Die gößten Ausgabe

Antworten: 33
  01-01-2011 10:02  pek
Die gößten Ausgabe
Hallo,

ich habe einen Ackerbaubetrieb und das meiste Geld bekommt von mir die Sozialversicherung und die Treibstoffhändler (inkl. PKW) - Wie sieht das bei euch aus ?

Alles Gute im neuen Jahr.

  01-01-2011 11:00  mulcher
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Hallo

Das mit der Sozialversicherung stimmt sicherlich. Beim Diesel dagegen kannst du schon selber entscheiden ob du den Boden mit viel Diesel (Pflug) oder mit nicht einmal halb soviel Diesel (Minimal 5cm) bearbeitest.

Also nicht beklagen sondern nach Einsparungsmöglichkeiten suchen.

mfg mulcher

  01-01-2011 11:04  fgh
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Eindeutig Sozialversicherung, die Sozialversicherung können nur die Betriebsmittel in Summe (Diesel, PSM, Dünger) übertreffen....

  01-01-2011 11:13  Hirschfarm
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Mit großem Vorsprung siegen die Pachtzahlungen vor Sozialversicherung und auf Platz drei liegt der Dünger!
mfg


  01-01-2011 11:19  Woodster
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Na sowas,

es gbit nicht nur extrem hohe Steuern auf den Spritpreis, auch die Sozialversicherung ist sauteuer?

Dämmersts da einigen vielleicht?...

  01-01-2011 11:23  fgh
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Da dämmerts schon lang.... aber helfen tut auch nichts...

  01-01-2011 11:38  Woodster
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und warum machen die Leut dann die Kreuzerln immer am gleichen Fleck?

  01-01-2011 11:45  sisu
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Obwohl ich keinen Ackerbauberieb habe sind bei mir auch die größten Ausgaben die Sozialversicherung und die Treibstoffkosten.

  01-01-2011 13:26  rusticus
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habe auch einen ackerbaubetrieb - die größte ausgabe ist die afa.

gutes neues jahr!




  01-01-2011 13:34  fgh
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Die AFA ist keine Ausgabe, sondern ein Aufwand.... Bei Ausgaben fließt wirklich Geld bzw. sollte Geld fließen sowie bei Einnahmen...

@Woodster:
Naja, ob das woanders Kreuzerl machen was hilft, würde ich nicht wagen zu behaupten, auf jeden Fall ist es besser als zuzusehen. Ich bin halt keiner der gegen über ein System schimpft, es aber immer wieder selbst wählt.

  01-01-2011 13:36  Fendt312V
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Hallo rusticus, bei meinem Ackerbaubetrieb ist es wahrscheinlich auch die AFA. 10 m2 Garten und neue Umrandungen mit einem neuen Spaten, kann ordentlich die Buchhaltung auseinander bringen. Dieses Jahr fängt ja gut an, die AFA steht für dieses Jahr schon drinn.
Gruss

  01-01-2011 13:40  Haa-Pee
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bin auch die letzten tage intensiv mit meiner buchhaltung beschäftigt da während des jahres da eher weniger zeit ist.

sozialversicherungsausgaben sind keine direkten betriebsausgaben ihr scheisserl!
darum kann man diesen posten auch nicht als grösste betriebsausgabe deklarieren!kapito?

als mehrheitlich pauschalierte landwirtn zahlst lieber sozialversicherung als, Est da nach dem umlageprinzip ja ein höheres sozialversicherungsvermögen daraus erwächst!

(pension.erwerbsunfähigkeitsrente,unfallrente)

meine grössten aufwands und ausgabe posten sind eindeutig AFA ,instandhaltung maschinen und gebäude inkl schmierstoffe.
dannach folgen schon die treibstoff und energiekosten.

pachtzahlungen nehmen bei mir eine untergeordnete rolle ein da ich mich auf 3/4 eigengrund bewege und unter 200 € pachte.

die pachtgründe können aber wenns so weiter geht ,zu meiner grössten einkommensquelle werden nachdem sich hier für neuverpachtete flächen mischpreise von 400-750€ /ha etablieren und kein noch so verrecktes grundstück ohne pächter ist!???



  01-01-2011 13:48  fgh
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@haapee:

Die SV sind keine Direktkosten, dass ist schon richtig, aber die AFA, Instandhaltungskosten auch nicht!

Direktkosten sind Kosten die direkt einem Produkt zugeordnet werden können!

Gerade weil die Sozialversicherung nicht direkt einem Produkt zuordnenbar ist, ist sie je nach Situation die größte Betriebsausgabe.

Die AFA zählt in der Buchhaltung auch nur zu den Aufwänden, nicht Ausgaben, Ausgaben werden bezahlt!

  01-01-2011 13:57  Haa-Pee
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fgh danke für die aufklärung nun kläre ich deinerseits auf!

lies und schau genau ich habe nicht explizit afa ,instandhaltungskosten als direkt kosten oder ausgaben deklariert sondern den sammelbegriff meiner "aufwands und ausgabe posten" geschaffen und aufgezählt.

der grösste kostenblock dürften aber generell die opportunitätskosten sein vorallem wenn die landwirte auch ihre eigene eingesetzte arbeitszeit mit einem multiplikator versehen....



  01-01-2011 14:00  fgh
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@haapee:
Okay, dass du vorbildlich auch "aufwand- und ausgaben" geschrieben hast, hab ich überlesen, dass macht meinen Beitrag gegenstandslos.
Mit dem größten Kostenblock kann ich dir auch nur recht geben.

  01-01-2011 14:08  Haa-Pee
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fgh eine andere frage?

da du in deiner beschreibung auch von der holunderernte berichtest.

welche sorte?(haschberg oder andere?

welche abnehmer?

generell aufwand und ertrag einer holunderplantage aus der praxis!?



  01-01-2011 14:14  fgh
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Sorte, grundsätzlich nur Haschberg bis auf einen 0,37 ha großen Ausrutscher von dem aber bereits 0,3 ha zu einem Versuchsfeld umgestellt wurden.

Weitere Details gibt's nur wenn du mir eine Mailadresse gibst....

  01-01-2011 14:17  tristan
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Ähm - Ihr wisst aber schon, das die Sozialversicherung eine Privatausgabe ist und absolut nichts mit dem Betriebsergebniss zu tun hat.

  01-01-2011 14:26  fgh
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Nein ist es nicht! Wenn du bei einer GmbH angestellter Geschäftsführer bist zahlt die SV auch die Firma bzw. sie wird dir vom Lohn abgezogen.

Bei pauschalierten Landwirten wird sie halt pauschal abgezogen, bei anderen wird sie anhand vom Einkommen berrechnet...

Nachsatz, müsstest du die SV auch zahlen wenn du keine Landwirtschaft hättest....

  01-01-2011 14:35  179781
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Abseits der Diskussion ob Aufwand, Ausgabe oder sonstwas die SVB ist, muss sie doch ein jeder jedes Jahr bezahlen. Und trotzdem es eine "Privatausgabe" ist, sollte man das Geld dafür doch in der Landwirtschaft verdienen, muss also vomlandwirtschafltichen Betrieb "ausgegeben" werden.
Bei uns in der Gegend ist es so, dass aufgrund der hohen ha-Sätze die SVB gerade für kleinere und mittlere Betriebe eine echte Belastung ist. Daher stellen auch manche von denen auf Betragsgrundlagenoption um, meistens die, die recht genau rechnen. Da ist die ganze Geschichte mit der Pauschlierung bei der Einkommenssteuer nicht viel wert. Wenn die die Einkommenssteuererklärung mittels entsprechender Aufzeichnung machen, dann schneiden sie beim FA oft schon besser ab und bei der SVB kommt eine wesentlich niedrigere Zahlung raus.
Ich habe auch das Gefühl, dass sich die Standesvertretung deshalb so für die Puaschlierung einsetzt, weil sonst u. A. die SVB in massive Schwierigkeiten kommen würde.

Gottfried

  01-01-2011 14:41  Haa-Pee
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richtig tristan das wurde von mir auch bemängelt dass das keine direkten betriebsausgaben sind.

aber sozialversicherungsaufwand ist auch kein reines "privat vergnügen" da es auch betriebsgewinn mindernd wirkt!
das aber nur bei steuerlichen aspekten.

aber generell kann man die sozialausgaben nicht völlig ausser acht lassen denn niedere sozialversicherungsbeiträge in relation zum betriebsgewinn erhöhen in direktem ausmass die eigenkapital bildung des gesamt betriebes.

es gibt da eben mehrere möglichkeiten.

  01-01-2011 14:50  joholt
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Das mit der sv abgabe mag schon stimmen das sie ein großer brocken ist aber wenn ich mir die kosten zusammenrechne die die svb mir mir hatte reha unfallrente betriebshilfe dann kann ich über 10 jahre locker diesen beitrag leisten.
mfg

  01-01-2011 15:48  fgh
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Mit mir hat die SVB-Kosten von gleich null,da ich beim Arzt zwischen drei Krankenkassen wählen darf und meistens wirds die GKK weil es bei der keinen Selbstbehalt gibt...
Natürlich hat ich noch keinen Unfall und musste noch nie Betriebshilfe nehmen, ich hoffe auch das mir keiner passiert, aber wenns passiert habe ich schon ziemlich viel ohne Gegenleistung bezahlt, drei Jahre mache ich das ja schon...

  01-01-2011 17:14  Interessierter
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die Bauern zahlen aber auch nur mehr einmal den Behandlungskostenbeitrag von 8,27 Euro pro Quartal, sonst keinen Selbstbehalt mehr beim Arztbesuch ?

  01-01-2011 19:29  Woodster
Die gößten Ausgabe

mit der Buchhaltung ist das so eine Sache. Ob pauschaliert, einfache Einnahmen-Ausgaben Rechnung oder Doppelte Buchhaltung - es ist immer die Frage:

Welche Kosten und Erträge ordne ich wie zu, damit ich am Ende des Tages zur Kostenwahrheit komme.

Ob das jetzt Aufwendungen sind, die ich als Betriebsaufwand habe, oder Afa, die Kosten für Abschreibung sind - also defacto auf die Nutzungsdauer aufgeteile Kosten - ist eigentlich egal
Die Summe der Aufwendungen sind zu betrachten. Was dann unterm Strich bleibt ist entscheidend.




  02-01-2011 03:22  rusticus
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@ karotte

wen willst du hier belehren?
die begriffsdefinition für "afa" und wie sie entsteht mag ja für den einen oder anderen pflichtschüler hier recht interessant sein...

wie aber kommst du darauf, dass die jährl. afa für wirtschaftsgüter 10% beträgt????

ich bin sicher kein buchhaltungs-einstein, aber soviel weiß ich, dass sich die afa aus der nutzungsdauer ergibt (ausg. geringwertige wirtschaftsgüter und 30% vorzeitige afa für anschaffungen bis 31.12.10, etc.)

übrigens: sv-beiträge errechnen sich immer vom einkommen - auch bei pauschalierten landwirten. und sehr viele zahlen nach pauschal ermitteltem einkommen sicher mehr an die svb als sie nach tatsächlichem einkommen müssten. klaro?






  02-01-2011 08:20  mostilein
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hallo bei mir is sicher der treibstoff teurer als die sozialversicherung
wir fahren 2 traktoren dreit autos und an mähtrak alles mit diesel
ja und dann wären ja noch div lagerhaus und futtermittelrechnungen nicht zu übersehn


  03-01-2011 19:39  rusticus
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@ karotte

dein vorschlag eines forums für bw u. steuerrecht gefällt mir! allerdings müsste es als "suderfreie zone" ausgestaltet werden...

deine (leider richtige) feststellung, dass das sowieso keinen interessieren würde ist ein trauerspiel und wahrscheinlich die wurzel so manchen übels einiger forumsteilnehmer.



  03-01-2011 19:51  Fallkerbe
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meine größten ausgaben 2010 waren

1. Gebäudeinvestition
2. Rohstoffeinkauf
3. Gewinnentnahmen für den Privatverbrauch


erst danach kommen dann irgendwo Sozialversicherung usw.
Aber da frage ich mich schon wirklich, ob wirklich so viele mehr Geld an die SVB überweisen als sie für sich+Familie privat verbrauchen?






  03-01-2011 20:16  tristan
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@rusticus schrieb:
übrigens: sv-beiträge errechnen sich immer vom einkommen - auch bei pauschalierten landwirten. und sehr viele zahlen nach pauschal ermitteltem einkommen sicher mehr an die svb als sie nach tatsächlichem einkommen müssten. klaro?

Ich sehe das anders:
Bei der pauschalen Gewinnermittlung werden die Ausgleichszahlungen, welche oft mehr als 50% des Einkommens ausmachen, nicht berücksichtigt.
Wird das Einkommen mittels Buchführung ermittelt, muss auch für die wohlverdiente, hart erarbeitete Ausgleichszahlung ein Beitrag an die SVB abgeliefert werden.

Fazit: Hände weg von der Buchführung für die SVB, kann nur teurer werden. So schlecht ist das System der Svb für die Bauern gar nicht, trotz der Geschenke für die Bauern mit guter Flächenausstattung und Benachteiligung der Kleinen. Aber egal, ich bin da ca in der Mitte, also kann´s mir egal sein.
hde Tristan

  05-01-2011 19:24  pek
Die gößten Ausgabe
Hallo,

also wenn meine SV - Beiträge nach dem Gewinn ermittelt würde - so wie bei allen anderen auch würde ich nur 1 / 6 von den tatsächlichen Beiträgen bezahlen - werde aber heuer die höchstbeitragsgrundlage erreichen daher steige ich in kein anderes System um.

Traurig stimmt mich wie wenige eigentlich wissen was der Einheitswert wiederspiegeln sollte