Lebensmittel: Knappheit die neue Norm

Antworten: 13
  01-06-2011 10:43  sturmi
Lebensmittel: Knappheit die neue Norm
Die Hilfsorganisation Oxfam schlägt Alarm!
Die Situation auf dem globalen Nahrungsmittelmarkt habe sich grundlegend verändert. Dafür seien mehrere Ursachen verantwortlich. Eine davon sei das rapide Bevölkerungswachstum mitsamt sich verändernden Ernährungsgewohnheiten. Der Fleischkonsum etwa steigt inzwischen auch in Schwellenländern und damit der Bedarf nach Tierfutter. Mit jedem Tag säßen 219.000 Menschen mehr am „globalen Esstisch“. Der globale Nahrungsmittelbedarf wird bis 2050 um 70 Prozent über dem heutigen Niveau liegen.
MfG Sturmi
PS: Lassen wir die Biolixe weiter träumen von der flächendeckenden Biolandwirtschaft in Ö und den Tierschützern ihre vegane Gesellschaft! Österreich, oh du Insel der Seligen & Naiven. ;-))

 

  01-06-2011 11:15  teilchen
Lebensmittel: „Knappheit die neue Norm“

@sturmi

Wir werden einfach weniger Tiere essen, das ist doch die bessere Lösung.
Wenns jetzt in den Schwellenländern überschwappt, dann wird es für uns Zeit, zurückzuschrauben. Wir sind eh schon seit Jahrzehnten übersatt.
Weniger vom Guten statt mehr vom Billigen.


  01-06-2011 21:32  little
Lebensmittel: „Knappheit die neue Norm“
Servus Sturmi

den Mehrbedarf an Nahrungsmittel werden die EU-Schwellenländer (Rumänien,... Türkei?) abfangen. Die dort ansässigen Holländer, Deutschen,... werden die Produktionsreserven bis dahin ausreizen. Die Frage ist nur, wie wollt ihr dann ohne Petrochemie produzieren. Den mit Hackstriegel und co habt´s ja a Problem.

Gruss Little

  01-06-2011 22:50  Moarpeda
Lebensmittel: „Knappheit die neue Norm“
@little

"....den Mehrbedarf an Nahrungsmittel werden die EU-Schwellenländer (Rumänien,... Türkei?) abfangen"


aha, ist die türkei nicht jenes land in welches österreich ziemlich viel rindfleisch hinliefert??.




  02-06-2011 21:38  mosti
Lebensmittel: „Knappheit die neue Norm“
da weniger als 50% der erzeugten nahrungsmittel gegessen werden, liegts erst mal daran den schwund zu reduzieren. ps. wer kann ohne erdöl kunst-(handels)dünger erzeugen

  02-06-2011 22:02  cyber
Lebensmittel: „Knappheit die neue Norm“
Nach dem Worldwatch Institute ist die Hauptursache zunehmenden Hungers die sinkende Selbstversorgung in armen Ländern.
Dies wird vor allem noch gefördert von zunehmender Industrialisierung der Landwirtschaft.

Die Gegenvorschläge gehen hauptsächlich in die Verbesserung der Selbstversorung, nicht in die Richtung auf Intensivstflächen mehr zu produzieren.
Weiters sei die Fruchtbarkeit zu erhöhen durch anlegen von Bäumen, Sträuchern und Zwischenfrüchten. Sowie der Aufbau von Biomasse zu fördern.
Die Forscher rufen zur Dezentralisierung des Anbaus von Feldfrüchten und insbesondere auch von Gemüse auf. Die Fixierung auf die Sortenneuzüchtung für wenige Getreidearten ist zu kurz gegriffen.
Die wirklichen Investitionen sind in den Bereichen Boden und Wasser vorzunehmen.

Also leider nicht ganz die Richtung die der Themenstarter wieder einmal vollkommen überflüssig meint.
Unsere Überproduktions.- u. Preisschlachtsorgen mit dem Welthunger zu vergleichen ist fast schon geschmacklos.

  03-06-2011 07:55  mfj
Lebensmittel: „Knappheit die neue Norm“


Die Variante des erhobenen Zeigefingers oder der ‚Fünf-vor-Zwölf-Hinweis ist nichts neues wenn man die Deutung unserer Welt und die Entwicklung unseres Lebens in Bilanzen stecken will.

In „Life Counts“ wird beschrieben – nicht was im Leben zählt – sondern das „Leben zählen“.
Diese Variante ist deutlich fruchtender als plastisch und kribbelig auf Abenteuersuche neuer Engpässe zu gehen.

Weltweit fällt auf 5 Menschen ein Rind – und das bei 6 Milliarden Gottes Ebenbilder...
also weder Grund zur Sorge noch zur Selbstgeißelung – außer man wünscht sich das natürlich.

Wer sich mit Biodiversität befasst wird schnell feststellen müssen, dass der tierische Überhang gegenüber den botanischen Vertretern rasch zunimmt.
Raubtierpopulationen nehmen im erschreckenden Maß zu, aber auch die Artenvielfalt wächst immer noch unaufhörlich.

Die größte Population der Erde sind die Ameisen – vertreten mit 10 Billionen Vielfüssern – bei gerade mal 500 menschlichen Ameisenforschern.
Also, so ein Gurkensalat mit Olivenöl garniert mit Bio-Ameisen – müßte doch selbst für Veganer verlockend sein. Oder nicht ?




  03-06-2011 08:44  helmar
Lebensmittel: „Knappheit die neue Norm“
Es wird viele, nicht immer zu praktizierende Lösungen geben, aber eine wär schon was........strikteste Geburtenkontrolle.
Mfg, Helga

  03-06-2011 08:47  theres
Lebensmittel: „Knappheit die neue Norm“
Solange mehr als ein Drittel der Lebensmittel vernichtet werden, brauchen wir uns um Knappheit doch wirklich keine Gedanken machen.
Diejenigen, die wirklich hungern, dass sind zu einem grossen Teil die Menschen in den Entwicklungsländern- und darunter sind sehr viele Kleinbauern.
@mfj, es ist eine Freude, deine intellektuellen Ergüsse zu lesen, nur davon wird kein einziger satt.


  03-06-2011 10:05  beginner
Lebensmittel: „Knappheit die neue Norm“
Geburtenkontrolle? Damit wäre dann das Hungerproblem gelöst? Glaub ich auch nicht. Weil wie wir ja alle wissen, es nicht an einer vermeindlichen Knappheit liegt ( könnte man schon als LÜGE bezeichnen), sondern an den Regeln unserer Industrie.

Also Geburtenkontrolle und doch hungern, oder mal ansetzen, wo es wirklich Sinn macht?

Und Rinderfutter wächst ja gratis auf den Wiesen..wer muss da mehr Rinderfutter produzieren? Oder gilt nur Kraftfutter gemästetes Fleisch als Alternative? Obwohl man da ja beim Kochen meist eh den meisten "Schwund" drin hat.

Ich würde mich echt freuen, wenn die Menschen..besonders hier drin,..endlich die offensichtlichen Lügen auch annimmt als solche und ein bisschen die Richtung ändern würde.

beginner

  03-06-2011 12:45  mfj
Lebensmittel: „Knappheit die neue Norm“

Ach Beginner...bis ihr begreift was los ist – ist längst alles übern Berg.

Die Biotechnologie wird es ermöglichen, dass auch 10 Milliarden Menschen was zu essen haben.
Es wird zwar noch eine Weile vergehen bis krankheits- und trockenheitsresistente Kulturpflanzen entwickelt sind, aber in den Startlöchern steht man.

Österreich und die halbe EU werden diesen Weg zwar verschlafen – dank fanatischen und ideologischen Aktivistengut...aber gerade die Schwellenländer mit den Versorgungsproblemen werden hier führend einsteigen.

Bei uns herrscht ja auch eher die Sorge – welches uneffiziente und ertragsschwache System man höher fördern sollte...aber das ist vergänglich.

Landwirte sollten auf alle Fälle nicht der „gesellschaftlichen Kasteiung“ von „Nichts produzieren“ verinnerlichen.
Dafür Lob und Schulterklopfen zu bekommen mag zwar über einiges hinweghelfen – erfüllend ist allemal nicht.
Außer man ist Funktionär.




  03-06-2011 14:04  biolix
Lebensmittel: „Knappheit die neue Norm“
Alles übern Berg , oder dann ist schon alles in die Schlucth abgestürzt ? -))

Uii, was haben wir versäumt, wer sit schon "weiter" auf dem WEg zum Abgrund, denn Biotechnologie schafft keien Bodenfruchtbarkeit, sondern durch seine Monokulturen noch mehr Agrarwüsten..;-((

Apropos, warum haben Funktionäre immer weniger Schulterklopfer ? ;-))



  03-06-2011 15:27  beginner
Lebensmittel: „Knappheit die neue Norm“
@mfj

Du gehst gemütlich über die Tatsache hinweg, dass es ja eh genug Essen gäbe...aber es an ganz anderen Dingen scheitert. Preis Dumping, vernichten von Lebensmittel, etc..

Aber Hauptsache wir werden die Produktion steigern können. Das sind dann eh nur Durchlaufposten..vom Feld zum Kompost.



  03-06-2011 22:27  edde
Lebensmittel: „Knappheit die neue Norm“

Die Hilfsorganisation Oxfam schlägt Alarm !

wie sollte die alarmierte Bevölkerung auf diesen Alarm logischerweise reagieren ?
mit Spendengeldern für Oxfam--womit für mich das "Alarmschlagen" nachvollziehbar ist.

dieses schema ist übrigens in allen bereichen feststellbar, in denen es um spenden-forschungs-oder einfach nur um finanzzuweisungen geht.

praktisch jedes medizinische fachgebiet behauptet, krankheiten in ihrem bereich werden immer mehr--die menschheit müsste nur mehr vor sich hin siechen.

KEINE organisation behauptet von sich selbst, dass der kampf für oder gegen etwas gewonnen ist und nun sie selbst überflüssig sind--wärn ja schön blöd...

ich würde allen empfehlen, diese "Alarme" stets auch kritisch unter diesem beschriebenen aspekt zu betrachten.

mfg