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kotelett 20-09-2010 19:00 - E-Mail an User
Erntedank

Heute wurde im Französichen Dom zu Berlin die Erntekrone der deutschen Landwirtschaft an Bundespräsident Christian Wulff übergeben. Der Journalist Dirk Maxeiner wurde gebeten, zu dieser traditionellen Erntedank-Veranstaltung während des Festaktes eine kleine Rede zu halten. Hier ist sie (PS: Der Text ist etwas länger, aber die Lektüre lohnt sich):

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, meine Damen und Herren,

die Kirche ist heute voll. Das ist schön. Aber, wie sie wissen, eher die Ausnahme. Die neuen Kathedralen des dynamischen und aufgeklärten Stadtbewohners sind eher die Fitness-Studios. In einer säkularisierten Welt bleibt das Bedürfnis nach Seelenheil und Sinnstiftung offenbar konstant. Und so suchen sich viele Menschen eine Ersatzreligionen. Davon gibt es viele, das Angebot ist groß. Der Körper- und Gesundheitskult ist nur eine davon. Ich will das hier nicht werten und auch nicht abwerten. Es führt aber dazu, dass eine Gesellschaft plötzlich vollkommen andere Anforderungen an das tägliche Brot stellt.

An der Fitnesstheke bestellt sich der moderne Mensch einen Energydrink und ein Proteinpräparat. Und dann noch ein paar Vitaminpillen oben drauf. Ein Werbeslogan formuliert den Glaubenssatz dazu: „Für immer schlank“. Früher wurde ein Lebensmittel daran gemessen, was darin enthalten ist. Kalorien, Butter, Eier, Zucker oder Speck galten als erstrebenswert. Heute ist es genau umgekehrt. Ein Lebensmittel wird daran gemessen, was nicht drin ist. Es geht schon lange nicht mehr ums satt werden. Es geht um: Gesundheit, Fitness, Schlankheit, ewige Jugend und Schönheit, Prestige, Distinktion und Unterscheidung von der Masse. Und es geht um Wertvorstellungen und Sinnstiftung. Lebensmittel sollen umwelfreundlich und klimafreundlich sein. Und sie sollen in jeder Weise moralisch und ethisch vorbildlich produziert werden

Das ist völlig in Ordnung. Es ist aber ziemlich viel auf einmal verlangt. Ein Landwirt hat es heute nicht leicht. Insbesondere deshalb, weil beim anspruchsvollen Endverbraucher die Einsicht in einfache Zusammenhänge oft völlig verloren gegangen ist. Dafür möchte ich ein Beispiel anführen: Eine wachsende Zahl von Menschen lehnt den Verzehr von Tieren ab und möchte sich vegetarisch ernähren. Das ist nichts dagegen zu sagen. Die gleichen Menschen fordern aber oft, dass Lebensmittel nur noch im Biolandbau angebaut werden sollen. Nun brauchen sie im Biolandbau tierischen Dünger weil mineralischer Dünger nicht erlaubt ist. Sie brauchen sogar reichlich tierischen Dünger. Keine Nutztierhaltung mehr, heißt keinen tierischen Dünger mehr und damit keinen Biolandbau mehr.

Ich möchte diese Dinge nicht Dinge gegeneinander auszuspielen, sondern als Beispiel für Zielkonflikte anführen, denen ein Landwirt heute ausgesetzt ist. Was auch immer der Bauer macht, es wird oft als falsch empfunden. Bleiben wir ganz kurz noch beim Dünger. Viele fordern aus Umweltgründen den gänzlichen Verzicht auf Kunst- oder Mineraldünger. Ich möchte an dieser Stelle nicht darauf eingehen, bb zu recht oder unrecht. Aber eines ist klar: Ohne Kunstdünger würden die Landwirte der Welt wegen der geringeren Erträge nur etwa die Hälfte der Menschheit ernähren können. Und das ist ja nun moralisch und ethisch wirklich nicht erstrebenswert

Wir neigen dazu von unserer kleinen Insel der Glückseeligen die Welt zu betrachten. Und das nicht nur in Deutschland. Es sind die urbanen Eliten überall in den wohlhabenden Ländern, die den Diskurs über Lebensmittel beherrschen. Das sind meistens kluge Kluge Menschen, sie haben aber in der Regel ein völlig romantisiertes Bild vom Leben auf dem Lande. Sie wissen nicht, dass das Leben auf Opas Bauernhof alles andere als erstrebenswert war. Ich bin in der Eifel aufgewachsen und habe mit Söhnen und Töchtern von Bauern die Schulbank gedrückt. Keiner von denen wollte den elterlichen Betrieb übernehmen, weil sie wussten was das für ein harter Job ist. Sie sind lieber Polizist oder Lehrer geworden. Landromantik ist ein Gefühl von Städtern, die selbst niemals bereit wären, 35-Stunden Woche, Urlaub und Freizeitgestaltung gegen die harte Arbeit im Stall und auf dem Feld zu tauschen. Ich möchte hier und heute anlässlich von Erntedank deshalb mal denen danken, denen sonst nicht oder selten gedankt wird.

Zunächst einmal den jungen Menschen, die überhaupt bereit sind einen landwirtschaftlichen Betrieb zu übernehmen. Die meistens Betriebe werden ja aufgegeben, weil sich kein Nachfolger findet. Ein Bauer muss schon ein Überzeugungstäter sein. Die Qualifikationen für diesen Beruf sind mittlerweile genauso groß wie in einem leitenden Job in einem Industriebetrieb, die Verantwortung ist meist größer. Dazu kommt gleichsam ununterbrochener Bereitschaftsdienst. Und dann muss man auch noch einen Lebenspartner finden, der bereit ist das alles mitzumachen. Ich wünsche jungen Bauern deshalb, dass es Ihnen gelingt, ein modernes Wirtschafts-Unternehmen aufzubauen, wie das vielfach ja schon geschehen ist. Werden Sie erfolgreiche Unternehmer, das ist das nachhaltigste, was sie tun können.

Die zweite Gruppe, der ich danken möchte, sind die vielen Techniker, Ingenieure, Wissenschaftler und Forscher, die mit immer neuen Mehtoden und Ideen helfen, die Erträge zu steigern. Die Erde steuert in diesem Jahrhundert auf zehn Milliarden Menschen zu. Mehr Ackerland haben wir nicht, sonst müssten wir die letzten Naturgebiete zerstören. Wer die Menschheit also auch in Zukunft ernähren will, muss auf der gleichen Fläche beinahe doppelt so viele Lebensmittel anbauen wie heute. Das ist eine ganz einfache Rechnung.

Und deshalb sollten wir zunächst einmal über alle Ideen und Lösungsansätze froh sein, egal ob bio, öko, konventionell oder unkonventionell. Es wird nicht ohne Intensivierung gehen. Das ist aber bei uns ein böses Wort. Und diejenigen, die daran arbeiten, werden als Giftmischer oder Frankenstein bezichtigt. Auch das zeugt von großem Unwissen.

Die Natur ist keine freundliche, friedfertige Mutter. Sie hat Klauen und Zähne. Durch Ratten übertragene Krankheiten haben mehr Menschen dahin gerafft als alle Kriege und Revolutionen zusammengenommen. Mutterkorn im Getreide hat ganze Landstriche entvölkert. Die Biblischen Plagen sind ja nicht erledigt. Schädlingsplagen vernichten heute noch große Teile der Ernte in vielen Regionen. Würden die Bauern wirklich auf Pestizide verzichten, müssten wegen der geringeren Erträge viele Millionen Menschen verhungern. Natürlich müssen wir mit solchen Mitteln verantwortungsbewusst umgehen. Aber eines ist klar: Die Risiken ihrer Anwendung sind sehr, sehr viel geringer, als das Risiko ihrer Nicht-Anwendung. Diese beiden Dinge müssen immer gegeneinander abgewogen werden, wenn man zu einer rationalen Entscheidung kommen will.

Und nun möchte ich noch einer dritten Gruppe danken, die sie vielleicht überraschen wird. Ich möchte denjenigen Verbrauchern danken, die ab und zu Bohnen aus Kenia und Äpfel aus Südafrika kaufen. Es fehlt ja nicht an Appellen Lebensmittel nur noch aus der Region zu beziehen. Das ist häufig auch vernünftig. Aber häufig ist es auch nicht richtig. Erstens kann die Energiebilanz durchaus für von weit her transportierte Ware sprechen, wenn sie unter klimatisch günstigeren Bedingungen oder mit effizienteren Methoden erzeugt wird.

Zweitens, und das ist ein noch viel wichtigeres Argument, sind landwirtschaftliche Produkte oft das einzige, was Entwicklungsländer exportieren können. Ich habe gerade mit einer Journalistengruppe eine Cooperative ehemaliger schwarzer Wanderarbeiter in der Nähe des südafrikanischen Port Elisabeth besucht. Sie haben sich dort eine kleine Farm aufgebaut die immerhin 200 bis 300 Personen Arbeit gibt. Und sie suchen händeringend nach Möglichkeiten ihre Ware in Europa zu verkaufen. Es war beinahe rührend wie sie uns um Kontakte baten, die ihnen mit ihrer Ware Zugang zu unseren Lebensmittel-Geschäften und Supermärkten verschaffen könnten.

Wollen wir denen jetzt sagen: „Geht leider aus ökologischen Gründen nicht. Wir wollen euer Zeugs nicht. Es kommt von zu weit her.“ Das hieße konkret ihnen die Entwicklungsmöglichkeiten zu rauben. Kann das richtig sein? Und dies ausgerechnet von einem Land, das sich Export-Weltmeister nennt?

Zum Schluss möchte ich daher dem Lieben Gott danken für die Fähigkeit, die er uns gegeben hat, um uns selbst zu helfen. Mehr angewandte Vernunft und weniger Ideologie und Dogmatismus wäre der schönste Ernte-Dank, dem man ihm erweisen könnte.




50plus antwortet um 20-09-2010 19:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
Danke kotelett, für diesen Eintrag!

lg
50plus


helmar antwortet um 20-09-2010 19:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
Ein ganz grosses Dankeschön fürs Reinstellen!
Mfg, Helga


sturmi antwortet um 20-09-2010 20:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
Eine Rede mit Hausverstand! Doch die Biolixe werden weiterhin mit Bio die Welt ernähren und Esels brauchen keine Nutztierhaltenden konv. Bauern! ;-)
MfG Sturmi



palme antwortet um 20-09-2010 21:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank

Wenn der Text auch etwas länger ist, er ist es wirklich wert, auch alles durchzulesen!!!




edde antwortet um 20-09-2010 22:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
einen sinngemäss fast identen text hab ich vor rund 10 jahren auch in eine regionalzeitung geschrieben.

ist aber abseits von mainstream und daher gewagt !

mfg




sturmi antwortet um 21-09-2010 07:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
Im wesentlichen geht´s um diese Punkte!
Der Biolandbau kann die Welt nicht ernähren und ohne Nutztierhaltung käme es zu einer Hungerkatastrophe!
Eine wachsende Zahl von Menschen lehnt den Verzehr von Tieren ab und möchte sich vegetarisch ernähren. Das ist nichts dagegen zu sagen. Die gleichen Menschen fordern aber oft, dass Lebensmittel nur noch im Biolandbau angebaut werden sollen. Nun brauchen sie im Biolandbau tierischen Dünger weil mineralischer Dünger nicht erlaubt ist. Sie brauchen sogar reichlich tierischen Dünger. Keine Nutztierhaltung mehr, heißt keinen tierischen Dünger mehr und damit keinen Biolandbau mehr.
Viele fordern aus Umweltgründen den gänzlichen Verzicht auf Kunst- oder Mineraldünger. Ohne Kunstdünger würden die Landwirte der Welt wegen der geringeren Erträge nur etwa die Hälfte der Menschheit ernähren können. Die Erde steuert in diesem Jahrhundert auf zehn Milliarden Menschen zu. Wer die Menschheit also auch in Zukunft ernähren will, muss auf der gleichen Fläche beinahe doppelt so viele Lebensmittel anbauen wie heute. Würden die Bauern wirklich auf Pestizide verzichten, müssten wegen der geringeren Erträge viele Millionen Menschen verhungern.
Das ist eine ganz einfache Rechnung und kann von Esoterikern, Ideologen und Tierschützern weiterhin ignoriert werden, aber das ist die Realität der wir uns alle stellen müssen!
MfG Sturmi




biolix antwortet um 21-09-2010 07:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
Sturmi sturmi, wie kann man nur so hochnäsig und dumm wie du sein ??

Schau ma mal wie lange die konv. LW die Welt ernähren kann, bzw. kann sie es überhaupt heute ?

WEiters wer nach den Krisen den jetzigen Systems nicht die Krisen in der LW herauf ziehen sieht ist ein "geblendeter" oder eben einer der durch eigeninteressen ( siehe Schweinebaron mit Vollspaltengentechscheweinen sein Geld verdient ).

WEnn wir nicht alle schnellstens Umdenken, werden wir noch einiges erleben, auch den "Supergau" unser Böden, der dünnen Schicht Mutter Erde....

Also ich wollte aus Menschen nie Vegetarier machen, ich diskutiere sogar mit ihnen warum das Rind z.b. so was edles ist, udn alles das was wir nicht essen können, zu Milch und Fleisch veredelt ( aber eben nicht Kraftfutter im Übermaß ). Aber eben nicht 70 kg im Jahr, sonder 30 kg was auch gesund wäre..

Du kapierst leider nciht , wo echte extreme herschen, sieh unten angeführtes Beispiel gibt es immer eineextreme Gegenbewegung, und das ist auch glaube ich gut so..

darum Sturmi, lass dir doch deine "Existenzängste" nehmen, es wird auch ein morgen nach deinen "Gentechsojavollspaltenschweinen" geben.. ;-))

lg biolix

21.09.2010
Proteste von Einwohnern und Tierschützern
Bauantrag für niederländischen Mega-Betrieb gestellt

Horst an der Maas - Mit deutlicher Verzögerung hat das Projektbüro Knowhouse jetzt in der niederländischen Gemeinde Horst an der Maas die Baugenehmigung für einen landwirtschaftlichen "Megabetrieb " gestellt.


Baubeginn für den neuen "Megabetrieb" mit einer Million Masthühnern, Brüterei, 20.000 Mastschweinen, Schlachtung und Gülleverarbeitung soll noch in diesem Jahr sein. Der geplante Standort nahe der Stadt Venlo liegt nur wenige Kilometer von der deutsch-niederländischen Grenze entfernt.

Durch geschlossene Stoffkreisläufe und modernste Technik soll der Riesenbetrieb umwelt- und tierfreundlicher sein als konventionelle Viehhaltungen. In der Geflügelhaltung soll die gesamte Produktionskette von 75.000 Muttertieren über eine Brüterei, Fleisch- und Legetiere bis hin zur Geflügelschlachterei abgebildet werden.

Anlage mit 20.000 Mastschweinen geplant

Ebenso umfasst der Betriebszweig der Schweinehaltung alle Stufen der Produktion von der Spermagewinnung über die Haltung von 2.500 Zuchtsauen bis zu 20.000 Mastschweinen und einer eigenen Schlachtung. Die Abfallstoffe sollen in einem Energiekomplex zu Strom, Wärme und Düngemittel verarbeitet werden. Hinter dem Projekt stehen der Geflügelmäster Kuijpers Kip, die beiden Schweinehaltungen Houbensteyn Group und Heideveld Holding sowie die für die Energieanlage zuständige Christiaens Group.

Proteste von Gegnern der Massentierhaltung

Die Ausarbeitung des Geschäftsmodells wurde vom niederländischen Landwirtschaftsministerium bezuschusst. Ursprünglich wollten die Investoren 2009 den ersten Spatenstich setzen. Zahlreiche Proteste von Einwohnern und Gegnern der Massentierhaltung führten jedoch zu den Verzögerungen. (aiz)



biolix antwortet um 21-09-2010 08:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
Apropos hab erst oben das auch gelesen :

Biolandbau braucht TIere: Ja wir haben erst am Wochenende wieder Regenwürmer gezählt, ja wir brauchen Tiere, am besten aber unter der ERde, bereits allein an Regenwürmer so an die 6 GVE pro ha....
Ich bin mir nicht sicher ob die "weiterentwickelte" Ackerbaubiolandwirtschaft wirklich "oberirdische" Nutztiere wirklich braucht so dringend braucht.... ;-))

lg biolix


Tyrolens antwortet um 21-09-2010 09:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
6 GVo pro ha? Und DAS rechnest du mir jetzt mal vor, wieviel Würmer das pro m² sind.

Ich hab gestern auf unserem total bösen, toten Konvi-Acker gezählt (was man halt mittels Spaten zählen kann, Tiefgräber u.dgl. sind da freilich nicht dabei. Pro m³ 100 Stück. Ich muß ja echt einiges falsch machen....


biolix antwortet um 21-09-2010 09:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
Na gratuliere, obwohl ich es dir nicht glaube, zufällig hast auch du gestern gegraben, wer glaubt wird selig.... ;-))

Dann hättest auch gestern deine 100 Regenwürmer pro m2 die du ja enzeln gezählt hast auch wägen können udn dann mal 10 Tausend multiplizieren und dann komtm auf die kg pro ha udn die kann man dann in GVE umrechnen.. schon schwer für einen magister.. ,-))

lg biolix

p.s. leider hatten wir in benachbarten feldern erst nach dem umbuddeln von zwei m2 den ersten Regenwurm gefunden... das nur zu dem das es da ordentliche Unterschiede gibt...

Aber was ist nun wichtiger meint ihr, 2 GVE oberirdisch, oder wir machen uns bewusst das vielleicht wenn wir uns alle anstrengen, ich natürlich auch, leicht 10 GVE an Bodenleben schaffen können.. ;-))


Else antwortet um 21-09-2010 10:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank

Wann geht es in den Kopf der Fleisch- und Milchlobby, daß mehr an nicht-tierischen Lebensmitteln zur Verfügung stünde, wenn diese Lebensmittel nicht als Tierfutter für die sogenannten Nutztiere wie Schwein und Rind verwendet würde.
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Innenpolitik/Landwirtschaft/Gentechnik/Futtermittel/AMA/Gütesiegel - OTS-Presseausseundung vom
2010-09-21 / 10:19:56 / Grüner Klub im Parlament

Pirklhuber: Futtermittel in Österreich müssen endlich 100% Gentechnikfrei werden

Utl.: Grüne: Wlodkowski völlig inkompetent - unsere Tiere fressen Gentechnik-Futter =

Wien (OTS) - "Der steirische ÖVP-Politiker und Präsident der
österreichischen Landwirtschaftskammern Gerhard Wlodkowski outet sich in Sachen Agro-Gentechnik als völlig inkompetent. ,Fleisch sei immer zu 100 % Gentechnikfrei!', behauptete dieser kürzlich in einer Reaktion auf Gesundheits-minister Stöger, der ein staatliches Gütesiegelgesetz für Gentechnikfreiheit vorschlägt", kritisiert Wolfgang Pirklhuber, Sprecher für Landwirtschaft und Lebensmittel-sicherheit der Grünen.
"Zahlreiche Studien belegen inzwischen, dass der Gen-Transfer aus dem Verdauungstrakt in die Blutbahn und die Organe bei Tieren nicht ausgeschlossen werden kann und dass die gentechnisch manipulierten Gensequenzen sogar direkt über die Ausscheidungen in den Boden gelangen", informiert Pirklhuber und verweist auf eine aktuelle umfassende Zusammenstellung wissenschaftlicher Ergebnisse der ARGE Gentechnikfrei vom September 2010, die über 300 kritische Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen von Gentech-Soja auf Natur, Umwelt, Gesundheit der Tiere und Menschen sowie die bäuerlichen
Erzeuger darstellt und von namhaften internationalen Wissenschaftlern erstellt wurde.
"Der Etikettenschwindel bei tierischen Produkten, wie Fleisch und Eier, die von Tieren stammen, die mit Gentechnik-Soja gefüttert werden muss daher endlich aufhören. Die Konsument-Innen dürfen auch durch das AMA-Gütesiegel, das bei Fleisch derzeit keine Gentechnikfreiheit gewährleistet, nicht länger hinters Licht geführt werden", kritisiert Pirklhuber die Untätigkeit und Blockadehaltung der Landwirtschaftskammern.
38 Millionen Tonnen Sojamehl werden jährlich in die EU importiert - vorwiegend aus den USA, Brasilien und Argentinien - davon sind etwa 65% GVO-Soja. In Österreich landen mehr als 1000 Tonnen oder 50 Lkw-Ladungen GVO-Soja täglich im Futtertrog bei Schweinen, Mastrindern und Geflügel!
"Die Landwirtschaftskammer Österreich hat bisher kaum etwas
unternommen, um die Versorgung aller heimischen Betriebe mit
gentechnikfreien Futtermitteln, selbstverständlich möglichst zum selben Preis, sicherzustellen. Stattdessen verbreiten sie das Märchen, dass die kleineren Bauern bei einer Umstellung auf
Gentechnikfreiheit zusperren müssten", so Pirklhuber und weist darauf hin, dass die Raiffeisen Ware Österreich bei einem der größten europäischen Gen-Soja-Importeure im Aufsichtsrat sitzt.

"Tatsächlich gibt es ausreichende Mengen gentechnikfreier
Futtermittel am Markt - wie das Handelshaus Pilstl als Händler von GVO-freiem Soja - beweist. Darüber hinaus wollen die Grünen
Bäuerinnen und Bauern, dass in Europa endlich ein Programm für
gentechnikfreie Eiweißfuttermittel umgesetzt wird. Ackerbohnen,
Erbsen, Lupinen und Sojabohnen können wir auch in Österreich und den Nachbarländern verstärkt selbst anbauen und dies natürlich zu 100 % Gentechnikfrei. Dies ist ein Beitrag für mehr Kreislaufwirtschaft und stärkt das Vertrauen in die heimische Landwirtschaft", so Pirklhuber.
Er fordert Minister Stöger auf einen Runden Tisch in Sachen
Gütesiegelgesetz mit den VertreterInnen der NGOs, der ARGE
Gentechnikfrei und den Landwirtschaftskammern einzuberufen, um die offenen Punkte umgehend abzuklären, um endlich die staatliche Anerkennung für das Gentechnikfrei-Siegel sicher-zustellen.




Juliane antwortet um 21-09-2010 11:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
auch nachdenkenswert:

....in Wien wird in den Supermärkten abends täglichso viel Brot weggeworfen, wie in Graz verbraucht;

...ist Wachstum wirklich das Allheilmittel? - immer mehr und immer billiger zum Wegwerfen?


sturmi antwortet um 22-09-2010 09:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
@biolix
Kann leider nur in Stichworten antworten, Maisernte steht an....
Welternährung:
Der Biolandbau kann max. die wohlhabende Boboschichten bedienen. Die kaufen ja auch nur weil sie ein schlechtes Gewissen wegen ihres verschwenderischen Lebensstils haben. Außerdem wirkt eure verlogene Propaganda gegen die konv. Landwirtschaft weil halt solche Leute keine Ahnung haben.
Es wird kein Umdenken geben, denn die vegane Gesellschaft (inkl. Bio-Sonnagsbraten), die ihr Biolixe & Kamelse anstrebt, ist Utopie!
In Österreich kommen er grade die gewerblichen Nutztierhaltungsbetriebe in fahrt, das ist erst der Anfang. Für holländische Verhältnisse ist noch reichlich "Luft" nach oben.
Regenwürmer:
Ist nicht ein Privileg von den Biobauern. Wir Arbeitskreis-Ackerbauern erzielen durch Begrünungsmaßnahmen und Mulchsaat super Erfolge, der Regenwurm fühlst sich auch auf Konviäcker wohl.
Existenzängste:
Sorgen um die Zukunft machen sich glaube ich viele flächenschwache Bauern, besonders auch Bio-Bauern die von Gaunern in euren Umfeld gelegt wurden.
Die nächsten 15 bis 20 Jahren werde ich noch mein bestes geben, dann bin ich eh in Pension und habe an einen Biogasler verpachtet.;-)
MfG Sturmi





traktorensteff antwortet um 22-09-2010 12:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
Weils zum Thema passt:

http://noe.orf.at/stories/470447

Ebenfalls lange zum Lesen, zahlt sich aber auch aus:

http://www.nachhaltige-landnutzung.de/dateien/hof_braun.pdf
http://www.landwirtschaftundleben.at/downloads/lb12.5.pdf


Else antwortet um 22-09-2010 12:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank

Weniger tierische Produkte erlauben Biolandbau für alle!

Immer brav primitiv auf Bio Produzenten und -Konsumenten eindreschen! Wohlhabende (gesetzlich erlaubte tierquälende) Schweinefleischproduzenten, welche wertvolle Lebensmittel dem Menschen vorenthalten, weil sie diese über ihre Schweine veredeln. Menschen beschimpfen, welche sich anders ernähren als über das Schweinsschnitzel. Das ist Zynismus pur!

Ein sich zur "besitzenden Klasse" zählender Schweinebaron , dessen Lieblingswort "Boboschicht" ist, wenn solche „Bauern“ ihren Stand vertreten wollen, dann gute Nacht.

Wenn der neue Landesrat auch diese Einstellung vertritt, dann ist es Zeit, Eure Einstellung öffentlich zu thematisieren!



sturmi antwortet um 22-09-2010 16:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
Studie:
Die Linzer sind grantiger als die Wiener. In einer aktuellen Studie wurde erhoben, wie oft die Österreicher lächeln... auf Fußgängerübergängen sind Kameras montiert und die lachenden Gesichter gezählt worden: In Wien hat demnach jeder fünfte gelächelt, in Linz nur jeder achte, nur die Bregenzer sind noch größere Lächelmuffel als die Linzer!
Linz war mir eh noch nie sympathisch, es scheinen also mehrere Exemplare Marke Else in der Landeshauptstadt herumzulaufen!
http://www.liferadio.at/news/view/article/14/21092010-alles-aus-oberoesterreich-1725/
MfG Sturmi




traktorensteff antwortet um 22-09-2010 20:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
@ sturmi
Das wird der hohe Ausländeranteil in Wien sein! ;-)
Siehe gestern in "Kreuz und Quer": KOLARIC' ERBEN - DIE TSCHUSCHENKINDER VON EINST.
Da hat sich damals (70er) ein Migrantenkind gewundert, warum die Österreicher immer so traurig dreinschaun und keinen Spaß haben...


biolix antwortet um 22-09-2010 21:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
Nabend !

na was jetzt sturmi, brauch ma Nutztiere oder hätten wir viel mehr Bodenleben die mehr SCh.. bauen könnten als unsere oberirdischen Tiere, inkl. natürlcih d as die mit weniger VErlusten arbeiten unter und knapp über der Erde... ;-)

Also wie oft noch, Bio kann die Welt ernähren und du wirst sehen es wird ein muss sein bald einmal, denn kannst du sonst eine Zukunftsfähigere LW Wirtschaftsweise die sich über Jahrhundert bewähren wird, ich nicht..

Echt du meinst gewerbliche Nutztierhaltung ist auch in Ö noch ausbaubar, na ja wennst mit denen konkurenzieren willst, viel vergnügen...

ja und danke else für die Pressemeldung, schau so SChweinebauern wie der Sturmi schaffens nciht aml gentechfrei, geschweige denn mit der Futtergrundlage des eigenen Hofes, brauchen Millionen Hektar in Übersee und meinen gerade sie ernähren die WElt, irgend wie komisch, nicht ?

Ach ja bios nur für "Bobos"... unten angeführt , die interessierten "Bobos" werden anscheinend immer mehr.. ;-))

lg biolix

22.09.2010

Besucher- und Ausstellerrekord

BioSüd: Biobranche präsentiert sich vital und zukunftsorientiert

Augsburg -

Mit 3.400 Fachbesuchern und 344 Ausstellern verdoppelte die zweite BioSüd am Sonntag ihre Besucher- und Ausstellerzahl.


"Die gesamte Naturkostbranche mit allen Beteiligten, für die Bio Kerngeschäft ist, muss von Außen als Qualitätsführer wahrgenommen werden. Dazu ist eine intensive Kommunikation aller Handelspartner notwendig. Die BioSüd bietet dafür ein ideales Forum", so Harald Wurm, Schirmherr der BioSüd und Vorstand des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren Einzelhandel e.V. auf der Eröffnungsveranstaltung der BioSüd.

Vorreiterfunktion der Naturkost-Branche

Elke Röder, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren Herstellung und Handel, stellte die Vorreiterfunktion der Naturkost-Branche heraus. "Einst wurden wir belächelt, heute schauen konventionelle Manager, was sie von Naturkostunternehmen lernen können." Hermann Weber, zweiter Bürgermeister der Stadt Augsburg, freute sich für die Gastgeberstadt: "Das sich die BioSüd zum Bio-Treffpunkt im Süden entwickelt, passt gut zur Umweltstadt Augsburg." Er lobte außerdem das Engagement der Bio-Branche für den Klimaschutz: "Ihre Aktivitäten sind ein Gewinn für die Gesellschaft und unsere Zukunft."





Moarpeda antwortet um 22-09-2010 22:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
1. bio kann die welt ernähren, wenn alle so essen wie die else (derzeit)

2. so gut wie niemand ernährt sich so wie die else.

fazit: bio kann die welt nicht ernähren


1. wenn die menscheit nicht ungebremst auf die 10 milliarden zuginge, würde uns die erde tragen

2. die menschheit geht ungebremst auf die 10 milliarden zu.

facit: die erde wird einen großen teil der menschen verrecken lassen

...sie ist nicht nur eine gute mutter sondern auch ein raubtier, wenn man sie blöde behandelt.




sturmi antwortet um 22-09-2010 22:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
"Bio kann die Welt ernähren und du wirst sehen es wird ein muss sein bald einmal,..."
@biolix
Ja und wenn dann das MUSS da ist vergesst bitte nicht Lebensmittelkarten zu drucken und möglichst viele Menschen auf Lichtnahrung umzustellen! ;-))
MfG Sturmi


sturmi antwortet um 22-09-2010 22:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
@peda
Es ginge nur dann wenn man die Bevölkerung dazu zwingen würde so zu leben wie es Else tut. Bio kann die Welt nie in einer Demokratie ernähren, nur in einer Ess-Diktatur.
MfG Sturmi




biolix antwortet um 22-09-2010 23:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
Frage peda : Wo nimmst du die Energie her um 10 Milliarden so zu ernähren, wenn sie sich so ernähren wie wir gerade ?
Wie lange machen es die Böden noch mit, kennst du die letzten Zahlen der Ernten Europas, komisch die letzten 5 Jahre nur rückläufig die Erträge, von was kommt das wohl ?
Wenn ihr nicht erkennen wollt das mit dem "Biodenken" auch ein umdenken in allen Lebensbereichen notwendig wäre, na dann tut mal weiter und in 10 Jahren reden wir wieder drüber.. ;-))

lg biolix


sturmi antwortet um 23-09-2010 07:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
"Wenn ihr nicht erkennen wollt das mit dem "Biodenken" auch ein umdenken in allen Lebensbereichen notwendig wäre, na dann tut mal weiter und in 10 Jahren reden wir wieder drüber.."
@biolix
In 10 Jahren wird nur mehr jeder 2 Bauer von heute produzieren und es wird mehr Biobetriebe geben aber auch weit mehr 3000er, 4000er und 5000er Schweinemastställe im grünen! Für holländische und dänische Verhältnisse ist weiterhin noch reichlich Luft nach oben...
Wetten wir?! ;-))
MfG Sturmi


Moarpeda antwortet um 23-09-2010 08:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
@biolix

"Frage peda : Wo nimmst du die Energie her um 10 Milliarden so zu ernähren, wenn sie sich so ernähren wie wir gerade ?"


ich habe meine antwort ohnehin schon vor deiner frage gegeben;-))

"1. wenn die menscheit nicht ungebremst auf die 10 milliarden zuginge, würde uns die erde tragen
2. die menschheit geht ungebremst auf die 10 milliarden zu.
facit: die erde wird einen großen teil der menschen verrecken lassen"

.... die sachzwänge werden´s machen, wenn beim auto der sprit ausgeht gehts auch nicht mehr weiter

wir können es uns (noch) leisten so zu essen und (teilweise) schön dick und fett zu sein.

...und ich kann es mir leisten einen bio-hobbybetrieb zu so zu führen,
der kitschig im fernsehen als "die" ideale landwirtschaft, für unwissende konsumenten präsentiert werden könnte.

mit deiner und meiner wirschaftsweise könnten wir die industriestaaten nicht wie gewohnt ernähren, dazu braucht es den sturmi
...der trend geht in richtung industrie und auch der sturmi könnte bald in der ecke der unprofitablen stehen

.... die welt ist so wie sie ist und nicht so wie sie sein könnte.


in sri lanca (und auch weltweit anderswo) essen die leute vorwiegend vegetarisch, auffallend sind ihre dünnen haxerln.






MF7600 antwortet um 23-09-2010 08:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
in österreich gibt es ja derzeit grösstenteils mickymaustierhaltung, in 10- 15 jahren wird die gewerbliche tierhaltung dominieren, mit einigen 1000 tierplätzen!
es wird auch mulch- und direktsaat zunehmen(in bio und konventionellen betrieben), dann steigt die regenwurmpopulation, bodenleben..... und auch die schlagkraft!!


helmar antwortet um 23-09-2010 08:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
Hallo Moarpeda....wost recht hast, hast recht....komisch nur dass niemand der da so schön von der heilen Welt schwärmt, auf z.B. Nordkorea hinweist. Da scheint es ziemlich pflanzlich mit der Verpflegung zugehen, und der grosse Führer träumt dafür vom Nuklearkrieg....
Und was das Wachstum der welbevölkerung betrifft, da mischen die Religionen mit, aber auch die Tatsache, dass weit ein paar Jahrzehnten in genau diesen Weltgegenden etwas in anspruch genommen wird was der "böse"(von mir auch christliche) Westen bringt: medizinische Versorgung, und vor allem Impfungen. Während man da mit der Annahme dieser Errungenschaften keine Probleme hat, geht man im Westen schon wieder den Schritt zurück.......
Mfg, Helga


sturmi antwortet um 23-09-2010 08:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
"mit deiner und meiner wirschaftsweise könnten wir die industriestaaten nicht wie gewohnt ernähren, dazu braucht es den sturmi
...der trend geht in richtung industrie und auch der sturmi könnte bald in der ecke der unprofitablen stehen..."
@peda
Wie war wie wahr, stimme dir in allen Punkten uneingeschränkt zu...denn fallen die AZ´s weg oder werden halbiert wird mein Betrieb und der vieler anderer mittelbäuerlichen Betriebe unrentabel! Na dann schau ich ob meine guten Kontakte für einen lukrativen Job reichen und wie gesagt, verpachtet wird an einen Biogasler, zum Ausgleich geht ich dann in meinen Wald Holzarbeiten machen! ;-))
MfG Sturmi


Else antwortet um 23-09-2010 10:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
„Heute wurde im Französichen Dom zu Berlin die Erntekrone der deutschen Landwirtschaft an Bundespräsident Christian Wulff übergeben. Der Journalist Dirk Maxeiner wurde gebeten, zu dieser traditionellen Erntedank-Veranstaltung während des Festaktes eine kleine Rede zu halten.“

Diese Botschaft sollte einen schon stutzig machen.

Ja, schön sprechen kann er, der eine von den Zwillingen Miersch/Maxeiner.
Von Maxeiner kann man nicht erwarten, daß er weiter denkt als es die Industrie-Lobby den Mietmäulern vorgibt.
Für viel Geld vermieten sie ihre Mäuler. Auch eine Art Prostitution.
„Mietmäuler“: Sie loben die Gentechnik, den Pestizideinsatz, die Massentierhaltung, die Globalisierung und loben ein bisschen auch die „Kleinen“.

Es bisschen mehr kritisches Hinterfragen hätte ich Euch schon zugetraut.

Ein Beispiel aus dem Internet:
„ …. Einst waren Maxeiner und Miersch Umweltjournalisten bei der Zeitschrift „Natur“. Danach nur noch Journalisten, die bei Hoechst „in Lohn und Brot“ standen. Sie machten für den Chemie-Multi „phantasievolle Pressearbeit“ (Handelsblatt) als Textchefs der umstrittenen Hoechst-Zeitschrift „Change“. 1996 fiel ihr gemeinsames Buch „Öko-Optimismus“ unangenehm auf mit verbalen Attacken gegen „Pseudo-Ökos“, „Ökoheuchler“, „Ökopharisäer“, „Ökochonder“, „Ökopriester“, „Ökopäpste“, „Ökoromantiker“, „Öko-Stalinisten“ und so weiter...“

Mit zB dieser Äußerung aus Maxeiners bestellten „Rede“ hält er Menschen für besonders dumm, warum wohl?
„Ich möchte denjenigen Verbrauchern danken, die ab und zu Bohnen aus Kenia und Äpfel aus Südafrika kaufen. Es fehlt ja nicht an Appellen Lebensmittel nur noch aus der Region zu beziehen. Das ist häufig auch vernünftig.“






sturmi antwortet um 23-09-2010 11:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
@else
Danke Else für die Aufklärung und bitte sag auch der Merkel und dem Bundespräsidenten Wulff bescheid. Oder stecken vielleicht eh alle mit der Industrie-Lobby unter einer Decke?! ;-))
MfG Sturmi


Moarpeda antwortet um 23-09-2010 21:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
@helga

sri lanka habe ich persönlich erlebt,
war auch zwei wochen in einem buddhistischen kloster als novize, aber eigentlich mag ich nicht gerne so scharf essen, dass es dreimal brennt, auf harten brettern schlafen, in der dunkelheit nur mit taschenlampe wegen der giftschlangen und hunderte laute affen morgens an der hütte vorbeiziehend.

zu dieser erleuchtung bin ich also gekommen ;-))

nordkorea kenne ich nicht aus eigener anschaung,
vielleicht, dass uns die else etwas berichten könnte...



Else antwortet um 23-09-2010 22:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
Helga, in Nordkorea pflanzlich ?
Da gibts doch die gute Hundesuppe.
Nix gehört davon, nix gelesen?

Da müßte sich schon der MP hinbemühen, um sich von den Eßgewohnheiten ein Bild zu machen. Für einen Fleisch(fr)esser ist es doch egal, ob des Gulasch vom Schwein, Rind oder Hund ist.
Also dann, Mahlzeit in Nordkorea!

http://www.focus.de/reisen/reisefuehrer/hitzemonate-nordkorea-empfiehlt-hundefleisch-diaet_aid_420478.html



Moarpeda antwortet um 23-09-2010 23:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
"Für einen Fleisch(fr)esser ist es doch egal, ob des Gulasch vom Schwein, Rind oder Hund ist"

ja da hast du recht @else, es spielt sich alles nur im kopf ab und ist zudem eine frage welcher kultur welcher man entstammt.

allerdings, wenn ich an die räudigen köter denke die da in asien vielerorts herumlaufen

habe mich bei der essensauswahl nie für die gegrillten maden, käfer oder großen geckos entscheiden können
aber andererseits hab ich immer wohlschmeckendes gegessen und was man nicht weiß......

...und:

.Zum Entsetzen dänischer Tierfreunde hat sich Prinz Henrik, Mann von Königin Margrethe II. , zum Verspeisen von Hundefleisch bekannt.

Der Illustrierten „Se&Hør“ sagte der Ehrenpräsident des dänischen Kennel-Züchterverbandes sowie des dänischen Dackelclubs: „Die Hunde, die man essen kann, sind ja in der Regel gezüchtet. Das ist genauso wie mit Hühnchen.“ Der Prinz, der aus Frankreich in den Kopenhagener Hof einheiratete, ließ sich in dem Interview detailliert über den Geschmack von Hundefleisch aus, das er als „recht trocken“ einstufte und mit Kalbfleisch verglich.



wildduck antwortet um 23-09-2010 23:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erntedank
...Was? Ist Kalbfleisch jetzt schon so trocken?;-)


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