Sau007 25-09-2010 16:15 - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
Hallo!

Ich habe gerade einen Artikel im Österreichteil der Topagrar über die Ferkelkastration mit Schmerzmittel ab 2011 gelesen. Wie es aussieht werden nur Betriebe die über Erzeugergemeinschaften vermarkten Schmerzmittel bei der Kastration verpflichtend einsetzen.

Was bedeutet die Neuerung nun für meinen Betriebe? Ich arbeite im geschlossenen System und vermarkte meine Schweine privat an einen Schlachthof und muss keine Schmerzmittel bei der Kastration einsetzen.

Welche Überraschung werden sich die Schlachthöfe bzw. der Handel für die Betriebe einfallen lassen, die keine Schmerzmittel einsetzen damit das Fleisch als "schmerzfrei kastriert" vermarktet werden kann?

Wie schätzt ihr die Lage ein?? Wie werden Betriebe, die keine Schmerzmittel verwenden müssen mit dem Thema umgehen und auf welche Überraschungen dürfen wir uns einstellen?

LG Sigi





helmar antwortet um 25-09-2010 16:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
Nun, vielleicht dass dann dein Name auf irgendeiner Homepage zu lesen sein wird, z.B.
Mfg, Helga


Else antwortet um 25-09-2010 17:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
Du MUSST keine Schmerzmittel einsetzen.
Warum setzt Du sie nicht freiwillig ein.? So wie der walterst die Narkose vor der Enthornung anwendet?

Ich hoffe, ja, ich erwarte, eine eindeutige Kennzeichnung auch durch den Fleischhauer bzw. den Laden, der dieses Dein Schweinefleisch verkauft.

Ich erwarte und wünsche noch viel mehr Information an die Verbraucher, was mit den Tieren so alles passiert, bevor es heißt "Schnitzel, wo kommst Du her?". Denn diese AMA-Lügen sind bald nicht mehr zumutbar.

Betäube Deine Ferkel, bevor Du sie kastrierst!

Am besten wäre es, Bauern, welche die Betäubung verweigern, auch in der Transparenzdatenbank anzuführen.

DA über Überraschungen nachzudenken, ist geradezu pervers.




MF7600 antwortet um 25-09-2010 17:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
elsieoma,...... hast wohl vergessen dass du ja gar kein fleisch isst!!!
deswegen brauchst du gaaar keine info!
macht vegane ernährung dement?!


Felix05 antwortet um 25-09-2010 18:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
Jawohl liebe Else,

jeder Sau ist ein handschriftlich verfasstes Tagebuch mitzugeben, wenn sie zum Schlachter geliefert wird!
Da muss jeder Tag lückenlos aufgeführt werden! Die Sau hat einmal wöchentlich gegenzuzeichnen. Die Tagebücher haben für jeden Konsumenten zugänglich an der Theke der Metzgerei auszuliegen.
Weiterhin hat der Metzger dafür zu sorgen, dass die Konsumenten in einem wohltemperierten Raum bei guter Beleuchtung die Bücher einsehen können.

Der Metzger hat in einer eigens dafür geschaffenen Galerie Bilder von der noch lebenden Sau in trauter Zweisamkeit mit dem Bauern auszustellen. Dabei ist selbstverständlich sicher zu stellen, dass der Bauer klar von der Sau unterschieden werden kann. Das ist besonders für die städtische Bevölkerung wichtig!

Auf Verlangen des Kunden ist ein Dolmetscher hinzuzuziehen, wenn eventuelle Käufer der deutschen Sprache nicht mächtig sind.
Bei Strafe sollte es verboten werden, auch nur ein Stück Fleisch zu verkaufen, ohne das der Kunde das jeweilige Tagebuch gelesen und die allgemeinen Haltungsbedingungen anerkannt hat.
Auf ausdrücklichen Kundenwunsch muss sich der Bauer binnen zehn Minuten im Fleischerladen einfinden und zur Klärung offener Fragen bereithalten.
Aber selbst das ist noch zu oberflächlich.

Diese unverschämten profitgierigen Saumäster müssen in die Haftung genommen werden, und zwar sofort!
Sollen sie doch gefälligst dafür aufkommen, wenn sich Einer überfrisst und übergewichtig wird. Auch Verdauungsschnäpse sind gratis mitzugeben, je nach Menge des Fleisches.

So, und nur so kann man wenigstens einigermaßen beruhigt einkaufen.
Klar es werden noch Restzweifel bleiben, aber die Entwicklung geht ja weiter.
Wir kriegen sie klein diese überheblichen Bauern, die uns ihre Säue so einfach andrehen wollen!

Gruß, Lutz!



Restaurator antwortet um 25-09-2010 18:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
eingangs möchte ich feststellen, dass ich natürlich der meinung bin, dass die tiere bei der kastration nicht leiden sollen.
tatsache ist:
- die betäubung bei der kastration gibt dem bauern ein zeitfenster von 1,5 bis 2 minuten um den eingriff durchzuführen. der danach folgende schmerz bleibt der gleiche. abgesehen vom gesundheitsrisiko für die ausführende person bringt das den ferkeln nix.
- aus dem grund müssen die ferkel nach der kastration schmerzmittel bekommen. wer vorher nach betäubung schreit ist meist der gleiche, der danach über eventuelle (nicht nachweisbare) rückstände im fleisch lamentiert.
- setzen die schweinezüchter halothan ein werden auch wieder bestimmte gruppen prostestieren, weil das die ozonschicht massiv schädigt. nachdem jetzt schon viele pseudogebildete anhänger diverser weltuntergangsgurus die erde von kuhfürzen bedroht sehen wird das auch nichts werden (abgesehen von der schädlichen wirkung von halothan auf leber und zentralnervensystem - die im konkreten fall zwar wieder nicht nachweisbar ist, aber prinzipiell ist's möglich - und das reicht den hauptberuflichen angstmachern die ja vom verkauf ihrer kruden theorien leben).
nach derzeitigen forschungsergebnissen kann der kastrationsstress durch narkose nicht vermindert werden. im gegenteil, bei der propagierten co2-betäubung reagieren die ferkel mit massiven strampelbewegungen und geschrei (na net, wennst glaubst du erstickst jetzt).
alternativ gäb's ja noch eine nebenwirkungsfreie impfung gegen ebergeruch. da werden wieder die impfgegner protestieren, weil sie nur glauben, was sie wollen.
in der schweiz haben sie eine untersuchung zum thema ebergeruch gemacht. festgestellt wurde, dass die meisten menschen den vorhandenen geruch nicht als störend wahrnahmen, eine kleine gruppe roch gar nichts. der rest darf halt kein eberfleisch essen. so einfach is das.



helmar antwortet um 25-09-2010 18:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
Lieber Lutz, danke für deine Vorschläge, genauso solls sein, jawoll!
Mfg, Helga


Sau007 antwortet um 25-09-2010 18:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
Hallo Restaurator!

Stimm dir in sehr vielen Punkten zu!! Nachdem die Ferkelkastration in aller Munde ist, musste etwas passieren!! Die Frage ob es eine gute Lösung ist oder eben nur ein schlechter Kompromiss stellt sich somit gar nicht - es musste irgendwas passieren.

Mir persönlich wäre auch die Impfung gegen Ebergeruch am liebsten gewesen und ich hätte mir die mehr als unangenehme Arbeit erspart. Die Konsumenten sollen nicht vergessen, dass wir wegen ihnen kastrieren und nicht, weil es uns Spass macht!

Kurz- und langfristig wäre ich sehr dankbar, wenn die Impfung kommen würde bzw. die Ebermast.

Im VÖS-Magazin war vor etwa einem Jahr ein Bericht, dass in der Schweineprüfanstalt Streitdorf ein Ebemastversuch gemacht wurde. Ergebnisse gibt es bis dato nicht!! Ich nehme daher an, dass die Ergebnisse nicht eindeutig gegen eine Ebemast sprechen. Natürlich wäre es ein nicht mehr gutzumachender Imageschaden für das Schweinefleisch, wenn nur ein Stinker (Fleisch mit Ebergeruch) in der Fleischtheke landet und daher ist bei der Ebermast mit äußester Sensibilität vorzugehen.

Ich habe meinen Eintrag bewusst im Schweineforum eingetragen, damit wir auch von unseren Konsumenten und Erzeugern Meinungen erhalten. Ich bitte trotzdem um eine konstruktive Diskussion und Emotionen und Sticheleien wegzulassen.

Danke+LG Sigi


Else antwortet um 25-09-2010 18:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
Lieber Lutz,

ich habe ja schon bemerkt, daß Du ein Überläufer bist.

Mit dieser Abhandlung kannst hast Du Dir den Titel "Professor" erarbeitet! Bist also auf einer Ebene mit dem mfj.

Richte mir bitte schöne Grüße aus, wenn Du mit dem surmi die nächste Schweinshaxn verzehrst.

Dein Beitrag hat überhaupt nix mit dem Thema zu tun. Es ist bloße Verar...e.

Gruß, else


Else antwortet um 25-09-2010 18:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
in der schweiz haben sie eine untersuchung zum thema ebergeruch gemacht. festgestellt wurde, dass die meisten menschen den vorhandenen geruch nicht als störend wahrnahmen, eine kleine gruppe roch gar nichts. der rest darf halt kein eberfleisch essen. so einfach is das.
+++++++++++++++++++


Ja, eben. Habe ich auch schon früher im Forum irgendwo erwähnt.
Aber, es wird ja alles niedergeredet und -geschrieben, wenn es nicht aus Bauernmund stammt.
Und diese literarischen Abhandlungen zum Gaudium der Nichtdenker ... halte ich für mehr als entbehrlich.


Else antwortet um 25-09-2010 19:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
http://www.kagfreiland.ch/kagfreiland.asp?lv1=17&lv2=18

In der Schweiz werden jedes Jahr 1,3 Millionen männliche Ferkel routinemässig kastriert. Kastriert wird, weil ein kleiner Teil der Eber einen für den Menschen unangenehmen Ebergeruch aufweist. Die Kastration gilt als sichere Methode, Ebergeruch zu verhindern.

Eine Tierquälerei
Bis Ende 2009 wurden die Ferkel ohne irgendeine Betäubung kastriert. Hodensack aufschneiden, beide Hoden herausklauben, Samenstrang durchtrennen, Hoden abschneiden. In einem Film und in Bildern zeigt KAGfreiland, welche Tierquälerei dieser Eingriff darstellte.

Ebermast als Alternative
Die tierfreundliche Alternative ist die Ebermast. Die Schweine bleiben unversehrt. Um die Ebermast zu erforschen, hat KAGfreiland im Jahre 1999 zusammen mit ein paar KAGfreiland-Bauern und Bäuerinnen das Projekt «Eber statt Kastraten» gestartet.

Hervorragende Eberfleisch-Produkte
Eine Zwischenbilanz im Jahre 2007 zeigt: Die Ebermast funktioniert. Mit spezieller Fütterung und geschlechts-getrennter Haltung kann die Anzahl geruchsbelasteter Tiere auf wenige Prozent reduziert werden. Und aus geruchsbelastetem Eberfleisch können hervorragende Produkte hergestellt werden. Ohne Ebergeruch im Fleisch.



Else antwortet um 25-09-2010 19:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
Fortsetzung:


Informationen
Mit vielfältigen Informationen, aber auch Pressemitteilungen und Artikeln in der Mitgliederzeitschrift versucht KAGfreiland, der Ebermast in der Schweiz zum Durchbruch zu verhelfen und Vorurteile gegen Eberfleisch abzubauen. Unterstützt von Prominenten und von Sponsoren.

Politik hat reagiert
Auf Druck auch von KAGfreiland und dem Eberprojekt hat die Politik im neuen Tierschutzgesetz dem betäubungslosen Kastrieren einen Riegel geschoben. Das Verbot ist seit 1.1.2010 in Kraft.

Importfleisch mit Quälkastration
Rund 10% des in der Schweiz gegessenen Schweinefleisches stammt aus dem Ausland. Unsere Recherchen Ende 2009 haben gezeigt, dass Import-Schweinefleisch in der Regel von qualvoll kastrierten Tieren stammt. Dagegen kämpfen wir an.




wildduck antwortet um 25-09-2010 19:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
Sau007 und else

Hoffe ich kann da etwas dazu beitragen.

1. zB. England kastriert nicht. Das ist dort gar kein Problem/Thema.

2. In Norwegen ist es seit 5 Jahren überhaupt verboten.

3. In der Schweiz werden nach wie vor Kastrationen ohne Betäubung/Schmerzmittel
durchgeführt.
Es gibt aber mehrere Versuche von aktiven konvis und bios. Könnte ein paar Beispiele
nennen wenn ihr wollt!
wd



Felix05 antwortet um 25-09-2010 19:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
Ach Else,

wohin soll ich denn überlaufen?
Ich hab´dich eigentlich humorvoller in Erinnerung...

Richtig, mein Beitrag hat mit dem Thema gar nichts zu tun. Reine Ver..sche ist aber auch ein wenig hart, oder?

Ich muss dich auch nicht grüßen, wenn ich mit´m sturmi Schweinshaxn ess, weil ich das nämlich nicht tue.
Und ich unterrichte auch nicht Vielosaufie an der Unidäd, der Titel Professor schmeichelt zwar, steht mir aber nicht, glaube ich.

...und jetzt sei mir wieder lieb, gell.
Mein Papa hat´s auch nicht immer leicht mit mir, der gibt aber die Hoffnung nie auf.

Liebe Grüße, Lutz!




Biohias antwortet um 25-09-2010 20:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
ha
bei uns ham sie ein versuch gemacht mit eberfleisch.
ich glaub ca. 150 personen wurde verschiedenes schweinefleisch gegeben.
über 100 von ihnen haben das eberfleisch erkannt und einigen ist direkt schlecht geworden,
andere wiederum haben keinen unterschied bemerkt und fanden es gleichgut.
was aufgefallen ist, fast alle frauen haben das eberfleisch erkannt, aber nur ca. die hälfte der männer. mit dem versuch wollten die bei uns tierschutzorganisationen etc. überzeugen das
die ebermast eben doch nicht das ware ist.....
hat so weit ich weiß bis jetz noch nicht so richtig geklappt.
mir is egal was ich mäste, die eber ham gute leistungen, aber ich schmeck den eber geruch extrem, essen dua i des ned...
mfg


haasi antwortet um 25-09-2010 21:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
entschieden abzulehnen ist die Impfung gegen Ebergeruch.
eine Pharmafirma würde ordentlich Geschäft machen mit Hormonverkauf.
Was wird nicht jetzt schon alles an Hormonen im Klo hinuntergespült, Antibaby Pille ect.
Könnten wir die EU Grenzen dicht machen und Importzölle verhängen, um Fleisch z.b. aus Brasilien oder USA und Kanada abzuschotten, würde ich vorschlagen, die gesamten Produktionskosten von Schweinefleisch auf die weiblichen Masttiere zu verteilen, und die männlichen Ferkel an den hungernden Teil der Welt zu verschenken.
Dann wäre allerdings das Schweinefleisch doppelt so teuer, und das will die Politik nicht.
Die Leute brauchen billiges Fleisch und Flugreisen um bei Laune gehalten zu werden.

Früher hieß das Brot und Spiele.
Wir Bauern sind nur der Handlanger dieser Agrarpolitik.
Eine Zahlungsbelastung wenn man seinen Betrieb und sein Eigentum selbst bewirtschaftet zwingt uns dazu, sich auf diese Brot und Spiele Politik einzulassen, um das Erbe unserer Väter zu erhalten.
Ferkelkastration mit oder ohne Schmerzmittel ist da ein ganz kleines Nebenthema.


sturmi antwortet um 25-09-2010 21:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
@lutz
Du nimmst mich ja auch immer wieder mal auf die "Schaufel" aber mit diesem Beitrag hast du dein Meisterstück vollbracht!!! Applaus, applaus applaus... ;-()
MfG Sturmi


sturmi antwortet um 25-09-2010 21:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
Zitat MF7600: "macht vegane ernährung dement?!"
Ja wenns nur das wäre.... :-D
MfG Sturmi



brama antwortet um 25-09-2010 21:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
@wildente
In England wurde durch die grüne liberale Politik die Schweineproduktion einfach geopfert - in der Industrie würde man sagen ausgelagert nach zB. Holland. England hat unter 40 % Eigenversorgung - Tendenz fallend.
Die unhygienischen verlustreichen Vorschriften der englischen Schweinehaltung sind einfach am freien Markt nicht konkurenzfähig. Die Frage ist wollen wir dass bei uns auch?

Das Fleisch wird trotzdem gegessen - es kommt halt dann irgendwoher aus Ländern wo die Sozial- und Tierhaltungsstandards niedriger sind

lg Markus


Felix05 antwortet um 25-09-2010 22:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
Guten Abend,

es war nicht meine Absicht, irgendein Meisterstück zu produzieren, ich brauche das auch nicht mehr, ich hab´s schon seit 1987.
Wem´s gefällt, na von mir aus.
sturmi, du musst mir nicht applaudieren. Else hat Recht, mein Beitrag hat nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun.
Man soll eben den Mund halten, wenn man keine Ahnung hat, dass gilt auch besonders für mich.

Sie hat sich wenigstens kundig gemacht und kritisch nachgefragt, ich hab´mal wieder rumgeblödelt und nicht sehr nachgedacht.

Ich bin nämlich überzeugt, dass Else eine sehr intelligente Person ist, die voller Emotionen steckt und es mir eigentlich nicht zusteht, blöde Witze auf ihre Kosten zu reißen.

Else, ich entschuldige mich hiermit bei dir und hoffe, du nimmst meine Entschuldigung an.

Allen noch ein schönes Wochenende, Lutz!




wildduck antwortet um 25-09-2010 22:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
brama, das ist mir alles bekannt. England hat auch schon die Industrie ausgelagert.
Weil dem Inselvolk klar ist, dass es sowas wie eine Industrie bei Computer ect. gibt.

....zu der Esskultur der Engländer will ich jetzt mal nicht Stellung nehmen.,-)

Grundsätzlich will ich mich mit dem Thema von Else ( Tierschützerin ) und mit dem evt.
bestmöglichstem Vorschlag für Kastration im Sinne der Landwirtschaft befassen.

Hier stossen erstens zwei völlig konträre Meinungen aufeinander. Zweitens sollte es doch möglich sein, so ein Tierschützer einmal ganz sachlich über all die Zwänge, Einschränkungen, Auflagen....ect. zu informieren. Before Verständnis kommen kann muss
man/frau doch mal zuerst informieren. Meine ich halt lieben grusswd


sturmi antwortet um 26-09-2010 07:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
@lutz
Den Professorentitel muß man dir wieder aberkennen, ich hoffe Else stimmt mir zu! ;-) Ich habe deinen humorvollen Beitrag als sehr gut empfunden weil du den Tierschützer- und Kontrollewahn trefflich auf die "Schaufel" genommen hast.
Dein Rückzieher lässt mich schon ein bisserl daran zweifeln das du ein Held der Montagsdemos warst....
Ja und die Else ist weit mehr als Intelligent! Die Steigerungforum von Intelligenz ist Größenwahn und schließlich und endlich übergeschnappt! ;-)) Die Nervenklinik ist ja für die Else gleich ums Eck! :-D
MfG Sturmi


Felix05 antwortet um 26-09-2010 07:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
Ach sturmi,

ich habe doch nie behauptet, bei den Montagsdemos ein Held gewesen zu sein.
Wir standen damals mit unseren klapprigen Lkw`s in den Seitenstraßen und hatten die Hosen voll bis zum Stehkragen.
Einzig die Einsatzkräfte der Volkspolizei konnten wir kurz daran hindern, auf die Hauptstraße zu gelangen. Da sind die wahren Helden schon mit Kerzen und Fackeln unterwegs gewesen.

Mein Großvater, und damit auch indirekt wir alle, hatten unter dem DDR-Regime massiv zu leiden. Ich wusste also genau, was passieren kann, wenn´s nicht friedlich abgegangen wäre.
1989 war ich schon verheiratet und hatte eine kleine Tochter und wie gesagt, einfach nur Angst, dass ich die für längere Zeit nicht mehr sehe. Ist ja aber gut gegangen:-)) !

So, ich muss zum Dienst, bis heut nachmittag oder so.

Schönen Sonntag, Lutz!

Übrigens: Ich stehe schon zu meinen Scherzen gegenüber überzogenem Tierschutz, aber in meinem Beitrag hab´ich die Else persönlich angesprochen und das gehört sich in diesem Zusammenhang nun mal nicht. Da kannst du drüber denken, wie du magst.



Kernarnold antwortet um 26-09-2010 07:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
Frage an jene, die sich in der Schweinerzeugung auskennen.
Warum wird eigentlich kein gesexter Samen eingesetzt, damit männl. Schweine weitgehend vermieden werden?
In der professionellen Schweineerzeugung wird doch überwiegend künstlich besamt.
Oder ist das bei Schweinesamen nicht möglich?
MfG Arnold Kern


BSE1 antwortet um 26-09-2010 08:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
wie gut dass "sturmi" so mit hilft, das Image der Bauern weiter in den Dreck zu ziehen - so ein "Bärendienst" wie er erweist selten einer - und dann noch wundern, dass das Ansehen der Landwirtschaft schrumpft, wenn von einem nicht ganz "dichten" Schweinebauern auf die gesamte Bauernschaft geschlossen wird.
Vielleicht wäre es möglich, dass er seinen Frust wo anders aus lässt, und nicht im Internet zeigt, wie "fertig" er ist - es schadet leider der gesamten Landwirtschaft


Restaurator antwortet um 26-09-2010 11:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
@bse1:
also mir sind leute wie else und sturmi lieber als diese pseudo-sanften alles-kalmierer deren aufgesetztes harmoniebedürfnis einen an die grenze zur aggression treiben kann.
ich zitier normal keine bibel, aber dort ist mein empfinden schon perfekt formuliert:
offenbarung des johannes, kapitel 3:
15 Ich kenne deine Werke. Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß!
16 Weil du aber lau bist, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien.


helmar antwortet um 26-09-2010 11:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
Ja, was wäre das Forum ohne diese beiden.....;)
Mfg, Helga


Else antwortet um 26-09-2010 12:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel

@ BSE1,
schade, daß es nur einen gibt, der erkennt ...
Die Mitläufer sind in der Überzahl - leider.
Wie am Stammtisch: einer erzählt einen derben Witz und alle paschen, auch wenn ihnen das Gesagte zuwider ist.

@ restaurator
Mich auf dieselbe Stufe wie den surmi zu stellen, kommt einer Beleidigung gleich.
Ich nämlich bin kein Waschweib, ich beleidige nicht, mach keinen Telefonterror, forsche nicht Personalien von Usern aus und v.a. geht es mir nicht ums Sudern sondern um die Sache.



Restaurator antwortet um 26-09-2010 13:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
is schon klar, dass dir das posting vom bse1 wie seim runtergeht...nur net vergessen, dass diese allesverstehenden-nirgends anecken-woller letztlich auch dort nicht anecken wollen, wo's dann in richtung diktatur geht. immer schön brav in der masse mitschwimmen.
falls uns einmal ein diktator sturmi regiert und alle veggies am scheiterhaufen verbrennen lässt möcht ich sehen wo die bse's bleiben :-(
is ja schon fast wie "wer sturmi sät wird else ernten" :-)


Else antwortet um 26-09-2010 13:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
hast Du dem surmi jemals widersprochen? Wenn ja, wo?
Ich gebe Dir ja recht bei Deinem Zitat aus der Bibel.

Ich ecke häufig an. Ich begründe aber meine Einstellung. Und schimpfe nicht einfach drauflos, wies der surmi tut. Immer schön unter der Gürtellinie.
Und? Kaum einer hier sagt was gegen seine unsachlichen Unter/Über-Griffe.

Ich lege Wert darauf, nicht auf die Ebene mit dem surmi gestellt zu werden.
Mit der geernteten "else" wären die Bauern gar nicht so schlecht beraten:
sie bezahlt gern den höheren Preis, kauft regional - am liebsten beim Produzenten (Bauern) direkt.
Allerdings wachsen zB Kraut und Erdäpfel nicht im Schweinstall ...


wildduck antwortet um 26-09-2010 13:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
Bitte else, dann sei auch sachlich. Du musst dich doch auch nicht für alles und jedes rechtfertigen. Der Schweinethread ist gerade überaus interessant und aktuell.
Es wird Aenderungen geben....das kannst du mir glauben. Bitte bedenke auch Kosten,
Zeitaufwand ect. in der Landwirtschaft, es muss alles bestmöglichst abgewogen werden....
und die verschieden Methoden zur Schmerzausschaltung sind noch nicht ausgereift!
Keine ist 100% gut. gruss wd


tristan antwortet um 26-09-2010 17:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
@restaurator
Du meinst also, man soll seine Meinung sagen?
Ok, schließe mich BSE an, mir geht sturmis ewige bauernschlechtmacherei gehörig auf den Wecker.

Mich erstaunt es, daß es Bauern gibt, für die Tierschutz ein Schimpfwort ist. Schrecklich.

@kernarnold
Wenn spermasexing möglich wäre, würde es schon lange gemacht werden, denn sauschneiden ist die unlustigste Arbeit im Schweinestall.

Ebermast: Geht nur ,wenn man die Eber unter 100kg Lebendgewicht absticht, weil dann die Tiere geschlechtsreif werden und den typischen Ebergeruch entwickeln. Weiters ficken die entwickelten Tiere einen Buchtengenossen/in nieder. Nimmst du das (vergewaltigte) Tier aus der Bucht, ist das nächste dran.

@restaurator
1 bis 2 Minuten sollten aber leicht reichen, um die Kastration durchzuführen. Und da hat man auch Zeit, den Samenstrang abzuschneiden und nicht herausreißen, wie oft gängige Praxis. Der nachfolgende Schmerz ist aber schon wesentlich geringer als das kastrieren selber. Oder würdest du eine Vasektomie ohne örtliche Betäubung machen, nur weil du anschließend einen Tag noch ein ziehen im Schritt spürst?

@sigi
Es sollte für einen Tierhalter Ehrensache sein, seinen Tieren so wenig wie möglich Schmerzen zuzufügen. Wenn es die Möglichkeit gibt, schmerzfrei zu kastrieren, solltest du es auch tun. Sicher entsteht dadurch mehr Zeitaufwand, aber das ist die Sache wert. Oder würdest du beim Zahnarzt aus Zeitmangel und Solidarität mit deinen Ferkeln auf die Betäubungsspritze verzichten?

hde Tristan


sturmi antwortet um 26-09-2010 18:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
@tristan
Lieber Konvie-Schweinehalter Kollege, ist mir das was entgangen? Stellst du grade auf Bio-Gemüseerzeugung um?! ;-))
@bse
Du mußt aktiv werden und mich beim Mühlbacher melden! Ich gehe jedenfalls davon aus das meine freie Meinungsäußerung gegenüber Else, Biolix & Co regelkonform ist!
MfG Sturmi



wildduck antwortet um 26-09-2010 19:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
........du nervst echt!


50plus antwortet um 26-09-2010 19:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
@restaurator

Ich bin auch gerne heiß oder kalt - aber lau tut man sich am leichtesten mit den Mitmenschen.
Es ist absolut "in" lau zu sein.

@lutz
Super Beitrag! Hast auch schon begriffen, dass man uns Bauern ganz schön peinigt?
Ich versteh nicht, dass man auf einer Berufsgruppe, die man so notwendig braucht, derart herumtrampelt...

@else
Hast kein anderes Hobby, als hier die Bauern zu ärgern? Ich würde an deiner Stelle nichts zu Themen beitragen, von denen ich nichts verstehe.

lg
50plus




Sau007 antwortet um 26-09-2010 19:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
Hallo Tristan!

du hast natürlich recht und ich werde meine Tiere auch mit Schmerzmittel behandeln - nur hätte wir das schon immer machen können und wir hätten auch jedes Ferkel in Narkose legen lassen können usw. - haben wir aber alle nicht gemacht!!

Die Schmerzmittelgabe wird aber sicherlich keine wesentliche Besserung für das Tier darstellen. Was ist mit den postoperativen Schmerzen?? Was ist mit den Schmerzen beim Schwanz kupieren/Zähne schleifen/Ohrmarken einziehen/ bei den zahlreichen Impfungen / Transporte / Stallfläche während der Mast usw. usw. eine lange Liste von Dingen/Fragen die noch im Raum stehen und sicherlich genauso problematisch sind wie die Kastrationsfrage

Lies dir einmal wissenschaftliche Untersuchungen von heutigen Betäubungsmethoden durch und wie hoch die Fehlerquelle ist usw. - die Kastration ist ein Tropfen auf dem heißen Stein und ehrlich gesagt, gönne ich meinen Schweinen halt lieber mehr Stallfläche oder Beschäftigungsmaterial (Stroh usw.) als eine kleine Spritze, die meiner Meinung nur ein kleines Zugeständnis an die Forderungen von Konsumenten und Tierschutzorganisationen darstellt.

Es gibt sehr viele Bereiche bei der Erzeugung von tierischen Lebensmitteln wo noch Handlungsbedarf besteht - aber wir wollen mit der Erzeugung unser Einkommen erwirtschaften und müssen daher irgendwo Kompromisse eingehen. Die Tierhaltung ist in den letzten Jahren nicht unbedingt sehr gewinnbringend und alle zusätzlichen Kosten müssen irgendwo auch wieder erwirtschaftet werden und daher bin ich etwas in der Zwickmühle und sicherlich auch sehr viele andere Betriebe.

LG Sigi





tristan antwortet um 26-09-2010 20:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
Sturmi, was ist schlecht an Biogemüseerzeugung? Ist sicher schwieriger als Konvischweinehaltung.

50plus, die Else nervt nur Bauern, die mit anderen als der eigenen Meinung nicht umgehen können. Und sie versteht vom Tierschutz mehr als du und ich und der sturmi sowieso zusammen.

@Sigi
Bisher hatten wir noch kein Schmerzmittel zur Verfügung, darum wurde noch nicht betäubt. Darf ich mich zum Thema postoperativer Schmerz wiederholen:
Der nachfolgende Schmerz ist aber schon wesentlich geringer als das kastrieren selber. Oder würdest du eine Vasektomie ohne örtliche Betäubung machen, nur weil du anschließend einen Tag noch ein ziehen im Schritt spürst?
Das ferkelschneiden ist die schmerzvollste Behandlung von allen in der Schweinehaltung, das ist wohl klar. Da erwarte ich mir schon eine Besserung durch die Schmerzmittelgabe.

Bei den anderen Punkten sind wir eh einer Meinung. Bezüglich Kostenfrage zwickt es mich genauso, bin aber schon überzeugt, das sich tierfreundlicher Umgang rechnet.
Hde Tristan



Else antwortet um 26-09-2010 21:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ferkelkastration ab 2011 mit Schmerzmittel
50erl schrieb @ else
"Hast kein anderes Hobby, als hier die Bauern zu ärgern?"

Nein!

Aber bitte nicht bös sein, ich widme Euch zur Versöhnung ein Liedlein:
http://www.youtube.com/watch?v=DLc04F02FJE&feature=related

Und schau, was kann ich denn dafür, ich bin in Tante Hedwigs
Familie aufgewachsen:
http://www.youtube.com/watch?v=THGlsv4KX5c&feature=related


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