Tirol Milch/Berglandmilch

Antworten: 34
atomix 16-06-2010 08:54 - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Für die Tirol Milch-Lieferanten wird die Zustimmung zur Fusion mit einem besonderen Bonus schmackhaft gemacht. Laut Aussendung soll u. a. die Milchpreisdifferenz zwischen dem niedrigen TirolMilch-Preis und dem höheren Berglandmilchpreis ab 1. 1. 2010 nachgezahlt werden. Bei einem größeren Lieferanten sind das wahrscheinlich einige tausend Euro. Kann jemand die Berglandmilchpreise für die Monate 01-06/2010 ohne Landesförderung bekanntgeben? Außerdem zahlt Bergland ab Juli 2010 36 Cent, dass sind 4 Cent mehr als die Tirol Milch derzeit zahlt.



Minimi antwortet um 16-06-2010 09:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Also ein Lob an Herrn Carl-Albrecht Benker. Ned amol ein Jahr in Amt und Würden und schon die TiMi zur "Fusion" vorbereitet.
Obwohl kann man do eigentlich von Fusion und Zusammenarbeit sprechen wenn der 1. den 4. "frisst"?
Ja, lass ma ins überaschen wia unsere 158 Delegierten sich entscheiden...


walterst antwortet um 16-06-2010 09:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
@atomix

musst nur in den Milchpreisvergleich beim Landwirt reinschauen

@minimi

ich glaube, der Benker ist der letzte, der von der Fusion erfahren hat


bioanz antwortet um 16-06-2010 09:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Ich hab den von der FMA (Freie Milch Austria) auch noch nicht gefunden!!

mfg
bioanz


Minimi antwortet um 16-06-2010 09:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
I find halt, wenns a "Fusion" machen wollen solln sie sich beeilen, dann können sie sich die Investition in Wörgl ins Verwaltungsgebäude sparen


Tyrolens antwortet um 16-06-2010 11:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Es liegt nicht in der Kompetenz Benkers eine Fusion mit wem auch immer vorzubereiten.
Das ist eine Sache, die ist auf dem Mist vom Schweiger und wahrscheinlich auch Steixner, obwohl der das leugnet, gewachsen.


BSE1 antwortet um 16-06-2010 11:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Denke auch, dass der Schweiger lieber die TiMi verhökert, mit Benker konnte er nicht gerade gut. Aber wer soll schon mit einem Dickschädel wie Schweiger auskommen - wenn dieser lieber die Genossenschaft ruiniert?
Aber dies ist in unserer Gegend derzeit sowieso Mode, bei unserer Raika (derzeit noch selbstständig) wird auch von Funktionären alles getan, damit in zwei Jahren keine andere Möglichkeit mehr besteht, als zu fusionieren.

Im Unterland gibts auch ein "noch" selbständiges" Lagerhaus. Der Putsch ist schon erfolgt, ist nur noch eine Frage der Zeit bis der Warenverband mit der Baywa das Ruder übernimmt!!
Aber Landwirt und Unternehmertum sind halt "rechte" Gegensätze!!


Christoph38 antwortet um 16-06-2010 11:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Naiverweise habe ich immer geglaubt, dass der Genossenschafter Eigentümer seiner Raika, Molkerei etc. ist, wurde auch immer so gepredigt.

Jetzt lese ich dass mit dem Eigentum der bisherigen Berglandmitglieder sorglos umgegangen wird, indem man den Tirolern nachträglich höhere Milchpreis bezahlt, obwohl sie an die Bergland gar nicht geliefert haben.

Vielleicht kann ich mich auch mit ein paar hunderttausend Litern anmelden, die ich nicht geliefert habe, aber jetzt die Preisdifferenz vergütet haben will ?
Was sagen denn die Berglandler, wenn man die von ihnen erwirtschafteten Gelder rückwirkend verschenkt.

Christoph

PS: Bin schon gespannt wann die Bergland, nach der Übernahme diverser maroder Molkerein, selber zum Übernahmekandidaten wird und einen ausländischen Partner ins Boot holt ? 2030 oder früher oder später ?


walterst antwortet um 16-06-2010 13:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Ich habe keine Ahnung, wie man die Angleichung der Genossenschaftsanteile machen wird.
Die TIMI-Mitglieder haben ja etwa die doppelten Beträge zu zeichnen wie die Bergländer.

Vielleicht wird ihnen mit der Milchgeldzahlung da was abgekauft.

Seltsam ist es natürlich schon, was da offensichtlich an Geld vorhanden ist, obwohl es immer heisst, dass alles was am Markt verdient wird, den Mitgliedern auch ausbezahlt wird.

Aber Genossenschafter sind nun mal nicht so empfindlich, wenn es um so unwichtige Dinge wie den schnöden Mammon geht. Das Geld ist ja nicht weg. Hat nur wer anderer.


edde antwortet um 16-06-2010 20:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
fusionen im genossenschaftsbereich haben den klaren vorteil aus der sicht der geschäftsführung gegenüber einer neugründung, dass die funktionäre die alten bleiben im wesentlichen und somit die spielregeln der macht klar sind.

ich weiss nämlich sehr gut, wie sich vorstände und aufsichtsräte gegenüber der geschäftsführung verhalten, wenn nach kurzer oder längerer zeit erst mal die nichten, enkerl, kinder oder so in die firma hineingeschubst wurden.

mfg


Muuh antwortet um 22-06-2010 16:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Fusionswickel?
Geschäftsführer Carl-Albrecht Benker ist bis auf weiteres beurlaubt worden.

http://www.wirtschaftsblatt.at/home/426192/index.do


Tyrolens antwortet um 22-06-2010 17:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Das ist wieder mal typisch.

Heute Abend ist Sitzung.


Wenn die so weiter machen ist die Tirol Milch in zwei Jahren Geschichte. Und zwar so, dass der Müller nicht mal mehr die Markenrechte kaufen will.


walterst antwortet um 22-06-2010 19:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
ich habe schon sehr schmunzeln müssen, als Benker nach der FUsionsbekanntgabe erklärt hat, dass er erst unmittelbar vor der Veröffentlichung vom Obmann informiert wurde.

Die NÖM motschkert auch gegen die Fusion.

Sollte (was ich mal annehme) das Konzept der Fusion aufgehen und die TIMI-Lieferanten einen ordentlichen Preis bekommen, so würde der Österr. Durchschnittspreis deutlich steigen. Denn die TIMI ist ja nicht irgendeine kleine Topfenquetsche.
DAmit würde auch der Auszahlungsbetrag der NÖM deutlich steigen müssen, was den Gewinn schmälert und gleichzeitig die Bauern das Mehrgeld für die Milch gar nicht unbedingt haben wollen.

Könnte natürlich auch sein, dass ich mich täusche. Dann weiss ich aber nicht, warum die NÖM dagegen ist.


Tyrolens antwortet um 22-06-2010 21:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Kann mir jemand erklären, wer hinter der Fusion stecke? Die ÖVP (Steixner, LK und Landjugend sind eher dagegen, offiziell versteht sich), aber Schweiger wird sicher keinen Alleingang wagen.

Im Übrigen fordert die TiMi bei den aktuellen Verhandlungen nicht mal mehr eine Standortgarantie für Lienz ein.

Es wird sehr sehr viel Porzellan zerschlagen und als Außenstehender kann man nur sagen: So ein Sauhaufen. Die Optik ist extrem schief. Schadet der Marke TiMi ungemein.


walterst antwortet um 23-06-2010 21:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Ich hab mir den Tirol-heute Beitrag angesehen, über das Zurückpfeifen des Obmanns Schweiger.

Da hauts Dir ja die Sicherungen raus, bei dem Tohuwabohu.

Zuerst entscheidet der Obmann im Alleingang über die Fusion und lässt den von ihm selbst geholten Geschäftsführer dumm sterben.
Dann stellt er den Geschäftsführer gleich auch noch spektakulär kalt.
Dann pfeift der Bauernbund den Schweiger zurück, nachdem der Bauernbund vorher schon die größten Lobeshymnen über die Fusion veröffentlicht hat..

Und die Bauern fragt nach wie vor - keiner

Der Obmann redet überhaupt nur davon, dass er seine Lieferanten informieren muss, nicht die Eigentümer.


Tyrolens antwortet um 23-06-2010 21:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Ist halt Tirol.

Die sind so mit sich selbst beschäftigt dass sie gar nicht mehr mitbekommen, was rund um sie abläuft.


joholt antwortet um 23-06-2010 21:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
So kann man auch einen Betrieb fertig machen der scherbenhaufen wird nicht sehr klein werden.
mfg


Tyrolens antwortet um 23-06-2010 22:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Ich befürchte dass da bald eine Blase platzt...


walterst antwortet um 23-06-2010 22:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Ich hab jetzt mühsam gesucht und gefunden: Der TIMI-Obmann wollte seinen Betrieb ja schon im Juli 2008 loswerden. Und zwar hat er bei einer Diskussionsveranstaltung provokant die TIMI der IG-Milch zur Übernahme angeboten.
Als IG-Obmann Grünzweil gleich einschlagen wollte, mussten die restlichen Funktionäre gleich zum Rückzug blasen für das lose Mundwerk des klugen TIMI-Obmannes.


Christoph38 antwortet um 24-06-2010 08:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Ich könnte mir vorstellen, dass man beim BB zuerst gejubelt hat über die Fusion, weil damit die Tiroler Bauern zu einem höheren Milchpreis kommen.

Bei weiterem Nachdenken könnte man zur Erkenntnis gelangt sein, dass das Hineinregieren in die Molkerei (zB Milchpreiserhöhung zu politisch passenden Zeitpunkten) zukünftig massiv erschwert wird, weil sich die Bergland ja nicht den Tirolern unterwirft.
Angesichts des drohenden Verlustes von Einfluss, musste man einen Meinungsschwenk vollziehen und das weniger Wichtige (=Milchpreis) unterordnen.
Dabei wurde sicher auch bedacht, dass sehr vielen Tiroler Milchbauern einem höheren Milchpreis ohnehin wenig Bedeutung beimessen, wenn es um wirklich wichtige Werte wie Abholsicherheit, Lokalpatriotismus etc. geht.


BSE1 antwortet um 24-06-2010 20:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
womöglich kommens noch drauf, dass eh schon alles mit "Cross-Border" Verträgen an die Amis verscherbelt is, so wie bei der TIWAG


Muech antwortet um 25-06-2010 11:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
und worauf alle vergessen: da gibt es auch noch potente übernehmer aus dem benachbarten ausland, für die die TiMi ein gefundener happen ist. (siehe salzburg) - und dann möchte ich mir den trubel ansehen wenn die bauern nicht mal mehr eigentümer sind .... weitblick ist gefragt und entscheidungen. Die Politik macht keinen Milchpreis. nicht mal in Tirol!


joholt antwortet um 25-06-2010 18:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
@ Muech Nur dal liegt der Hund begraben weil unsere Landespolitiker immer der Meinung sind dass alles was den Bauern gehöhrt auch gleichzeitig Ihnen gehöhrt. Nur das sich in unserem Bundesland schöööööön langsam sich die politische mehrheit verändert und somit sie sich nicht mehr so leicht tun mit dem ewigen vertuschen von gewissen sachen.
Dafür werden die alten Politgranden der Scharzen Partei Hochgelopt was sie nicht alles geleistet haben. Die Folgen der Jahrzetelangen Freunderlwirtschaft müßen wir halt jetzt aufarbeiten.
Mfg


BSE1 antwortet um 25-06-2010 19:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
heute wird wohl der Obmann gehen müssen, sonst können die Aufsichtsräte ja auch einen "Putsch" durchführen, einer ist ja unter Ihnen, der dies letzten Winter erfolgreich bei einer finanziell gut "dastehenden" Genossenschaft erfolgreich erprobt hat- wie gut dass es hier so schlaue Aufsichtrats-"Füchse" gibt!?!?!


helmar antwortet um 25-06-2010 19:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Wieso kommt mir das alles so bekannt vor?...Ach ja, da war doch mal in Wiener Neustadt, mittendrin in der Hartiggasse, eine Molkerei. Nicht gerade zur Freude der Anrainer, und das Areal hätten alle möglichen gut brauchen können. Also bot die Stadt in der Nähe der Autobahn ein Grundstück an, und hurra! man machte sich ans Bauen der "Steinfeldmolkerei". Die wenigen welche meinten dass man das bleiben lassen sollte und mit Baden oder Kirchschlag zusammen gehen, schalt man als Quertreiber, und auch der damalige LR Blochberger, der diese Sache nicht gerade befürwortete, musste sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er nur für die Kirchschlager Molkerei sei und den Neustädter Genossenschaftlern keine neue Molkerei gönne...es kam wie es kommen musste, der Bau wurde beschlossen, denn schon in den kleinen Sprengelversammlungen hiess es dass mit dieser Sache die Milchabnahme sicher sei, ausserdem gab es ja damals, zu Zeiten des Milchwirtschaftsfonds, lange vor dem EU-Beitritt strikte Gebietsregeln für die Milch.....
Einige Jahre später war Österreich in der EU, die diversen Fonds gab es zumindest offiziell nicht mehr, und die Gebietsregelungen mit der Milch waren Geschichte.
Nur, die Milch ist in einigen Nahegebieten der Molkerei regelrecht versiegt, weil nun die Schweinehaltung der grosse Renner war, und die Genossenschaften Wiener Neustadt, Kirchschlag und Haifeld kamen wirtschaftlich ins Trudeln, gerade Baden hielt sich noch.....und es wurde zu MOGROS zusammengeschlossen. Bald wars dann schon die NÖM, und irgendwann schrieb die Sache derart rote Zahlen, dass schliesslich, bevor die Mitgliederhaftung zum Tragen kam, Raiffeisen "rettend" eingesprungen ist, aber nun die Spielregeln machte. Und damit ergab sich, dass eine Liefergenossenschaft MGN, gegründet wurde, NÖM in Baden neu gebaut wurde, und im Endeffekt die Genossenschaft weniger als mit einem Fünftel an der neuen Molkerei beteiligt war.......
Ja, lieber Joholt, du hast schon recht, wo die Politik in die Molkereien renmischen kann, ist das meistens eine Sache mit bösem Erwachen, und da dürfte jetzt der Wecker auch im Westen heftig schrillen..........Was nicht uninteressant ist, ist die Tatsache dass die TIMI auch einen recht beträchtlichen Anteil an Versandmilch hatte und hat. Und allein diese Tatsache ist schon oft ein Mitgrund für schlechte Milchpreise. Und solange Milch "abgeholt werden muss", wird sich eines nie ändern.......die einen produzieren auf Teufel komm raus, und die anderen welche das nicht tun, sind genauso mit einem schlechten Milchpreis "gesegnet".
Was da noch passiert, wird wohl in den Händen der Banken liegen, und jene welche die Verantwortung des einfachen, für die Abstimmung notwendigen Mitgliedes, zum Teil massiv (vielleicht) beiinflusst haben, werden am Schluss sagen: wir haben es ja nur gut gemeint......
Mfg, Helga


karl0815 antwortet um 26-06-2010 08:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Und was ist rausgekommen bei der gestrigen Sitzung der Tiroler Genossenschafter??
Wird jetzt ein "Andrear Hofer" gegen den weissen Riesen im Osten ins Feld geschickt oder mit Vernunft nach der besten Lösung für die Bauern beider Genossenschaften gesucht??

mfg karl


Tyrolens antwortet um 26-06-2010 10:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Was passiert sind? Umgefallen sind sie, die "freien Tiroler Bauern".

So sehe ich es halt.


Haggi antwortet um 26-06-2010 12:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Das heißt dann, daß sich der Obmann und der Geschäftsführer wieder zusammen gerauft haben? Und daß auch im Vorstand wieder alles "Eitel Wonne" ist?
Na dann kann ja der Fussion mit der BL nichts mehr im Wege stehen :)))


joholt antwortet um 26-06-2010 12:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
@ Haggi Das heißt eher das beide Ihren Job behalten wollen.
mfg


karl0815 antwortet um 26-06-2010 13:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
@haggi

wohl eher :Obmann und AR-Vorsitzender haben sich wieder zusammengerauft, oder?

Die Tage vom GF dürften gezählt sein.


Haggi antwortet um 26-06-2010 20:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Tja, wenn das so ist, dann versteh ich den Ausspruch von Schwaiger, warum er im Herbst keine 36 Cent Milchpreis ausbezahlen kann - Die Abschlagszahlung vom GF macht ja laut Zeitungen 400.000 Euro aus!!

Zitat: "Entweder arbeite ich am Montag wieder, oder mein Vertrag wird bindend." Gemeint hat der GF damit die Abschlagszahlung, wenn er vorzeitig den Schreibtisch räumt...

So schnell kann man Geld verdienen!!!


walterst antwortet um 26-06-2010 20:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Redakteur zum TIMI-Obmann: Was waren ausschlaggebende Argumente für diesen weiteren Weg? (Weiteres Verfolgen der Fusionsgespräche)
Obmann Schweiger: Ich glaube, Argumente sind im Nachhinein gesehen gar nicht so wichtig, wichtig ist die Entscheidung, das Abstimmungsergebnis....

Jetzt kenne ich mich aus.


Muuh antwortet um 28-06-2010 18:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Ein guter Geschäftsführer hackelt auch im Urlaub für die Firma

Jetzt will auch NÖM die Tiroler
28. Juni 2010 | 17:47 | | HANS GMEINER (SN).

Knalleffekt in der heimischen Milchwirtschaft: Hieß es nach der Sitzung des Vorstandes der Tirol Milch am Freitag offiziell, man wolle den Zusammenschluss mit Berglandmilch weiter verfolgen, so wurde nun bekannt, dass es seit eben dieser Sitzung auch ein Angebot der NÖM gibt. Widerstände gibt es auch gegen die geplante Salzburger Lösung.

HANS GMEINER
Salzburg (SN). Avisiert wurde dieses Angebot ausgerechnet vom Geschäftsführer der Tirol Milch, Carl Albrecht Benker, der als Gegner des Zusammenschlusses mit Berglandmilch gilt. Das berichten Sitzungsteilnehmer.
Details wurden bisher nicht bekannt. Von der NÖM war Montag für die SN niemand erreichbar. Sehr verschlossen gab sich auch der Obmann der Tirol Milch, Johann Schweiger: „Ich will mich zum Inhalt von Vorstandssitzungen nicht äußern“. Er wollte das Angebot weder bestätigen noch dementieren. Das Werben der Niederösterreicher ist offenbar nach wie vor ein Thema. Denn ein klares Ja zur Berglandmilch ließ sich Schwaiger Montag nicht entlocken. Nur so viel: „Es ist eine klare Linie erkennbar, aber sonst gibt es keine Stellungnahme“.

Bei den Bauern und in politischen Kreisen schrillen die Alarmglocken. „Die Berglandmilch ist bei aller Größe ein Milchverarbeiter in Bauernhänden, die NÖM gehört einer Bank und ist eine Aktiengesellschaft“, heißt es. Das ist manchen offenbar nicht geheuer.

Die NÖM ist hinter der Berglandmilch der zweitgrößte Milchverarbeiter Österreichs. Struktur und Geschäftsphilosophie unterscheiden sich deutlich von allen anderen heimischen Milchverarbeitern. Die NÖM ist eine AG und gehört zur Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien. Die Zulieferung der Milch von den Bauern wurde in eine eigene Genossenschaft, die MGN, ausgelagert. Als einziger heimischer Hersteller produziert die NÖM auch im Ausland.

Dass just der Raiffeisenverband Tirol mit der Prüfung des Zusammenschlusses der Tirol Milch mit der Berglandmilch prüfen soll, ist vor diesem Hintergrund Futter für die Anhänger von Verschwörungstheorien.

Da passt auch ins Bild, dass Benker enge Verbindungen zum NÖM-Generalbevollmächtigten Gerhard Schützner nachgesagt werden. Beide kommen von der deutschen Müllermilch. Das Delikate dabei: Benker wurde erst vergangenen Dienstag von Johann Schwaiger, dem Obmann der Tirol Milch, beurlaubt. Freitag musste Schwaiger diese Beurlaubung zurücknehmen.

Groß ist die Aufregung auch in Salzburg. Die Pläne, Alpenmilch und Käsehof unter einem Dach zu vereinen, finden nicht überall Gegenliebe. Bis Mittwoch, heißt es, muss eine Entscheidung fallen.

© SN/SW



walterst antwortet um 28-06-2010 22:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
Es meldet sich nun auch der Tiroler Wirtschaftsbund zu Wort und ist gegen eine Fusion mit der Bergland.
Es ist für mich hoch erfreulich, dass die Fusionsentscheidung auf eine so breite Basis gestellt wird und jeder seinen Senf dazugeben kann - außer natürlich die betroffenen Bauern selbst.


BSE1 antwortet um 29-06-2010 19:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tirol Milch/Berglandmilch
hallo Walter, und wie geht es, wenn den "Betroffenen" nichts mehr gehört? Hier wird wohl der Hauptgläubiger entscheiden, wer das "Rennen" macht - so wie es aussieht wird wohl die Nöm durch den Gläubiger gute Karten haben - ganz egal was die Bauern wollen oder nicht. Und wenn (im Falle einer "notwendigen" Fusion) auch wahrscheinlich die Bergland der "Bessere" Bauernpartner wäre - was schert dies Raiffeisen?


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