gerhardchef 01-05-2011 19:07 - E-Mail an User
Kaiserschnitt
Hallo
Habe am Freitag bei einer Kalbinn einen Kaiserschnitt machen müssen
da das Becken so eng war das die natürliche Geburt unmöglich war.
Das Kalb war auch sehr groß und darum der Weg.
Hatte jemand von euch so was schon?
Wie geht es dann mit dem Aufnehmen und der zweiten Geburt oder ist es
besser so ein Tier nicht mehr zu besamen?
Ist eine gute Abstammung und gibt auch schon viel Milch frisst fast schon wieder normal
und zeigt auch keine Schmerzen mehr.
Bitte um eure ehrfahrungswerte.
mfG Gerhard



johny6600 antwortet um 01-05-2011 20:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kaiserschnitt
Wir hatten vor 3 Jahren einen Kaiserschnitt bei einer Kalbin. Diese hat inzwischen ihr 3. Kalb.Keine Probleme mehr und zwei normale Geburten. Die Befruchtung gelang nach der ersten Besamung. mfg


179781 antwortet um 01-05-2011 22:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kaiserschnitt
Wenn die ein sehr enges Becken hat, ist sie zur Zucht sowieso ungeeignet, wenn sie sehr schwere Kälber macht dasselbe. Also einmal die Genetik überdenken, ob in der Linie so etwas öfter vorkommt. Dann kannst du ja entscheiden, ob du sie behalten willst oder nicht.
Ein Risiko, das die Gebärmutter vernarbt und sie nicht mehr aufnimmt besteht schon, ist aber, wenn ordentlich gearbeitet wurde nicht recht groß. Also wenn sie das behalten wert ist, dann sind die Aussichten nicht schlecht.

Gottfried


Gewessler antwortet um 01-05-2011 23:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kaiserschnitt
Wenn Du immer solche Fragen stellst wirst nie Ökonomierat!
Kosten bis zur Geburt ca. 1800.- milchgeld von ca 38 ct und 7000 Litern Milch brauchst Du ca 3,2 Laktationen, dass die Kuh Gewinn abwirft. Auch wenn sie nun jedesmal einen Kaiserschnitt braucht rechnet sich Merzen nie.
Bei einigen hundert Sectios die ich gemacht habe , war es allerdings erst einmal nötug wieder eine Sectio zu machen.
Also unbedingt wieder belegen, die Kuh entwickelt sich ja auch noch weiter. Die Trächtigkeistergebnisse sind sehr gut, auf alle Fälle höher als nach einer brutalen Geburt mit Beckenphlegmone, Scheidenverletzungen etc.

VG

franz


charotta antwortet um 02-05-2011 07:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kaiserschnitt
Aus wirtschaftlicher Sicht gat Gewesseler natürlich recht. Aus züchterischer Sicht sehe ich das ein wenig anders. Ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass manche Linien das Becken erst zu spät entwickeln. Sollte das Kalb einfach zu groß gewesen sein, so kann ma die Schuld für den Kaiserschnitt ja auch bei dem Bullen (Vater) suchen. Wenn das Becken aber deutlich zu eng gewesen ist, so dass vermutlich auch ein normales Kalb nicht gekommen wäre, dann würde ich auch in den saueren Apfel beissen und mich von dem Tier trennen.
Für mich ist die Kalbefähigkeit der Kuh eines der Hauptzuchtziele, allerdings in der Mutterkuhhaltung.
Im Sinne einer funktionierenden Rasse macht das aber keinen Unterschied.
Was dabei rauskommt, wenn Funktionsmerkmale der Kuh aufgrund von "Leistungwahn" und einseitiger Zucht ausser Acht gelassen werden, sieht man z.B. bei den Belgiern recht gut.


gerhardchef antwortet um 02-05-2011 08:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kaiserschnitt
Muß immer alles Wirtschaftlich sein und sich rechnen oder kann es auch mal nur die Liebe zu den Tieren sein. Natürlich wäre es einfacher gewesen die Kalbin zu erschießen und das Kalb rausschneiden aber wo liegt da der Sinn? Nur weil es ein Stück Vieh ist?
Aber haupsache der Traktor ist groß genug!
Ich denke da eben ein bisschen anders.
LG Gerhard


fgh antwortet um 02-05-2011 09:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kaiserschnitt
Hallo,

wir hatten bis jetzt zwei Kaiserschnittgeburten. Wir haben sie dannach immer noch einmal besamen versucht, eine davon hab ich heute noch, ist immer bei der ersten Besamung trächtig und kalbt seitdem ohne Probleme, die andere ist dannach noch dreimal erfolgreich trächtig geworden und kalbte immer leichten Problemen. Also ausprobieren, voreilig verkaufen halte ich nicht für sinnvoll


Gewessler antwortet um 02-05-2011 23:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kaiserschnitt
@g-chef
Sollte das die Antwort auf mein posting sein, dann hast du mich falsch verstanden. Eine Tier das nicht gebären kann, wird nie und nimmer geschlachtet, sondern das Kalb mittels Kaiserschnitt entwickelt!
Dass sich das auch noch rechnet, wollte ich mit meiner Stellungnahme zum Ausdruck bringen.

VG mit Deiner Kuh

fg


naturbauer antwortet um 03-05-2011 10:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kaiserschnitt
Meine Erfahrung ist, wenn eine Kalbin einen Kaiserschnitt gebraucht hat, hat sie bei der zweiten Kalbung keine Probleme mehr gehabt. Das Becken ist mit der Zeit doch noch so groß geworden, dass es auf normalem Weg sein konnte.

Allerdings als das Kalb welches mit Kaiserschnitt geholt wurde selber dann wieder einen Kaiserschnitt als Kalbin gebraucht hat, hab ich diese Zuchtlinie ganz aufgegeben. War ja nicht nur einmal so!





mostkeks antwortet um 03-05-2011 21:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kaiserschnitt
Hab Gottseidank noch keinen Kaiserschnitt gebraucht. Bin aber der Meinung dass man besonders bei den Kalbinnenstieren besonders vorsichtig sein muss, da gerade diese oft extrem schlechte Zuchtwerte im Kalbeverlauf mat. aufweisen. Dann hat man erst recht die Probleme, halt eine Generation später. Was mich aber schon erschrickt ist dass bei den Versteigerungen oft Kalbinnen angeboten werden die mit Stieren belegt sind die für große Kälber bekannt sind.
Wenn trotz allem ein Kaiserschitt notwendig ist und rechtzeitig gemacht wird hast das Geld schnell wieder. Ein lebendes Kalb und eine ordentliche Einsatzleistung weilst die Kuh nicht ruiniert hast.
Würd ich auch auf jeden Fall wieder belegen, aber halt mit der richtigen Anpaarung. das Angebot ist ja momentan recht gut. LG


Bewerten Sie jetzt: Kaiserschnitt
Bewertung:
Noch keine Bewertungen vorhanden!
message;289721




Landwirt.com Händler Landwirt.com User