hans_meister 15-12-2011 11:01 - E-Mail an User
Brauchts mehr Moral?
Gegebenheiten, die für ewig sicher schienen, sind plötzlich nicht mehr so sicher: Staaten gehen pleite, vieles wird in Frage gestellt...
Je unsicherer die Zeiten, je härter die Verteilungskämpfe, desto mehr Ellbogentechnik wird eingesetzt. Frei nach dem Motto: Jeder gegen jeden und der Stärkere setzt sich durch.

Wie lange kann das gutgehen, wenn wir uns weiter als Rivalen begreifen und nicht als Gleichberechtigte im selben Boot?



tiroler antwortet um 15-12-2011 12:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
die moral ist überall beim ars...der fisch fängt bekanntlich beim kopf zuerst zum stinken an.
mfG. Heinz


biolix antwortet um 15-12-2011 12:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Na ja tiroler, wer hat die imemr gewählt , und wem als besten Finanzminister alelr Zeiten bezeichnet...
Hauptsach er hat in Liechtenstein "angelegt".. ;-))

Ach Herr Meister, was für eine Frage ??

Ist doch für alle super, klar das man Wettbewerb braucht und das gegeneinander nur gut ist für uns alle...
Oder doch nicht, kommt doch einmal wer ins nachdenken ??

Lesen sie hier mit ?? Wenn man ökosozial denkt udn auf andere schaut ist man gleich ein Kommunist...

Das sit es aber nicht, es ginge auch ohne diesen pseudo Wettberb mit Regeln die sich eh immer wer richtet, und die Chancengleichheit in keienr Weise mehr besteht, das haben wir ja nur allein im Agrarsystem schon öfter erörtert...

Aber schau ma ob sich jetzt was ändert .. was tragen sie dazu bei ? ;-))

lg biolix





50plus antwortet um 15-12-2011 12:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?

Vor allem braucht es mehr Werke und weniger Worte. Und die Werke beginnen erst einmal im Kleinen.

In Zeiten, wo das Familienleben schon scheitert aus Mangel an Moral, will man über friedliches globales Zusammenleben diskutieren. Und sogar noch Außerirdische ins Spiel bringen....
Erst wer glaubhaft vorzeigen kann, dass er fähig ist einem Menschen ein Leben lang die Treue zu halten, und seine Familienmitglieder zu ertragen, hat aus meiner Sicht ein Recht über Globalisierung zu sprechen.


biolix antwortet um 15-12-2011 12:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
;-))

also ich darf mit reden, 16 Jahre haben wir es schon "geschafft".... ;-))

War aber immer Globalisierungskitiker, nicht Gegner, aber eine ander Welt ist möglich..;-))

Aber 50 plus, was sagst du denn den konservativen Politkern, die diese Art der Globalisierung mit den Liberalen immer am weitesten voran getrieben haben ??

lg biolix


50plus antwortet um 15-12-2011 13:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
@biolix

Ich will darüber nicht weiterdiskutieren, jeder soll selber nachdenken....


theres antwortet um 15-12-2011 14:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Hallo 50plus,
du hast es auf den Punkt gebracht, ich musste bei deinem Beitrag aus tiefstem Herzen lächeln.
Du hast mit soviel Lebensweisheit die Frage von Herrn Meister nobelpreismässig beantwortet.
Bravo, mehr kann ich dazu gar nicht mehr sagen.
Wir haben auch schon mehr als ein Vierteljahrhundert gemeinsamen Weg hinter uns.



Hoellerhansl antwortet um 15-12-2011 14:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Es braucht niemand auf irgendeinen anderen zeigen, egal ob Politiker etc.
Wir müssen bei uns selber anfangen, echt mal nachdenken, was wirklich wichtig ist im Leben. Brauchma jedes Jahr ein neues Mobile? Immer den größten besten Flatscreen usw. usw.
Es ist leicht zu sagen, man werde verführt von der Werbung und von anderen, alles Mumpitz. Wir selber müssen uns ändern. In unserem Denken, Verhalten und Tun. Sich selbst weniger wichtig nehmen wäre ein Anfang. Auch hier im Forum.
Ich muß nicht alles , was kaufbar ist auch haben. Bringt mich ja eh nur in eine Abhängigkeit.
Einfacher ist besser und den verdammten Neid sollte man auch lassen.


baerbauer antwortet um 15-12-2011 15:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Der Staat soll eigentlich ein einfaches Regelwerk vorgeben. Aber wenn man glaubt den Wohlstand nur durch Steigerung der Umverteilung,neuen Schulden und aufblähen der Verwaltung zu erreichen/erhalten, dann ist man Meiner Meinung auf dem Holzweg. Früher waren Politiker Ehrenmänner und sind bei Verfehlungen selbst zurückgetreten. Heute treten nicht mal verurteilte zurück.
Ein Bundeskanzler der ansRuder durch die EU Volksbefragungsmasche gekommen ist, kann sich heute zu wichtigeren EU Themen keine Volksbefragung mehr vorstellen - meiner Meinung hat er gelogen.
Die Regierung steht still und macht nichts nur - nur die Macht erhalten lautet das Motto.
lg


helmar antwortet um 15-12-2011 15:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Was du nicht willst das man dir tu das füge keinem Anderen zu........so einfach ist es.
Mfg, Helga mit 28 Ehe und insgesamt 38 Jahren denselben Mann.....;-). Wenn man Moral mit Ehejahren gleichsetzt........hmmmmmnaja......;-))).


tiroler antwortet um 15-12-2011 15:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
früher waren die politiker ehrenmänner mit handschlagqualität deren wort hat gegolten gleich ob schwarz
oder rot und keiner schaute auf seinem eigenen sack
habe auch schon 42 jahre auf dem buckel an ehejahren.


rbrb131235 antwortet um 15-12-2011 15:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Hallo 50 plus,

obwohl ich deine Beiträge sonst schätze, ist dieser hier Quatsch.
Denn, wenn nur die über Globalisierung reden dürfen, die schon ein ganzes Leben lang jemand die Treue halten, dann dürfte immer nur der Rat der Alten reden. Ich persönlich wäre allerdings schön langsam schon dabei.
Zu ihrer Frage Hr.Meister, ich bfürchte dieses gemeinsame Boot ist schon jetzt derart überfüllt, dass es bald zu sinken beginnt. Einen starken Kapitän, der das Ruder noch herumreissen könnte, sehe ich leider derzeit nicht an Bord.
Für unsere Kinder und Enkelkinder würde es aber so einen starken Kapitän brauchen.

Grüsse rbrb13


HAFIBAUER antwortet um 15-12-2011 18:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
@ 50 PLUS Gratuliere dir zu deinem Beitrag.Du hast das Geschrieben was sich andere nur Leise Denken.


helmar antwortet um 15-12-2011 18:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Arten von Moral gibt es viele.......das Fuffzgerl hat halt erklärt was es unter dieser versteht....
Mfg, Helga


kolli antwortet um 15-12-2011 18:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Also ich find diese versteckten Andeutungen zum Kotzen. Ist der Hr. Meister geschieden, und stört sich jemand daran, dann soll er es offen aussprechen. Alles andere ist verlogen.


theres antwortet um 15-12-2011 19:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Hallo kolli,
es geht darum, dass immer gejammert wird, wie schlimm die Menschen sind und dass jeder nur auf seinen Vorteil schaut.
Da sind uns die Ameisen meilenweit voraus, die haben eine Schwarmintelligenz.
Es gibt Studien, die besagen, dass der Mensch nicht grundsätzlich gegen die anderen arbeitet,
dass ein Miteinander jedem hilft.
Aber wenn uns ständig vorgemacht wird, dass sich jeder selbst der Nächste ist, dann glaubt das am Ende wohl jeder.
Wie soll es ein globales Miteinander geben, wenn das Miteinander in der Familie, in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz schon nicht immer einfach ist?


biolix antwortet um 15-12-2011 19:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Hallo !

theres das stimmt, aber hat hoffentlich nichts damit zu tun wie lange man eine Ehe durchhält, oder doch ?
SOnst meine ich, wer hat die "Ellbogenmentalität" die letzten Jahrzehnte geprägt ?

lg biolis


kolli antwortet um 15-12-2011 21:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Das Scheitern einer Beziehung kann auch als Tragödie empfunden werden. Häme, Scheinheiligkeit, versteckte Schadenfreude - ist das moralisch anständig?


edde antwortet um 15-12-2011 21:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Moral ist grundsätzlich ein Wertebegriff, und Werte müssen gesellschaftlich definiert und breit anerkannt sein.

unsere Werte sind ursprünglich aus der christlichen Lehre bzw in der jüngeren Geschichte christlichen Soziallehre hervorgegangen, doch genau dies wird insbesondere medial und auch gesellschaftspolitisch immer mehr in Frage gestellt ,teilweise auch bekämft.

nun entsteht klarerweise ein wertemässiges Vakuum, dass wiederum die Wirtschaft eigennützig vereinnahmt und die Bevölkerung zu KONSUMENTEN erzieht.

also definiert sich der Mensch nur mehr über Konsum und nicht über christlich-soziales Verhalten.

der konsument misst sich aber nicht im gut sein oder gar teilen, sondern misst sich geradezu im Wettstreit mit den Mitmenschen im konsumieren , und eben zu diesem wettSTREIT bedarf es keiner Moral bzw ist Moral sogar hinderlich.

mfg


schellniesel antwortet um 15-12-2011 21:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
@edde
Bravo!
Gut geschrieben!
Ich wollte das auch dahingehend erklären hab das aber nicht so in Worte fassen können!

Früher wurde der Besitz nicht so angesehen bzw war zweitrangig Anstelle dessen eben das was jemand getan hat und wie er es getan hat. Heute wird man nur mehr über seine Habseligkeiten definiert und die werden immer wieder in punkto Ansehen neu definiert Stichwort mode iphone ect....

mfg Andreas


50plus antwortet um 15-12-2011 21:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Das mit der Ehe und Familie war ja nur EIN Beispiel....obwohl da oft die Leidtragenden die Kinder sind und in ihrem Hass und Machtkampf vergessen die Eltern oft, dass sie denen am Meisten schaden (hat mir erst diese Woche eine Psychologin, die Scheidungsweisen betreut, dramatische Ereignisse erzählt).

Natürlich ist Moral ein total veralteter Begriff, wer kann damit noch etwas anfangen?
Krankenstand rausschinden, kleinere bis größere Versicherungsbetrüge, in der Firma etwas mitgehen lassen, den Angestellten kurz vor der zu erwartenden Abfertigung entlassen, den Sozialstaat bis aufs Letzte ausnützen, Arbeitslose beziehen und fest pfuschen gehen, Firmen einen Auftrag erteilen und das fertige Produkt solange auf Fehler zu untersuchen, bis man etwas findet und dann nicht zahlen.......das sind doch alles nur Kavaliersdelikte, das macht ja ohnehin schon fast jeder.....hat überhaupt nichts mit Moral zu tun, oder?


50plus antwortet um 15-12-2011 21:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Was schreib ich da für einen Blödsinn, Kavaliersdelikte.....das ist scheinbar unser aller gutes Recht so zu handeln!
Zumindest läuft es einfach so......


edde hat es übrigens sehr gut erklärt!


schellniesel antwortet um 15-12-2011 21:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Ja sind wir eh wieder bei dem Punkt wennst net link bist dann bist da blede!
Und wennst selba zbled zum link sein woarst muast zumindest des so erzähln das es in den augen von den anderen schon link woar!
Auch wenn ich mir den Flatscreen net bar leisten kann muss ich es vor den anderen so hindran das as finanzieren eh viel billiger woar!

Ehre hat was mit EHRlichkeit zu tun und die gibts nur mehr selten! und bei jungen so ab meine generration sowieso net!

Mfg Andreas


theres antwortet um 16-12-2011 08:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Auf was läuft die Diskussion jetzt hinaus?
Der Ehrliche ist der Dumme, Moral das war mal,
hat nicht jeder selbst immer wieder es selbst in der Hand, wie er sich entscheidet?
Mich begleitet schon seit Jahren eine Geschichte:
ein Mann liegt im Sterben und er lässt nochmal sein Leben an sich vorüberziehen,
er wollte die Welt retten, mit der Zeit merkte er, dass ihn das vollkommen überforderte,
dann wollte er sein Land retten,
auch das schaffte er nicht,
dann versuchte er es in seiner Stadt,
die Leute wollten nicht auf ihn hören.
Selbst in seiner Familie war es so schwierig.
Und dann überlegte er,
wenn er bei sich selbst angefangen hätte, wenn er das getan hätte, was das Leben von ihm erwartete,
das wäre wenig gewesen, aber eigentlich daseinzig Machbare.

Darauf zu warten, dass die anderen das tun, was wir erwarten,
das kann ein langes Warten werden.
Es sind nicht die anderen, jeder kann nur für sich selbst handeln.

Und jeder, der das versucht, weiß, dass dies eine ziemliche Herausforderung bedeutet.


mfj antwortet um 16-12-2011 10:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?


Nun, Hans Meister stellt hier schon eine „Gretchenfrage“...aber gilt das für die ganze Welt !

Westeuropa ist der einzige Kulturraum wo das religiöse Bewusstsein derzeit am wenigsten Einfluss hat.
Wir haben es gerade geschafft unser „säkularisiertes Näschen“ aus dem Loch zu strecken – da haut uns das - breite Reservoir der Wertlosigkeit - wieder eins auf unser empfindlichstes Teil...

Die Stärke unseres Kulturkreises ist die Fähigkeit, analytisch und zerlegend zu denken.
Die Schwäche Westeuropas ist die Unfähigkeit, ganzheitlich und zusammenfassend zu denken.

Liest man hier die Argumente durch – kommt noch eine weitere Schwäche hinzu:
Die meisten Aussagen widersprechen der weltweiten Realität.

Das Denken sollte man nicht überbewerten, sondern es ist mit zunächst mal schlicht und einfach Weltverdopplung...und das - auf unrealistischen Werten.

Dennoch, im Ernst Herr Meister: Beunruhigend finde ich es schon, wenn Leute so viel am PC sitzen. Ob 20 Postings pro Tag, ob stundenlange Ebaysuche oder Moorhuhnspiele gesund sind, das weiß ich wirklich nicht mehr.
Ich selbst spüre ja auch diesen Sog, der einen zu immer mehr Postings hinzureißen versucht, wenn man sich nicht bewußt Grenzen setzt.
Also, ich selbst halte mich jedenfalls nicht für immun gegen Internetsucht.

..und das schützt schon nicht mal die Moral ;-))





biolix antwortet um 16-12-2011 12:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Liebe Theres !

nein, die Ehrlichkeit soll auf keinen Fall verloren gehen, obwohl das bei manchen wirklcih bald so klingt...

Aber wie du und viele andere öfter auch schreiben, bei sich selsbt beginnen hat noch nie geschadet, aber es kommt der Zeitpunkt wo man "raus" geht damit... und siehe da, da gibts einigen Widerstand, aber immer mehr kommen auch dieMenschen auf dich zu die das selbe "Leben" und dir so viel wieder zurück geben.. Also mir hat Moral und Ehrlichkeit nie gescahdet im Leben, nein sogar ich bin überzeugt, sogar geholfen, das ist eigentlich auch der Gegenbeweis das man niemanden "besch..." muss, das es einem wirklich gut geht.. ;-)))

lg und jetzt wirklichMahzeit der Mittagstisch wartet.. biolix


50plus antwortet um 16-12-2011 12:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?

Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem Andern zu - wäre doch so einfach.

Denn wenn wir alle nur Ellenbogentechnik anwenden, dann kriegen wir selber auch blaue Flecken ab. Das bedenkt niemand.

Im Laufe meines Lebens konnte ich manche Menschen jahrelang beobachten und mir Gedanken machen, wie deren Lebensweise wohl enden wird. Ich muß sagen, dass viele irgendwann ihre Rechnung dafür präsentiert bekommen.
Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass sich auf lange Sicht Moral mit Sicherheit lohnt.

Irgendwann wird die Moral auch wieder in Mode kommen!;-)




AnimalFarmHipples antwortet um 16-12-2011 20:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Ich halte es für verfehlt, alleine vom Alter eines Menschen bereits auf Lebensweisheit zu schließen.
Immerhin sagt allein das Alter auch noch überhaupt nichts über die Lebenserfahrung aus.
Wessen Leben von Anfang an in sehr geordneten und engen Bahnen verlaufen ist, der hat in dieser Hinsicht eigentlich kaum etwas vorzuweisen.
Und außerdem macht sich vielfach auch noch ein in seiner Verstocktheit geradezu ärgerlicher Alters-Starrsinn breit, der die genaue Antithese zur Lebensweisheit ist.

Interessant finde ich das Verhältnis zwischen Staat und Moral.
Es ist Tatsache, daß hierzulande gemeinhin als blöd gilt, wer das System nicht nach Kräften ausnützt und sich daraus persönliche Vorteile holt, ohne danach zu fragen, ob er sich das auch irgendwie verdient hat und auf wessen Kosten das geht.
Jammereien und Geschimpfe über "korrupte" Politiker vernachlässigt nur allzu häufig, daß da vom Ansatz her nichts anderes geschieht als auch in der unteren Riege - bloß halt in einer etwas anderen Größenordnung und vielleicht manchmal noch etwas frecher.
Daß im Formular für die Einkommensteuererklärung eine eigene Spalte für Steuerberatungskosten vorgesehen ist, muß ja eigentlich auch geradezu als Aufforderung betrachtet werden, nur ja nichts zu verschenken, sondern eher ganz im Gegenteil.

Andererseits:
Sinn für die Gemeinschaft ist ja schön und gut und auch absolut wünschenswert, aber solange einen der Staat nach Strich und Faden übervorteilt, Verfassung und Grundrechte zu politischem Spielzeug werden und der Staat insofern ein überhebliches Eigenleben entwickelt (im Sinne von: Hier bin ich, der Staat, und Du schau doch selber wo Du bleibst.), so lange kann er von mir auch ihm gegenüber kein Gemeinschafts-Ethos erwarten.
Das reduziert sich dann halt auf die persönliche zwischenmenschliche Ebene oder bleibt -auch wenig Wunder- bei manchen überhaupt aus - auch dazu wieder meine Lieblingskolumnistin im gestrigen KURIER :

"Ich zuerst

Allgemeines Staunen über eine aktuelle Studie. So charakterisieren sich 16- bis 19-Jährige in Wien: knallharte Unternehmer in eigener Sache. Der Mitmensch wird zum Mitbewerber. Wer in Not gerät, ist selber schuld. Wozu Fahrrad fahren, wenn es Autos gibt? Ein harter Bizeps ist ein Wettbewerbsvorteil, ein weiches Herz demgemäß ein Wettbewerbsnachteil ...
Wen wundert das? Diese Generation ist intelligent und versucht nur, die Fehler der Eltern zu vermeiden. Denn die engagierten sich bis zum Burn-out – für den Arbeitgeber, für die Umwelt, für soziale Anliegen. Wozu? Der Job ist seit der Krise trotzdem weg. Die Umwelt hat in Durban einmal mehr bewiesen, dass sie nicht zu retten ist. Und ein Sozialfall ist man am Ende selbst. Die Antwort der Generation Ego-Shooter lautet daher: „Ich zuerst.“
Mitleidlos und selbstbezogen ist das kapitalistische System, das die gegenwärtige Krise hervorgebracht hat. Mitleidlos und selbstbezogen sind seine Kinder.- BB birgit.braunrath@kurier.at"


50plus antwortet um 16-12-2011 22:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
@AFH
Ich bin überzeugt, dass du zwar nicht mich persönlich mit deinem ersten Absatz gemeint hast, aber irgendwie glaub ich doch, dass du die ältere Generation unter uns angesprochen hast.
Ich würde mir nicht anmaßen von Lebensweisheit zu sprechen, aber Lebenserfahrung durfte ich im Laufe der vielen Jahre sammeln und ich konnte viele Menschen, deren Lebensweise und die Auswirkungen davon jahrelang und jahrzehntelang beobachten. Und so kann man doch einen gewissen Einblick von Ursache und Wirkung erlangen.
Mein bisheriges Leben hat mir eine ordentliche Portion Flexibilität,Geduld, Veränderung, Weiterbildung, Hausverstand, Rücksichtnahme, Verzicht, Begeisterung, Vernunft, Durchhaltevermögen und noch vieles mehr abverlangt, ich habe Freude und Trauer, Erfolge und Mißerfolge kennengelernt. Wenn ich zurückblicke, würde ich es zwar nicht ein Leben in Fülle, aber ein erfülltes Leben nennen und daher hoffe ich, auch weiterhin von Verstocktheit und Alters-Starrsinn möglichst verschont zu bleiben.




AnimalFarmHipples antwortet um 16-12-2011 23:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Alters-Starrsinn besteht in der Fehlannahme, sich mit anderen Standpunkten nicht mehr auseinandersetzen zu müssen, weil man ja bereits den subjektiv einzig richtigen hat.


50plus antwortet um 16-12-2011 23:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Im Kleinkindalter nennt man das Trotzphase, in der Jugend Pubertät, im Alter Alters-Starrsinn.

Wie nennt man es zwischenzeitlich? Wahrscheinlich einfach stur, bockig, dickköpfig....

Gute Nacht! ;-)


schellniesel antwortet um 16-12-2011 23:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
@50plus

Überzeugung!!




http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberzeugung
 


regchr antwortet um 17-12-2011 08:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
ich glaube es fängt schon in der schule an,das wettbewerbsdenken,die schwächeren kommen immer unter die räder,werden verspottet,in china ist es noch viel ärger in den schulen,jeder schaut nur auf sich und der bessere zu sein,und das wirkt sich natürlich später im berufsleben auch aus,ellbogentaktik ist überall angesagt,es gibt ja nicht umsonst immer mehr ausgebrannte menschen meist in der mitte ihres berufslebens,auf einmal geht nichts mehr,


helmar antwortet um 17-12-2011 08:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Wenn du die Schule ansprichst, das hat es immer gegeben, dass es einen Streber, einen Klassenkasperl und einen Klassendeppen gegeben hat. Und im Gegensatz zu heute haben auch die meisten Lehrer den Klassendeppen oft genug noch gedemütigt. Heute wird meistens sehr wohl Hilfestellung und Förderung bei Lernschwäche angeboten. Leider liegt es dann oft an den Eltern dass diese nicht angenommen wird. Es ist leichter auf Lehrer zu schimpfen als sich auch mal selber hinzusetzen und mit dem Kind ein paar Seiten zu lesen oder einfache Kopfrechnungen zu machen.
Mfg, Helga


theres antwortet um 17-12-2011 08:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Hqllo regchr,
weil du China ansprichst, dort gibt es die aus den "Einkind" Familien hervorgegangene Prinzen und Prinzessinnen. Sie haben wohl schon früh gelernt, dass sich die Erde um sie dreht.
Auf diese 'Welle steuern wir genauso hin.
Es wird sich zeigen, was aus dieser Haltung hervorgeht.
Welcher Kitt hält eine Gesellschaft zusammen?



regchr antwortet um 17-12-2011 10:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
eins will ich dazu noch sagen,heute wollen die meisten nur mehr studieren oder eine höhere schule machen,von arbeiten und eine lehre machen wollen die meisten nichts hören,nur frag ich mich wer wird einmal die ganzen berufe ausfüllen,dabei ist heut eine lehrstelle wirklich nicht schlecht, wenn heut einer ne lehre macht ist er in der gesellschaft der jugendlichen schon ein loser so kommt es mir vor,die firmen suchen lehrlinge kriegen aber relativ wenig anfragen,


remus antwortet um 17-12-2011 12:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
ich glaube daß ein guter handwerker keine zukunftsangst haben muß ,viele akademiker aber sehrwohl

vor kurzem hat jemand erzählt daß wohnungseinbrecher bei einem türschild mit dem zusatz "magister" wieder umkehrten ,weil bei dem eh nichts zu holen ist


Fallkerbe antwortet um 17-12-2011 12:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?

Es ist doch überall das selbe: wer gut ist in seinem Job, der verdient Geld.
Wer in seinem Job nicht gut ist, der verdient halt wenig Geld.

egal ob maurer oder magister




ThomasE antwortet um 20-12-2011 21:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Ja es braucht mehr Moral. Auch unter den Bauern. Vor 20-30 Jahren halfen swich die Bauern untereinander aus. Heute mußt Du Angst haben, das Dich Dein Nachbar oder ein anderer nicht gleich ausradiert. Auch das ist Moral, wenn man nicht gleich nach dem Grund des Nächsten greift.

Hochachtungsvoll
Thomas Erber


biolix antwortet um 20-12-2011 21:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
GA !

oder pachtet und kauft dir Pachtgründe weg die du schon 40 jahre in pacht hast... aber klar freier WEttbewerb, nur wo endet das ? Wo sind die Arbeitsplätze der Zukunft, wenn nur mehr wenige über bleiben.. ach ja vielelicht in CHina, wo fallkerbe gerne investiert.. wandern wir halt aus.. ;-(

ja thomas, daweil wäre es an der zeit zu merken, das uns Menschen was anderes "aus macht" als das...

Aber wir werden noch alle merken das wir uns alle brauchen, besonders die Familie, Freunde, Nachbarn, eben unsere nächsten, wir spürens ja, das menschliche liegt so nahe und nicht in der Ferne..

In diesem Sinne auf positve Verädnerungen... ;-))

lg biolix


fink123 antwortet um 27-12-2011 21:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Braucht's mehr Moral?
Sehr geehrter Herr Redakteur !
Ich hörte anfang Dez. 011 einen Vortrag von Herrn Univers. Professor Dr. Friedrich Schneider von der Uni Linz und erwähnte, daß Österreich KEIN Korruptes Land ist. Herr Prof. Friedrich Schneider ist besonders in Oberöst. ein sehr anerkannter Finanzwissenschafter und Wirtschaftswissenschaftler
Der frühere Öst. Bundespräsident Dr. Kirchschläger erwähnte in seinen Reden, daß wir uns in unserem Lande auf sehr viele gute und positive Entwicklungen freuen dürfen. Wenn man in Österreich durch das LAND Fährt staune ich immer wieder was geschaffen wird und was sich verändert. Im Jahre 1962 also vor 50 Jahren war der Sowjetische Parteischef Cruschtschow in Österreich und man übergab im in Thalheim bei Wels einen Fleckvieh- Bullen und bei der Ansprache von Landw. Minister Dipl. Ing. Eduard Hartmann sagte Min. Hartmann : Österreich ist ein armes Gebirgsland und durch den Fleiß Ihrer Bürger haben diese Bürger zu beträchtlichen Wohlstand gebracht. Ich finde und bemerke daß Landwirte Landauf und Landab einen anständigen und höflichen gegenseitig achtbaren Umgang haben. Frau und Herr Österreicher sind zivilisierte Menschen.


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