Alpenmilch und Käsehof

Antworten: 8
Muuh 25-06-2010 19:17 - E-Mail an User
Alpenmilch und Käsehof
Nächste Milch-Fusion: Alpenmilch und Käsehof
25. Juni 2010 | 17:49 | | Regina reitsamer (SN). | Teilen
Milch. Das Ringen um den Käsehof dürfte entschieden sein: Die Alpenmilch soll 51 Prozent bekommen.
Regina reitsamer
Salzburg (SN). Nach dem geplanten Zusammenschluss von Berglandmilch und Tirol Milch steht die nächste Fusion in der heimischen Milchwirtschaft bevor. Die Salzburger Alpenmilch soll 51 Prozent an dem im Flachgau ansässigen Käsehof übernehmen. Die Verträge sind unterschriftsreif, die Genossenschafter müssen dem Zusammenschluss freilich erst zustimmen.
Der Käsehof hat wie berichtet Schulden von rund 13 Mill. Euro angehäuft und ist auf Partnersuche. Zuletzt hat die Hausbank Raiffeisen Salzburg drei Millionen Euro an Krediten in Eigenkapital umgewandelt und als Gesellschafterzuschuss in eine gemeinsame Gesellschaft mit den Käsehof-Genossenschaftern – rund 500 Bauern aus Salzburg und Oberösterreich – eingebracht. Raiffeisen hält damit 51 Prozent am Käsehof. Die sollen jetzt für einen symbolischen Euro an die Alpenmilch gehen. Die Alpenmilch müsste im Gegenzug die Schulden übernehmen und weiteres Eigenkapital einbringen.

Der Käsehof hätte damit wieder eine solide finanzielle Basis. Die Zusammenarbeit mit der Alpenmilch sollte zudem die Zukunft absichern. Die Alpenmilch selbst könnte sich auf die gesamte Weißware und die bunte Palette (Joghurt) konzentrieren, der Käsehof sein Image als Käse-Spezialist schärfen. Zudem wären nötige Investitionen in den Käsehof-Hauptproduktionsstandort Lamprechtshausen möglich. Wie es mit den Standorten Schleedorf und Seekirchen weitergeht, steht offenbar noch offen.

Beim Käsehof selbst gab man sich Freitag noch bedeckt. „Wir verhandeln, eine endgültige Entscheidung dürfte in den nächsten Tagen fallen“, betonte Geschäftsführer Franz Zehentner. Auch bei der Alpenmilch – an der neben den bäuerlichen Genossenschaftern auch der deutsche Meggle-Konzern mit 49 Prozent beteiligt ist – will man lediglich Verhandlungen bestätigen. Einen Zusammenarbeit würde für Geschäftsführer Christian Leeb aber Sinn machen. „Wir selbst erzeugen 5000 Tonnen Käse im Jahr, beim Käsehof sind es 6000 bis 7000 Tonnen, zusammen würden wir also bereits eine beachtliche Größe am heimischen Käse-Markt erreichen.“

Für die Salzburger Bauern habe eine Salzburger-Lösung zweifellos Vorteile, meint auch Alpenmilch-Obmann Paul Bankhammer. „Allein bei der Anlieferung könnten wir uns viele Fahrten kreuz und quer durchs Land ersparen“, betont Bankhammer. Zudem würden sich beide Seiten gut ergänzen: Die Alpenmilch biete die gesamte weiße und bunte Palette, beim Käse aber vor allem Folienkäse. Der Käsehof sei dagegen Spezialist für Bergkäse und Emmentaler. „Gemeinsam könnten wir künftig die gesamte Produktpalette abdecken. Ich glaube, das ist eine Chance, die sich die Salzburger Bauern nicht entgehen lassen sollten.“ 2400 Bauern sind es derzeit bei der Alpenmilch, rund 500 beim Käsehof. Der Umsatz des Käsehofes lag zuletzt bei 42 Mill. Euro, mehr als 101 Mill. Euro erwirtschaftete die Alpenmilch im Vorjahr.



© SN/SW




cowkeeper antwortet um 26-06-2010 19:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alpenmilch und Käsehof
Na Bravo. Dann übernimmt der Zweitschlechteste den schlechtesten. Was soll jetzt dabei rauskommen?

Der Käsehof ist reif zur Schließung. Er hat keine Marken, keine fähige Infrastruktur und zum drüberstreuen ist er hochverschuldet.

Nein, nein und nochmals nein. Was soll der Schwachsinn?

lg.
...ein Alpenmilch Lieferant, dem jetzt schon Monatlich genug Geld fehlt! Wir müssen nicht noch die Fehler anderer übernehmen!

Lasst den Käsehof in Konkurs gehen, dann können wir ihn übernehmen.





flo005 antwortet um 26-06-2010 19:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alpenmilch und Käsehof
Wir brauchen bestimmt nicht mehr lange warten, dan kauft da Meggle die Alpenmilch!
Lg


walterst antwortet um 26-06-2010 20:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alpenmilch und Käsehof
Alpenmilchlieferanten sind, soweit ich das die letzten Jahre beobachte, ein höchst belastbares Volk. Ein paar lumpige Cent weniger MIlchpreis hat die Mehrheit der Alpenmilchler bisher immer locker und widerspruchslos verkraftet.
Da kann es doch jetzt auch keine Rolle spielen, die rund halbe Million Schilling Schulden pro Käsehof-Genossenschafter zu übernehmen und zusätzlich noch frisches Geld bereitzustellen?
Dafür soll der Käsehof-Vordere gleich den Alpenmilch-Obmann machen, weil der ist mangels MIlchkühen nicht mehr so gebunden.


cowkeeper antwortet um 27-06-2010 15:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alpenmilch und Käsehof
Die Belastbarkeit der Alpenmilchlieferanten ist aber jetzt langsam am Ende angelangt, und wenn dieser "Geniestreich" Wirklichkeit wird, werden Sie nächstes Jahr die Käsehof-Lieferanten wirklich brauchen, weil alle großen Betriebe dann endgültig weg sind.

Und das Problem, mit der extremen saisonalen Anlieferung, das die AMS hat, wird dann noch schöner, weil alle Silagebetriebe, die gleichmäßig und viel produzieren das für jemand anderen tun.

Es ist hier meiner Meinung nach ein großer Unterschied zur Übernahme der TiMi, denn beim Käsehof wurde der riesige Schuldenberg nicht durch eine Investition ausgelöst (oder?), sondern einfach durch jahrelange Mißwirtschaft. Es gibt hier nichts, das wir übernehmen wollen.
Um die Mio (wieviele?) Schulden die wir übernehmen sollen, bauen wir uns einfach unsere eigene Käserei, Marke hat ja der Käsehof auch keine.

lg cowkeeper



Muuh antwortet um 23-09-2010 13:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alpenmilch und Käsehof
Scheint ja schon bestens zu laufen, wenn sich der Käsehof nun schon zwei GF leistet.

topagrar meldet:
Christian Leeb, Geschäftsführer der Alpenmilch Salzburg GmbH, wurde nun auch zum neuen Geschäftsführer der Käsehof GmbH ernannt, teilt das Unternehmen in einer Aussendung mit. Damit hat der Käsehof jetzt zwei Geschäftsführer. Denn Franz Zehentner bleibt weiterhin im Amt.





jacky65 antwortet um 02-11-2010 22:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alpenmilch und Käsehof
@cowkeeper

da nun der deal wirklichkeit wurde, würde mich interessieren, in welche richtung sich die großen Betriebe nun absetzen.
wo sind die alternativen?


cowkeeper antwortet um 03-11-2010 07:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alpenmilch und Käsehof
Das ist zur Zeit noch nicht fixiert, bzw offiziell.



jacky65 antwortet um 23-02-2011 11:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alpenmilch und Käsehof
Soo, nun würd mich interessieren, wo es dich und deine Kollegen "die großen Silomilcherzeuger mit der gleichmäßigen Anlieferung" hinzieht, die Freie Milch kommt ja anscheinend für dich nicht in Frage?
Wechselt ihr oder die ganze Liefergemeinschaft zur Bergland oder nach Bayern?


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