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179781 25-01-2012 14:19 - E-Mail an User
Ersatzfläche für Waldrodung
Ich möchte ein Stück Wald roden und zu Acker machen. Dafür muss ich eine Ersatzfläche anpflanzen. Ich hätte auch ein passendes Stück dafür. Eine dreieckige steile Wiese mit Wald an zwei Seiten. Nur wird der Nachbar nicht in Begeisterung ausbrechen, wenn sein Grundstück dann rundherum von Wald eingeschlossen wird.
Gilt so eine Ersatzfläche auch, wenn da Christbäume, Hollunder oder so etwas gepflanzt werden?

Gottfried


Peter06 antwortet um 25-01-2012 17:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ersatzfläche für Waldrodung
Nachdem Du das Einvernehmen mit den zuständigen Behörden (BH bzw. Agrarbezirksbehörde) bezüglich Rodungsbewilligung und Ersatzaufforstungsfläche hergestellt hast, (grundsätzlich kein Problem in Gemeinden mit positiver Waldbilanz), gilt für eine Neubewaldung ein Abstand von 5 Metern zur Grundgrenze einer landwirtschaftlichen Parzelle des Nachbarn. Ist meines Wissens nach Landesverordnung (und könnte deswegen von Bundesland zu Bundesland verschieden sein). Bei Christbaumkulturen oder Energieholz kenne ich nur den umgekehrten Fall, nämlich dass sie bei fristgerechter Meldung innert 10 Jahren an die Behörde, nicht als Waldflächen gelten.


fgh antwortet um 25-01-2012 17:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ersatzfläche für Waldrodung
Erstens.... Holunder nur mit einem "l".... auch wenn sie es sogar hier beim Landwirt in ihren Artikeln falsch schreiben...
Zweitens musst du ja ein Ansuchen bei der Forstbehörde stellen und die werden dort sagen können, ob dein Nachbar überhaupt eine Mitspracherecht hat diesbezüglich.
Drittens Holunder zählt sicher nicht als Wald, dass ist eigentlich Obstbau, also Spezialkulturfläche.
Viertens, eine Christbaumkultur ist im eigentlichen Sinne auch eine Spezialkultur und wenn du auch offiziel eine machst, zählt sie nicht als Wald.
Dir bleibt also nur, wenn dein Nachbar Mitsprache hat, im zu erklären das du Nordmannstannen pflanzt und diese als Christbäume nutzt aber eine offiziele Christbaumkultur kannst nicht melden




179781 antwortet um 25-01-2012 22:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ersatzfläche für Waldrodung
"Dir bleibt also nur, wenn dein Nachbar Mitsprache hat, im zu erklären das du Nordmannstannen pflanzt und diese als Christbäume nutzt aber eine offiziele Christbaumkultur kannst nicht melden"

Das kenne ich so von früher. Bei uns angrenzend wurde eine Wiese aufgeforstet. Da hat mein Vater auch die Auflage erwirkt, dass bis 8 m von der Grundgrenze die Bäume nicht höher werden dürfen als 2 m, also im "Christbaumalter" wieder weg müssen.

Mal sehen, am Freitag kommt der Mann von der Forstbehörde. Er will sich vor Erteilung der Rodungsbewilligung noch ansehen, ob der Nachbar dann einer "Sturmgefährung" ausgesetzt wird.

Gottfried


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