DECKSTIER FÜR MUTTERKUHHALTUNG

Antworten: 6
CRS 27-02-2010 19:14 - E-Mail an User
DECKSTIER FÜR MUTTERKUHHALTUNG
Habe gehört das laut neuen TIERZUCHTGESETZ kein gekörter Stier mehr gebraucht wird .
Daher sollte sich man auch überlegen ob man sich einen Zuchtstier zu WUCHERPREISEN anschaffen sollte ( 2000€ oder mehr)!!!!!
Manche Fleischrinderzüchter glauben wirklich dass lauter Idioten gibt , die ihnen die IDIOTENSTEUER bezahlen!!!
Was sagt ihr dazu???????


MUKUbauer antwortet um 27-02-2010 19:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
DECKSTIER FÜR MUTTERKUHHALTUNG
Hi

na dann wird´s zeit das man unter den Betrieben zu tauschen Anfängt

gibts das zum Nachlesen irgendwo?


179781 antwortet um 28-02-2010 01:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
DECKSTIER FÜR MUTTERKUHHALTUNG
.
Ich weis schon, dass es einzelne Fleischrinderzüchter gibt, die nur mäßige Leistungen bieten und dafür das ganze Geld haben wollen. Bei denen brauchst du ja nichts zu kaufen.
Und wenn jetzt eine deckfähiger Jungstier mit ordentlicher Genetik im Hintergrund, gekört, halfterführig, weidegewohnt und mit allen übrigen Garantien frei Haus zugestellt einen Preis von 2000 Euro kostet, dann ist das eigentlich ein gerechter Preis.
Da musst du einmal darüber nachdenken, wieviel Geld ein guter Züchter in ordentliche Kühe, teure Besamungsstiere, Kosten für Zuchtverband, Leistungskontrolle usw. investiert und wieviel mehr Aufwand für die Betreung seiner Tiere notwendig ist. Der Mehraufwand der bei der Erzeugung eines ordentlichen Deckstieres gegenüber normalem Nutzvieh anfällt liegt auf jeden Fall über 500 Euro je verkauftem Stück Zuchtvieh. Und dann kommen solche Leute wie du, und wollen einem das mit viel Einsatz produzierte Vieh billig abknöpfen. Dann denke ich mir immer , diese Wucherer halten mich für einen Idioten.

Ein Beispiel aus der Praxis:
Nächste Woche habe ich einen Stier auszuliefern, der kostet 1950,- Euro. Der Bauer hat 25 Kühe. Wenn der von einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 3 Jahren und einem Kalb je Kuh und Jahr ausgeht macht der Stier 75 Kälber. Dann geht der Stier zum Schlachter und bringt etwa 1700 Euro Schlachterlös. Das macht dann zusätzlich zu den Haltungskosten 3,33 Euro je Kalb. Und darüber regst du dich auf , das das Wucher ist?

Gottfried



little antwortet um 28-02-2010 13:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
DECKSTIER FÜR MUTTERKUHHALTUNG
Hallo "IDIOT"

Durch die Gesetztesänderung, hat sich nichts geändert. Weil sowieso jeder decken konnte mit was er wollte und es keine Konsequenzen gab. Aber ich kenne einige Betriebe die mit billigen Kreuzungsstieren aus der Mastbox gedeckt haben. Mit den Resultat das die Hälfte der Kälber bei der Geburt tot waren. Also meine Frage: Welcher Stier hier woll Teuer ist?
Das komische bei den Mutterkuhhaltern ist, das manche immer glauben sie müßten das Rad neu erfinden. Bei den Schweinezüchtern habe ich noch nie eine Diskussion gehört über die Eberpreise und die kosten wirklich Geld. Da steht es auch außer Frage das die professionelle Zucht über die Dreirasssenkreuzung läuft, egal welches Programm die Betriebe verfolgen. Es gibt keinen Betrieb der auf die Idee kommt ein Mastferkel nicht zu kastrieren, weil das sein nächster Eber wird. Höchsten als Sucheber wird sowas eingesetzt bei künstlicher Befruchtung. Wieviel eine Besamung vom TA kostet weiß jeder plus den Zeitverlust in der Zwischenkalbezeit durch schlechtes erkennen der Brunst, da braucht man nur hochrechnen wie billig einem ein gekörter Zuchtstier schlußendlich wirklich kommt.
Also den Profis empfehle ich weiterhin; den Maststier mit dem größten Arsch aus der Mastbox suchen und hoffen das er auf der Weide zuerst den Bauer nicht killt und später die Kälber ohne Geburtshilfe kommen.

Schönen Sonntag noch
Little

P. S. Die Diskussion ist wieder typisch für die Landwirtschaft. Vom Bauer zu Bauer ist man sich alles neidig aber im Lagerhaus wird abgeliefert ohne Fragen und ohne zu murren. (Weizen 80,-€/to Stroh mittlerweile 120,-€/to ????????)


charotta antwortet um 01-03-2010 09:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
DECKSTIER FÜR MUTTERKUHHALTUNG
Die „Idiotensteuer“ wird so oder so fällig. Entweder wenn man sich einen anständigen Bullen bei einem guten Züchter kauft oder wenn die Schlachtabrechnung für die Endprodukte eines
„günstigen“ Mastboxenbullen ins Haus flattert, falls es überhaupt ein Endprodukt zum Vermarkten gibt.
Welche Steuer dann höher ausfällt und wer in den Olymp der Idioten einzieht ist in 90% aller Fälle schon geklärt.
Professionelle Mutterkuhhalter haben sich bei mir noch nie über den Preis für einen guten Bullen beschwert. Es sind die „Superspürnasen“, deren tägliches Handeln immer nur von der Angst getrieben wird, ein Berufskollege könnte sich einen Euro zu viel verdienen.
Manchmal sind es aber auch Züchterkollegen, die für den eigenen Zuchtbullen weniger ausgeben wollen als sie später für die Söhne davon kassieren wollen.
Die Superspürnasen verweise ich dann immer auf diese Züchterkollegen, so schließt sich der Kreis und alle sind glücklich und zufrieden.

P.S: Als ich mir den letzten Zuchtbullen in Frankreich geholt habe war ich mir auch nicht sicher wie hoch der Anteil am Kaufpreis jetzt als „Idiotensteuer“ anzusetzen ist.
Aber was tut man nicht alles um wiederum gute Bullen zu produzieren und diese möglichst „steuerfrei“ abzugeben ;-)



kraftwerk81 antwortet um 01-03-2010 09:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ js1


Wer billig kauft, kauft teuer.

Der Spruch trifft auf Zuchtvieh wohl mehr zu als auf sonst irgendwas.


Peter antwortet um 14-03-2010 15:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nicht gekörte Stiere sind in Zuchtbetrieben sowieso nicht zulässig!
Und Wucherpreise gibt es in der Rinderhaltung e nicht.


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