18-12-2010 10:33  irgbauer
Kälteschock
Wie geht es euch in dieser eisigen Zeit bezüglich Wasserabfrieren in den Stallungen etc.?
Hatten gestern -20 Grad und massive Probleme sogar in einem geschlossenen Stall!
Auch heute war es noch sehr frostig, die Tränker sind sehr sensibel, wir müssen ständig auftauen. Und wie schaut es mit den Spaltenböden und mit Schrappern aus? Wir wollen einen Offenfrontstall für ca. 25 Mutterkühe bauen, wie sind die Erfahrungen bei solchen Temperaturen?

  18-12-2010 11:43  Haa-Pee
Kälteschock
da wird dein kälteschock noch um einiges herber ausfallen wennst aus den warmen daunen um 6 uhr früh bei zugigem ostwind den futtertisch tausalzen musst damits dir mit dem mischwagen nicht die "haxen" ausreisst.

offenfrontstall ist eine ausgezeichnete stallbauformen vorallem in gemässigten klimazonen....

wie heisst scho schön lieber beim melken zittern ,als beim schuldenrückzahlen schwitzen...;-)

  18-12-2010 12:13  steyrm9000
Kälteschock
Hallo!

Eine erhliche Meinung von mir:

Haben 2007 einen neuen "Kaltstall" für unsere Mutterkühe gebaut und kann dir sagen das dass im Sommer eine super Sache ist (haben isolierte Dachpaneele drauf) aber im Winter wird es dann immer spannend...
Folgendes passiert ab ca. -10 Grad Außentemp.
Die Spalten frieren zu (ist momentan kein Problem erst wenn wieder alles auftaut-sehr viel Dreck)
Entmistung mit Breitschieber wird langsam aber stetig zum Problem (so ab -13 Grad) weil alles anfriert, also dann wird 3-4mal ausgemistet pro Tag, außerdem gibt es dann im Schwemmkanal Probleme da ja nur mehr gefrohrener Mist nachkommt...
und das Wasser friert ab ca. -15 Grad Außentemp. ein trotz geheizten Wannen.

Also wie schon erwähnt, ein Kaltstall oder Offenfrontstall ist in gemäßigten Zonen sicher OK. aber wie es bei mir ist im Mühlviertel auf 850m Seehöhe würde ich keinen mehr bauen!

Mein Tipp: viel ansehen aber bei den Aussagen der Berufskollegen kritisch bleiben!
Und immer daran denken...den Tieren ist es egal wie kalt es ist, aber du musst dort dann Arbeiten!
Weiters sehe ich noch als Problem das die Tiere bei kälte mehr für die Erhaltung benötigen, das ist für mich, gerade bei Milchviehbetrieben ein widerspruch dich ja diese auf Leistung setzen.
Außerdem wird es für die Tiere gefährlich weil dann alles eisig wird im Stall und Salzstreuen etc. ist für Beton und Entmistung auf dauer nicht "gesund".

Sollte mir noch etwas einfallen oder habe ich was vergessen schreibe ich noch einen Beitrag!

Das ist meine ehrliche Meinung zu dem Thema, wie gesagt in unserem Gebiet!

Ich werde deshalb auch versuchen meinen Kaltstall auf einen "Warmstall" umzubauen - soll heißen: das es auch bei - 25 Grad Außentemp. und Wind im Stall MAX. -5 Grad hat...alles andere ist für mich nicht mehr vertretbar!

LG.


  18-12-2010 12:21  irgbauer
Kälteschock
Danke für eure ehrlichen Meinungen,weil wenn man die Berufskollegen so fragt sagen dir die meisten nicht die Wahrheit. Was ist wenn ich den Stall auf der offenen Seite mit Curtains bestücke, das ist doch sicher ein gewisser Kälteschutz? Das es den Tieren nicht zu kalt ist sieht man weil auch bei den gestrigen Extremtemperaturen waren sie hauptsächlich im Auslauf. Aber Wasser ist lebenswichtifg und wenn das dauernd friert ist es ein "Schmarrn".
Wir können nur auf wärmere Zeiten hoffen, allerdings- der Winter hat erst angefangen!


  18-12-2010 12:39  steyrm9000
Kälteschock
Curtains sind meiner Meinung nach nur ein Windschutz, aber Kälte? es wird ja nichts isoliert...

Stimmt, denn Tieren ist es egal! Meine halten sich auch viel im Auslauf auf, wenns Windstill ist und die Kälte trocken ist...

Bevor wieder einer kommt und sagt ich bin vom alten Schlag...möchte nicht in einem alten, stickigen Stall sein (wo möglich noch in Anbindehaltung) da ist mir die jetztige Situation noch lieber! - will hier niemanden angreifen!!! Das sollte vorher klar gestellt sein!!!

Wie gesagt versuche jetzt das reinfrieren in denn Stall stark zu reduzieren...ist meiner Meinung nach der beste Kompromiss!

Man macht halt immer wieder Fehler im Leben, vor allem wenn es wie bei uns eine komplette Systemumstellung war (Anbin-Laufstall usw.) - da wäre man froh wenn man sich auf Berufskollegen und diverse Berater verlassen könnte - in meinem Fall war es nicht so!

LG.

  18-12-2010 12:54  Tyrolens
Kälteschock
Windschutz ist sehr wichtig. Wer in einer zugigen Gegend wohnt, sollte nicht drauf verzichten. Ich war in den letzten Tagen in einigen Warmstellen. Das sind Tropfsteinhöhlen. Dort ein einigermaßen brauchbares Klima hinzubekommen ist sehr sehr teuer.

  18-12-2010 12:56  Haa-Pee
Kälteschock
gratuliere ston150 für die ehrliche einschätzung der eigenen lage auch wenn von der berater seite alle möglichen kaltställe und flugdach konstruktione "wärmstens" empfohlen werden.

wenn ich mir bei den ohnehin geringen gewinnmargen auch noch die zehen und füsse abfrieren muss verzichte ich gern auf das abenteuer bauer sein.....

das zufrieren der spalten und spätere auftauen eine riesen sauerei ist versteht sich von selbst....auch tausalz streuen für die tiere und auch für die betonteile äusserst schädlich ist.

wie gesagt im sommer und frühling und bei sonnenschein von früh bis spät gibt es nichts schöneres als einen offenfront stall.

für die restlichen 200 tage im jahr heissts halt warm anziehen.....

  18-12-2010 13:05  steyrm9000
Kälteschock
Danke!

Habe mir gedacht es gibt schon so viele Leute die einem etwas vorspielen...ich persölich habe nichts davon wenn ich alles schön rede... ich hatte eben das Pech das ich nur mit solchen Leuten gesprochen habe! Bin vielleicht auch etwas selber daran schuld, aber wie gesagt: man möchte sich auf jemanden verlassen können...

"Einfach zum Nachdenken"!

LG.

  18-12-2010 13:17  50plus
Kälteschock
@ston150

Hut ab vor soviel Ehrlichkeit!

Da weiß man, was "Bei meiner Ehr" bedeutet!


lg
50plus

  18-12-2010 13:49  179781
Kälteschock
"wie gesagt im sommer und frühling und bei sonnenschein von früh bis spät gibt es nichts schöneres als einen offenfront stall.

für die restlichen 200 tage im jahr heissts halt warm anziehen....."

Wo bist du denn zu Hause?
Ich habe auch fast alle Tiere im Winter in Offenfrontställen. und Schwierigkeiten mit Kälte gibt es nur ganz selten, mit nasskaltem windigem Wetter manchmal.
Ich würde es eher so formulieren:
An 350 Tagen im Jahr eine gute Stallform, an 15 Tagen kann es unangenehm sein.
Das mit dem Zufrieren der Laufflächen kann man nicht verhindern. Heuer war da bei uns aufgrund vom Schneefall so eine sandige Masse aus Mist und Schnee drauf, die recht gut mit einem Hoftrac zum wegräumen geht. Es ist auch schon vorgekommen, das da eine dicke Schicht zusammengefroren ist. Aber die taut dann wieder auf und nach ein oder zwei Tagen ist der Dreck weg.
Wenn das Wasser wegen 15 Grad minus schon zufriert, dann ist das ein Konstruktionsfehler. Da solten eigentlich der Planer und der Installateur mit dem Auftauen beschäftigt werden, damit sie nächstesmal mehr denken.

Wenn du einen Kaltstall auf Warmstall umbauen willst, dann ist das ein Blödsinn. Das kostet entweder sehr viel Geld oder es wird ein Lauwarmstall draus und das ist auf jeden Fall ein Verhau.Da ist es besser, die Wasserversorgung zu verbessern. Wahrscheinlich mit einer Ringleitung mit Umwälzpumpe und Isolierung/Zusatzheizung der Becken. Und auf allen Seiten des Gebäudes einen ordentlichen Windschutz. Das ist eigentlich die wichtigste Massnahme. Wenn die Geschwindigkeit der Luftbewegung reduziert wird, dann ist es auch bei tiefen Temperaturen nicht unangenehm.

Bei uns sind übrigens die Durchschnittstemperaturen in den Wintermonaten um ca. 2 Grad weniger kalt als im Mühlviertel. Von wegen "um so viel anderes Klima".

Gottfried

  18-12-2010 14:12  Haa-Pee
Kälteschock
lieber gottfried ich komme aus dem zentralraum OÖ und wir haben schon über 40 jahre! freilandhaltung mit weide was ja die letzten jahre erst so richtig propagiert und gefördert wurde.

vor 40 jahre wurden wir für "armselig" angesehen wenns die rinder eingeschneit hat da wurde alles in ställen gehalten drum lieber gottfried glaub uns wir haben wahrscheinlich eine viel längere "aussen klima tradition" als du selber.

aber es gibt da nicht nur vorteile bei dieser haltungsform.

vorallem haben wir schon einige kälberverluste hinnehmen müssen weils einfach zu kalt ist!

persönlich stört mich die arbeit im aussenklima stall wenn andere ins beheizte büro fahren kann ich mich mal polar fit machen bevors los geht vorallem in der früh eine äusserst unangenehme sache.

drum nütz ich auch gern unsere alten warmställe mit richtiger belüftung eine angenehme art im winter zu arbeiten.

  18-12-2010 14:39  steyrm9000
Kälteschock
Danke @ haapee vor allem für das Stichwort "Kälberverluste"!

Naja, der erste verfechter der Kaltstallungen ist schon gefunden...jedem für seinen Standort das richtige - der Kaltstall oder Offenfrontstall ist sicher kein Allheilmittel!

Ich meinte eigentlich eh mehr einen "Lauwarmstall" (siehe: -25 Grad Außen MAX. -5 Grad im Stall) - und das wird sicher kein Verhau - denn ich mache sicher nicht 2 mal die selben Fehler.
Wenn ich 3 oder 4 Wannen die nächsten 30 Jahre mit Strom heizen muss und das ca. 120 -150 Tage im Jahr das kostet ja nichts...?
Außerdem schalte ich lieber den Schrapper ein und es funktioniert als das ich mich bei minus 20 Grad auf den Kabinenlosen Hoftrac setze...und das mit einer Bekleidung wie ein Eskimo! "Einfach zum Nachdenken"

Wie gesagt: es kommt viel auf den Standort drauf an (oft windig oder nicht?)

Windgeschützt ist meine Stallung auch, nur bei 3 Wochen mit -20/-25 Grad kommt die Kälte einfach rein...

Was ich eigentlich sagen wollte: es soll vorallen den Tieren gut gehen aber eben auch den Betreuer (Bauer) - und das kann mir keiner erzählen das er lieber in einen Stall geht wo es -20 Grad drinn hat als in einen wo es 0 Grad hat!
Hier lügen sich viele selber an, und dann auch andere!

Aber wie gesagt: jedem das seine mit der passenden Stallung für seinen Standort!

LG.



  18-12-2010 15:02  179781
Kälteschock
Ich möchte ja niemandem eine bestimmte Stallform einreden. Nur muss ich halt Leuten, die gezielt Unwahrheiten verbreiten etwas widersprechen. Und wenn jemand hier von 3 Wochen minus 20 - 25 Grad schreibt, dann kommt der sicher nicht aus Österreich und Umgebung. Da kommt so etwa höchst selten vor. Und dort wo es vorkommt (Kanada z. B.) gibt es nicht wenige Betriebe, die ihre Tiere komplett im Freien halten. Und die kommen ohne abnormale Tierverluste und so damit zurecht.
Auf vierzig Jahre Erfahrung kann ich nicht verweisen, aber auf 25 Jahre mit Aussenklimalhaltung bei über 100 Stück Rindern schon. Also weis ich, wovon ich rede, weil ich jeden Tag damit zu tun habe.

Deshalb noch einmal: wirkliche Probleme mit Kälte allein gibt es bei uns in Ö nur in einigen extremen Lagen. Ansonsten im Stall nur dort, wo etwas nicht richtig gemacht wird. Und das man für bestimmte Sachen, wie etwa melken, oder kranke Tiere geschützte Bereiche braucht ist auch klar.
Was für ein gutes Stallklima (sowohl für die Tiere als auch für die Leute) wichtiger als Isolierung ist, ist Windschutz. Nur wo es zieht ist es unangenehm.

Zum Thema warm anziehen: Ein Neffe von mir arbeitet bei einer Ölbohrfirma. Die hatten vorletzte Woche auf dem Bohrturm bei Temperaturen um 0 Grad und Schneeregen auf dem Bohrturm Windspitzen bis 130 kmh. Da ist es wirklich kalt bei der Arbeit.

Gottfried



  18-12-2010 15:20  Interessierter
Kälteschock
Gottfried, der Stundenlohn deines Neffen wird aber ein kleinwenig höher sein als bei Rinderhaltern ...

  18-12-2010 17:23  Haa-Pee
Kälteschock
gottfried ich hatte schon 2 gas bohrungen in meinen liegenschaften.
eine bentec euro rig und eine rig 19 die firma war aus celle in niedersachsen die auf exploration weltweit spezialisiert sind.
hatte dadurch die möglichkeit mir diese anlagen direkt anzusehen und mit den bohrmeistern zu plaudern.
eine im winter mit viel schnee und eine im frühling.
die verdienen wirklich gutes geld und die sind nicht den ganzen tag in der kälte!
sondern immer meist std weise ausser beim aufstellen der anlage!

und jetzt lieber gottfried fragst mal deinen neffen ob er lieber in deinen rinderstall im winter geht oder sich lieber auf den bohrturm schwingt auch wenn es bitterkalt ist.

in der petrochemie und exploration werden die höchsten branchengehälter überhaupt gezahlt!
von den normalen arbeitern geht dort keiner unter 5000 euro brutto nach hause im monat inkl der ganzen zulagen für den 4 schichtbetrieb auch bei kälte!

ich denke nicht dass du deinem neffen annähernd ein ähnliches gehalt zahlen kannst fürs frieren im aussenklima stall auch bei 100 rindern....

also bitte keine birnen mit äpfel vergleichen sondern schon schön bei der realität bleiben....


  18-12-2010 18:24  0815
Kälteschock
In der MuKuhaltung ist die Kälte deswegen nicht so ein Problem, da man mit Wasser nicht so viel zu tun hat, im Gegensatz zur Milchkuhhaltung. Da ist man doch viel mit Wasser in Berührung, und mit Handschuhen wird man da nicht soviel machen können, als bei der Mukuhaltung. Denn solange man nicht nass wird, ist die Kälte nicht so ein Problem, erst wenn man mal nasse Hände hat, da mag man sich kaum mehr so richtig erwärmen. Denn der Melkstand ist ja auch nicht eine Sauna, wo man sich anwärmen kann. Dass alle gewaschene Flächen einem Eislaufplatz gleichen, ist ja üblich. Und bei einer Problemgeburt ist ein Stall mit -20 Grad auch gerade kein idealer Wellnessbereich! Hats schon öfters gegeben, dass eine Kuh am Mistgang liegt, und nicht mehr aufstehen kann (oder will). Dort ist dann das Kalbziehen auch nicht mehr lustig! Und abstützen kann man sich auch nicht gut beim ziehen. Wird sich aber nicht oft ereignen. (hoffentlich)

  18-12-2010 19:01  179781
Kälteschock
Der Stundenlohn auf dem Bohrturm ist sicher höher als in der Landwirtschaft. Ich habe auch nichts anderes behauptet. Ich wollte nur mal einen Vergleich bringen, dass es auch andere Berufe gibt, die unter widrigen Umweltbedingungen arbeiten müssen.
Ich selbst habe damit kein Problem, beid er Kälte draußen zu arbeiten. Es sind ja auch nur wenige Stunden am Tag, die mit Stallarbeit aufgehen. Und da ist es angenehmer sich ordentlich anzuziehen und in frischer Luft zu arbeiten, als in einem dunstigen, stinkenden Stall.

Gottfried

  18-12-2010 19:45  Sonnenblume
Kälteschock
hallo,ich bin auch vom mühlviertel,besitze einen kaltstall,was stone150 schreibt ist absolut richtig!!!!!!!!!

  18-12-2010 20:13  FraFra
Kälteschock
naja

normal in der natur wird ja in der wildnis kaum was geboren im winter


und eine abkalbebox wo es nur -5 -10 c hat stell ich mir net so toll vor

-20 c haben wir hier kaum!

aber ein sehr interessantes thema

als betriebshelfer hab ich vieles gesehen was gut funktioniert und was weniger


tifgekühltes grundfutter fressen sie auch nicht so gerne :-)

  18-12-2010 21:32  Rocker45
Kälteschock
Im Aussenklimastall zu arbeiten ist an sich kein Problem.. nur wenn der Mist auf der Schrapperbahn anfriert und die Tränkebecken 2x am Tag aufgetaut werden müssen ists etwas witzlos!

Ich habe auch einen Ausenklimastall und hatte gestern angenehme -18° am Futtertisch, was aber an sich kein Problem ist. In den ersten jahren wars etwas zugig und da ist mir regelmäßig der Mist am boden festgefroren, jetzt wo ich auf einer Seite anstatt des Windnetztes ein Space board hab gefriert den ganzen Winter nichts ein..
Die Kälberverluste sind im Vergleich zum Alten Warmstall bei uns eher zurückgegangen, da durchfallerkrankungen so gut wie nie mehr auftreten..

Im Melkstand hab ich konstante 15°... wie oben erwähnt ist es ziemlich unangenehm wenn man mit nassen Händen bei Minustemperaturen Arbeiten muss..

Wenn der Stall richtig konzipiert und die Wasserversorgung gesichert ist, ist auf jeden Fall ein Ausenklimastall zu bevorzugen.. Wenns jamand gern warm hat bei der Arbeit und das Konto es erlaubt, der soll sich doch einen Warmstall bauen...

  18-12-2010 21:49  84ZX
Kälteschock
ja, es ist kalt.

  19-12-2010 07:06  bergbauer310
Kälteschock
an ston 150:

bin auch in dergleichen lage wie du. hab iatz seit gut 1 jahr von anbinde auf Laufstallhaltung umgestellt. Da kommt man oft ins Schwitzn, da die lieben Tiere anders tun als man erwartet. Ans Management wird da viel gefordert. Bin schon über vieles drübergefallen. Läuft derweil noch nicht rund. hoff wenn es Auslauf gibt wirds besser. Va ist auch die ganze Logistik fordernd, da bei Mutterkühen der Platz für Abkalbung, Absetzer usw unterschätzt wird.

mfg

  19-12-2010 10:01  mf_fan
Kälteschock
Liebe Kollegschaft!!

Ich kann zu diesem Thema nur eines sagen. Ich denke nicht das es lustig ist in den morgenstunden eine eisige Mistgabel, bzw Heugabel anzugreifen. deshalb gibt es in der Region Mühlviertel nur eine Lösung!! Warmstall mit beiderseits elektrischen Fenster und an der Front nach Süden einen Auslauf. da habe ich dann alle Komonenten die für den gesagten super Kaltstall im Frühjahr perfekt abgedekt. Die Firma Wimberger Speziallist in Sachen Stallbau kann für jedermann die gewünschte Stallbauweise professionelle Auskunft geben. Bin selbst davon überzeugt worden. viel spaß bei eurer Entscheidung.


  19-12-2010 18:11  regchr
Kälteschock
bin froh das ich diese probleme nicht habe, kann alles schliessen die kühe fühlen sich budelwohl,wollt vor tagen mal raus lassen,vor der stalltür hats vieh kert gmacht und sofort wieder an den vielgelieben platz ohne einen zucker, das heisst das sie kein bock auf kälte haben,sind sowieso 3/4 vom jahr drausen jetzt geniesen sie die stalltime,natürlich hat man mit einfrierungen auch nix am hut, würde niemals einen kalt oder laufstall um verdammt viel geld bauen,mit diesen geld kann man sich schön leben lassen,haha

  19-12-2010 19:37  iderfdes
Kälteschock
Kann mich @Regchr nur anschließen. Als Biobetrieb mit Anbindehaltung muss ich meine Tiere ja im Winter auch austreiben, aber ich krieg die Jungtiere einfach nicht raus aus dem Stall, selbst bei Sonnenschein, wenn es sogar leichte Plusgrade hat. Und jetzt sowieso nicht. Komm übrigens aus so einer Gegend, wo es viel länger viel kälter ist als in den meisten anderen Gegenden. Ist ja auch das Klima kleinräumig sehr verschieden. Im Winter macht uns der Berg den ganzen Tag Schatten und die kalte Luft läuft am Talboden zusammen, das ist dann ziemlich frisch.
Ich muss aber auch sagen, dass es hier trotzdem auch offene Laufställe gibt.

  19-12-2010 20:20  Shalalachi
Kälteschock
Dort wo der Wind durchpfeift wirds schnell ungemütlich, das kann man aber oft mit ein paar Brettern richten.
Wir haben einen Warmstall umgebaut auf Laufstall, aber auch im Massivbau, weil wir dem Wind ziemlich ausgesetzt sind. Die Zwangsbelüftung für den Sommer wird im Winter zum großteil verschlossen und gut is. Und unter Tags kann ich dann mit den Toren regulieren, je nach Wetterlage.

In Büros ist es oft auch nicht perfekt klimatisiert, wenns kalt wird wird wenig gelüftet, und dann hast noch ein paar Kollegen mit Schnupfen sitzen, da dauerts nicht lange bis man selber auch krank ist.

Und wer neidig ist auf die Bohrarbeiter der kann sich ja gerne bewerben. Man sieht ja wie toll das ist. Da geh ich 3x lieber zu den Kühen, Geld ist nicht alles.

  19-12-2010 20:49  irgbauer
Kälteschock
Du hast sehr recht, Geld ist nicht alles, trotz der Saukälte und den widrigen Umständen mit den eingefrorenen Tränkern, es dauert ca. eine Stunde und ich kann mich wieder im warmen Haus aufwärmen. Die Tiere frieren auch nicht es ist halt auch beim Ausmisten etwas mehr Arbeitsaufwand erforderlich. Und wenn ich neu baue weiss ich in Zukunft dass ich den Eiseskältefaktor unbedingt berücksichtigen muss. Durch die Klimaerwärmung werden wir paradoxerweise immer strengere Winter bekommen. Ich bin trotz allem froh weder ein Strassenarbeiter noch ein Vertreter zu sein, mich stören die Extremverhältnisse auf den Strassen wenig jede Berufssparte hat auch ihre Schattenseiten-- wir alle sehen aber immer nur unsere Nachteile. Habe gestern "Stöckl" angeschaut, Soldatenweihnacht in Österreich und in Sibirien- was haben unsere Eltern eigentlich alles mitgemacht- wie klein waren damals die WÜNSCHE AN DAS CHRISTKIND; wieviele Väter und Söhne sind nicht mehr heimgekehrt, das Leben musste überall weitergehen! Wir werden auch durch diese Durststrecken kommen und vor allem der Kälte trotzen, denn soviel wir uns (vor allem ich) auch darüber ärgern, das Wetter hat Alleinherrschaft über uns, das wird sich nie ändern.

  25-01-2011 10:38  Seppbauer
Kälteschock
1) Windschutz
2) frostsichere Tränken
3) Intervallschaltung beim Schrapper
4)Melkstand 100% Frostsicher

...und dann gibts nichts schöneres auch bei -20Grad siehe mein Tagebuch...
lg Seppbauer



  25-01-2011 11:20  Tyrolens
Kälteschock
Das ist ja mal ein ordentlicher Stall. Respekt!

  05-02-2012 11:54  viehausen
Kälteschock
Und wie geht es heuer denn Kaltstallbesitzern?

  09-02-2012 22:16  BerndB
Kälteschock
servus,
mir ham seit 2004 an hartmann variostall (Mehrhäusig)
seitenwande mit Curtains.

beim Wasser gibts keine problem (solage strom da is).
Ringleitung mit Umwälzpumpe und heizung (Suevia), bis -5 Grad reicht die Pumpe danach schaltet die heizung zu.
Melkstand macht auch keine Probleme,
is gut isoliert, stellen aber zur sicherheit ab -10 grad ne kleine heizölkanone über nacht rein (Verbrach ca 10L).
nur die entmistung (querkanal) macht probleme.
des auffrieren auf den schieberbahnen macht uns da keine schwierigkeiten, des taut ja wieder auf .
aber durch die orginalen einwurfschächte von hartmann (abgang in 500 KG Rohr) verstopft der gefrorene Dreck das loch und nix geht mehr.
suchen noch nach einer lösung (spülsystem oder gleich anderen kanal bauen)