Straßentaugliche Zetter-Reifen ?

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AnimalFarmHipples 19-09-2011 22:07 - E-Mail an User
Straßentaugliche Zetter-Reifen ?
Ich muß zwischen meinen Wiesen immer auf asphaltierten Straßen fahren und hab heuer bei meinem Pöttinger ZK 452 für jede Mahd eine Garnitur Reifen verbraucht.
Bei der ersten hab ich mir noch nicht viel gedacht, war wohl auch etwas zu flott unterwegs, bis es zum ersten Mal geschnalzt hat.
Mit der zweiten bin ich dann schon ganz sachte gefahren, und die Laufflächen sind aber schon wieder so gut wie am Ende.
Im Prinzip sind das Scheibtruhen-Räder (3,5 x 8), es steht allerdings auch "Not for Highway-Service" drauf.
Vor allem das vordere Reifenpaar wird ziemlich schnell stark abgenützt, das liegt aber wohl am Gewicht des Zetters.

Gibt's da irgendwas Robusteres, denn nach jeder Mahd neue Reifen aufziehen ist nicht grad witzig und geht auch ins Geld ... ?


walterst antwortet um 19-09-2011 22:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Straßentaugliche Zetter-Reifen ?
@afh
Betriebsanleitung sicher schon mal durchgeblättert? Räder entsprechend dieser richtig ver- oder entriegelt?
Ich habe keine Ahnung, wieviel tausend Kilometer pro Mahd Du fährst. Üblicherweise überleben die Reifen eine Saison oder 10 oder 20.


AnimalFarmHipples antwortet um 19-09-2011 22:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Straßentaugliche Zetter-Reifen ?
Ich hab keine Betriebsanleitung dazu.
Und ein paar Kilometer kommen schon zusammen, nachdem meine Wiesen über drei Ortschaften verstreut sind.
Ich hab bislang entweder die vorderen oder die hinteren beiden Räder entriegelt (bei allen vieren würde das Werkl ja nur mehr noch "schwanzeln"), war aufs Ergebnis ohne Einfluß.
Allgemein halten sich die hinteren Reifen etwas länger, vorne dürfte einfach zuviel Gewicht drauf sein.

Deshalb meine Frage, ob es dafür nicht auch robustere Reifen gibt als diese Scheibtruhendinger.



soamist2 antwortet um 19-09-2011 23:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Straßentaugliche Zetter-Reifen ?
@ hipple

ein typischer "geiz ist geil" fehler , sprich am falschen platz gespart.
pöttinger hat bis spät in die achziger jahre standardreifen verbaut. mittlerweile, wir schreiben das jahr 2011 a.d., gibt es,gegen aufpreis bzw. als nachrüstset, hochbelastbare hochgeschwindigkeitsreifen auch für anbaugeräte mit zulassung von 120 km/h und mehr...

kosten halt auch entsprechendes geld sind aber speziell für nebenerwerbsbauern , die es - so wie du immer eilig haben, durchaus eine sinnvolle investition ...


AnimalFarmHipples antwortet um 20-09-2011 00:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Straßentaugliche Zetter-Reifen ?
@soamist2 :
Und sind das nur Reifen oder muß man da -Stichwort "Nachrüstset"- gleich mehr tauschen (neue Felgen usw.) ?

P.S.:
"Eilig" hab ich's nur, wenn die Feuerwehrsirene heult; alles andere ist Einteilungssache oder halt Schicksal. Wenn mich aber trotz gemütlicher Fahrweise jede Mahd einen Satz neue Zetter-Reifen kostet, scheint an der bisherigen Geldeinteilung was nicht zu stimmen ...


walterst antwortet um 20-09-2011 06:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Straßentaugliche Zetter-Reifen ?
@afh

1. Vermute ich, dass da nie Scheibtruhenräder original drauf waren
2. kannst Du Dir die Betriebsanleitung beim Pöttinger runterladen
3. Bin ich sicher, dass der häufige Reifenschaden mit den verriegelten Rädern zu tun hat


AnimalFarmHipples antwortet um 20-09-2011 07:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Straßentaugliche Zetter-Reifen ?
ad 1.:
Was original drauf war, weiß ich nicht.
Ich hab ihn mit Conti-Reifen gekauft, die etwas härter waren, aber nach der ersten Mahd hinüber (ich geb zu, ich war damit auch etwas flott unterwegs); auf denen stand aber ebenfalls "not for highway service".
Die chinesischen Scheibtruhenreifen hab ich vom Lagerhaus bekommen, die haben offenbar nur nach der Dimension bestellt.
Die Scheibtruhenfelgen dürften schon original sein.

ad 2.:
Danke, such ich gleich mal.
Gefunden (siehe Link) - vorne gehört entriegelt, hinten nicht.
Dimension paßt auch.

ad 3.:
Dachte ich auch; allerdings: wenn die vorderen beiden Räder entriegelt sind, reibt es sie erst recht her, weil der Zetter dann nicht mehr in der Spur bleibt sondern "wedelt" (hängt ja nur an der Hydraulik, die ihrerseits auch nicht starr ist).
Ich glaube, daß der hohe Abrieb vorne vom Gewicht kommt, das auf diesen Rädern liegt (so wie sich auch eine überladene Scheibtruhe nicht für Wheelies eignet ...).


fendt_3090_2 antwortet um 20-09-2011 07:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Straßentaugliche Zetter-Reifen ?
Hallo.

1. Warum machst die Hydraulik nicht starr? Muß man mit der Hydraulik arbeiten mit dem Gerät? Kann man eventuell umbauen auf Anhängung im Zugmaul?
2. Es gibt auch Saplerräder in dieser Dimension.

Mfg.


AnimalFarmHipples antwortet um 20-09-2011 08:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Straßentaugliche Zetter-Reifen ?
Danke - aber mit der Hydraulik stellt man dann auch die Neigung der Zettkreisel ein bzw. muß man die Neigung je nach Gelände auch variieren können, zB wenn's über eine Kuppe gehen soll.
Vollgummiräder wären tatsächlich ein Hit, zumindest in punkto Haltbarkeit auf Asphalt (aber wahrscheinlich bröselt dann beim Fahren der ganze Zetter weg vor lauter Erschütterungen ;-).
Mal schauen ob mir das Lagerhaus auch gscheitere Reifen besorgen kann, Stahlgürtel oder auch bloß etwas dickere Laufflächen, müssen ja nicht gleich auf 120 km/h ausgelegt sein.


golfrabbit antwortet um 20-09-2011 08:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Straßentaugliche Zetter-Reifen ?
Schätze dein Problem rührt von den enormen Querbeschleunigungskräften bei engagierter Kurvenbolzerei her! Die dabei auftretenden G - Kräfte sollte man keinesfalls unterschätzen, ja, ein Genickprotektor (System "HANS" wie in der Formel 1) wäre auch für den Piloten dringendst anzuraten!
Lösungsvorschläge meinerseits:
- Umbau der betroffenen Straßenabschnitte auf Steilkurven
- Tieferlegung/Verspoilerung des gesamten Gespanns
- perfekte, hochprofessionelle Unterlenkereinstellung (die hilft ja bekanntlich bei fast allem)

Josef (todernst)

Ps.: Warum nicht ein Umbau auf Dreipunkthydraulik? Löst das Reifenproblem und ist auch bei verwinkelten Parzellen viel praktischer.


AnimalFarmHipples antwortet um 20-09-2011 08:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Straßentaugliche Zetter-Reifen ?
Hehe, ich hab auch schon Slicks für den MF135 bestellt ;-)

Dreipunkthydraulik; da ist schon was dran.
Der Vorbesitzer hat ihn auch gerade wegen der Schwerfäligkeit beim Manövrieren hergegeben.
Wobei der ja mit 5,20 m Breite für kleinere Wiesen ohnehin nichts taugt, Zurückschieben kann man auch ziemlich vergessen.
Aber gut, hätte ich halt gleich einen Hit mit hydraulischen Schwenkarmen genommen.
Mit Dreipunkthydraulik müßte dann aber auch ein hydraulischer Oberlenker her wegen der Kreiselneigung ...


dirma antwortet um 20-09-2011 08:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Straßentaugliche Zetter-Reifen ?
hallo,
ist der Baugleich wie mein alter Fahr KH 500?
Für Strassenfaht:
1.) Gelenkwelle am Traktor abstecken
2.) Hydraulik so hoch anheben, das die Kreisel ziemlich waagrecht sind
3.) die vorderen Räder in Mittelstellung sperren, die hinteren freistellen.
mfg.



AnimalFarmHipples antwortet um 20-09-2011 08:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Straßentaugliche Zetter-Reifen ?
Zu 1 und 3 sagt die Bedienungsanleitung (siehe Link weiter oben) genau das Gegenteil.
Die Gelenkwelle soll offenbar zusätzlich Stabilität herstellen.
Ich hätte ja eigentlich auch die Vorderräder gesperrt, damit er vorne nicht ausbricht, und dafür die Hinterräder freigestellt ...


jfs antwortet um 20-09-2011 08:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Straßentaugliche Zetter-Reifen ?
Vielleicht ist es möglich die Hydraulik bei Straßenfahrt etwas anzuheben, um eine Entlastung der vorderen Räder des Zetters zu haben. Hat Dein Zetter keine Kurbel oder ähnliches um die Neigung zu verstellen? Bei Dreipunktanbau brauchst nicht unbedingt einen hyd. Oberlenker. Wenn deine Wiesen so hügelig sind das der Zetter öfters einspitzt, dann wäre ein Tastrad effektiver. Bei mir funktioniert es bis auf ein paar Stellen einwandfrei. Fahre einen Dreipunktzetter der auch schon recht alt ist ohne hyd Oberlenker. Bei Kurvenfahrt ist der angehängte Zetter besser weil er wie ein Hänger nachläuft und das Gut weniger über das andere wirft. Der Dreipunkt ist halt starr hintendran. Bei uns im Berggebiet sind nur Dreipunktmaschinen üblich.


AnimalFarmHipples antwortet um 20-09-2011 09:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Straßentaugliche Zetter-Reifen ?
Anheben ist alleine schon nötig, damit nichts streift.
Und es gibt an sich eh nur eine Idealhöhe, bei der die vorderen und hinteren Kreisel waagrecht sind.
Anheben bringt aber keine wirkliche Entlastung der Vorderräder, sondern nur eine Verlagerung des Gewichts auf diesen.
Und auch hier gibt es wieder nur die Idealhöhe, bei der möglichst kein Gewicht oder Druck auf den Verbindungsgelenken zwischen vorne und hinten lastet, weil nur so auch alle vier Kreisel waagrecht sind.
Kurbel ist vorhanden, wirkt aber in Fahrstellung auch wieder nur vorne, so wie schon die Hydraulik (und ist eigentlich nur dazu gut, in der Betriebsstellung die Neigung nachzujustieren, damit die Gelenkwelle nicht an der Ackerschiene anstreift).

Ist schon witzig, daß eine derart einfach wirkende Konstruktion derart sophistisch ist (die Bedienungsanleitung hat daher wohl auch stattliche 64 Seiten ...)


fendt_3090_2 antwortet um 20-09-2011 11:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Straßentaugliche Zetter-Reifen ?
Hallo.

Staplerräder sind nicht automatisch Vollgummiräder. Eine Gelenkwelle bringt keine Stabilität, denn sie hat ja Gelenke. Eher unwahrscheinlich, sind die Radlager in Ordnung? Hat eigentlich sonst noch wer so ein Problem?

Mfg.


Josefjosef antwortet um 20-09-2011 17:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Straßentaugliche Zetter-Reifen ?
Hallo,

ich würde so ein Glumbat einfach gegen einen brauchbaren Kreiselwender tauschen.
Mit dem wirst sicher nicht mehr glücklich werden.
Weg damit, und was ordentliches, gebrauchtes Gerät zulegen.
Gibt genug bei den Händlern.

gruß
Josef



AnimalFarmHipples antwortet um 22-09-2011 01:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Straßentaugliche Zetter-Reifen ?
Also bis auf das Problem mit den nicht straßentauglichen Reifen bin ich eigentlich recht zufrieden damit, sprich: Für meine paar Hektar genügt's vollkommen.
Außerdem war's so billig daß ich gar nicht motzen darf.

Was ich mich frage ist ob Reifen mit höherer Gewichtszulassung auch stabiler sind ?
Die abgeriebenen, die momentan noch drauf sind, sind auf 130 kg ausgelegt, was an sich ja genug für den Zetter wäre.
Wenn ich jetzt welche nehme, die noch mehr Gewicht vertragen, müßten die ja eigentlich stabiler und vielleicht auch straßentauglicher sein, oder ?


LW-Maise antwortet um 24-09-2011 22:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Straßentaugliche Zetter-Reifen ?
Hallo !

Wir haben auf unserem Fahr Kreiselheuer (gezogen,7,20 m Arbeitsbreite,6 Kreisel) als wir in vor ca.18 Jahren gebraucht kauften,sofort Industriereifen in der Größe 4,00 x 8,00 Zoll mit 6 Ply Rating auf die vorhandenen Felgen aufgezogen und fahren bis heute ohne Probleme . Diese Reifen passen anstelle der originalen Größe (3,50x8 Zoll).

Zur Anhängung :
Die seitlichen Stabilisierungsstreben müssen so eingestellt sein, das die Ackerschiene kein seitliches Spiel hat !! sonst schlingert der Kreisler beim Strassenfahren.

Die Hydraulik wird bei uns mit Stützstreben in der Höhe ( ca. 40 cm über Boden) fixiert. Die Kreiselneigung wird mit der Verstellspindel eingestellt.
Für die Straßenfahrt werden die vorderen Kreisel waagrecht gestellt (mit der Spindel).Die Hydraulik bleibt in der Höhe fixiert !!
Die vorderen 2 Räder sind starr,die hinteren vier Räder werden entriegelt und pendeln daher beim Straßenfahren.
Max. Fahrgeschwindigkeit bei Straßenfahrt ca. 20 km/h !!
Ich hoffe geholfen zu haben ?
mfg.
Maise



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