30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!

Antworten: 27
Else 20-05-2010 14:36 - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
Schlachter muss ins Gefängnis

BEZIRK MELK / Schweineborsten ackerte ein Schlachter auf dem Feld ein. Wegen Umweltgefährdung muss der 57-Jährige nun drei Monate absitzen.


VON CLAUDIA STÖCKLÖCKER

Schlachtabfälle hat ein Fleischermeister, Schlachter, Viehhändler und Landwirt aus dem Bezirk Melk im Acker eingearbeitet. Wegen vorsätzlicher Umweltgefährdung wurde er nun zu einem Jahr teilbedingt verurteilt, drei Monate davon soll er ins Gefängnis. Gegen das Urteil berief der Schlachter. Im Frühjahr 2008 hat der 57-Jährige 40 Tonnen Schlachtabfälle auf seinem Acker angehäuft, nach einer anonymen Anzeige forderte die Bezirkshauptmannschaft fachgerechte Entsorgung. Gut 30 Tonnen hat der Schlachter dann eingeackert. Anzeige erstattete schließlich ein Jurist der Bezirkshauptmannschaft. „Es war klar, das ist Umweltkriminalität“, sagt dieser vor Richter Mag. Markus Grünberger.

„Ungerecht ist das. Das war nur Dung“, meint der Angeklagte im Prozess am Landesgericht St. Pölten. Gutes habe er von Schlechtem getrennt, Schweinsohren, -klauen und Borsten aussortiert, und prächtig wäre dann der Kukuruz gewachsen.
Für Gerichte ist der 57-Jährige übrigens kein Unbekannter. Verurteilungen wegen Verstößen gegen das Lebensmittelgesetz - „wegen Wurstproben“, sagt der Angeklagte dazu -, Nötigung und Körperverletzung hat er schon zu Buche stehen. „Der Angeklagte hat ein geringes Problembewusstsein. Dass die Umwelt gefährdet wird, ist ihm relativ egal gewesen“, sagt Grünberger.
Verstoßen hat der Fleischer auch gegen das Waffengesetz. Von seinem Bruder geerbte Pistolen und Revolver hat er trotz verhängten Verbotes besessen. Freigesprochen wurde er hingegen vom Vorwurf, einem Entsorger Abfälle unbezahlt untergeschoben zu haben.

http://www.noen.at/redaktion/n-mel/arti ... 54&cat=318


Der anonyme Anzeiger ist aber schon ein böser, böser Mensch ... oder ein Verein ... nix genaues weiß man nicht



josefderzweite antwortet um 20-05-2010 14:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
wieso darf man dann Tiermehle, Trockenblut, Horn, Klauen is a Horn usw auf dem Feld ausbringen?

MÄRCHEN!!


asterix antwortet um 20-05-2010 15:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!


Guten Tag.

Schweineborsten werden bei "unseren" Biolandwirten als Stickstoffdünger genommen.

Genauere Auskunft gibts sicher von Biolix.

lg asterix


walterst antwortet um 20-05-2010 16:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
Schlachtabfälle in großem Stil auf einem Acker zu entsorgen ist sicher kein Spass und wurde daher auch von einem ordentlichen Gericht mit einer Freiheitsstrafe belegt.
Ich sehe keinen Grund, Bio- oder andere Bauern in Zusammenhang mit diesem Kriminalfall zu bringen.

Mit etwas Abstand betrachtet handelt es sich beim Sammelsurium "Schlachtabfälle" um Produkte, die vor nicht all zu langer Zeit zu beinahe 100% einer Verwertung in der menschlichen Ernährung, im Haushalt, in der Tierfütterung....zugeführt wurden. Die Bedenken, diese Produkte, die man einst gerne gegessen....hat, auch in der Düngung einzusetzen, muss man daher auch hinterfragen dürfen.

walter


josefderzweite antwortet um 20-05-2010 22:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
Erzähl doch einen anderen das du wegen dem sofort eingesperrt wirst. gibs etwa GEfahr für die Öffentlichkeit durch Wiederholung der Tat?


Else antwortet um 20-05-2010 22:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
Walterst: Wenigstens ein seriöser Beitrag!

Zur Tierfütterung empfehle ich das Buch: "Katzen würden Mäuse kaufen" - Schwarzbuch Tierfutter

Aber die Landwirte kennen das bestimmt!


Biohias antwortet um 20-05-2010 22:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
Hmmm...
naja es gibt ja noch hornspäne, Tierhaarpellets etc..
die darf man doch ausbringen, liegt es an mangelhafter trennung vor der ausbringung oder warum sollte der schlachter verurteilt werden, hat er vorher die else nicht gefragt????
ich mein vielleicht hat er ja die fläche überdüngt, aber dafür gibt's höchstens prämienabzug durch CC kontrollen.
ich glaub kein wort...


frischauf antwortet um 20-05-2010 22:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
Biodünger aus Tierabfällen müssen hygienisiert (erhitzt) werden.


Biohias antwortet um 20-05-2010 22:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
ja des is klar
ich bin jetz mal davon ausgegangen das er das gemacht hat....


Else antwortet um 20-05-2010 22:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
Ihr wissts es nit? Dann gebt es zu!
Oder fragt den Universal-Experten mfj!
Oder Ihr wisst es besser als der Richter. Gratulation.
Dann wird er Bauer/Fleischhauer/Víehhändler sofort auf freien Fuß gesetzt. So wie die Milben ...



Biohias antwortet um 20-05-2010 23:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
doch else wir wissen's schon aber du anscheinend ned
und zugeben dasma uns auskenna hamma eigentlich ned nötig, weil des jeder weiß ausser dir.


walterst antwortet um 20-05-2010 23:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
Der Richter hat die unbedingte Freiheitsstrafe selbstverständlich auf die Vorgeschichte des Verurteilten abgestimmt.

So stehts im Gesetz:

Ablieferungspflicht

§ 10. (1) Die Erzeuger von

1.tierischen Nebenprodukten oder Materialien der Kategorie 1 und 2 (ausgenommen Gülle, Magen- und Darminhalt) der Verordnung (EG) Nr. 1774/2002,

2.tierischen Nebenprodukten oder Materialien der Kategorie 3, welche nicht gemäß Artikel 6 Abs. 2 lit. c bis e der Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 anderweitig verwendet werden,

sowie sonstige Personen die solche Nebenprodukte und Materialien in Verwahrung haben, sind verpflichtet, diese unverzüglich an einen geeigneten, gemäß § 3 zugelassenen Betrieb oder, sofern hierfür die Zustimmung des Bestimmungsmitgliedstaates vorliegt, an einen nach den Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 zugelassenen Betrieb in einem anderen Mitgliedstaat abzuliefern.

(2) Verpflichtete gemäß Abs. 1 haben mit zugelassenen Betrieben über die Ablieferung eine rechtsgültige schriftliche Vereinbarung, die insbesondere auch alle näheren Bestimmungen hinsichtlich Sammlung, Kennzeichnung, Lagerung, Abholung, Beförderung und die Art der weiteren Be- oder Verarbeitung enthalten muss, abzuschließen. Die Vereinbarungen sind für einen Zeitraum von mindestens drei Monaten abzuschließen und hinsichtlich der in Abs. 1 Z 1 genannten Materialien unverzüglich nach Abschluss, hinsichtlich der in Abs. 1 Z 2 genannten Materialien nur über Aufforderung dem Landeshauptmann vorzulegen. Sonstige gemäß §§ 12 und 13 erlassenen Vorschriften sind einzuhalten.

(3) Ausgenommen von den Bestimmungen über eine schriftliche Vereinbarung gemäß Abs. 2 ist die Entsorgung von
1.verendeten (Falltieren) oder getöteten Tieren im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1774/2002, sofern sich diese nicht in einem Schlachthof befinden und

2.Siedlungsabfällen im Sinne des Abfallwirtschaftsgesetzes.

(4) Sofern in den nach § 12 Abs. 1 erlassenen Bestimmungen für ablieferungspflichtige tierische Nebenprodukte oder Materialien keine andere Regelung getroffen wurde, ist für die Organisation der Ablieferung und Weiterleitung an den zugelassenen Betrieb der Bürgermeister zuständig. Diesfalls hat der Bürgermeister Regelungen im Sinne des § 12 Abs. 1 für das Gemeindegebiet festzulegen.

(5) Ist der nach Abs. 1 Verpflichtete vorerst nicht feststellbar oder zur Erfüllung seiner Verpflichtung rechtlich oder faktisch nicht imstande, so hat der örtlich zuständige Bürgermeister die erforderlichen Maßnahmen unmittelbar anzuordnen und gegen späteren Ersatz der Kosten durch den Verpflichteten nötigenfalls unverzüglich durchführen zu lassen.


walterst antwortet um 20-05-2010 23:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
@veltliner

Ich weiss ja nicht, wie groß Deine Freude wäre, wenn jemand in Deiner Nähe 30 Tonnen ablieferungspflichtiges Material zwischenlagern und ausbringen würde. Ich denke da an Ratten, Botulismus, Insekten....
Über Geschmack lässt sich ja angeblich streiten, aber ich gehe mal davon aus, dass wir bei der Beurteilung der Geruchsentwicklung ähnlicher Ansicht sind?


Else antwortet um 21-05-2010 00:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
Danke walterst!
Und Du biohias, bist Du nicht aus D?


Moarpeda antwortet um 21-05-2010 08:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
möcht mich nicht dazu äussern ob es gut oder schlecht ist wenn der seine schlachtabfälle einackert.

möchte nur den austro - sadismus - masochismus welcher da wieder zum tragen kommt sichtbar machen.

wenn dass irgendwo anders in der welt vorkommt kräht kein hahn daranach,
dass problem ist, dass wir mit dieser "welt" in konkurrenz stehen.

...und wenn anderswo kinderarbeit, null-umweltstandarts usw. die regel sind können wir das zeug importieren.......
........und "unsere" firmen mit mit bürokratie und standart - i- tüpferlreiterei schikanieren, hauptsache nicht dahinterschauen und dann hat der konsument ein ruhiges gewissen.

wie lange wir uns das leisten können steht auf einem anderen blatt, wir bauen saubere lagerhallen und die anderen rauchende fabriken.





walterst antwortet um 21-05-2010 11:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
@veltliner

Wir sind ganz einer Meinung: Man soll die Kirche im Dorf lassen.
Deswegen verstehe ich Deine Aufregung nicht, wenn in den Medien über einen ungustiösen kriminellen (hoffentlich) Einzelfall aus der Landwirtschaft (oder dem Gewerbe?) berichtet wird, ganz gleich wie über einen besoffenen LKW-Fahrer oder einen auslaufenden Bagger-Dieseltank oder einen Taschendieb oder einen gewerblichen Kleinbetrüger, der halt grade bei Gericht war.
Ich fühle mich als Bauer erst dann von so einem Bericht angegriffen, wenn so getan wird, als wäre das der Standard.


rotfeder antwortet um 21-05-2010 22:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
Hallo!
Ich sehe das auch so wie walterst, das ist ein zu bestrafendes Delikt und die BH muß hier handeln. Genauso wie wir kein Verständnis hätten, wenn eine Autowerkstatt das anfallende Altöl in einer Schottergrube vergräbt, müssen wir auch Verständnis haben für Mitbürger, die das Tiermaterial einackern als Skandal auffassen. Kann mir vorstellen, das da auch die Anrainer einer Geruchsbelästigung ausgesetzt sind. Ich hoffe nur, der verurteilte Fleischer
hat mit einem Kverneland mit 19er Pflugkörper geackert (oder mit einem gleichguten Gerät)
dann siehts ja warscheinlich ordentlich aus. Wenn ich mir vorstelle, mit unseren alten Skoldpflug das zu machen, der wühlt die Erde nur ein bischen um, da hätten die Füchse dann reichlich Futter.


Gratzi antwortet um 22-05-2010 07:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
....... na ja, der Schlachter wohnt Tür an Tür mit einen Caffehaus mit Gastgasten. Bei niederdruckwetter, schmeckt das Bier oder Eis besonders gut............hahaha


helmar antwortet um 22-05-2010 08:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
Wie haben eigentlich die Wiesen und Äcker nach der Milchdüngung 2009 gerochen? Ein Fischteich ist ja auch hier im Forum ein Thema gewesen...........Was als Umweltvergehen/verbrechen bezeichnet wird, ist ja gesetzlich geregelt. Vorigen Herbst hatten mein Nachbar und ich auf unserem Grund auf einmal die Hinterlassenschaftes des Kurbanfestes, ich kiloweise Gemüse, mein Nachbar die unverzehrbaren Überreste von 2 Schafen( kein Schussloch, also kann man annehmen geschächtet). Wir habe auch wenn es nichts bringen wird, Anzeige erstattet.
Mfg, Helga


josefderzweite antwortet um 22-05-2010 08:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
Hab erst gestern wieder vom PFT Skandal in D gelesen. Dort wurden net 30 tonnen sondern 250.000 tonnen verkauft und ausgebracht.

die 7 beteiligten sind jederzeit auf freiem Fuß gewesen!!!!!


Else schreibt ja: "wenns euch nix auskennts..."

Kennst du dich etwa besser aus als der Richter oder deine Katzenmafia????


walterst antwortet um 22-05-2010 09:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
ok.
ihr habt mich überzeugt.
ich werde das nächste mal meine schlachtabfälle auch nur irgendwo an den strassenrand werfen, damit ein gerechter ausgleich zu den Übeltaten in deutschland und vom kurbanfest stattfindet


helmar antwortet um 22-05-2010 10:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
?......?.....;)))
Mfg, Helga


Else antwortet um 22-05-2010 20:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
Zitat Josefdreizweite:
Else schreibt ja: "wenns euch nix auskennts..."

Wo denn? Herr Josef?


josefderzweite antwortet um 22-05-2010 21:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
Hier hast dei richtiges zitat: "Oder Ihr wisst es besser als der Richter. Gratulation."

des ondare wor schon die interpretation auf dein dreck denst hier verbreitet.... zieh dich wieder dort hin zurück wo du herkommst


Else antwortet um 22-05-2010 21:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
Herr Josef,

des war a a Dung, Dei Wortspende. Also Dreck zu Dreck.

Bei mir is sauber!

Alles wird gut, auch für Dich lieber Josef. Morgen ist Pfingsten. Was heißt das überhaps? Heute Mittag hat der Herr Kardinal dazu gesprochen. Ich nehme das sehr ernst.

Also: Fierde mit Dir


Gratzi antwortet um 23-05-2010 09:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
der Dung war super, der Mais wurde noch nie so gross und reif!
Nur die Anrainer hatten keine Freude!


Bewerten Sie jetzt: 30 Tonnen Schlachtabfälle eingeackert - Dung!
Bewertung:
5 Punkte von 1 Bewertungen (Maximum 5 Punkte)
message;237755




Landwirt.com Händler Landwirt.com User