Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern

Antworten: 22
traktorensteff 11-10-2011 18:24 - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern
ORF.at:
"In Österreich haben in den vergangenen Jahren immer mehr Bauern mit der Landwirtschaft aufgehört. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist zwischen 2003 und 2010 um 11,4 Prozent auf 154.000 Betriebe zurückgegangen."

Außerdem interessant: "Acht Prozent weniger Agrarfläche in Österreich".
8 Prozent sind wahnsinnig viel. TÄGLICH verschwinden in Österreich durch Bau- und Verkehrstätigkeit + Abbauflächen 24 (!!!) Hektar Fläche! Wir bauen uns sozusagen die Lebensgrundlage weg... Aber 8 Prozent sind schon merkwürdig viel. Da würde ich gerne mal Zahlen sehen, wie viel durch Bautätigkeit und durch Verwaldung verschwindet.
 


gdo antwortet um 11-10-2011 18:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern
Mir kommen die Tränen .. wer hat den armen Landwirten wohl schon wieder ihren Grund gestohlen?

Ich schätze mal, dass ein großer Teil von der einen Tasche Gründland - in die andere viel lukrativere Tasche "Baugründe und Betriebsgründe" verschoben wurde.

Aber vielleicht mal einen Antrag stellen, dass bereits verkaufte und ungenutzte Baugründe zu Freilandpreisen wieder an die Bauern zurückgegeben werden müssen (am besten enteignen - damit wir nicht alle bei vollen Töpfen verhungern müssen!) - damit diese später nochmals als Bau- oder Betriebsgründe verkauft werden können.

Andere Vorschläge den "Mißstand" zu beheben ... ?

Seltsame Blüten die da wachsen ...


traktorensteff antwortet um 11-10-2011 20:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern
Mit "Wir bauen uns sozusagen die Lebensgrundlage weg" meinte ich die gesamte Gesellschaft, nicht nur die Landwirte. Der Flächenverbrauch ist enorm, was einerseits die Natur beeinträchtigt, andererseits auch bei noch immer wachsender Bevölkerung die Versorgung mit Nahrungsmitteln immer weiter eingeschränkt. Laut Statistik Austria soll es bis 2050 9,4 Mio. (+1 Mio.) Einwohner geben, der Großteil des Wachstums aufgrund Zuzugs! Schlau? Ich denke nein.
 



stallbub antwortet um 11-10-2011 20:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern
Lieber gdo.
Enteignet werden nur bauern, die ihren grund nicht für öffentliche verkehrsflächen zu einen spottpreis zur verfügung stellen, und ich glaube nicht daß die essentöpfe noch so voll sind. Werden es spätestes sehen wenn wieder einmal das essen teurer wird.


Moarpeda antwortet um 11-10-2011 20:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern
@traktorensteff

aus der sicht der natur (sofern diese eine sicht hätte) schaffen wir wüste
und die schere aus bevölkerungswachstum einerseits und verwüstung andererseits geht gewaltig auf

wir brauchen uns in österreich über die sahelzone oder die vernichtung des regenwaldes nicht aufzuregen, alles da, hautnah



biozukunft antwortet um 11-10-2011 21:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern
Ja, bestes Ackerland wird - insbesonders in Ortsrandlage außerhalb von Fremdenverkehrsgebieten ( z.B. Wachau) problemlos zu Bau- und Betriebsland umgewidmet UND gleichzeitig mühen sich Bergbauern und Kleinlandwirte auf den Riedln und Ungunstlagen ab.


rotfeder antwortet um 11-10-2011 21:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern
Hallo!
ES werden nicht nur die Bauern weniger, bei uns werden auch Kreisler, Gastwirte, Tischler usw. weniger.


tch antwortet um 11-10-2011 21:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern
wenn in den fremdenverkehrsgeieten nicht umgewandelt wird, hat das einfluss auf die bergbauern und kleinlandwirte?

tch


joholt antwortet um 11-10-2011 22:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern
@tch das hat wohl auswirkung für bergbauern denn was nützt ihm der grund wenn er darauf ein hotel bauen will und der grund dafür wird nicht gewitmet.
mfg


Sperre_234 antwortet um 11-10-2011 23:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern
Leider ist es so
In der Gemeinde wo ich einige Jahre verbracht habe, gab es im Jahr 1964 noch 29 Kleinbauern.
Heute im Jahr 2011 gibt es noch 3 landwirtschaftliche Betriebe.

Hat natürlich mehrere Gründe warum die Betriebe die Landwirtschaft aufgegeben haben.
Fehlender Nachwuchs.
Kein Interesse der Nachkommen
Finanzielle Probleme
Gutbezahlte Anstellung
Strukturwandel
Kein Interesse des Ehepartners
Aufteilung der Flächen an den Nachwuchs
und und und

Wieviel Fläche in den letzten 47 Jahren der Bau- und Verkehrstätigkeit zum Opfer gefallen ist, kann ich nicht beantworten,



Fallkerbe antwortet um 12-10-2011 08:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern

Die Gewerbegebiete und Industriegebiete inkl. der nötigen Verkehrsanbindung sind auch eine Lebensgrundlage unserer Gesellschaft. Denn in den Gewerbegebieten und Industriegebieten sind die Arbeitsplätze, wird das Geld erarbeitet und das Steueraufkommen erwirtschaftet, das unsere Gesellschaft sehr dringend braucht.

Wir brauchen also beides, Landwirtschaftsflächen zur Nahrungsmittelproduktion und Gewerbe- Industrie- Wirtschaftsflächen





traktorensteff antwortet um 12-10-2011 11:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern
@ Fallkerbe
Es fragt sich nur, wie lange man die "Wachstumsraten" weiterführen kann. Denn in manchen Gegenden gibts fast nichts mehr zum Zubauen. Ich denke da an den OÖ Zentralraum. Und immer mehr Zersiedelung, Durchschneidung mit Umfahrungen, keine zusammenhängenden weiten Flächen mehr usw. Lebenswert ist das auch nicht mehr. Leider basiert unser Wirtschaftssystem auf dem Wachstum. So lange das so ist, sehe ich schwarz für eine nachhaltige Entwicklung.


textad4091 antwortet um 12-10-2011 11:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern
Jetzt mal fernab von der Tatsache dass es weniger Landwirte gibt: Das Problem der verbauten Flächen wird uns sicher noch kräftig auf den Kopf fallen wenn sich an der Tatsache nix ändert dass oft neu gebaut wird und andre Gebäude/Häuser/Hallen leer stehen und verfallen- Natürlich kämen durch Abbrucharbeiten zusätzliche Kosten auf einen zu, aber irgndwas geht's halt nicht mehr dass NEBEN einen seit etlichen Jahren aufgelassenen und bereits halb verfallenen Betrieb eine neue Betriebsstätte hingepflanzt wird -Das is natürlich ein Extremfall, aber so beschreibt es sich am besten


Fallkerbe antwortet um 12-10-2011 11:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern
Dann muß man halt anfangen platzsparender zu Bauen und zu Wirtschaften.
z.b. Mehr Geschosse statt nur eingeschossige Hallen usw.
Das regelt sich mm nach ganz automatisch über die Grundstückspreise.

Lebenswert- das ist mm Ansichtssache. für die einen ist ein Bauerndorf lebeswert, für den anderen ist es lebenswert, wenn er möglichst kurze Wege zu Erwerbsmöglichkeiten, Absatzmarkt, Bildungseinrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten hat.

mfg






Bugge1 antwortet um 12-10-2011 18:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern



helmar antwortet um 12-10-2011 19:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern
11% weniger Bauern? Tja, was hat da wohl für eine Katastrophe stattgefunden? 11% weniger Bauernhöfe wird wohl eher zutreffen. Ich werde im nächsten Jahr die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen beenden. Den Wald werde ich aber sehr wohl weiterhin bewirtschaften, und habe auch nicht vor unseren Hof den Erdboden gleich zu machen. Also wie ist das dann, bin ich noch Bäuerin oder nicht? Denn mir kommt vor dass im allgemeinen nur dann Bauer Bauer ist, wenn er Vieh hat oder Ackerbau betreibt. Zumindest für viele Bauern selber und manche Medien auch.
Mfg, Helga


280563 antwortet um 12-10-2011 20:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern



Moarpeda antwortet um 12-10-2011 20:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern
@280563

wir beide werden anregen, dass der button für die schnellantwort auf die linke seite gesetzt wird ;-))

da reflex is a teifl

angelika, du süßes kind, sag das bitte dem programmierer



mosti antwortet um 13-10-2011 23:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern
bauer ist der der acker und grünland bewirtschaftet, sobald du acker und grünland verpachtest oder verkaufst bist nicht mehr bauer, auch wennst wald behältst


Moarpeda antwortet um 14-10-2011 08:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern
@helga

für die unfallversicherung bist du als waldbewirtschafterin noch "bauer"


helmar antwortet um 14-10-2011 08:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern
Auch für die Pensionsversicherung.....;-). Und für mich passt das schon so denn in Pension geh ich ja nicht.....
Mfg, Helga


Moarpeda antwortet um 14-10-2011 14:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern
@helga

pensionsversicherung weiß ich nicht, könnte ja sein bei deinen hundert hektar wald ;-))
aber unfallversicherung ist mir, weil wald nicht mitverpachtet, schon einmal passiert, grummel grummel
(war schon in pension)




edde antwortet um 14-10-2011 16:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Seit 2003 um elf Prozent weniger Bauern
auffällig in dem zusammenhang ist für mich die tatsache, dass die kammer niemals statistiken über mitarbeiterzahlen in der agrarverwaltung publiziert.

wär echt interessant, wie sich diese nach dem eu-beitritt veränderten.

ob das wohl einen grund hat ???


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