Fragen zu Kleinstbiogasanlagen

Antworten: 27
Vierkanter 19-10-2011 18:25 - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
Hallo Technikfreaks!

Wer von euch befasst sich mit dem Thema KLEINSTbiogasanlagen? Hab mal gehört, dass die FH Wels so ein Ding plant bzw. geplant hat. Bin sehr interessiert an diesem Verfahren der Strom- und Wärmegewinnung, jedoch nicht im 250 od. 500 kw Bereich (sind ja keine Kleinsformen mehr).

Wär toll, wenn jemand dazu Informationen/Erfahrung für mich hätte. Vlt. auch eine Kostenauflistung.

Bei solch einer Anlage denk ich ausschließlich an die Verwertung von Grünland. Daumen mal Pi: ein Siloballen als Einfütterung pro Tag.

Möglich oder Hirngespenst? ;)

Bin für KONSTRUKTIVE Beiträge offen, schönen Abend, Richard


harly antwortet um 19-10-2011 19:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
Vermute in unseren Breiten Hirngespinst aber frag mal ....
 


biolix antwortet um 19-10-2011 20:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
Sers !

bei uns läuft seit 15 jahren eine 15 kW Anlage in 30 km Entfernung recht gut...
mail mich an wenn du seine Adresse möchtest...

lg biolix



Moarpeda antwortet um 19-10-2011 21:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
habe schon einmal einen beitrag über diese thema eröffnet
würde mich interessieren, laut einem betreiber einer größeren anlage in der nähe haben zb. grassiloballen 50% der gasausbeute im vergleich zu maissilo

wenn ich zeit (und geld) habe möchte ich zu TU graz gehen und mich schlau machen, ob sie an der konstruktion einer solchen anlage interessiert wären
....oder vielleicht wissen die irgendetwas bestehendes

den link habe ich gefunden, leider auf englisch

http://en.howtopedia.org/wiki/Biomass_and_Liquid_Biofuel_(Technical_Brief)
 


walterst antwortet um 19-10-2011 22:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
Hirngespinst ist es sicher nicht.

zu einem alten Beitrag habe ich schon mal folgende Adresse angeführt.
Wie die Anlage heute läuft, weiss ich nicht, aber ich habe sie als gut funktionierende Bastler-Anlage in Erinnerung als Abfallverwerter, so wie ich mir das sinnvoll vorstelle. Mit perfekter Abwärme- und Stromnutzung.

http://www.mallhof.at/




Moarpeda antwortet um 19-10-2011 22:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
@walterst
leider haben sie keine beschreibung der anlage auf ihrer seite,
hast du sie gesehen, wieviele m³ fasst sie?
mfg.


walterst antwortet um 19-10-2011 23:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
Ich habe keine Daten zu dieser Anlage mehr im Kopf. Ist zu lange her.
Weiss nur, dass 3 oder 4 alte Opelmotoren gedrosselt an Generatoren gelaufen sind.
Verwertung der eigenen Gülle, Speiseabfälle der umliegenden Hotels. Später wahrscheinlich noch Molkereianfall....


208 antwortet um 20-10-2011 07:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
hab mir auch schon mal gedacht das das machbar sein müßte in dar größenordnung von einen siloballen pro tag


biolix antwortet um 20-10-2011 08:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
GM !

ein alter Opelmotor reicht meist Walter um die gesamte Wärme und den Strom für einen Hof zu erzeugen..

lg biolix

p.s. solche Anlagen laufen auch mit Gräbner Holzvergasern...


walterst antwortet um 20-10-2011 08:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
@biolix

Kommt drauf an, wie umfangreich ein Hof ist. Mit Hofmolkerei und ausgedehnter Gästebeherbergung wird sogar ein einzelner Opelmotor mit biologisch erzeugtem Biogas an seine Grenzen geführt.


biolix antwortet um 20-10-2011 08:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
da hast auch wieder recht.. ;-))


Vierkanter antwortet um 20-10-2011 11:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
@moarpeda!

sobald ich zeit habe, werd ich mich mal bei der fh wels bzgl. deren projekt informieren. falls ich brauchbare daten, unterlagen, etc. bekommen würde, kann ich dir diese zukommen lassen.


traktorensteff antwortet um 20-10-2011 22:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
Passt jetzt nicht genau auf deine Anforderung, aber vielleicht interessant zu lesen. In "Unser Land" wurde vor ein paar Monaten eine "Kleinanlage" für Schweinegülle vorgestellt. Im Link der Bericht darüber.
 


GuelleClaus antwortet um 21-10-2011 00:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
hier noch nen Tipp, Anlagen welche nur mit Gülle funktionieren,
siehe Link





 


Moarpeda antwortet um 21-10-2011 08:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
160.000.- euro, 350.000 euro, das ist es nicht was ich meine ;-))

es sieht danach aus als, wenn gebastelt werden müßte

in indien gibt es millionen anlagen ohne hi tech


GuelleClaus antwortet um 21-10-2011 14:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
was meinst du denn dann?
und was verstehst du unter gebastelt?


mosti antwortet um 21-10-2011 22:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
hier gehts wahrscheinlich um gorbach-anlagen, in wärmeren lagen wird fäkalgrube oben mit folie abgededichtet und durch fäulniss entstehendes methan-gas wird zum kochen genutzt. komplet simpel, nur unseren behörden erklär das mal


Moarpeda antwortet um 22-10-2011 01:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
vorrichtung zum ballenzerkleinern+behälter + rührwerk + was zeltartiges zum gasauffangen+ kompressor + motor+ generator (=alter elektromotor-asynchron) und ich hab schon wechselstrom, allerdings kann man den nicht einspeisen sondern nur selbst für heizung oder warmwasser verwenden,
.......oder +gasbrenner?
so ungefähr stell ich mir (kleiner maxi) das vor, vielleicht macht es ein großes kawumm,
..... mir schwebt ein behälter in der größe von einem bis zwei siloballen vor

bitte das keinesfalls bauanleitung zu betrachten !!! ;-))
werde mich wie gesagt bei der TU schlau machen ob und wie so etwas realisierbar wäre




harly antwortet um 22-10-2011 07:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
Isolierung und Heizung des Gärbehälters ned vergessen ;-)


walterst antwortet um 22-10-2011 08:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
@moarpeda

Wechselstrom mit Biogas zu erzeugen, um ihn dann, anstatt der ohnehin entstehenden Abwärme für Warmwasser und Heizung zu verwenden, ist ein schöner Schildbürgerstreich. Oder hast Du Dich falsch ausgedrückt.

Die erwähnte (notwendige) Isolierung und Heizung ist wahrscheinlich ein Grund, warum kleine Biogasanlagen wirkungsgradmäßig und wirtschaftlich oft scheitern.


Moarpeda antwortet um 22-10-2011 10:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
@walterst

wechselstrom oder gleichstrom zu erzeugen ist für heizzwecke ziemlich gleichgültig,
nur, alte elektromotoren stehen bei den bauern genug herum und einen gleichstromgenerator müßte man kaufen.
die frage ist ja, was fängt man mit dem strom an?
in das netz enspeisen? da müßte man eine von einem ingenieur geplante und kommissionierte anlage haben sonst gibt es keine zählpunktnummer,
und das wird für so ein kleines ding unwitzig/unwirtschaftlich

inselbetrieb? da braucht man batterien zum zwischenspeichern und einen wechselrichter und das wird halt zuwenig strom werden, weil man ja auch kraftstrom in der landwirtschaft braucht.

ich warte noch immer auf den biolix, der jemanden weiß, der sein haus mit gleichstrom beleuchtet (versorgt?)
mir fällt eigentlich nur wärme erzeugen ein,
wie man das gas für kalte zeiten speichern könnte müßte man erfragen, alte gasflaschen?

es ist natürlich klar, das sich das ganze irgendwie im graubereich abspielt, bei uns muß ja alles streng gesetzeskonform ablaufen, wir sind ja nicht in indien ;-))

und die anlage müßte natürlich gut isoliert sein, damit es zum stinken anfängt;-))


Vollmilch antwortet um 22-10-2011 11:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
Hallo!

Ich glaub im letzten TopAgrar war ein Beitrag über Kleinbiogasanlagen auf Güllebasis. (Wird in Deutschland ja grad zum Thema)
Das ganze fängt so etwa bei 18 kW an (Schmack Biogas Container). Kosten ab 5000€ / kW ohne Steuer in Deutschland.

Mit der Wärmegewinnung schauts vermutlich dabei schlecht aus, weil man im Winter die Motorabwärme fast gänzlich zum Vorwärmen der Gülle benötigt - und im Sommer braucht man die Wärme meist nicht.

LG Vollmilch



rotfeder antwortet um 22-10-2011 21:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
Hallo!
Ich halte es für ein Hirngespinnst. Es haben die großen und bereits gebauten Anlagen große Probleme mit der Wirtschaftlichkeit trotz einer hohen Förderung. Das Gras hat auch einen Marktwert. Das füttern der Bakterien muß sehr sorgfältig sein, um die Kultur nicht zu stören, da kann man nicht einfach die Abfälle reinschmeißen wie beim Komposthaufen. Was mein Wissensstand ist, muß sich eine Person zur Gänze der Anlage widmen, um die Funktion zu gewährleisten. Die Frage, ob du die Zeit hast. Da wäre mir die Fotovoltaik noch lieber, als Alternative, ist viel weniger Arbeit.


Moarpeda antwortet um 28-10-2011 09:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
hab mir von der firma schmack unterlagen zusenden lassen
fermentergröße ab 97 m³, diese schuhe sind mir zu groß ;-))

wegen isolierung oder beheizung des substrates,
wenn man den behälter unterirdisch hat und die erdwärme ausnutzt würde das zuwenig sein?


woelfonix antwortet um 28-10-2011 11:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
Biogasanlagen sucht mal unter Biomeiler da gibt’s viel antworten. Biomeiler haben sicher nicht den Wirkungsgrad von einer Biogasanlage aber sie bedürfen keiner Behördlichen Anlagengenehmigung !
Gleichstrom - haben selber ein Wasserkraftwerk und unser Haus mit Gleichstrom versorgt, Problem man bekommt fast keine Gleichstromverbraucher (Glühbirnen, Küchengeräte,)da ist man mit Wechselstrom schon besser dran vor allem sind die stromschwankungen im Inselbetrieb zu berücksichtigen (230 V und 50 Hz ) schaltet einen Verbraucher ein oder aus, sind die Hz > 50 < kann bei prozessorgesteuerten Geräten schon ein Problem hervorrufen (Zeitschaltuhr ).


Moarpeda antwortet um 28-10-2011 14:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
@woelfix

danke für den tip, habe zwar schon einmal davon reden gehört, aber ein video zeigt wie so etwas mit einfachsten mitteln herzustellen ist

http://video.google.com/videoplay?docid=1718032861615687313

falls es jemand ansieht hätte ich einige fragen dazu

1. der gärraum ist mit kompost gefüllt und hermetisch abgeschlossen, (wenn ich das richtig mitbekommen habe)
wie kann man das gas aus dem gärraum gewinnen, nur durch den kompost?
2. wäre es nicht sinnvoll den haufen mit einer folie abzudecken und oben gas abzuzapfen?
3. hat jemand erfahrung wie man das gas verdichtet und entfeuchtet?



 


Moarpeda antwortet um 30-10-2011 18:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
frage 1 ist geklärt,
die prozesswärme wird durch das eingraben des gärraumes im warmen material erreicht,
naja, riesig wird die gasausbeute ja nicht sein
frage 2
werde mit und ohne abdeckung ausprobieren, könnte möglich sein, dass der sauerstoff benötigt wird?
weil, wenn das wetter mitspielt und es mich nicht zuviel fuchst, baue ich jetzt einen 3 X 3 X 2.5 versuchsmeiler und versuche eine 8 meter lange sesseleistenheizung damit zu erwärmen



BiogasSchnueffler antwortet um 03-11-2011 14:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kleinstbiogasanlagen
Hi Vierkanter, Du könntest bei der Firma Hörmann-Interstall fündig werden, da diese seit 2010 eine eigene Biogasabteilung besitzen (wo Know-How aus über 28 Jahren geballt ist) und genau das, die Kleinanlagen, als die Zukunft der Biogaserzeugung in Österreich und anderen Alpenregionen angesehen wird. Meld Dich einfach bei sf@hoermann-info.com. Der kann Dir bestimmt weiterhelfen.


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