der Grund warum die Preise so hoch sind.


pepbog antwortet um 16-07-2012 11:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
ich hab aber eher den Eindruck:
Beim VERKAUFEN kann der Preis nicht hoch genung sein !
Beim KAUF sollte der Preis unter dem ortsüblichen sein! (also Schnäppchen)
diese "Bauerschläue" haben halt ALLE übernommen.


Steyrdiesel antwortet um 16-07-2012 11:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Das ist aber nicht nur beim Grund und Boden so sondern auch überall anders (Autos, Maschinen, Häuser...)

Ändert aber nichts an den Problemen für die Landwirte und Natur, die daraus entstehen.


__joe007 antwortet um 16-07-2012 12:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
aber es gibt auch solche:

1) Grund verkaufen
2) Stall bauen ( weil man ja dafür jetzt Geld hat )
3) Grund pachten, ( weil ja die GVE zu hoch sind)
4) zu Hohe Pachtpreise zahlen weils dringendist und Geld noch da ist vom Grundverkauf, ...
5) Komplett unwirtschaftlich produzieren

Waren nur mal ein paar Gedanken zu der perversen Situation im Sektor LAndwirtschaft,........

lg JoE

P.S.: Soja 44 kostet jetzt 504 Euro / to
Gerste steigt auch,.........



Fallkerbe antwortet um 16-07-2012 12:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
@Steff23

zitat steff23
Blöde Frage (n):
Den Landwirten die daruf was produzieren wollten wird er geraubt!
Zitat ende

blöde aussage.
Nur weil jemand "darauf produzieren will" hat er noch lange kein anrecht darauf.

wenn der Boden dem Bauern, der darauf produzieren will nicht gehört, dann kann man ihm den boden auch nicht rauben. Man kann höchstens den Pachtvertrag nicht verlängern.
Wie kommen manche bauern nur auf die idee, das sie ein göttliches recht auf pachtflächen hätten?

Vieleicht hat ja der Eigentümer das recht, sienen Boden jemand anderem zur verfügung zu stellen, der darauf vieleicht als Gewerbebetrieb irgendwas produzieren möchte. Oder jemandem geben, der auf diesem Boden wohnen möchte.
Sind diese anliegen deiner meinung nach weniger legitim, als der Pachtgrundbedarf eines Bauern?

Zum Thema , "der Natur wegnehmen":
Für die Natür ist ein durchschnittlicher Maisacker vermutlich kaum artenreicher und Ökologisch wertvoller als meinetwegen die Gärten, hecken/usw. einer Reihenhaussiedlung.









Steyrdiesel antwortet um 16-07-2012 13:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Nein man hat kein Anrecht daruf. Aber es wäre meiner Meinung nach viel sinnvoller als die Flächen zu betonieren

zum Recht auf Pachtflächen: Schon mal überlegt das einem Landwirt ohne Grund und Boden jegliche Grundlage zum Überleben fehlt?

Ja meiner Meinung nach ist das produzieren von Nahrungsmittel/Futter wichtiger als irgend eine Firma die noch mehr Gewinn machen will und noch einen x-ten Standort will. Und Wohnungen sollten da gebaut werden (wenn diese unbedingt benötigt werden?) wo sie hingehören. (WOHNgebiet, Stadtgebiet...)

Glaube nicht das eine Reihenhaussiedlung ökologisch wertvoller ist als ein Maisacker. Man bedenke nur die Energie die dort benötigt wird (Heizung, Strom...) Ein ha Mais nimmt hingegen jene Menge an CO2 auf die bei 60000 Autokilometer ausgestoßen wird...

lg
Steff


tristan antwortet um 16-07-2012 13:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
steff, man muß auch verlieren können.
wenn dir jemand den grund vor der nase/haustür wegkauft hast du 2 möglichkeiten: mehr bieten oder hirn einschalten und die sache gutsein lassen.

ps: reg dich nur über sachen auf, die du auch ändern kannst.


Icebreaker antwortet um 16-07-2012 14:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
... vielleicht nicht BodenRAUB, aber der Artikel passt ganz gut zum Thema.

Verplanter Raum, mangelnde Ordnung

Stetig steigt die Quadratmeterzahl an asphaltierter Fläche, Ortschaften leiden unter Zersiedelung und Experten vermissen Nachhaltigkeit. Die Raumordnung in Österreich lässt zu wünschen übrig

Täglich verschwinden in Österreich 15 Hektar Äcker und Wiesen. Sie fallen dem Straßen-, Bahn- und Wohnbau zum Opfer. Oder sie dienen dazu, neuen Gewerbegebieten Platz zu machen, kritisierten Bauernvertreter erst kürzlich. In den vergangenen 20 Jahren sollen so 110.000 Hektar verbaut worden sein.

Die Kritik der Landwirte fällt bei dem Wiener Raumplaner Reinhard Seiß auf fruchtbaren Boden: "Ökologie und Nachhaltigkeit sind seit Jahren keine gesellschaftspolitisch relevanten Themen mehr", pflichtet Seiß bei. Österreich stellt er dabei ein besonders schlechtes Zeugnis aus: "Sorgloser, als Österreich damit umgeht, geht's gar nicht mehr", meint der Planer.



Weiter lesen siehe Link: http://derstandard.at/1342139138187/Verplanter-Raum-mangelnde-Ordnung

mfg Ice
 


Steyrdiesel antwortet um 16-07-2012 14:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Wenns so weiter geht verlier ma blad alles.
Also ich hab weder das Geld noch Interesse Grund zu kaufen.

Aber wenn man so sieht was bei uns alles verbaut wird (eine Reihenhaus Siedlung nach der anderen) vergeht mir wirklich die Freude an meiner Heimat.

Aber wahrscheinlich hast du recht und man sollte sich nicht zuviel darüber aufregn. Dann lebt sichs auch leichter.

lg
Steff



textad4091 antwortet um 16-07-2012 15:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Zumindest erkennt jeder hier, egal ob Für oder eher gegen Landwirte, dass der Bodenverbrauch ein groooßes Problem darstellt- Hinzu kommt noch, dass es ein irreversibler Prozess ist, denn sooo einfach wie etwas aufbauen is ein Abriss dann doch wieder nicht, zumindest gesetzlich; Und dass jetz "Raumplaner" (also eigentlich keine Raumplaner in dem Sinne sondern Politiker) hergehen und sagen es sei ein Problem ... bei aller Liebe, jetz isses zu spät der schlechten bzw. nicht vorhandenen Raumplanung der letzten Jahrzehnte gegenzusteuern ... Jetzt heißt es nur mehr das Beste draus machen und aus Fehlern lernen, aber so wie's ausschaut bleibt der Trend gleich- "Wer das Geld hat, schafft an" und wenn eine Firma in einem komplett unerschlossen und unaufgeschlossenem Gebiet mal 100 Arbeitsplätze schaffen will, vergisst ma halt die Raumplanung leicht mal ... Und sobald irgndwie die Politik ins Spiel kommt sollte eh jeder wissen, dass zu 99,9% nicht das umgesetzt wird was eigentlich besser wär ^^
Eher noch ein Problem, was bei uns jetzt aber ned sooo groß is, is eher die Spekulation auf Grund und Boden- Sprich brach liegende Flächen, weil jemand glaubt "I hab so viel Geld, kauf ma halt a weng an Grund und hort ma den, wird ja vl. mehr wert"
Und LW- Fläche mit Baugrund oder Bebauter Fläche bzw. Garten zu vergleichen halt ich sowieso für ein wenig vermessen


soamist2 antwortet um 16-07-2012 15:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
an die herren berufsuderer - mir ist (bis auf einige wenige enteignungen aufgrund öffentlichen interesses) kein fall bekannt wo einem landwirt sein bestes ackerland unentgeltlich, noch dazu gegen seinen willen abhandengekommen sein soll.

also bitte nicht so eine debilen begriff wie "bodenraub" benutzen, "grundverkauf" passt viel besser


traktorensteff antwortet um 16-07-2012 16:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Ich selbst wollte auch schon einen Beitrag zu diesem Thema schreiben, als im Mai sogar der Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski das Zubetonieren von Flächen angesprochen hat.
> http://wien.orf.at/news/stories/2534221
In Bayern gibt es sogar die Aktion „Stoppt den Flächenfraß“!

Es ist schon bemerkenswert, dass jetzt ENDLICH immer mehr darüber in den Medien berichtet wird, war ich doch seit Jahren der Meinung, niemanden würde das wirklich interessieren.

@ Steff23
Zitat: „Aber wenn man so sieht was bei uns alles verbaut wird (eine Reihenhaus Siedlung nach der anderen) vergeht mir wirklich die Freude an meiner Heimat.“

DANKE!!! Ich dachte schon, dass ich der einzige bin, der das so sieht! Aus welchem Stadtrandbereich kommst du? UNFASSBAR, was wir zum einen unserer „Produktionsgrundlage“ antun, was dazu führt, dass sich Österreich nicht mehr ordentlich mit Lebensmitteln versorgen kann. Zum anderen ist das keine Lebensqualität mehr, wenn Natur für immer zubetoniert wird und das Landschaftsbild zerstört ist. Immer mehr Siedlungen fressen sich in die Landschaft.
Und zwar „unnötigerweise“. Wenn man sich die Geburtenraten ansieht, würde (!) die Bevölkerung ganz natürlich zurückgehen und weniger Wohnraum, breitere Straßen usw. brauchen. NUR will das die Politik nicht und es wurde letzte Woche wieder mal von neuer Zuwanderung gesprochen. Obwohl man weiß, dass man genug Probleme hat, setzt sich die „Wirtschaft“ durch.
> http://news.orf.at/stories/2130182/2130180

Ich frage mich auch immer wieder, was manche Landwirte „fühlen“, wenn sie Grund verkaufen und möglicherweise jahrhundert-langer Familienbesitz von den Baggern verwüstet und unfruchtbar gemacht wird. Das „Schmerzensgeld“ scheint hoch genug zu sein…

Ich komme ebenfalls aus dem Umfeld von Linz. Oft gibt es da gar nichts mehr zum Zubauen. Da gibt es sogar Landwirte, die sich schon vor Jahren einen „neuen“ Hof weiter weg gekauft haben, weil es sonst einfach nicht mehr geht. In wie weit das freiwillig war (immerhin geht es um Millionenbeträge durch Grundverkauf), weiß ich nicht.

Man muss sich vorstellen, geht es so weiter, ist in Österreich in 20 Jahren die gesamte Ackerfläche des Burgenlandes verbaut worden.

@ soamist2
Die Überschrift "Bodenraub" ist kein Einfall vom Beitragsstarter sondern wurde in der ORF-Sendung verwendet.

Hier der von antach angesprochene Beitrag:

http://tvthek.orf.at/programs/1336-Konkret/episodes/4319827-Konkret--Das-Servicemagazin/4319835-Bodenraub-in-Oesterreich
 


Fallkerbe antwortet um 16-07-2012 16:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
@stef23

wieviel Fläche benötigt ein Bauer je Arbeitsplatz?
Wieviel Arbeitsplätze sind in einem Gewerbegebiet je Häktar?


traktorensteff antwortet um 16-07-2012 16:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
@ Fallkerbe
Es geht nicht unbedingt um diese Gegenrechnung, sonder darum, dass sehr viel verschwenderisch zugebaut wird und um die weitere Entwicklung in der Zukunft, wobei man zum Schluss kommen muss, dass es so nicht weitergehen kann.


foschei antwortet um 16-07-2012 16:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Hallo,
was ich auch sehr beobachte in letzter Zeit, dass die fruchtbarsten Gebiete zugebaut werden,wenn ich das bei mir im Tennengau anschaue.Im Tal wird zubetoniert(Gewerbe,Wohnbau), auf den Bergen wirtschaften die Bauern zum Teil unter schwierigeren Bedingungen.
sg


textad4091 antwortet um 16-07-2012 18:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
@Fallkerbe: Sowas is "wirtschaftliche Nachhalitgkeit", sofern ma da vo "nachhaltig" sprechen darf- 10ha Grünland bringen ja weeeeeiiit weniger Geld ein als ein Betrieb der eine ebenso große Fläche in Anspruch nimmt ...
Zwecks Raumplanung sollte halt generell gelten "Alte, nicht benötigte Gebäude abreissen und DORT etwas Neues hinstellen" anstatt immer mehr und mehr Flächen teilweise ziemlich willkürlich zu verbauen- Früher oder später wird jeder merken, dass das Problem nicht nur die Landwirte direkt trifft sondern jede einzelne Person
Der Begriff Bodenraub is halt a weng fehl am Platze ... Obwohl, bezogen auf die Natur stimmt's ja wieder


fgh antwortet um 16-07-2012 19:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Moderne Fruchtfolge:
Silomais - Silomais - Bauplatz - neuer Traktor


Fallkerbe antwortet um 16-07-2012 19:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
@textad-
ich meine jetzt nicht mal unbedingt die Wiesen und Äcker.

Seht euch doch erst mal auf eueren eigenen Betrieben um, wieviel fläche da "versiegelt" ist durch befestigte Plätze, Güllegrube, Auslauf, Maschinenhallen, Geräteschuppen, unterstände, Stallungen, Almhütten, Silos, Zufahrtswege usw.
Ich denke, je Arbeitsplatz ist in kaum einer anderen Branche so viel verbaute+ versiegelte Flächen wie in der Landwirtschaft.
Ob es da jemandem ansteht, bei anderen Sparsamkeit einzufordern?

Seht euch die einmannbetriebe in euerer umgebung an- da wird kaum einer grössere gebäude haben als ein vollerwerbsbauer




Fallkerbe antwortet um 16-07-2012 19:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub

Zitat: „Aber wenn man so sieht was bei uns alles verbaut wird (eine Reihenhaus Siedlung nach der anderen) vergeht mir wirklich die Freude an meiner Heimat.“
zitat ende

die Reihenhaussiedlung ist im übrigen auch die "heimat" von jemand anderem. In erster linie vom Reihenhausbesitzer. Un der wird vermutlich schon eine freude damit haben. Man sollte auch anderen Leuten eine Freude und eine Heimat gönnen können.

mfg


traktorensteff antwortet um 16-07-2012 21:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
@ Fallkerbe
Ich weiß natürlich nicht, woher du genau bist und ob du noch das "idyllische Österreich" vor der Tür hast. Aber fahr mal in die Nähe größerer Städte, aber auch eine 5000 Einwohner-Gemeinde reicht schon, da wird gebaut, als ob es kein Morgen geben würde. Und wie ich oben geschrieben habe, der Verbrauch durch Bevölkerungswachstum müsste meiner Meinung nach, jetzt und besonders in ein paar Jahren, gar nicht sein. Es müsste keine "glücklichen" Neubau-Reihenhausbesitzer geben, wenn die Politik die Bevölkerung gesundschrumpfen lassen würde, was sie von alleine auch tut. Zugebaute Betonwüsten sehe ich nicht als "schöne Heimat" an.


Woodster antwortet um 16-07-2012 22:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
also, wenn ich die Politik-Republik richtig einschätze,
wird mit diesem Thema mittels einer Vorfeldorganisation die Bevölkerung wohl auf eine neue Steuer vorbereitet....

.... und viele plappern den Blödsinn nach. Selbstgeisselung, Erzeugung von Schuldgefühlen bei den Leuten, die dann leichter hoffentlich wieder eine neue Steuer schlucken werden... oder täusche ich mich da?

Und - wo wäre den die Wirtschaft, wenn nicht gebaut würde???



textad4091 antwortet um 16-07-2012 22:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
@Fallkerbe: OK, sooo ist das gemeint ... Allerdings muss man sagen dass ein Großteil der Landwirte doch auch Tierhalter sind, da braucht's doch mehr Platz als das Büro oder die Werkstatt vom KMU ... Ich dachte da eher generell an den "Bodenverbrauch" eines Landwirtes (Im Vergleich gesehen als "Ein-Mann-Betrieb") wobei bei Gewerbebetrieben und Landwirten Boden nicht gleich Boden is, soviel sollte man auch bedenken ;)

Das generelle Problem wurde eh schon angesprchen- Erhöhter Raum- und Platzbedarf trotz fast gleichbleibender Bevölkerungsanzahl ... Gründe sind unter andrem erhöhter Wohlstand (Wenn ma im richtigen Eck sucht), der Drang ein Eigenheim haben zu wollen (Traum von den eigenen 4 Wänden), Single-Haushalte, und und und ...
Dann kommen noch extrem hohe Preise bei Eigentumswohnungen oder bereits bestehenden Häusern dazu (Warum sollte sich jemand im 17. in Wien eine Eigentumswohnung kaufen die gleich viel kostet wie der Baugrund+Haus in Floridsdorf^^)
Gründe sind vielschichtig, die Auswirkungen ebenso ...

Zuguuterletzt, was ab und an der gesagt wird: Es kotzt mich formlich an wenn jemand, der (Bau-)Grund verkauft hat, sich im nachhinein drüber aufregt dass alles verbaut wird ...


traktorensteff antwortet um 16-07-2012 23:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
@ Woodster
"Und - wo wäre den die Wirtschaft, wenn nicht gebaut würde???"

Ja, die Wirtschaft besteht zu einem großen Teil aus dem Baugewerbe und dem Neubau. Was soll man auch anderes machen, wenn die Produktion von Konsumgütern ausgelagert ist? Nur kann das nicht so weitergehen. Man kann nur hoffen, dass bald ein Umdenken kommt, denn schon in 10-20 Jahren wird es, so hart es klingt, mehr Todesfälle in der geburtenstarken Nachkriegsgeneration geben und schon vorher werden Wohnungen und Häuser frei. Derzeit in unserer Gegend schon zu merken. Dann hoffe ich, wird der Landfraß durch Neubaugebiete auch zurückgehen, besonders, wenn man das Verbauen von landwirtschaftlicher Fläche weiter besteuert und die Renovierung von Altbauten unterstützt.


antach antwortet um 17-07-2012 05:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Hallo
Ist überall das selbe mit dem zu betonieren auch bei uns eine Siedlung ein Einkaufsballast ein Gewerbegebiet, ja aber das kann so nicht weiter gehen, wie sieht das in 20-30 Jahren aus bald keinen Grund und Boden mehr um Lebensmittel zu erzeugen.



Steyrdiesel antwortet um 17-07-2012 07:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Morgen,

@traktorensteff: Ich bin aus der Umgebung von Graz. Ist anscheinend in vielen Gebieten ein Problem... Gut das du das auch so siehst.
Zum Thema Fläche je Arbeitsplatz: Da vergisst du (Fallkerbe) aber wie viele ha Acker, Grünland und Wald der Landwirt dabei pflegt und somit der Natur wichtige Ressourcen erhält! (Gewerbebetriebe machen eher das Gegenteil)
Und zu den Reihenhaussiedlungen: Wenn meine Heimat einmal nur mehr aus Reihenhaussiedlungen besteht, wirds Zeit zum Auswandern!
Du hast recht, diese sind vielleicht Heimat für andere Menschen. Nur dann sollen sie dort gebaut werden wo sie hingehören (WOHNgebiet, Stadt!!) Aber das habe ich ja oben schon geschrieben. Ich bau ja auch nicht einen Stall mitten in die Stadt.

lg
Steff


Hirschfarm antwortet um 17-07-2012 08:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
@antach: Des war a Freudscher Verschreiber: EinkaufsBALLAST statt Einkaufspalast.
mfg


guellex antwortet um 17-07-2012 08:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Man kann es auch so sehen.
Wenn man den Bodenraub, die angekündigten Probleme mit Welternährung und den Umgang der Bauern mit dem normalen Volk betrachtet kommt einem so mache Gedanken.
1. Man soll den Baugrund zu einem 50 zig bis 100 fachen Preis kaufen. Nicht verbauen aber dafür bezahlen das der Grund abgemäht wird.
2. Es soll dafür gesorgt werden das alles was der Landwirt erzeugt zu einem guten Preis verkauft wird.
3 Gewerbebetriebe braucht man in Österreich auch nicht, denn im Ausland kann man weit billiger Produzieren.
4. Die frei werdenden Arbeitskräfte sollen günstig für die Bauer arbeiten, so wie früher der Knecht.
Zu 1. Die Bank würde so manche Maschine nicht finanzieren wenn der Grund nicht verkäuflich währe.
Zu 2. Wenn die Überproduktion nicht abgenommen wird gehen wir auf die Strasse
Zu 3. Wenn ein Gerät bricht muss sofort jemand da sein der das Ersatzteil lagernd hat und einbaut.
Zu 4. Und das nur für Kost und Wohnung.

Und jetzt möchte ich mich bei allen entschuldigen die im täglichen Leben nicht so denken.



Hirschfarm antwortet um 17-07-2012 08:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
@gullex: Wenn bei mir eine Maschine bricht erwarte ich mir schon daß in kürzester Zeit die Ersatzteile da sind und der Servicetechniker das Ding wieder instand setzt (außer wir können es selber wieder richten). Denn schließlich wird er ja auch ordentlich dafür bezahlt und sind die Maschinen mittlerweile so teuer , daß man sich lange Standzeiten nicht leisten kann.
mfg
p.s.: Ansonsten hast schon ein bissl recht.


Josefjosef antwortet um 17-07-2012 12:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
serwus Leidln,

so läuft doch unser Wirtschaftssystem:
Verbrauch, Vernichtung, Naturraub........................usw................
Das ist unser Weltwirtschaftssystem in dem wir alle mithängen.
Klar geht das mit der Zeit in die Hosen. So oder so.
auch das Wachstum der Weltbevölkerung wird uns alle später um so früher umbringen.
Für die Erde wird es keinen Nachteil haben, wenn die Menschheit sich selbst umbringt.
Wir alle sind wie die Lemminge, die drauf losrennen um ins Wasser zu springen, um dort zu ersaufen.
Der Mensch ist nunmal auch nur ein Viech. Ein Wahnsinniges.
Das ist der Lauf der Geschichte, wenn die Menschheit weg sein wird, dauerts ein paar Jahrhunderte,
und es wird nichts mehr von ihm, bzw. seinen Bauten und Taten zu sehen sein.
Ist doch irgendwie beruhigend. Findet ihr nicht?
grüße
Josef




sisu antwortet um 17-07-2012 16:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Hallo!
Nur so nebenbei wer verkauft eigentlich den Grund der dann zubetoniert wird? Grundstücksverkauf ist ja in eingen Gebieten ein recht lukratives Geschäft, das sieht man auch an dem Fuhrparks der Verkäufer. Wenn einem Grundbesitzer heute zuviel zubetoniert wird, so kann er das leicht ändern indem er nicht verkauft. Scheinbar ist aber in den meisten Fällen die Verlockung des Geldes größer als der nutzen des Bodens durch die Landwirtschaft.


kraftwerk81 antwortet um 17-07-2012 17:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
hm... wenn ich 1/3 ha Grund verkaufe und das Geld sinnvoll investiere kann ich sehr gut davon leben. Wenn ich meine 25ha landwirtschaftlich bearbeite hab ich zwar Beschäftigung und werd über die Runden kommen aber von sehr gut davon leben bin ich weit weg. Warum ist die Entscheidung trotzdem nicht so einfach?


sisu antwortet um 17-07-2012 18:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Bingo Kraftwerk81!
Genauso ist es , aber nur verstehe ich die Aussage der Verkäufer nicht wenn sie vom Bodenraub reden. Vielleicht is es auch nur der Neid das man eben nicht das richtige Grundstück am richtigen Ort hat, aber der Nachbar hat es und das tut eben scheinbar weh.


traktorensteff antwortet um 17-07-2012 19:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
@ kraftwerk81
So ist es leider, vom Grundverkauf leben einige Landwirte ganz gut und erneuern ihren Fuhrpark und von der Bewirtschaftung kann man nicht mehr leben. Nur wie lange geht das so weiter?

Hier habe ich noch einen Video-Beitrag von letzter Woche gefunden. Noch bis heute Abend abrufbar, ich werde es herunterladen, sonst einfach bei mir melden, dann lade ich es irgendwo hoch.

Ich kann nur nochmal sagen, dass ich mich freue, dass ENDLICH das Problem auch in den Medien gebracht wird!

Schaut euch auch das Interview mit Gerhard Wlodkowski an. Bitte nehmt euch ein paar Minuten Zeit und schaut es euch an!

http://tvthek.orf.at/programs/1310-Report/episodes/4305097-Report/4305103-Verbautes-Land
 


AnimalFarmHipples antwortet um 17-07-2012 19:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Also bei uns hier herrscht schon noch das Prinzip vor daß man keinen Grund verkauft, außer wenn man unbedingt muß.
Erstens sind die Pachtzinse so hoch daß jedes noch so kleine Fleckerl Eigengrund intensiv genutzt wird, wovon zweitens auch die was haben, die nur mehr Verpächter sind, und 3. ziehen die Grundpreise im Wiener Speckgürtel ohnehin an, sodaß man blöd wäre, unnötig früh zu verkaufen.

Dann ist es aber auch so, daß die Bauernkinder, die früher weggeheiratet haben, jetzt eigene Häuser bauen wollen, und dafür brauchts a Baulandwidmung dies net so einfach gibt.
Für die Landgemeinden sind zugroaste Häuslbauer ein Segen, das gibt Bares beim Finanzausgleich.
Wir im Dorf haben von denen zwar net viel, außer eben daß es im Siedlungsgebiet auch Baugrund für die eigenen Kinder gibt und daß die Kosten für Wasser, Kanal etc. leistbar bleiben bzw. die Gemeinde auch für Dorfzentrum, Spielplatz und Feuerwehr eher was rausrückt, je mehr Leute da wohnen.
Ja und wenn die Betriebe ihre Hallen ins Gemüse knallen, gibts auch Arbeitsplätze und man braucht net so weit pendeln (bei uns sind zB von 9 Höfen nur mehr 3 Vollerwerbler, wo beide Partner ausschließlich von der Landwirtschaft leben).
Und im übrigen gilt auch noch fgh's moderne Fruchtfolge, das Image is schon a Hund ... ;-)


schellniesel antwortet um 17-07-2012 20:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
@Traktorensteff

im Beitrag wurde es auch angesprochen das die Verbauung in Deutschland nicht so Dramatisch sei! Die kämpfen dafür noch viel mehr mit der Landflucht! Da sind Dörfer mit nur Bauern als EW keine Seltenheit!

Gibts bei uns eigentlich gar net mehr?

Mfg Andreas


traktorensteff antwortet um 17-07-2012 21:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
@ schellniesel

Aber nur im Osten von Deutschland ist es so extrem, dass dort sicher kein so großes Problem des Flächenverbrauchs besteht. Die haben das Problem, dass dort die Leute wegziehen und in den Westen gehen, wo dann erst recht neu gebaut wird. Interessant auch, dass in den letzten Jahren in Deutschland 104-119 ha pro Tag zugebaut wurden. In Österreich waren es dagenen bis zu 24 ha. Wenn man die Gesamtfäche von D auf 10x größer als A schätzt, wurde bei uns noch mehr zugebaut, und noch dazu eher konzentriert (wegen den Alpen).

Sicher gibt es auch bei uns Landflucht, deswegen werden die Vorstädte der Ballungsräume auch so zugebaut. Aber es gibt auch eine gewisse Landflucht, weil die Leute aus dem Stadtbereich dort nichts mehr zubauen können und ein paar Kilometer außerhalb ihren Neubau hinstellen, weil dort der Grund günstiger ist.

www.umweltbundesamt.at/umweltsituation/raumordnung/flchen-inanspruch


schellniesel antwortet um 17-07-2012 21:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Ja stimmt schon! Man merkt es wirklich erst wenn man sich jetzt mal 10-15 Jahre zurück denkt Wenn man die südlichen Gemeinden von Graz ansieht war Seiersberg, Kalsdorf,.... Wunderschönstes Ackerland!
Jetzt ist man inmitten von Graz!!!

Auch unsere Gemeinde die ca 20km von Graz liegt bemerkt man es! Den Zuzug aus den Ballungszentren!

Mfg Andreas




sturmi antwortet um 17-07-2012 22:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
....und dann wollen die Zugezogenen natürlich eine sterile Landschaft, sonst wird der Rechtsanwalt eingeschaltet!
MfG Sturmi



schellniesel antwortet um 17-07-2012 22:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Habs im Kuhglocken Beitrag ja schon erwähnt das das eine mit dem anderen auch was zu tun hat

Mfg Andreas


tch antwortet um 18-07-2012 00:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Hallo Sturmi

Bei uns in der Gegend hat ein zugraster deppatta Saubau am schönsten Vormittag die gutriechende Schweinegülle vor bzw neben einer Volkschule ausgebracht...


Bodenraub... ein gutes Thema, jede Forstrasse, jeder Stadel und jeder neue Stall is Bodenraub...
Was macht der beraubte Bauer wenn es darum geht die Viezahl der weichenden Erben abzuservieren? er gibt ihnen einen Baugrund..... und raubt sich selbst den Boden.... super!

Weils grad passt @ Schellniesel, wenn Dir Dein Nachbar seine Kühe mit Glockenn um den Hals vors Zimmerfenster stellt und Dir damit den Schlaf raubt.... was machst wenn er nicht nachgibt? Drogen nehmen oder lieber unausgeschlafen in die Stadt zu Deinem Arbeitsplatz fahren?


tch



tch


tristan antwortet um 18-07-2012 05:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
@tch
Bei uns in der Gegend hat ein zugraster deppatta Saubau am schönsten Vormittag die gutriechende Schweinegülle vor bzw neben einer Volkschule ausgebracht...

Stört dich der Saubau, das zugrast oder das deppatte beim schweinegülleausbringer?
soll er nur nachts bei regen gülleausfahren?

etwas mehr toleranz bitte


Steyrdiesel antwortet um 18-07-2012 07:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Morgen,

Zitat: Bei uns in der Gegend hat ein zugraster deppatta Saubau am schönsten Vormittag die gutriechende Schweinegülle vor bzw neben einer Volkschule ausgebracht...

Das sind weitere negative Folgen für die Landwirtschaft die aus der Verbauung der Flächen resultieren.

Aber es gibt halt viele Landwirte die das nicht verstehen und der Gemeindepolitik inerressiert sowas sowieso nicht.

mfg
Steff


Interessierter antwortet um 08-10-2012 21:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Interessante Sendung von 3sat auf youtube

Die dünne Haut der Erde

Teil 1


Interessierter antwortet um 08-10-2012 21:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Die dünne Haut der Erde Teil 2


traktorensteff antwortet um 08-10-2012 22:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Danke für die Links!
Der Beitrag ist auch noch in der 3sat Mediathek abrufbar und wurde hier schon mal diskutiert:
 


biolix antwortet um 08-10-2012 23:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenraub
Uiii , na danke muss ich mir noch ansehen.. nur komisch, das die selben jetzt ne Kampagne machen, die selben die die Einkauszentren Jahrzehnte auf der grünen Wiese für gut befunden haben etc. brrr

Hab heute die Merkel mal wieder gehört, interessant auf Ö1 um halb sieben, immer nur wir brauchen Wachstum und wir müssen besser sein als die Anderen... ;-(((

Wenn schön langsam da nicht wem ein Licht auf geht..

lg biolix


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