hans_meister 19-02-2010 09:51 - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?
Neben dem Einkommensverlust in der Landwirtschaft sind Preise auch ein wichtiges Signal: Was nichts kostet, ist nichts wert.
Warum wird alles teurer, nur die Lebensmittel werden billiger? Sind Lebensmittel nichts wert. es es anscheinden genug davon gibt? Oder sind die Argumente der Landwirtschaft zu schwach?


Gratzi antwortet um 19-02-2010 10:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?
in Österreich verdienen einfach zu viele mit, mit zu grossen Handelsspannen. Wieso kostet dann die selbe Ware in Deutschland 1/3 weniger????
Hab vorriges Jahr bei Aldi 1 Lt Olivenoel um 0,99€ gekauft, und bei Hofer ( wie Aldi)
die selbe Flasche der selben Marke um 2,70€.
1/4 Schlagobers um 0,32€ usw............!
Ungarn bei www.Tesco.hu ist das ganze noch billiger.
Gute Qualität muss nicht teuer sein!!!!!
Zum Glück haben wir die EU......... und die Bauern ihre Zuschüsse!


Gratzi antwortet um 19-02-2010 10:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?
Preis in Österreich????
Hab ein Stück " Bratl" erst in Wieselburg am Bauernmarkt um 3,--€ eingekauft, ist das billig?
Die Bauern verdienen viel zu viel, die Bauernmärkte sind am teuersten. und am Montag siehst die selben Aussteller in der Metro zukaufen; oder essen sie die ganze Woche 50kg Topfen alleine?



dorn antwortet um 19-02-2010 10:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?
Weil es im "freien Markt" in vielen Bereichen in Wahrheit ein Preisdiktat gibt - und keine Preisfindung nach Angebot und Nachfrage. Weil wir durch unseren Fleiß alles im Überfluß erzeugen, müssen wir froh sein, daß uns irgendwer die Ware "abnimmt". Im Fleischbereich regiert eine internationale "Fleischmafia", bin ich überzeugt. Da ist das Preisdiktat am offensichtlichsten.....


Gratzi antwortet um 19-02-2010 10:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?
@dorn
ja das ist richtig, aber die Bauern haben ja ihre Lobby.......wo sind die gewählten Kammerräte?
Allein wenn die Bauern in Wien streiken, fahren sie mit den teuersten und neuersten Traktoren aus, damit alle sehen, wie gut es ihnen geht!
Die Bauern wählen immer wieder die selben Vertreter, die sie nach der Wahl "über den Tisch" ziehen. Das kann ein anderer Berufsstand auch nicht, erzeugen ohne Abnahme!
Deshalb arbeiten und viel erzeugen, damit viel da ist, und der Preis noch günstiger wird.
Dafuer verkauft die EU in Afrika Hühnerteil zum Sonderpreis, Dank EU Zuschuss. Und der Bauer in diesen Ländern, kann seine Ware am Markt nicht verkaufen, aber als Dank bekommt er von uns wieder eine Spende!....... ist das nicht verrückt?
Deshalb weg mit den unfähigen Funktionären .......... weniger Bürokratie .... mehr Lohn!


Johannfranz antwortet um 19-02-2010 13:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?
Am Beispiel Brot : Wenn in Wien TÄGLICH der Tagesbedarf der Stadt Graz wegeworfen wird,
oder andere Lebensmittel original verpackt in der Mülltonne landen,
ist diese Frage eindeutig mit ja zu beantworten.


Peter06 antwortet um 19-02-2010 13:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?
Dem Konsumenten muss noch viel deutlicher vor Augen geführt werden, worauf es bei Lebensmitteln wirklich ankommt: Qualität und nur Qualität!
Das absurde Verhalten vieler Menschen, dass sie sich z. B. ein Auto um 25 000 € leisten, das Ganze noch mit Sonderausstattung um 5 000€ aufpeppen, aber die Lebensmittel beim Zielpunkt,
Lidl, und Konsorten oder sogar in Ungarn um billigstes Geld einkaufen, können wir sowieso nicht ändern.
Andererseits gibt es sehr viele, die sehr gern für Qualität bewusst mehr ausgeben würden, diese Konsumenten wir, die Produzenten, aber nicht erreichen.
Ich bin einer, der in diesem Segment produziert, aber auch konsumiert. Daher weiss ich, dass wir mündige, kritische Konsumenten brauchen, die bereit sind, bewusst hochwertige Produkte zu kaufen!
Und diese Konsumenten gibt es.
Und wir müssen sie bedienen.
Natürlich auch im Supermarkt mit entsprechenden Stückzahlen.
Meiner Meinung nach wird sich die lw. Produktion noch mehr aufsplitten: In Massenproduktion, die sich in Zukunft immer stärker mit dem Weltmarkt messen wird müssen, und in Spezialschienen, die aber auch ein breites Angebotsspektrum brauchen.


P.S. Wer Olivenöl um 0,99 kauft und auch noch glaubt, er hat damit gut eingekauft, der verdient nichts besseres........
Meint Peter




Icebreaker antwortet um 19-02-2010 14:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?
@Johannfranz
Naja, hast du (und alle, die dieses Beispiel immer und immer wieder anführen) auch schon mal darüber nach-gedacht, warum das meist so ist?

Bedenke mal all die unzähligen "Singlehaushalte" - Junge und alte/verwitwete Menschen)
UND bedenke, wie der Tagesbedarf an Brot bei einer Person wohl aussieht.

Worauf ich hinaus will ist: Man kauft 1kg Brot - welches spätestens nach 2-3 Tagen STEINHART ist, dassd damit wem den Schädel einschlagen könntest.
Augfrund der Inhaltsstoffe/Backtriebmittel blablaba halt, kannst das Brot nur noch entsorgen. (In der Stadt habens nun mal keine Henderln oder Pferde oder sonstige Vieher, bei denen man das Brot dennoch verwerten kann/könnte.

Abgesehen davon, stimmt das schon lange nicht mehr, denn das Brot vom Vortag wird in den meisten Supermärkten bereits seit längerem um -50% in einem Schüttkasten direkt vor den Kassen angeboten UND das Brot wird - wie bereits seit Jahren - weiterhin und verstärkt an div. soziale Einrichtungen weitergegeben.
Zb. SOMA Märkte und die alteingesessene Wiener Tafel. (Empfehle mal dannach zu googeln ;-)

Also ganz so einfach, wie sichs mancher vorstellt oder nachplauscht ist es nicht ;-)

NS: Ich kenne viele Leute, die viel drum gäben in Wien noch eine Bäckerei zu finden, wo man noch "anständiges" Brot bekommt. Vor 20 Jahren hat man Brot gut eine Woche lang essen können - und es war nach Tagen noch weich/knusprig und schmackhaft.

Wie bereits erwähnt: QUALITÄT wäre wieder gefragt. Vor allem, bei DEM Kilopreis. (Brot oft teurer als Fleisch!)
Insgesamt sehe ich da einiges im Argen, aber WAYNE?


mfg Ice






Christoph38 antwortet um 19-02-2010 15:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?
Da sieht man wie es auch gehen kann. Die Bäcker verkaufen schlechtere Qualität wie früher, aber zu einem hohen Preis. ;-)

Die ö Bauern meinen immer mit bester Qualität zum Erfolg kommen zu müssen und vergessen dabei auf den Preis.

Christoph

PS: Brot kann man auch einfrieren.


Icebreaker antwortet um 19-02-2010 15:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?
Genau so ist es leider.
Verstehe auch nicht, wie das geht. (Kauf dir mal eine Leberkässemmel ... Eur 1,50 drauf, und du kriegst eine Menue beim Wirten ums Eck ;-)

Zu deinem PS: Ja natuerlich. Aber schon mal SO ein Brot eingefroren und dannach beim Verzehr als schmackhaft befunden?
Ich bezweifle das ;-)

NS zu vorhin-igem Eintrag von mir:

Preisfrage: Warum glaubt ihr, wir das Brot vom Vortag um mindestens - 50% angeboten?














OK - die Antwort gleich: Weils am 3.Tag eben bereits hart ist.





kraftwerk81 antwortet um 19-02-2010 16:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?
@ Icebreaker,

Die Gschicht mit dem Brot mag vielleicht nicht haarscharf stimmen aber die Problematik zeigts schon auf. Meine Freundin hat eine Zeit lang beim Merkur in der Backabteilung gearbeitet. Es ist definitiv so dass Containerweise Lebensmittel entsorgt werden, ganz schlimm bei Obst, Gemüse, Milch- und Backwaren. Die hatten oft Abschreibungen von 40%! Und es wird immer schlimmer weil in jedem Kaff mittlerweile alle 100m ein Einkaufstempel steht und die immer alle Regale mit optisch super aussehenden Frischwaren voll haben müssen!


Faltl antwortet um 19-02-2010 16:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?
Ich glaube nicht das sie zu billig sind, eher das Gegenteil. Wenn man genau schaut wieviel in der Verpackung Lebensmittel ist und wieviel Luft. Und das zum gleichen Preis wie vorher dann wird mir schlecht.


grasi1 antwortet um 19-02-2010 16:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?
Wie wärs mit einem sebstgebackenen Brot, schmeckt auch viel besser!
Eine Stunde weniger im Kaffeehaus sitzen, dann geht sich das Brotbacken leicht aus.
Und außerdem bin ich der Meinung das die Lebensmittel viel zu billig sind.
Gute Ski kosten heute viel Geld bis zu 1000 EUR und noch mehr, die werden auch gekauft, sonst würden sie nicht produziert.
Urlaub wird auch gefahren, egal was es koste, Unterhaltungsartikel werden auch gekauft, ist auch egal was sie kosten, teure Autos usw.



mfj antwortet um 19-02-2010 17:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?

Ich denke man muss einen Unterschied machen zwischen "fertigen Lebensmitteln" und "unverarbeiteten Rohprodukten".

1980 hat man für einen Liter Rohmilch ca. 8 Semmel (vom Bäcker...) kaufen können,
2010 bekommt man für einen Liter Rohmilch, je nach Gebiet knapp einen Semmel.

Die Verarbeitung hat es geschafft, Ihre Produktionskosten auf das Produkt draufzulegen, die Landwirtschaft nicht, sie hat die Menge hochgefahren.

Semmel werden nach wie vor - nicht mehr gegessen als vor 30 Jahren, Milch wird fast ein Drittel mehr erzeugt. Kurz: ist schon geklärt.

Kapazitätsausweitungen ermöglichen den Preissturz abzufangen, zumindestens eine Zeit lang, jetzt stehen wir am "Scheideweg" - müssen alle Betriebe erhalten werden...ja oder nein ?

...dazu haben wir ja schon in unzähligen Beiträge gepostet - Einigkeit ist keine Sicht - nicht mal ein Weg oder eine Abfahrtsschneise ist vorhanden.

Die Politik traut sich nicht die Wahrheit zusagen, der Bauernbund hofft auf ein Wunder, und die IG- MIlch auf eine "Fingerzeig-Gottes" oder eine "Arschtritt vom Teufel".

Derweil richtet sich der Markt, konzentriert sich, und hat das Spiel: "Bauer wirft Bauer" amüsant als Gag in die Ladentheke gebracht....



teilchen antwortet um 19-02-2010 22:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?

Die Lebensmittel sind im EU-Vergleich sogar teuer, Österreich ist innerhalb der EU-Staaten im oberen Drittel mit den Lebensmittelpreisen.

Es darf nicht übersehen werden, dass es nicht die gleichen Konsumenten sind, die einerseits ihre Lebensmittel in Billigsupermärkten kaufen und andererseits ein teures Auto fahren oder Zeit zum Caféhaussitzen haben.

Genauso wenig wie es immer die gleichen Bauern sind, die die größten Traktoren haben, die am meisten jammern...




Haa-Pee antwortet um 19-02-2010 23:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?
MFJ hat die wichtigsten positionen sehr gut erklärt.

die sache mit dem brot ist folgende.
ein weitschichtiger verwandter hat eine bäckerei inkl cafe und galerie.

das brot schmeckt auch quer durch österreich fast gleich!
die auflösung des wunders besteht darin dass fast alle bäcker mit fertigmischungen von der pfahnl mühle,backaldrin und die grossen player auf dem gebiet halt so heissen backen.

da braucht nur mehr wasser rein und die richtige knetstufe und zeit eingehalten werden.

ein grosss geschäft ist die bäckerei aber trotzdem nicht also mein verwandter hat ganz schön zu "backen" und die backen schon seit über 80 jahren.
der grund sind die immer steigenden geschäftsmieten,die immer höher werden personalkosten, die ausstattung,der fuhrpark usw.
das einzige was stagniert sind eben die rohstoff preise bzw die mischungen.

lebensmittel sind nicht zu billig zu billig sind nur die darin enthaltenen ausgangsstoffe und rohstoffe!
anschliessend wird im wertschöpfungs und veredelungs weg immer kräftig draufgeschlagen!

die landwirtschaft hat immer nur die produktivität und und produktionserhöhung intus und selten die "clevere" vermarktung.

für clevere vermarktung von roh und grundstoffen sollte sich die landwirtschaft bei der OPEC als praktikant einschleusen um deren marktsteuerung kennen zu lernen!

die OPEC hat aus einem überschussmarkt in den 60er jahren dann das "ruder" in die hand genommen und einen "kontinuierlichen" aufstieg der rohstoffpreise bis in die jetzt zeit durchgesetzt! (den chart kann sich jeder raussuchen der ist beeindruckend!)
eine initialzündung war der "ölpreisschock" anfang der 70er jahre danach war der weg nach oben frei!

dh im übertragenen sinne müsste global gesehend die landwirtschaft für ein wirtschaftsjahr die produktion um 25 prozent drosseln und ich glaube zu erkennen dass dieser "lebensmittelschock" einen nachhaltigen kontinuierlichen anstieg bewirken könnte in dem auch kleine produzenten ihren platz wieder finden!


FraFra antwortet um 20-02-2010 11:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?
solange ein liter mineralwasser teuere ist als milch!!!!

aber es wird wieder mal anders kommen!!





teilchen antwortet um 20-02-2010 12:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?

@haapee

Ich würde die Nahrungsmittelversorgung nicht ganz mit der Energieversorgung vergleichen, obwohl es viele Parallelen gibt.
Es ist klar, dass beides zur Grundversorgung einer Volkswirtschaft notwendig ist, sonst sinkt die Produktivität, und der soziale Frieden ist in Gefahr.
Wer würde noch den Müll wegräumen, oder Kinder unterrichten oder einen Blinddarm operieren, wenn er hungrig wäre oder seine Wohnung nicht mehr heizen könnte?

Daher braucht es politische Steuerung um die Versorgung zu sichern.
Die Lieferanten fossiler Energien sind überschaubar, und sie haben sich organisiert, und die Ressource ist begrenzt verfügbar.
Bei der Landwirtschaft ist das nicht der Fall, und die Verfügbarkeit landwirtschaftlicher Produkte scheint unbegrenzt zu sein.

Dass die Preise so niedrig sind, hat mit diesem scheinbar unbegrenzten Überangebot zu tun, das der Handel natürlich nützt.
Um Käufer in die Filialen zu bekommen, locken "Frequenzbringer" wie weiße Milchprodukte mit Niedrigstpreisen.
Gerade die Wenigverdiener reagieren sehr sensibel auf Preiserhöhungen und gehen sofort zur Konkurrenz wenn die Milch oder die Butter dort weniger kosten.


Ich habe einen anderen Vergleich zur Landwirtschaft, und zwar die Druckereibranche.
Die Druckereien haben mit vergleichbaren Herausforderungen zu kämpfen, nämlich langfristige Investitionen auf einem immer schneller drehenden Markt, auf den sie nicht flexibel genug reagieren konnten.
Eine Druckmaschine amortisiert sich erst nach mehreren Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, und sie soll im Idealfall Tag und Nacht in Betrieb sein, um optimal ausgelastet zu sein.
Da werden dann auch Druckaufträge angenommen, die nicht mehr kostendeckend sind, einfach um die Maschine nicht stehen zu lassen. Und so entwickelt sich der Preis nach unten, denn die Auftraggeber nützen natürlich das Überangebot und kaufen billig ein.

Noch vor Jahrzehnten war das eine sehr lukrative und angesehene Branche, der vielen qualifizierten Menschen Arbeit bot.
Mit der Digitalisierung und internationaler Konkurrenz begann sich die Preisspirale nach unten zu drehen, die nie wieder rückgängig gemacht werden konnte.
Heute gibt es nur noch einen Bruchteil der Druckerein von vor 30 Jahren, die Arbeitsplätze sind für immer weg.
Für diese Branche gab es keine Ausgleichszahlungen, es blieben einige wenige Großdruckereien und spezialisierte Betriebe übrig.
Und trotzdem sind heute Druckproduktionen in besserer Qualität und preiswerter zu haben als je zuvor.




pa1984 antwortet um 20-02-2010 12:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?
Die landw. Rohstoffproduktion wird natürllich auch in Zukunft eine "Niedrig-Preis-Produktion" bleiben. Das ist auch gut so. Nahrungsmittel sind viel zu wichtig; eine strategische Verknappung hätte katastrophale Folgen. (Immerhin sind in Europa Kriege geführt worden, weil die Versorgung der eigenen Bevölkerung mit Nahrungsmitteln gesichert sein sollte. Stichwort: "Lebensraum"). Wer in der Rohstoffproduktion tätig bleiben will, sollte sich keinen Illusionnen hingeben.

Daneben gibt es aber auch einen Markt für "inwertgesetzte" Produkte. Dazu gehören: Bioprodukte, geschützte Herkunft, regionale Spezialitäten, Dienstleistungen (Urlaub am Bauernhof, Altenbetreuung), Direktvermarktung usw.

Dazwischen (Rohstoffproduktion - "Inwertsetzung") wird es keinen Platz geben.


Hirschfarm antwortet um 20-02-2010 12:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?
@haapee
Für die Bauern mit zu kleinen Tierbeständen und zu wenig Fläche ist der Zug meiner Meinung nach abgefahren. Durch immer größere und effizientere Maschinen und Ställe können die kleinen Betriebe jetzt schon nicht mehr bei den Produktionskosten mithalten. Ausnahmen sind gewisse Nischenprodukte. Die Richtung wird von den Supermärkten(Verbrauchern) vorgegeben. Und die Mehrheit will oder kann sich nur billige Lebensmittel leisten.

Lebensmittel sind meiner Meinung nach in Österreich nicht zu billig. Nur die Sozial- und Verwaltungskosten sind viel zu hoch und deshalb ist alles andere zu teuer.


palme antwortet um 20-02-2010 15:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?

Wer kann jetzt schon sagen was die Zukunft wirklich bringt?

http://www.br-online.de/wissen/umwelt/ernaehrungskrise-DID1208781391806/lebensmittel-fleisch-ernaehrung-ID1210081944431.xml




teilchen antwortet um 20-02-2010 19:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?

@palme

So ist es doch jetzt schon:
Die Reichen haben genug Geld, um sich Fleisch leisten zu können. Und die Schweine und Rinder fressen den Armen das Brot weg.

Weniger Fleisch essen wäre angesagt.




Haa-Pee antwortet um 20-02-2010 21:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?
hirschi mit den kleinen betrieben hab ich eher die österreischischen betriebe zwischen 50-100ha gemeint der rest ist auch meiner meinung nach ein auslaufmodell!

wie du auch richtig erkennst sind nicht die produkte zu teuer sondern die drauf lastenden sozialabgaben und verwaltungsentgelte!

ich bin nicht fürs herumkramen in der guten alten zeit.

aber es lässt sich dokumentieren welchen wert unsere produkte in den 20,30er jahren hatten.

da bekam man für einen festmeter rundholzverkauf einen handwerkermeister mit ganz offizieller rechnung einen ganzen 10 stundentag!!!
das ist ein faktum und zu beweisen!

heute bekommst du für einen festmeter holz einen handwerkermeister gerademal für 1(EINE) offizielle arbeitstunde!

anhand dieses beispieles sind man die kruz und das problem mit den produktpreisen sehr genau!

die lebensmittel sind eben nicht zu billig!
nur sämtliche zugekaufte leistungen und öffentliche abgaben und verbrauchsgüter sind in der relation zu teuer!




walterst antwortet um 21-02-2010 00:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?
@haapee
So lang ist das nicht her mit den günstigeren Preisrelationen und die Spreizung war noch viel größer.
Ich bin jetzt zu faul, um es genau herauszusuchen, aber ich hab wo eine Baumeisterrechnung von 1956. Da kostete der Maurer glaube ich 14 Schilling die Stunde.
In den Landwirtschaftlichen Mitteilungen des selben Monats war der Holzpreis mit 600 Schilling angegeben. Also konnte man mit dem 1 fm Holz den Maurer nicht nur 1 Tag, sondern beinahe eine ganze 45 Stunden-Woche zahlen.

Ähnliches von Anfang 70er Jahre: Einen für damalige Verhältnisse schon recht großen Traktor, nämlich einen Steyr 650 mit Frontlader hat man für 10 Ochsen oder Versteigerungskalbinnen bekommen. (gut - den selben Traktor kriegt man heute auch noch für 10 Ochsen. Ist dann halt 40 Jahre alt :-)


Gratzi antwortet um 21-02-2010 11:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind unsere Lebensmittel zu billig?
da kann man wieder sehen, was Österreichische Waren wert sind:
http://www.krone.at/krone/S32/object_id__186162/hxcms/index.html

da kauf ich gleich im Ausland ein, da ist es wenigten Billig, und wenn ich mir den magen verderbe, hast nicht viel gekostet.

Ich hab schon bemerkt, nicht immer ist österreich drin, wenn Österreich drauf steht.
Nur wenn Leute glauben, das es gut ist wenn es teuer ist, sind selber Schuld!


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