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realist 12-06-2010 19:17 - E-Mail an User
Frage an "Biolix"
warum darf eigentlich ein "Konvi" - Kalb keine Biomilch saufen? Verträgt dieses die Biomilch nicht?
Laut Richtlinien darf ich kein "Konvi-Kalb" zum Milchsaufen ankaufen. Versuche schon seit 3 Wochen ein Biokalb zu bekommen, damit ich meine überschüssige "Handmelk- Heimkuhmilch" verwerten kann - leider vergeblich.
Die Kuh gibt 18 lt Milch, 6-7 lt bringe ich ja noch weg zum Trinken und zum Joghurt machen, aber was soll ich mit dem Rest machen. Topfen hab ich schon genug für den ganzen Winter.

Scheinbar ist es laut Biorichtlinien gescheiter, die Milch in die Gülle zu leeren, als es einem "Koni-Kalb" zu saufen zu geben - ich will das Kalb dann auch gar nicht als Bio vermarkten - nur dass die Milch verwertet ist.

Mir scheint, dass dass laut Bio-Richtlinien womöglich die Konvi-Kälber die Biomilch nicht vertragen, anders kann ich mir diese Bestimmung nicht erklären. Vielleicht hat Biolix eine Erklärung für mich?!?!

Wenn ich ein Konvikalb zukaufe dann bekomme ich eine Nachkontrolle laut Kontrollstelle, also kostet dies mich mehr, als die Milch weg zuschütten?



Haggi antwortet um 12-06-2010 19:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an "Biolix"
Also mit dem Kalb kann ich dir helfen!!!!

Die philosophische Frage soll der Biolix dir selber erklähren...

Hätte da einen Pi x WBB - Kuhkalb abzugeben. Geboren ist das am letzten Donnerstag, also haben wir noch etwas Zeit :)

SG aus Tirol
Haggi


biolix antwortet um 12-06-2010 20:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an "Biolix"
na ja realist, bleib realistisch.. nicht das konvi Kalb verträgt keine Biomilch, sondern du darfst eben kein konvi Kalb zukaufen... ;-)(..

Denn die Zeiten "ich bekomm keines, und nehme dann einfach ein konv...." sind Gott sei dank vorbei...

Also ich könnte dir auch sofort 3 Kälber im Waldviertel vermitteln, wir hatten das selbe erst vorige WOche, 18 lt. , dann haben wir ein 2. dazu genommen..

lg biolix


Fallkerbe antwortet um 12-06-2010 20:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an "Biolix"

@realist,
was hat dich dazu bewogen, ins Bioprogramm einzusteigen?

mfg



Felix05 antwortet um 12-06-2010 20:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an "Biolix"
Hallo Leute,

interessante Sache, finde ich.
Also stellt der Realist seinen Betrieb auf biologische Wirtschaftsweise um, ja?

Wie ist das denn dann aber mit dem vorhandenen Vieh? Das wurde doch sicher nicht unter BIO- oder wie auch immer Verhältnissen geboren?

Das wird dann automatisch durch Fütterung und Zugehörigkeit des Halters zu einer BIO-Organisation, biologisch?
Und das konventionelle Kälbchen hat dann nie eine Chance, eine gute BIO-Kuh zu werden?

Ich weiß, dass sind für euch sicher dämliche Fragen und lacht bitte nicht:
Für mich klingt das wie früher bei uns:
Regelmäßige Teilnahme am sozialistischen Leben, die (einzige) richtige Partei und alles wird gut.

Gruß, Lutz!


biolix antwortet um 12-06-2010 20:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an "Biolix"
Nabend Lutz !

nette frage.. ;-))

ja das war einmal, udn ist bei Neuumstellung noch so, aber lt. Bioverordnung und auch bewusst und klar ist, das nun Rinder aus Biobetrieben zugekauft werden müssen...
Und es gibt auch meist genügend....und du verstehst auch sicher das es einen Unterschied macht... Wo verkaufen dann die Biobetriebe ihre Kälber ?

lg biolix


walterst antwortet um 12-06-2010 21:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an "Biolix"
Die EU-Verordnung geht nicht ganz zu UNrecht davon aus, dass Biobetriebe ihre Produkte biologisch vermarkten. Dafür gibt es klare Regeln und dort und da aufgrund der Realitäten definierte Ausnahmen und es gelten lange Umstellungszeiträume. MIt Verbänden hat das nichts zu tun.

Bei den Rindern sind für die Mast ausschließlich Biotiere zuzukaufen.
Für Notfälle in der Mutterkuhhaltung gibt es Erleichterungen per Ansuchen an die Kontrollstelle und die Tiere sind später konventionell zu vermarkten.
Für die Bestandesergänzung gilt weiter die Ausnahme eines Zukaufes von 10% (des Bestandes erwachsener Rinder) an weiblichen Tieren.

Wenn man ein Kalb nicht unbedingt auf der Stelle braucht, wird man als Biobauer auch ein passendes bekommen.


Felix05 antwortet um 12-06-2010 21:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an "Biolix"
Danke ihr Beiden,

dass leuchtet einigermaßen ein.
Irgendwo muss ja der Aufwand gerechtfertigt werden, denn es stimmt, es würde ja keinen Sinn machen wenn wer auf BIO umstellt und ein konventionell gezüchtetes Tier zukauft.
Da habe ich wohl meinen Gedanken nicht bis zum Ende durchdacht.

Das ist wirklich ein für mich interessantes Thema.
Bei Gelegenheit werde ich mal meine bäuerlichen Nachbarn fragen, wie das bei denen ist.
Soweit ich weiß, sind hier die meisten Betriebe im ÖKO-Programm integriert, die müssen ja auch mal irgendwann damit angefangen haben.

Schönen Abend noch, Lutz!


realist antwortet um 12-06-2010 22:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an "Biolix"
brauche nur für ein paar Wochen einen "Milchsaufer", die Kuh wird Ende Juli sowieso trocken gestellt, und das Kalb wieder verkauft. Hab diese eine Kuh auch nur wegen dem Eigenverbrauch und der "Gäste wegen" zuhause.
Leider gibt es bei uns derzeit sehr wenige Kälber, weil fast alle Kühe auf den Almen sind, und erst im Herbst abkalben "dürfen". Und eben bei den Biokälbern ist es noch schwieriger, weil derzeit fast keine "da" sind. Lieg schon allen Kälberhändlern in meiner Umgebung in den "Ohren" - leider nichts "biologisches" zu finden.
Aber so wie es aussieht, habe ich hier nun ja vielleicht doch eins gefunden - mal sehen.
Weiß wer hier, wie alt ein Kalb sein muss, bis ich es abholen darf? Tiertransportgesetz?
Danke für Eure Auskunft.


biolix antwortet um 12-06-2010 22:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an "Biolix"
Nabend !

kenne ich nichts wos ums Alter geht, würde aber mind 3-4 Tage alt werden lassen....

lg biolix und hoffe du findest eines...


mosti antwortet um 12-06-2010 23:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an "Biolix"
sollters du es fahren, muß es 10tage alt sein, zu fuß sobald sie laufen können. mfg mosti


0815 antwortet um 13-06-2010 12:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an "Biolix"
@Biolix
Du solltest mal eure Titelernteseite anschauen http://www.erntebauern.at/biomarkt/
Scheinbar gibt es wirklich zu wenige Biokälber. Und warum ist das wirklich so ein Verbrechen, wenn ein zugekauftes Konvie-Kalb, das vielleicht gar keinen Transportstress hat, weil es vom Nachbarbetrieb kommt, Biomilch säuft, und dann als Konviekalb verkauft, oder gar nur für den Eigengebrauch bestimmt ist. Dass man es nicht als Biomastkalb verkaufen kann, ist natürlich verständlich. Aber scheinbar ist es doch besser ein 3 oder 4 Tagekalb vom Waldviertel in die bucklige Welt zu kutschieren! Vielleicht noch bei brütender Hitze im Autoanhänger. Im Fond des Autos selbst ist es ja auch nicht erlaubt.



theagronomist antwortet um 13-06-2010 13:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an "Biolix"
Hallo! und

an biolix direkt:

Habe schon sooooo viel von dir gelesen, fore aber sicher nicht mit.

Weil:

- ist nur zum Lachen, na dann noch fröhliches Sterben "BIO-BAUERN"!

lg konvi-Betrieb theagronomist



Posaidon antwortet um 13-06-2010 14:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an "Biolix"
ihr verwendet falsche Begriffe: konventionelle Bauern sind die, die ihr Biobauern nennt , denn seit Menschengedenken sind die Bauern ohne Chemie ausgekommen daher würde ich auch alle ökologisch wirtschaftenede Betriebe konventionell nennen und alle die Chemie einsetzen sien eben die chmisch syntetischen Betriebe und produzieren daher auch chem. synt. Lebensmittel


Tyrolens antwortet um 13-06-2010 14:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an "Biolix"
*ggg* Ohne Chemie gäbe es überhaupt keine Bauern. Wäre aber halb so schlimm, weil es ohne Chemie überhaupt kein Leben gäbe.

Du hast aber dennoch Recht damit, dass die Biolandwirte eigentlich die konventionell wirtschaftenden sind, wobei man das auch mit Vorsicht betrachten muss, weil ja alles, was früher gemacht wurde, auch nicht toll war. Ganz im Gegenteil. Muss man nur mal daran denken, als welche Revolution die Drei-Felder-Wirtschaft damals galt. Heute könnte man die nie und nimmer als umweltgerecht bezeichnen.


fgh antwortet um 13-06-2010 17:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an "Biolix"
@realist:

Verstehe deinen Ärger nicht, du hast dich für Bio entschieden und jetzt ist es so und du musst dich eben drann halten.
Weil mit deinen Ausnahmen ziehst du nur den ganzen Biostand in den Dreck, den als nächste dürfen konventionelle Futtermittel zugekauft werden, wenn keine anderen da sind und der Ampfer darf gespritzt werden, wenn man damit nicht zurechtkommt.... blabla usw.

Wenn man sich für Bio entscheidet, dann sollte man es auch leben! Ich bin zwar selbst gegen Bio und zeige immer wieder Missstände bei Bio auf, aber eines muss man Biolix lassen, er lebt mit und für Bio und wenn alle Biobauern so wären wie er, gebe es bei Bio keine schwarzen Schaffe.

Biolix würde nämlich in so einem Fall nicht einmal drann denken ein Konvi-Kalb zu nehmen!


biolix antwortet um 13-06-2010 17:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an "Biolix"
Danke fgh !

nochmal an die die "Ausnahmen" wünschen. Wann ists dannmit AUsnahmen vorbei ? es hat 20 Jahre Ausnahmen gegeben udn jetzt ists halt vorbei, und klar gibts Regionsweise mehr oder weniger, aber dann schauts halt das die Biobauerndichte größer wird.. ;-)) und erhalts euch natürlich auch die Biomilchhöfe, weil bei uns haben die im 2 Wochentakt Kälber zum abgeben...

lg biolix

p.s. 0815 genau lesen hier handelt es sich um Milchmastkälber für die Endvermarktung, und ich kenne noch genug Biomilchviehbetriebe die Kälber und EInsteller konv. verkaufen...


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