Ich finde das ungeheuerlich...

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nemi 09-01-2011 10:45 - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
....was sich die Arbeiterkammer erlaubt. Verfassungsklage gegen die Bauern geplant, wir sind angeblich die größten Nehmer vom Budget......
Steht im ORF Teletext. Mit zornigen Grüßen.



rusticus antwortet um 09-01-2011 10:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...

na endlich! ist ja die logische konsequenz aus einer völlig hirnlosen maßnahme.

wie lange wollen wir uns noch so angreifbar machen????





BSE1 antwortet um 09-01-2011 11:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
ja rusticus, leider sind wir "Bauern" ja selber zu blöd!! Genau das legitimiert solche Vereine wie "Vier Pfoten". Die Schweinebauern hätten diese Gefängnisse ja schon längst zum Alteisen werfen können - aber so gscheit ist man leider nicht. Man schimpft dann viel lieber auf die, die diese extremen Blödheiten aufzeigen!!!!!
Und bevor ich Schweinefleisch aus solcher Zucht und Mast essen würde - würde ich auch zum Vegetarier. (ein fast täglich Fleischessender - aber alles selber gehalten)


Interessierter antwortet um 09-01-2011 11:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
irgendwie hab ich den eindruck bse1, du hast da etwas anders gelesen als der erstposter...


palme antwortet um 09-01-2011 11:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...

Ich meine, um das hier geht es :

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2630496/bauern-sind-beim-budget-groessten-nehmer.story




Moarpeda antwortet um 09-01-2011 11:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
@BSE1

du solltest bedenken, dass nicht alle konsumenten in der lage sind sich eigene schweinderl zu halten

obwohl es vereinzelt leute gibt die solche in einer wohnung halten, die werden aber nicht abgestochen sondern zu tode geliebt ;-))

@Interessierter

ein bisserl mehr information vom thread-starter wäre von vorteil,
damit man richtig losschimpfen kann ;-))





BSE1 antwortet um 09-01-2011 11:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
ah, tschuldigung hätte "da" hingehört:

https://www.landwirt.com/Forum/117161/Kann-man-als-Schweinebauer-ueberleben.html#268802

Beim Bürgeranwalt hat Kostelka auch von einer Klage gesprochen


Faltl antwortet um 09-01-2011 11:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
wenn man schon einen thread eröffnet dann sollte man schon die Wahrheit schreiben und nicht mit Halbwahrheiten eine Hetzkampagne anfangen. Die AK kündigt eine Verfassungsklage gegen das Budget an. Oder ist Budget so leicht mit Bauern zu verwechseln? Falls der ORF-Artikel stimmt hat diese Klage auch Sinn.


helmar antwortet um 09-01-2011 11:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
Nun, wenn geklagt wird, dann braucht man auch Beweise....
Mfg, Helga


Interessierter antwortet um 09-01-2011 11:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
weißt du faltl. eine meiner "eigenen" lieblingsweisheiten ist eine redewendung welche ich einmal gehört habe:

eine halbe wahrheit ist schlimmer als eine ganze lüge.

vor allem bei den postings unter den jeweiligen berichten, unter anderem, ja auch beim bericht der kleinen zeitung, sieht man ja wie mit bewußten halbwahrheiten da gearbeitet wird ....


walterst antwortet um 09-01-2011 13:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
Den Gmeiner im Blick ins Land noch nicht gelesen?

Sonntag, 2. Januar 2011
Lust & Wonne in der „Folter-Kammer“

In regelmäßigen Abständen bringt die Arbeiterkammer das Blut der Bauern und ihrer Vertreter ins Wallen. Da fordert man höhere Steuerleistungen von den Bauern, zettelt eine Diskussion über die Einheitswerte an, geißelt die zu hohen Lebensmittelpreise, verlangt immer neue Kontrollen und Auflagen und versucht mit Sätzen wie „Keine Steuergerechtigkeit innerhalb der Bauernschaft“ Keile zu setzen.

Es könnte noch dicker kommen für die Bauern. Die Folter-Instrumente für die Diskussion mit den Bauern jedenfalls hat sich die Arbeiterkammer schon zurechtgelegt.

In einem Positionspapier zur künftigen EU-Finanz- und Agrarpolitik fordert man nicht nur ein „Auslaufen aller Direktzahlungen und Marktstützungsmaßnahmen“, sondern nimmt in einem Aufwaschen auch gleich die Mittel für die Ländliche Entwicklung, aus denen das ÖPUL und die AZ für benachteiligte Gebiete gezahlt werden, ins Visier. Mindestens 25 Prozent dieser Mittel sollen, so wünscht man sich, künftig für den nicht-landwirtschaftlichen Bereich reserviert werden. „Der Agrarsektor soll maximal den Anteil erhalten, der dem 5-fachen seines Bevölkerungsanteils in den ländlichen Regionen entspricht“. Auf EU-Ebene soll nach den Vorstellungen der Arbeiterkammern künftig für die Programme zur ländlichen Entwicklung nicht mehr das Agrar-Ressort, sondern der Regional-Ressort zuständig sein und – gleichsam als i-Tüpfelchen - auf nationaler Ebene das Bundeskanzleramt.

Gegenüber den Bauern gefällt sich die Arbeiterkammer in solchen provokanten Positionen als „Folter-Kammer“. Gut. Diskussion und neue Vorschläge sind gerade angesichts der eingefahrenen Geleise, in denen Agrarpolitik betrieben wird, dringend notwendig. Als Beobachter kann man sich freilich zuweilen kaum des Eindrucks erwehren, dass sie von den Arbeiterkämmerern zumeist mit großer Lust und Wonne und einem ordentlichen Schuss Bosheit ersonnen werden – Hauptsache, die Bauernschaft ist aufgescheucht.

Warum sich in der Arbeiterkammer diese „Kultur“ so entfalten kann und warum die Landwirtschaft ihr gegenüber zuweilen so hilflos wirkt, ist freilich schwer nachvollziehbar. Denn grob geschätzt sind immerhin rund 100.000 Bauern, die als Nebenerwerbsbauern ihre Höfe bewirtschaften und auswärts arbeiten gehen, auch Mitglieder der Arbeiterkammer. Sie zahlen dort brav wie alle anderen 0,5 Prozent ihres Monatsgehaltes als Kammerumlage ein. Dass sie damit, so wie die Dinge liegen, die mächtigste Lobby gegen den eigenen Berufsstand füttern, ist – höflich gesagt - nur paradox zu nennen.

Dabei geht es nicht nur um Agrarpolitik, sondern durchaus auch um Eingemachtes, bei dem es der Arbeiterkammer anstünde, die Interessen der bäuerlichen Beitragszahler besser zu vertreten. So sind in den Betrieben Nebenerwerbsbauern als Arbeitnehmer nach wie vor sozialrechtlich in manchen Bereichen (Arbeitslose, Pension) schlechter gestellt, als ihre Kollegen.

Die Bauern und ihre Vertreter führen gerne Klage darüber. Über die zweite Seite sollten sie auch reden. Zu fragen ist, wie stark die Landwirtschaft, respektive die Landwirtschaftskammer, noch in der Sozialpartnerschaft ist, wie das Verhältnis zu den „Partnern“? Mit dem Attribut „mächtig“ kommen jedenfalls nur die Wirtschaftskammer und die Arbeiterkammer daher. „Sind die zu stark, bist du zu schwach“, müssen sich hingegen die Bauernvertreter einen Sager aus der Werbung vorhalten lassen.

Sie sollten das nicht auf sich sitzen lassen – angesichts der Ideen die gewälzt werden.

Blick ins Land 1. Jänner 2011


__joe007 antwortet um 09-01-2011 13:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
http://tvthek.orf.at/programs/1339-Buergeranwalt


Der komplette Wahnsinn !!!!!!

Da werde sogar ich sprachlos !





Johannfranz antwortet um 09-01-2011 14:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
Es ist an der Zeit, dieser Brut mal nen ordentlichen Schuss vor den Bug zu setzen und zum Gegenangriff überzugehen,anstatt immer nur zu beschwichtigen und zu verteidigen.Unsere Interessensvertretung ist gefordert !


Vierkanter antwortet um 09-01-2011 15:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
@joe......unglaublich, die Sprachlosigkeit ist auch mir ins Gesicht geschrieben.

Die Schweinehaltung, so wie es der Biobauer im Video gezeigt hat mag zwar schön und gut sein, jedoch muss auch der Konsument bereit sein, mehr zu zahlen (bei den konv. Schweinen) und genau das funtkioniert bei uns nicht!!

Wo ich mich am meisten ärgere, sind die Argumente dieser Frau Reckensteiner oder wie sie heißen mag....."Österreicher sollen viel mehr auf Fleisch verzichten und wenn möglich Vegetarier werden"........

ohne Worte, Richard




teilchen antwortet um 09-01-2011 15:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...

Zahlt man nach dem als pauschalierter Landwirt bis 100 Hektar tatsächlich keine Einkommensteuer?
Ein "normaler" Unternehmer zahlt ab 11.000,- Euro Einkommen die Einkommensteuer.
Warum ein pauschalierter Landwirt nicht?

Was bedeuten die Erleichterungen
- im Pensionsbereich (fiktives Ausgedinge)
- bei der Grundsteuer (Einheitswerte weiter festgeschrieben)

Wäre nett, wenn das jemand erklären würde, der sich da auskennt.



tch antwortet um 09-01-2011 15:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
Hallo Aichberg

Was ist so schlimm daran wenn dies Frau ihre Meinung vertritt? Ist es de Umstand das ihre Meinung mit Deiner nicht zusammenpasst?

So kann die Aussage dieser Frau nicht sein!

tch


84ZX antwortet um 09-01-2011 16:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
teilchen

die pauschalierung bringt nur dem staat etwas, und als einzigen ausnahmefall unter den landwirten eventuell noch ganz umsatzstarken betrieben mit wenig fläche.
z.B. 200 zs mit 20ha.

sonst im allgemeinen würde die finanz und die svb schön schauen, wenn landwirte sich auf betriebsmittel und einkäufe die 20% ust holen würden, und nicht nur das, auch die gesamte maschinen und gebäude AFA von den einkommensrelevanten einnahmen abziehen würde.

da wären einige höchstbeitragsgrundlagenzahler schnell am anderen ende.


thats it.

mr.x


bru antwortet um 09-01-2011 16:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
@teichen

Ein Landwirt bis 100000€ Einheitswert (=Ertragswert eines Betriebes) hat seine Einkommenssteuer pauschaliert zu ermitteln. d.h ohne steuerliche Buchführung. auch ein Landwirt hat ab 11000€ Einkommen Steuer zu zahlen. Aber Steuern sind bekanntlich vom Gewinn zu bezahlen. Fällt kein Gewinn >11000€ an ist keine Steuer zu entrichten. Das wird vom Finanzamt auch stichprobenartig überprüft. Als Landwirte sind wir auch Unternehmer, müssen aber bereits ab 400000€ zur Bilanzierung wechseln. Dies ist bei "normalen" Unternehmern erst ab 700000€ nötig. Soviel zur Gerechtigkeit gegenüber Landwirten. Fiktives Ausgedinge heißt, dass immer noch ein Teil der Pension vom Betrieb bereitgestellt werden muss. Egal in welcher Form. Das gibt es bei anderen Berufsgruppen längst nicht mehr. Bei der letzten Reform wurde das fiktive Ausgedinge herabgesetzt und bedeutet dass wenigstens die Mindestpensionen der Landwirte etwas angehoben werden. Die Grundsteuer richtet sich nach dem Einheitswert des Betriebes. Würde es reale Preissteigerungen bei landwirtschaftlichen Produkten geben, wäre voraussichtlich auch diese Steuer angehoben worden.
bru




pepbog antwortet um 09-01-2011 16:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
wenn wir bauern einen gerechten preis für unsere qualitativ hochwertigen produkte (und damit meine ich einen preis der sich alleine nach der qualität richtet) bekommen - und somit keine förderung mehr notwenig ist. (im nördl Bgld gibt es zB einen Agrarier - auch Körndlbauer genannt - der ÜBER 900.000 !! €uros Förderung kassiert und max 4 weit unterbezahlte Ungarn angestellt hat und dies teilweise nur Saisonal - no na)
gibt es auch keine "angriffe" mehr.
wer zahlt schofft auch a: - DES WOR SCHO IMMER SO - und wird a immer sein !!


ALADIN antwortet um 09-01-2011 17:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
Hallo Teilchen!
Das fiktive Ausgedinge ist ein großer Nachteil für für Bauernpensionisten, die zu wenig Beiträge eingezahlt haben um die Mindestpension zu erhalten. Normalerweise bekommt man die Differenz ersetzt. Bei den Bauern wird von dieser "Augleichszulage das sog. fiktive Ausgedinge" abgezogen. Das heißt: Die Altbauern hätten sich bei der Übergabe des Betriebes Sachleistung (=fiktives Ausgedinge) aushandeln können.


Vierkanter antwortet um 09-01-2011 17:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
Hallo tch!

Das stimmt, dass diese Frau eine andere Meinung als ich vertritt.

Annahme:
Stell dir vor, in den nächsten 10 Jahren, wenn der Fleischverbrauch (-konsum) um etwa die Hälfte zurückgehen würde (rein theoretisch), da auf einen Schlag die Österreicher (und auch die anderen Bevölkerungen) zu Vegetariern werden bzw. weniger Fleisch essen.......dies würde bedeuten, die Nachfrage sinkt gewaltig, Überproduktion steht am Programm und keiner weiß mehr wohin mit dem Fleisch.....in Folge: Preissturz senkrecht! Futterkosten steigen und die Nachfrage an Getreide und div. Ölsaaten nimmt eventuell zu. Adiós klein-strukturierte Schweinebauern und ein herzliches grüß gott mastfabrik ......


hmmm...aber was war nochmal das Thema der Folge von Bürgeranwalt????

Richard.


teilchen antwortet um 09-01-2011 17:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...

@84ZX

Wenn es um so vieles vorteilhafter ist, nicht zu pauschalieren, warum machen es dann so wenige bzw. warum wird die Pauschalierung politisch begünstigt?
Sind dann nicht die Landwirte die Angeschmierten?
Warum wehrt sich keiner bei der Anhebung der Pauschalierungsgrenze, wenn sie nur Nachteile bringt?



Vierkanter antwortet um 09-01-2011 17:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
tja teilchen, nicht alle Landwirte sind mit dem kaufmännischen Bereich vertraut.

Ich seh das selbst von unserem Betrieb. Wenn ich zurückblicke sind die einen oder anderen 1000er zurückgeblieben, weil auch meine Eltern andere Stärken hatten (haben). Meiner Schulbildung hab ich es zu verdanken, dass ich den Durchblick bewahren kann.

Meiner Meinung nach könnte dies ein Problem, älterer Bewirtschafter sein.

LG Richard


0815 antwortet um 09-01-2011 17:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
Mich wundert die Diskussion nicht! Warum führt man nicht die Buchführungspflicht für Bauern ein? So könnte der AK der Wind aus den Segeln genommen werden. Denn wenn Aufzeichnungen vorliegen über einen Gewinn (oder auch Verlust) kann man urteilen, ob eine Einkommenssteuer fällig ist, oder nicht. Natürlich wird sich so mancher auch die Frage gefallen lassen, woher das Geld für den SUV, oder für das schmucke Haus gekommen ist! Einerseits scheint kein Gewinn auf, aber der SUV steht trotzdem vor dem schmucken Haus. Da darf man sich nicht wundern, wenn dann auf die Bauern gezeigt wird, die keine Einkommensteuer zahlen. Eine einfache Ein-Ausgabenrechnung wäre das Beste für die Bauern selbst. Mit der Pauschalierung beweist man, dass man was zum verbergen hat. Die meisten Landwirte führen ja ohnehin Aufzeichnungen, natürlich für sich selbst.
Wenn interessiert, ob die 5 Fuhren Stallmist oder 20m³ Gülle auf die Hauswiese oder auf den Leitnacker kommen, da heißt es penibel Aufzeichnungen zu führen was echt für die Katz ist! Aber, ob ein Bauer für einen Gewinn Steuer zahlt, ist schon für die Öffentlichkeit interessant! Natürlich müssten sich die Gewinne auch für die Abgaben orientieren. Das heißt die SVB und die Kammerbeiträge müssten sich dann nach diesen Zahlen richten, und nicht nach irgendwelchen Einheitswerten! Die Bauern bräuchten sich dann auch nichts mehr vorwerfen lassen, dass sie „Steuergeschenke“ erhalten! Mit der Anhebung für die Vollpauschalierungsgrenze hat man den Landwirten sicher nicht einen Bärendienst erwiesen!
Daher wird die Pauschalierung auch weiterhin so bleiben, weil sonst die Einnahmen diverser Körperschaften weniger wird.



teilchen antwortet um 09-01-2011 17:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...

@bru

100.000,- Einheitswert ist aber nicht mit dem Umsatz gleichzusetzen oder?
Niemand sagt es gern, aber es wird nirgends so leicht ein Umsatz ohne Rechnung gemacht wie in der Landwirtschaft. - Der dann auch nicht versteuert wird oder in den Einheitswert einfließt. Bsp. Lohnarbeiten für andere Betriebe.

Ich glaube, dass dieser tolerierte Graubereich der Grund für die niedrigere Bilanzierungsgrenze von 400.000,- Euro Umsatz ist.
Wie denkst Du darüber?
- Ich finde ja, dass 400.000,- Umsatz nicht wenig ist. Ist das bekannt, wie viele Betriebe bilanzieren?



teilchen antwortet um 09-01-2011 17:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...

Hallo ALADIN,

Danke für Deine Erklärung des betrieblichen Ausgedinges.
Wie viele Bauern werden das heute noch sein, die zu wenig Beiträge eingezahlt haben?
Auch an Dich die Frage: Warum regt sich kein Bauervertreter darüber auf, wenn es ein Nachteil für die Bauern ist, sondern die AK?



Vierkanter antwortet um 09-01-2011 18:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
Nebenbei eine Frage: Was hält ihr von der Art, Schweine zu halten, wie der Biobauer beim Resetarits im Video (wer sich den Link von Joe angeschaut hat)?? Sieht auch so die Zukunft für uns konventionellen Schweinehalter aus??


rusticus antwortet um 09-01-2011 18:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
@ teilchen

auch wenn oft der anschein erweckt wird - die pauschalierung ist keine pflicht! auch nicht nach erhöhung der grenzen.
einheitswert und umsatz haben genau nix miteinander zu tun.
die ak suggeriert, dass durch die neuregelung alle bis 100.000,- ehw quasi steuerbefreit sind. ist natürlich blödsinn, weil ja 100.000,- ehw ein pauschaliertes einkommen von 39.000,- ergeben (und somit über 11.000,- liegt).

warum sich kein bauernvertreter darüber aufregt?
kann nur vermuten, dass die meisten selbst nicht imstande sind, einen ordentlichen jahresabschluss für ihren betrieb zu erstellen bzw. natürlich für's "stimmvieh" das vermeintlich beste vertreten müssen.

aber, wie gesagt - ist nur eine vermutung.....





iderfdes antwortet um 09-01-2011 18:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
Hallo Teilchen, meines Wissens wird der landw. Umsatz mit 150 % des EHW angenommen, der Gewinn mit 39 % des EHW. Steuern wären also auch so auf jeden Fall zu bezahlen.

@bru: Für eine Erhöhung des EHW wird wohl eine Erhöhung des Gesamteinkommens/ha nötig sein, bei Einbußen müsst er dann eigentlich gesenkt werden.


Josefjosef antwortet um 09-01-2011 20:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
Es ist nicht so leicht, bäuerlichen Betrieben klarzumachen, dass die Pauschalierung für die meisten nicht von Vorteil ist. Viele haben Angst davor, wieder mehr Bürokram erledigen zu müssen. Dieser ist in den letzten Jahren durch die Aufzeichungspflichten bei Düngung, Tierhaltung usw. sowieso viel geworden. Es gibt immer noch Landwirte, die keinen PC bedienen können und es auch nicht mehr lernen können. Auch sind viele schon mit der normalen landwirtschaftlichen Arbeit auf ihrem Hof eingedeckt und haben wenig Freizeit.
Insgeheim, glaube ich, haben auch schon viele Angst, dass wenn sie ihr Einkommen mit richtigen Zahlen ermitteln, oder ermittelt bekommen dann genau wissen, dass für sie kein Einkommen übrig bleibt. Sie arbeiten für Erhaltung Gebäude und Hof. In der LAndwirtschaft kann man sehr lange von der Substanz leben, besonders in der Pauschalierung.



Trulli antwortet um 09-01-2011 20:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
Ich bin pauschalierter Landwirt, es stimmt auch das man viele Rechnungen im pauschaliertem Betrieb unterbringt!
Der einzige Grund warum ich nicht freiwillig optiere ist der, ich würde weniger SVB Beiträge bezahlen, genau das wirkt sich auf die spätere Pension aus!
Ich will gar nicht weniger SVB Beiträge bezahlen, denn nach diesen wird die spätere Pension berechnet!
Ich hätte keine Angst, würde die Pauschalierung fallen!
Mache es genauso wie jeder andere Betrieb!
Der Gewinn schaut dann eben so aus, das übermäßige Steuerlast vermieden wird!
Und das krieg ich auch ohne Steuerberatung hin!

mfg, trulli


Restaurator antwortet um 09-01-2011 21:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
alles g'scheite worte liebe leute die leider an den tatsachen genau null ändern :(
das problem ist, dass derzeit bei den sozialisten leute zwischen 40 und 60 sitzen, solche die politisch in einem umfeld aufgewachsen sind, welches durch sozialisten der vor- und kriegszeiten geprägt war. einer zeit als es wirklich viele misstände gab die es sich zu bekämpfen lohnte.
heute ist das alles relativ sinnentleert, neue aufgabengebiete haben sie nicht gefunden und so versuchen sie jetzt auf biegen und brechen den alten klassenfeind (beamte, bauern, lehrer), also das typische stammklientel der övp, doch noch zu besiegen.
die werden keine ruh geben bevor net alle kinder in der zwangstagsschule sind, beamte sichtbar leiden und ihrem auftrag zu dienen ordentlich nachkommen (speziell die lehrer) und die bauern ordentlich bluten.
glaubt's ihr die haben vergessen, dass sie "arme" arbeiterkinder der 60er und 70er waren und unsereins schon mit grundbesitz aufgewachsen ist?
manchmal glaub ich: je g'studierter, desto depperter.


m.josef@gmx.at antwortet um 09-01-2011 21:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
1000prozentig getroffen gratuliere, Restaurator


Josefjosef antwortet um 09-01-2011 21:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
Hallo Trulli,

bist du sicher, dass du von den von dir einbezahlten Beiträgen für die Pension
alles zurückbekommen wirst? Ich glaube, das ganze Pensionssystem wird eines Tages
in sich zusammenfallen und unfinanzierbar sein. Außer die gnädigen Herrn Politiker können sich zu einer großartigen Reform durchringen. Aber: Politiker denken nur mehr an Wahlen und eigenes Geldtascherl ,nicht an Lösungen für große Probleme.
Politiker sind meiner Meinung für Vieles unnötig geworden. Experten-Entscheidungen für Lösungen, Umsetzungszwang und Kontrollen wären wohl effektiver. Aber das wiederspricht
der sogenannten Demokratie, oder was immer das sein mag, was wir jetzt haben.


Trulli antwortet um 09-01-2011 22:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
Nein, Josefjosef!
Ich bin mir nicht sicher das ich die Pension später so bekomme wie sie jetzt errechnet wird!
Aber ich glaube zuvor wird jede private Pensionsvorsorge kippen!

Ich denke, das die staatliche Pension doch die sicherste sein wird!
Die Frage ist nur die, ab wann wird man zukünftig Pensionszahlungen in Anspruch nehmen können, und in welcher Höhe.....

Ich gehe davon aus, je mehr ich jetzt leiste, desto mehr werde ich auch zurückbekommen!
Wenn nicht, dann schade um das Geld das ich jetzt auch anderwertig auszugeben wüßte...
(z.B. siehe Bild :-)
Wer weiß das schon....

mfg



teilchen antwortet um 09-01-2011 22:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...

@Restaurator

Na, Du haust aber ordentlich auf den Putz mit Deinem Urteil über die Roten.
Dieselbe Ideologieverbissenheit, die Du den Roten unterstellst, ließe sich in mindestens derselben Intensität bei der schwarzen Reichshälfte (sagen wir eher: Reichsviertel) feststellen.
Für Dich kommt halt alles Nachteilige von der SPÖ, darin unterscheidest Du Dich nicht von denen, über die Du urteilst.
Finde Deine Polemik nicht hilfreich.



biolix antwortet um 09-01-2011 22:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
Na ja teilchen, das sit es wohl und dann sitzen sie wieder beim Heurigen udn teilen sich die "Pfründe" und Posten auf..;-(

Aber da bin ich mal bei rusticus, abschaffen natürlich nicht die Pauschalierung für kleine Betriebe, aber warum wird in Zeiten wie diesen , wo wir wissen das wir alle sparen müssen, wenns Banker, Beamte etc. schon nicht tun, die Einheitswertgeschichte und das andere als Erfolg verkauft werden. Da braucht man sich nciht wundern das die AK wieder auf springt...

lg biolix


sisu antwortet um 09-01-2011 22:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
Na restaurator wenn die sozialisten so böse sind und nur auf die övp losgehen, dann gehe doch zur övp und beschwere dich denn die haben den landwirten den ganzen scheiß eingebrockt.


teilchen antwortet um 09-01-2011 22:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...

Für mich ist das seltsam, dass schwarze Politiker eine Schlechterstellung der Bauern durchgesetzt haben.
Sie kostet laut Euren Informationen für viele Bauern mehr Steuern und mehr SV-Beiträge also ohne Pauschalierung.
Viele Bauern würden ohne Pauschalierung besser aussteigen und würden weniger Abgaben zahlen oder bekämen Geld zurück.
Auch die Schlechterstellung durch fiktives Ausgedinge.

Regt sich da kein Bauer auf? Oder schon gar kein Bauernvertreter?
Ist die AK jetzt die einzige auf der Seite der Bauern?
Wie passt das zusammen?



teilchen antwortet um 09-01-2011 22:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...

@rusticus

Die kleine.at zitiert Werner Muhm, dass ein Landwirt bis 100ha Ackerland keine Einkommensteuer zahlt.
Gibt es 100ha-Ackerbaubetriebe, die keinen Gewinn >11.000,- Euro abwerfen?



Restaurator antwortet um 09-01-2011 22:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
@teilchen:
natürlich gibt es ähnliche dinge auch bei der övp, siehe wie manche (viele) unternehmen mit ihren arbeitern umgehen, mit jenen die letztlich ihr grosses kapital heranschaffen. aber darum geht es hier nicht. hier tritt das hässliche gesicht der linken zum vorschein. das auch die rechte hälfte und die mitte ein hässliches gesicht haben ist mir schon klar.
@sisu:
bei der övp beschwer ich mich sicher nicht, dazu ist sie mir viel zu sehr von der sogenannten freien wirtschaft und aufstrebenden jung-g'schaftlhubern unterwandert.


84ZX antwortet um 09-01-2011 22:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
teilchen

bei übermechanisierung, großer gebäude-AFA, und sämtlicher abzugsposten - ja.

100ha ist eine one-man show.

zeig mir einen kleinunternehmer, der ekst zahlt.

du machst mmn. den selben fehler wie alle neider - du verwechselst besitz mit einkommen, das daraus entsteht.

bei veräußerung sieht die sache anders aus, ja.

mr.x


Trulli antwortet um 09-01-2011 22:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
Von der Sozialversicherung mal abgesehen, rein steuerlich betrachtet ist man mit der Pauschalierung eindeutig im Vorteil!
Ausgenommen es wird viel investiert (z.B. Stallbau), sieht die Lage wieder ganz anders aus...

mfg


rusticus antwortet um 09-01-2011 23:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
@teilchen

wenn ein werner muhm das gesagt hat, zeugt das nur von polemik ohne sachkenntnis!

natürlich kann es 100ha-ackerbaubetriebe geben, die keinen gewinn abwerfen. es gibt ja auch megakonzerne, die keinen gewinn abwerfen, oder???

aber in dieser diskussion geht es ja um die pauschalierungs-verordnung. dabei kann ein 100ha-betrieb einen ehw von 50.000 oder auch 150.000 haben.
39% werden als pauschaler gewinn angenommen. davon werden sv-beiträge, bezahlte pachtzinse, ausgedingelasten und schuldzinsen abgezogen und dann über den est-tarif versteuert.
das mag bei manchen ein vorteil sein, viele aber würden ohne pauschalierung besser fahren.





Christoph38 antwortet um 10-01-2011 09:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
Man sollte die Thematik dort einordnen, wo sie hingehört, nämlich zum politischen Marketing.

Die Arbeiterkammer macht einen Wirbel gegenüber ihren Mitgliedern, wo ein Gutteil die Privilegien der Landwirtschaft gerne glaubt. So verkauft die AK ihren Mitgliedern den eigenen enormen Einsatz für Gerechtigkeit wie man sie selber definiert.

Dabei wird gerne noch suggeriert, dass Pauschalierung und Steuerbefreiung dasselbe sind oder ein unsachlicher Bezug von Vermögen (Einheitswert zu Verkehrswerten) und Einkommenssteuer hergestellt.

Fest steht dass bei der Budgeterstellung im Landwirtschaftsbereich genauso gekürzt wurde, wie in den meisten anderen Bereichen.


Interessierter antwortet um 10-01-2011 09:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
tja, Christoph und Teilchen ist in ihrem Wunschdenken gleich auf den Zug aufgesprungen ;-)


walterst antwortet um 10-01-2011 09:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
Ich hab da eine ganz andere Theorie: In der Stmk sind in drei Wochen LWK-Wahlen und die stärkste Fraktion hat die AK um Unterstützung gebeten. Nämlich die Bauern wieder mal ordentlich aufzuschrecken und Ihnen drastisch vor Augen zu führen, was ihnen angeblich blüht, wenn sie es wagen sollten ihre Wahltraditionen zu ändern. Und die AK spielt da gerne mit.
War ja in Salzburg auch so, dass vor der Kammerwahl eine selten dämliche Meldung von der AK gekommen ist.


Gerhardkep antwortet um 10-01-2011 10:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
Ein Teil der selten Bedacht wird ist das Betriebseinkommen nicht gleich dem eines Arbeiters oder Angestellten ist im bezug auf eine Person.
Bei uns am Betrieb sind zB. Rund 3 Arbeitende Personen mit gut 6000 Std Arbeitszeit beschäftigt.
Arbeiter und Angestellte vergl. das mit ihrem Einzeleinkommen.
In der Einkommensteuer könnte ich locker mit 3 mal den 11000.-Einkommensteuerfreibetrag leben.
Die LW ist also eher mit dem Gewerbl. Systemen zu vergl. als mit Arbeitern u. Angestellten.



teilchen antwortet um 10-01-2011 20:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...

Quatsch, Interessierter.
Mir ist suspekt, dass die AK Vorteile vermutet, wo Ihr nur Nachteile seht, aber aufregen tut Ihr Euch darüber auch nicht.
Bevor ich mir eine Meinung bilde, will ich mir alle Seiten anhören.

Wenn schon Wunschdenken, dann dass alle Bauern zumindest E-A-Rechnung machen, dann gibts auch keine solchen Unterstellungen von anderen Berufsgruppen.
Diesen Wunsch bzw. diese Forderung lese ich aus mehreren Beiträgen hier heraus.



Josefjosef antwortet um 10-01-2011 20:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
ich habe vor kurzem mit einem Mitarbeiter der SVA der Bauern telefoniert, weil ich ein paar Fragen hatte. Auch kamen wir zum Thema Beitragsgrundlagenoption gemäß §23 Abs. 1a B S V G. Er sagte es frei heraus, dass die meisten Landwirte österreichs, wenn sie diese Variante wählen würden, nur mehr den Mindestbeitrag für die Kranken- und Pensionsversicherung zahlen müßten. Ich glaube, das wären nur ca. 195 Euro/ Monat und Betriebsführer. ( bitte berichtigen, falls nicht stimmen sollte) Natürlich würde das auch die Pension schmälern.
Ein pauschalierter Betrieb mit ca. 20000 Euro EHW wird je nach Lage ca. 8000 Euro/ Jahr an die Sozialversicherung zahlen müssen. Es kann auch wesentlich mehr sein, wenn er guten Boden hat. Steuerlich wird dem Betrieb in der Pauschalierung ein Gewinn von 39% vom EHW
angerechnet. Das wären hier 7800 Euro. davon wird die Sozialversicherung aber erst abgezogen. Was bleibt übrig?...............richtig, ein minus.
Allein diese RG zeigt auf, dass da etwas nicht stimmen kann.
entweder ist das Finanzamt zu blöd, und holt sich zuwenig von den Bauern, oder die Versicherungsbeiträge sind um Welten zu hoch.
Bitte um Berichtigung, wenn ich falsche Zahlen verwendet haben sollte.
danke.





teilchen antwortet um 10-01-2011 21:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...

@84ZX

Nein ich verwechsle nicht Besitz mit Einkommen.
Aber es macht mir nichts aus, unterschätzt zu werden...

Ich kenne genug Ein-Mann- oder Ein-Frau-Unternehmen, meist Beratungsunternehmen, die mehr als 11.000,- Einkommen haben und daher Einkommenssteuer zahlen.
Natürlich fallen sie daher nicht mehr in die Kleinunternehmerregelung.
Wenn die keinen Gewinn machen würden, dann wird das für die Finanz schwierig zu erklären.
Wie finanzieren sie ihre privaten Lebenshaltungskosten, wie Wohnungsmiete, Energiekosten, Privatauto, Verpflegung, Kleidung... Das sind alles keine betrieblichen Ausgaben, die sich abschreiben ließen.



biolix antwortet um 10-01-2011 21:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
danke josefjosef, du hast schon recht.. das wird keiner wiederlegen können.. ,-))

darum ists ja so wenn man "neoliberal" udn "turbokapitalistisch" denkt, muss man Einstein recht geben, nur wenn das alles machen ist das System tot, aber darauf läufts sowieso hinaus, und Schuld haben am Schluss wieder alle Anderen.. ;-(

lg biolix


Josefjosef antwortet um 10-01-2011 22:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
Ja das System stirbt so und so. Auf die eine Art gehts eben ein bisschen schneller. :-)
Es muß nicht soo lange leiden.
Im Ernst: Was glaubt ihr, wenn bis in 20 Jahren nochmal die Hälfte der jetzigen Landwirte aufgeben. Wer kann, geht ehestmöglich in Pension und verpachtet. Die wenigen
noch aktiven Bauern sollen das System erhalten können? keine Chance, glaub ich.
Der Staat wird dann viel mehr zuschießen müssen, als bisher. Das kann er sich aber bald auch nicht mehr leisten.
Was mir zu denken gibt, ist folgendes: Die jetzt arbeitende Bevölkerung bezahlt ihre Abgaben für Pensionsversicherung. Dieses Geld wird aber nicht mehr angelegt und verzinst sich in irgend einer Form, sondern es muß gleich wieder an die jetzigen Pensionisten ausbezahlt werden. Es gibt diese Reservern nicht mehr, dass ich rel. sicher sein kann, später auch Pension zu erhalten. Wir zahlen nicht mehr für unsere Pensionen ein, sondern für jene, die sie jetzt erhalten. und wir müssen hoffen, dass es später, wenn wir in den Ruhestand gehen wollen auch noch Menschen da sind, die arbeiten und uns die Pension sichern.
Unwohl ist mir dabei schon.


Fallkerbe antwortet um 29-08-2011 12:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...

Bauernbund droht SPÖ mit Flut an Verfassungsklagen
Zitat

Eine gewichtige ÖVP- Organisation schlägt in der Steuerdebatte eine schärfere Gangart gegenüber dem Regierungspartner ein. Lenke die SPÖ bei diesem Thema nicht ein, werde man sich eine ganze Reihe von Verfassungsklagen überlegen, warnte Bauernbund- Präsident Fritz Grillitsch im Gespräch mit der APA.

Sollte etwa die Arbeiterkammer mit ihrer Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof gegen Steuererleichterungen für die Landwirtschaft Ernst machen, könne man dies ebenso bei der Befreiung der ÖBB von der Grundsteuer tun. In der Ankündigung der Volksanwaltschaft, den umstrittenen Kastenstand in der Schweinezucht notfalls mit einem Gang zum Verfassungsgerichtshof abzuschaffen, sieht Grillitsch die SPÖ bzw. den von ihr gestellten Gesundheitsminister Alois Stöger ebenso dahinter, wie etwa im Vorgehen der AK gegen die Budget- Maßnahmen des einstigen Finanzministers Josef Pröll zugunsten der Landwirtschaft.

Wenn es die Aufgabe der Bundesregierung sei, ständig mit Verfassungsklagen zu agieren, werde man eben auch so vorgehen, droht Grillitsch. Eine Beschwerde, welche die ÖBB treffen würde, sei nur eine von vielen möglichen Maßnahmen.

Auch die jüngsten Signale der SPÖ in der Steuerdebatte stören Grillitsch massiv. So sei der erneute Ruf nach Vermögenssteuern eine "unsinnige Aussage", die vielleicht aufs erste gut klingen möge. "Mit uns wird es keine neuen Eigentumssteuern geben", wiederholt der Bauernbund- Chef die ÖVP- Linie, andernfalls sei der Wirtschaftsstandort Österreich gefährdet. Vielmehr verlangt Grillitsch - wie Finanzministerin Fekter es bereits angedacht hat - eine Pauschalierung des Steuersystems, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen.

zitat ende



Faltl antwortet um 29-08-2011 17:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
mir kommt vor als habe eine Maus mit der Faust auf einen Eichentisch gehaut, aber wie! Grillitsch der eine verschwindend kleine Minderheit vertritt wird doch nicht im Ernst glauben was er hier sagt?


Franz S. antwortet um 01-09-2011 12:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich finde das ungeheuerlich...
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/689848/Bauernbund-gegen-AK_Das-ist-Brutalitaet?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/index.do

Ein trefflicher Artikel!




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