Antworten: 24
ast99 28-12-2010 09:47 - E-Mail an User
Grenzsteine
Hallo an alle!
Unlängst erzählte mir ein Pensionist, dass die Grenzsteine in der Landwirtschaft ca. 0,5 m tiefer
" versichert " sind! Er sagte etwas von 4 kleinen Steinen um den sichtbaren Grenzstein! Laut Wiki sogenannte " Zeugen ".
Weis von euch jemand mehr darüber ?


Fallkerbe antwortet um 28-12-2010 10:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine

Hallo,

In unserer Gegend hat man (fallweise) unter den Grenzstein noch zerschlagene Keramik, also zerbrochene Tassen, Teller oder dergleichen beigelegt.
Das Material war gratis und ist sehr haltbar. Ausserdem ist dann im Bergwald klar, das diese "abfälle" ganz bewusst hier deponiert wurden.
Das hat uns auch schon geholfen, unklare Grenzsteine zu identifizieren.


mfg


josefderzweite antwortet um 28-12-2010 11:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine
meist Glasscherben, porzellan, noch ein großer Stein, ... heute Kunststoffzeug oder richtig vermessen



AntonM91 antwortet um 28-12-2010 12:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine
Um mir die Sucherei nach Porzelan zu sparen, schlagen wir immer 1/2Meter unter dem Grenzstein ein dickes EisenRohr welches recht leicht mit dem Metalldetektor zu finden ist!



josefderzweite antwortet um 28-12-2010 13:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine
anton

ja eisenrohr ist sicher schon mal viel besser als glas.

für die etwas unguten grenznachbarn nehme ich ein 1m langes eisenbahnschienen stück und für die ganz unguten grenznachbarn wird sofort vermessen + schiene


wernergrabler antwortet um 28-12-2010 13:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine
Hallo!

Am besten so, dass sie nicht überrückt werden können, oder so dass der Nachbar ihn nicht sieht.

Meine Holzstecken bekommen (obwohl sie neben bzw. über dem Stein eingeschlagen werden) auch immer Füße.

Ist aber oft schnell zu klären. =)

mfg
wgsf


tristan antwortet um 28-12-2010 13:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine
@Anton
Woher bekommst Du einen brauchbaren Metalldetektor ? Ich habe 5/4 Zoll Rohre zur Grenzsteinsicherung, welche leider immer wieder umgenietet werden. Da wäre so ein Detektor schon eine enorme Suchhilfe.
hde Tristan


monsato antwortet um 28-12-2010 14:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine
Woher bekommst Du einen brauchbaren Metalldetektor ? Ich habe 5/4 Zoll Rohre zur Grenzsteinsicherung, welche leider immer wieder umgenietet


also mich wunderts nicht wenn dir die 5/4 zoll rohre abhanden kommen.

ist doch glatter wahnsinn sowas neben dem grenzstein das sind die mörder der mähdrescherreifen.
auch die 5cm dicken holzpflöcke der mähdrescher ist leider of breiter als die beschi....... feldwege.
und die wenigsten landwirte mähen vor der ernte die grünstreifen vor ihren feldern also sieht das kein mähdrescherfahrer beim besten willen nicht.

vielleicht denkt darann auch ma wer.was unter dem grenzstein ist ist jedem reifen egal aber daneben ist ein PVC schlauch schon viel besser noch dazu in leuchtendem rot oder so ähnlich.


may antwortet um 28-12-2010 14:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine
oft hat die gemeinde einen

ja, bitte keine Reifentöter
habe teilweise Holzpflöcke mit Ketchupdose u.ä. drauf, damit man's sieht.



markus32 antwortet um 28-12-2010 15:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine
@josefderzweite

Bei unguten Grenznachbarn gleich vermessen, dazu meine Frage
Ein Grundnachbar streitet mir immer einen Grenzpflock an er sagt dieser stimmt nicht und wandere immer schön langsam in Richtung sein Grundstück.
Im Herbst machte ich im das Anbot das ich die Parzelle vermessen lasse, seine Antwort darauf war nein er will nicht vermessen.
Ich persönlich will bezüglich Grundgrenze zu meinem Grundnachbarn klare verhältnisse und gut auskommen.
Wenn ich aber Vermessen lasse und mein Grundnachbar akzeptiert die vermessene Grenze nicht stehen wir wieder am Anfang.
Was soll ich in diesem Fall tun? Wer hat diesbezüglich Erfahrungen?
Bei den Grundstück handelt es sich um ein noch nie vermessenes Waldstück.

Danke für Ratschläge
Markus


Jophi antwortet um 28-12-2010 16:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine
Frag mal beim Vermessungsamt nach.



fendt_3090_2 antwortet um 28-12-2010 18:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine
Hallo, Markus.
Laß ausmessen und fertig. Wenn er die Grenzen nicht akzeptiert, hilft nur das Gericht. Ausser du bist auf seinem Grund. ;-)


DJ111 antwortet um 28-12-2010 18:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine
Wenn noch nicht passiert:
Alle Grenzsteine "Grenzkatastermäßig" vermessen.
Diese Position kann jeder Geomter ganz einfach wieder finden und herstellen.


markus32 antwortet um 28-12-2010 18:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine
Hallo fendt 3090 2 ich hätte kein Problem beim vermessen wenn bei mir weniger Grundausmaß herauskommt, was ich will ist eine klare Grenze und meine Ruhe mit meinem Grundnachbarn.
Bei einem Zivilgeometer hab ich mich auch schon befragt der ist natürlich auch für ein vernünftiges ausmessen, er sagte mir auch die Kosten sind von beiden Parteien halbe/halbe zu teilen, aber für einen Eintrag in das DKM (mit Nummern der Grenzpflöcke) ist eine beidseitige zustimmung erforderlich, und die gibt mir mein Grundnachbar nicht. Seine Antwort ist immer nur er sei im Recht.


MUKUbauer antwortet um 28-12-2010 19:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine
sagt mal machen es echt die paar cm aus?
hier gibt´s nur einen der Stöckchen stellt - bei den anderen bleiben die Steine auch so drin - ich bin Gegner bei sowas - hast einen Aushilftsfahrer vom Lohnunternehmen auf dem Drescher drauf einmal nicht aufgepast und der Plattfuß ist fertig -

Rohre dann nur so 40cm hoch sind ja absolut grausam ...

die Streiterein gibt´s hier aber auch nicht...

mfg


josefderzweite antwortet um 28-12-2010 19:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine
markus32

nachdem es beim ersten nachbarn so gut funktioniert hat, habe ich es bis jetzt gesamt 4mal gemacht. jedesmal aber wurde die grenze akzeptiert bzw wieder richtig hergestellt. nach einer vermessung habe ich eigentlich nie mehr probleme gehabt.

aber wenn er es dann nicht akzeptiert....keine ahnung. einklagen? wirklich gute frage was man dann macht. eine rechtsberatung oder eine beratung beim vermessungsamt müsste hier klarheit schaffen.


markus32 antwortet um 28-12-2010 19:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine
Hallo Josef eine Rechtsberatung habe ich von der LWK schon in Anspruch genommen und wurde auch sehr Informative beraten, wurde auch darauf hingewiesen wenn der Grundnachbar nicht akzeptiert, kann das vermessen eventuell nutzlos gewesen sein.



mfj antwortet um 28-12-2010 19:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine


Hallo Markus,

Wenn im gütlichen Weg kein Einvernehmen zu erzielen ist, kann ein Grenzberichtigungsantrag an das Bezirksgericht gestellt werden.

Die Verfahrenskosten hat der jeweilige Antragsteller allein zu tragen, wenn das Verfahren nicht notwendig war bzw. eine außergerichtliche Einigung angeboten wurde.
Wurde der Grenzstreit durch Störung des Besitzes veranlasst, können die Kosten dem „Störenfried“ sogar auferlegt werden.

Das ganze ist aber äußerst heikel und endet oft in unzähligen Zivilprozessen – die „immer bei weiten den Streitwert“ übertreffen.

Wenn momentan keine außergerichtliche Einigung möglich ist, würde ich die Sache vorerst „ruhen“ lassen.
Wichtig ist das bestehende Grenzen so weiterbewirtschaftet werden wie bisher, weil Ersitzung möglich ist. Der Ingenieurkonsulent nimmt in der Regel ein „Mix“ aus Kataster, vorhandenen Zeugen, Naturverläufen und Bewirtschaftungslinien....





biolix antwortet um 28-12-2010 19:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine
hallo !

bin schon gespannt, wenn in 10 jahren z.b. wieder per Flugbilder neu digitalisert wird, und dem "bösen" Nachbarn dann nachgewiesen werden kann das er herüber geackert hat... Werden dann manche auf "Landraub" klagen ? ;-)

lg biolix


mfj antwortet um 28-12-2010 19:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine

...oder wenn man beim "ökologischen (Unkraut)bauern" zuweit rüber gespritzt hat, und "Mutter Erde" auf Jahrhunderte dadurch verseucht hat....;-P

Anhängen möchte ich noch - wo´s Streit gibt....erlegt Geld fast immer die Emotionen.
...ein gutes Angebot - hat noch niemand abgelehnt. Nachbar´s Grundstück einfach kaufen.







tristan antwortet um 28-12-2010 20:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine
@monsato
Bei uns ist die Schnittbreite größer als der Radstand. Also sind die Rohre keine Gefahr für die Drescherreifen. Andersrum wäre es auch blöd, da fährt man sich immer das Getreide nieder.
Wenn er Fahrer so angesoffen ist, dass er ein 1-Meter hohes, rot / gelb lackiertes oder verzinktes Rohr nicht mehr sieht, soll er den Fahrschein abgeben.
hde Tristan


dealer antwortet um 28-12-2010 20:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine
@tristan
1m hohe Rohre sieht man im Mais und bei Sonnenblumen wirklich super????? Besonders in der Nacht leuchten die Rohre ja wie ein Leuchtturm weil ja alle eine Signallampe montiert haben!?! Solange du selbst fährst ist das kein Problem, nur die Lohndrescher wissen eben selten wo was steht! Und beim Dreschen danebensitzen hat bei uns keiner Zeit.
Wirklich sinnvoll sind nur Grenzsteine die max. 10cm über den Boden ragen und das nur am Feldrand.
Haben heuer sehr viel Mais Nachts gedroschen (bis ca.22.00 Uhr).
Übrigens: Die Holmer Zuckerrüben Erntemaschine läuft bei uns rund um die Uhr!!



josefderzweite antwortet um 29-12-2010 10:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grenzsteine
es leben die grenzstreitigkeiten die es auch im jahr 2011 geben wird :-(

bei so einem antrag beim bezirksgericht kann es sich ja auch sicher um jahre handeln. wenn man mit der grenze dann trotzdem nicht einverstanden ist, kann man sicher immer und immer wieder in berufung gehen. herrlich. ewiger grenzstreit von dem die enkerln noch erzählen werden.

bevor es aber zu einem ewigen grenzstreit kommt, wegen einem verkauf anfragen. hat auch schon funktioniert. sie waren aber zufälligerweise pleite, kann daher schon mal teuer werden aber oft nicht so teuer wie ein ewiges verfahren


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