Behandlung von Schädlingen im Weingarten

Antworten: 10
alexanderimhof 29-08-2011 12:16 - E-Mail an User
Behandlung Weingarten
Hallo,

Bei meinem Letzten Forumseintrage wegen meiner Versuchsweinanlage habt ihr durch meine Bilder herausgefunden das meine Weinstöcke mit der Pockmilbe befallen sind. Ich habe jetzt noch einmal nachgeschaut und heraus gefunden das ca. 20 % Befallen sind.

Es ist noch eine Junganlage deswegen bringt sie sowieso noch keinen Ertrag aber nächstes Jahr muss ich sie wahrscheinlich behandeln den sonst wird sich der Schädling immer weiter ausbreiten oder?

Als ich das letzte Mal durchgeschaut habe, habe ich auch entdeckt das die Blätter abdorren, also habe ich in meinem Weinbaubuch nachgeschaut und habe herausgefunden das meine Stöcke mit "Roter Brenner" befallen sind. Unten habe ich ein Bild von meinen Weinstöcken. Liege ich da richtig?

Weiteres sind meine Letzten Weinstöcke, also die am unteren Ende mehr mickrig mit kleineren Blättern (Bild unten), ist das eine weitere Krankheit oder Nährstoffmangel, oder habe ich sie mit Roundup erwischt?

Und dann zu meiner Eigentlichen Fragen:

Mit was muss ich meine Anlage im Frühjahr behandeln, die meisten Mitteln sind ja vorbeugend oder?
Kann ich die Spritzmittel mit meiner Buggelspritze ausbringen?
Was dürfen Biobauern Spritzen?

Wenn ich übernächstes Jahr nicht behandeln kommen die Krankheit und Schädlinge wahrscheinlich wieder?

Danke im Vorraus

MfG

Alexander




 


alexanderimhof antwortet um 29-08-2011 12:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die schelcht wachsenden Stöcke:



 


alexanderimhof antwortet um 29-08-2011 12:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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weitere Bilder:



 



alexanderimhof antwortet um 29-08-2011 12:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ehoe11 antwortet um 29-08-2011 21:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Peronospora oder falsche Mehltau - alle 10 Tage fleissig mit geeigneten Mitteln spritzen!
Bio oder Round up - entweder oder - beides geht nicht!



michitraktor antwortet um 29-08-2011 23:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Servus!
Habe das letzte mal schon Deine Bilder gesehen, aber leider zum Antworten vergessen.
Dein Jungreben scheinen zunächst einen Wassermangel zu haben. Starke Konkurrenz durch die Verunkrautung, daher die gelbe Farbe - Chlorose aufgrund von Trockenstress.
Daher Unkraut kurz halten, mulchen, in der Reihe selbst spritzen (Glyphosat - allerdings darfst Du keine grünen Triebe treffen), oder stockräumen oder hacken.
Das letzte Foto schaut nach Peronospora aus, google mal und Du findest sicher genug Informationen darüber.
Für heuer ist die Sache auf jeden Fall gelaufen, Du wirst heuer am Zustand der Reben nichts mehr ändern können. Nächstes Jahr eine Austriebsspritzung mit Netzschwefel machen hilft gegen Milben und Oidium. Und wie gesagt, weg mit dem Unkraut in der Reihe, und zwischen den Reihen kurz halten und mulchen.
Pcokenmilbe bekämpfe ich eigentlich nie, da der Schaden meist unter der wirtschaftlichen Schadensschwelle liegt.
Hoffe Dir geholfen zu haben, bei weiteren Fragen melde Dich wieder.
Gruss
michitraktor



Wein_N antwortet um 30-08-2011 11:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Servus,
Ich schließe mich Michitraktor ganz an, das einzige wegen den schlechtwachsenden (verkümmerten) Stöcken,...
Hast du den Boden aufbereitet, und vorchher Bodenproben entnommen? Oder auf No Risk no Fun die Pflanzen einfach reingesteckt? Wenn Sie einen Mangel haben dann fangen sich die Blätter am Rand an ins gelbe zu verfärben und können im extremsten Fall ganz klein und gelb sein. Wie alt ist die Anlage?
lg


alexanderimhof antwortet um 02-09-2011 07:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo,

Die Anlage ist jetzt 1,5 Jahre alt. Ich habe den Boden nicht auflockern lassen aber Bodenproben habe ich genommen und heuer im Frühjahr habe ich aufgedüngt.
Jetzt wo ihr es sagt habe ich in meinem Buch nachgeschaut und es sieht eindeutig nach falschem Mehltau au.

Was ist genau eine Austriebsspritzung? Kann ich das eh mit meiner kleinen Spritze durchführen?
Und ihr meint es sollte noch weiter in regelmäßigen Abständen gespritz werden? Die Sorte Rössler sollte ja resistenter sein.....

Ich finden bei den schwachen stöcken nur seltsam das alle anderen normal wachsen bis auf das letzte stück der Reihen......

MfG

Alexander



Wein_N antwortet um 20-03-2012 20:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Servus, Also da es bal an der Zeit ist mit der Austriebsspritzung, und du gefragt hast (Und ich vergessen hab, mir aber gerade fad ist und ich herumstöbere) hier das was ich mache.

Beim Knospenschwellen (war bei mir immer um 10-15. April Austriebsspritzung mit 7,5kg Netzschwefel aufn Ha, wenn du noch keine grünen Triebe hast kannst du auch Parafinöl dazugeben (gegen Milben und co.), ABER Achtung, wenn du schon grüne Triebe hast und du spritzt mit Parafinöl dann "verbrennen" die Blätter!
Wegen der Technik: Ich mach die Austriebsspritzung mitn Schlacuh (Wie bei Traubenwaschung) nur das ich das alte Holz vollständig benetze. Ist meiner Meinung nach einer der wichtigsten Spritzung weil du alles was überwintert hat (in der Borke, in den Augen) niederklopfst da die Augen sich schon öffnen!
Noch was, die optimale Temperatur (Wirkung) hast du bei ca. 18-20 Grad. Wenn du merkst das die Knospen aber schon mehr als schwellen dann ein bissal mehr Schwefel und auch schon spritzen bei 12 Grad aufwärts. Die Wirkung ist am Anfang dann Null, aber wenn es warm wird verdampft der Schwefel und du hast auch die Wirkung (Zwar nicht so gut wie bei optimaler Temperatur, aber das WEtter kann man ja wie jeder weis net steuern!)

Also hoffe du liest das, und eine schöne und erfolgreiche Saison!

Niko


alexanderimhof antwortet um 21-03-2012 11:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo,

Ja die Austriebsspritzung wie du sie beschrieben hast hat mir auch mein Weinbauer geraten, den ich immer um Rat frage. Ich werde das so machen, nur muss ich aufpassen das ich den richtigen Zeitpunkt erwische!

Jetzt hatte ich voriges Jahr aber falschen Mehltau, und gegen den wirkt ja Kupfer und nicht Schwefel. Wann kann ich das Kupfer spritzen?

Ein weiteres Frage habe ich zu meinen Rebschutzhüllen -> ich habe sie heuer oben gelassen, damit meine Jungen Stöcke nicht durch Roundup beschädigt werden. Am Stock sind aber noch viele Augen die austreiben werden, die erreiche ich ja mit meiner Austriebsspritzung dann schwer.
Mein Ratgeber meinte das sei egal, da sich die Hitze in den Hüllen so staut, das die Pilze absterben? Stimmt das?

Mfg




Wein_N antwortet um 23-03-2012 06:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Gut jetzt haben wir eine kleine Patsituation. Ich halte von den Rebschutzhüllen nicht viel, da die Triebe zwar länger, aber sich auch schwächer entwickeln und da ich um meine Anlagen einen Wildzaun habe ist das bei mir überflüssig, aber gut. Wie heist es so schön das ist subjectiv, und jeder macht es so wie er will... Ich bin heute eh auf der Weinbauschule Silberberg, ich werde mal dort fragen was die vorschlagen, und schreib dir dann!


Kupfer ist um diese Jahreszeit was ich weis überflüssig, ich klopf die PERO immer im Frühjahr passiv nieder (Zustzwirkung) und in der gefährlichen Phase fahr ich dann mit schwerdem Geschütz auf, aber dazu schreib ich dir dann heut Abend,... bis später!

lg


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