Biomasseheizung oder Erdgasheizung

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baldur 10-01-2010 17:40 - E-Mail an User
Biomasseheizung oder Erdgasheizung
Beschäftige mich schon seit längerem meinen bisherigen älteren Scheiterholzkessel gegen eine komfartablere Heizung fürs Wohnaus auszutauschen.
Habe mehre Angebote für Pellets-Energiekornkessel schon zu Hause, nur diese relativ hohen Investitionskosten haben mich noch zu keiner Entscheidung kommen lassen.

Die Kosten bei Energiekorn-Peletskessel inklusive neuen Heizraum , Kamin liegen bei € 30.000,... Eine Erdgasheizung würde mir dagegen ca € 10.000 kosten. Anschlusskosten sind keine zu bezahlen, da Anschluß bereits seit 35 Jahren an der Hausmauer eingerichtet wurde. Gebäudemäßig sind auch keine weitere Investitionen notwendig.

Berücksichtigt man bei Biomassehheizung zwar Förderungen ca. 25 % bleibt immer noch eine Differenz von ca € 14.000. Mit dieser Summe könnte ich schon einige Jahre die Gaskosten bezahlen(jährl. ca. € 1.800,--). Heizmaterial für die alternative Heizung habe ich ja auch nicht gratis.
Wollte nie ein Heizung mit Gas oder Öl, aber aus der wirtschaftlicher Sicht wird man auch in diese Richtung gedrängt. Günstige Hackschnitzelheizung über Gemeinschaftsanlagen sind bei uns leider nicht möglich. Holz ist kaum am Betrieb vorhanden.


Bauernhaus antwortet um 10-01-2010 18:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biomasseheizung oder Erdgasheizung
Wenn du nur den Kostenfaktor mit € 30.000,-- beachtest, hast du wahrscheinlich recht.
Fühlst du dich mit einer Gasheizung wohl (Preis, Versorgungsunsicherheit, Haus fliegt in die Luft .... usw.) dann bau dir eine ein. Kann mir nicht vorstellen, dass eine Pelletsheizung € 30.000,-- kosten kann, wenn du selber ein wenig Hand anlegst. Kostet vielleicht € 15.000,-- und dann schaut´s schon anders aus.

Warme Stube wünscht Bauernhaus


Muli1 antwortet um 10-01-2010 19:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biomasseheizung oder Erdgasheizung
Hallo
Das billigste Heizmaterial ist und bleiben die Hackschnitzel,
selbst wenn die steigen wird der Preis für Pellets od. Gas um einiges
mehr sein.
Hackschnitzel kann an sich auch zustellen lassen, wenn man 1 en ganzen LKW-zug kauft (ca.80 srm) bekommt man einen guten Preis.
Mfg Muli1



baldur antwortet um 10-01-2010 19:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biomasseheizung oder Erdgasheizung
An Bauernhaus:

Wenn ich um € 15000 eine Pelletsheizung bekommen würde, hätt ich schon längst eine.

Heizkessel, Lagerbehälter mit Zubringung, neuer Heizraum mit Kamin kosten leider mehr, und dann ein Kessel der auch für Energiekorn tauglich ist, kostet um 50 % mehr.
Reiner Pelletskessel kommt für mich nicht in Frage, da Pellets genaus so teuer kommen wie Gas,Öl.

Ich bin kein Fan vo öl ud Gas, aber wirtschaftlich solls auch sein. Übrigens hab noch nie was bei uns, und hier wird sehr viel Erdgas verheizt, von Haus in die Luft fliegen gehört.

Für mich sollt hier im Forum seriös und objektiv diskutiert werden.


Kallo antwortet um 10-01-2010 19:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biomasseheizung oder Erdgasheizung
Wenn schon Gasanschluß da ist, würde ich Diesen nutzen, und dafür noch einen Holzbeistellkessel dazu stellen. Muss ja nicht ein Holzvergaser sein, aber ein stinknormaler Stückholzkessel für die Zeit, wo man sich im Haus aufhält und Stückholz zur Verfügung steht. Stückholz läßt sich einfach und überall lagern, im Gegensatz zu Pellets oder Hackschnitzel. Stückholz fällt immer wieder an, und läßt sich einfach heizgerecht herrichten. So ein Beistellkessel ist soagr neu günstig zu bekommen. Aber der Kamin muss ohnehin wegen des Gases (niedrige Abgastemperatur) saniert werden. Edelstahlrohr einziehen, oder auch keramisch sanieren. Da kann auch der Holzkessel dazu gehängt werden, denn gleichzeitig wird eh nicht geheizt. Sehr günstig wäre allerdings auch ein Puffer für den Holzkessel, aber das erhöht die Kosten doch wieder ganz schön.


Shalalachi antwortet um 10-01-2010 20:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biomasseheizung oder Erdgasheizung
Hallo!
Exposionsgefahr ist bei Gas immer ein Thema, aber wenns fachmännisch gemacht wurde ja kein problem sonst würde öfter ein Haus in die Luft fliegen.
Ehrlich gesagt: wenn du schon mal Geld in die Hand genommen hast und dir eine Hauszuleitung legen lassen hast dann würd ich sie jetzt auch nehmen.
In Kombi mit einer Holzheizung, halten sich dann auch die Kosten in Grenzen.
Sollte uns Vladimir wirklich mal das Gas abdrehn hängt auch ein Großteil der Elektrischen Spitzenstromversorgung (Gaskraftwerke) dran, und dann werden sich Faymann und Vladimir sicher schnell wieder einig.

Am besten wäre aber immer noch eine gemeinschaftliche Großheizung, wir haben sowas im Ort, ist an Komfort eigentlich nicht zu übertreffen (genau so wie Gas) und etwas günstiger als Gas.
Ich hab aber auch noch eine Holzheizung in der Wohnung falls meine Liebe mal kalte Zehen hat. :-)
lg Shalalachi


Bauernhaus antwortet um 10-01-2010 22:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biomasseheizung oder Erdgasheizung
Hallo baldur!
Nimm´s nicht gleich so tragisch. Aber es ist Wahrheit dahinter. Meine zwei Schwager heizen mit Gas und mußten gleich beim Anschluss Geruchsproben machen, damit sie rechtzeitig flüchten können, wenns einmal nach Gas (mit Geruchsverstärker) stinken soll. Da haben sie schon nocheinmal nachdenken müssen. Haben nebeneinander gebaut, heute würden sie nur mehr eine gemeinsame Heizung betreiben. Ich habe 2009 eine Hackschnitzelheizung um € 20.000,-- (Förderung schon abgezogen) eingebaut und weis, dass eine Pelletsheizung um einiges billiger ist. Der Kamin hat mir mit Aufstellen (Rohr-Kamin) € 1.600,-- gekostet. Ein Lagerraum für Pellets ist auch nicht so teuer. Aber jeden seine Sache.

Schönen Abend



Newbie antwortet um 10-01-2010 22:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biomasseheizung oder Erdgasheizung
Wenns kein reiner Pelletskessel sein soll ... schon mal über einen Scheitholz-Pellets-Kombi nachgedacht ... gibt´s von ETA ... auch als Buderus und von Solarfocus ... evt. noch weitere ...

Möglich wär´ natürlich auch Gastherme in Verbindung mit einem Kachel-/Speckstein-/Schwedenofen im Wohnraum ... denn ... nur so in Anlehnung an den Beitrag der sich auf Gaskrise und Gaskraftwerke bezieht ... ohne Strom funktioniert weder Gastherme noch Pellets- oder Hackschnitzelkessel.


tch antwortet um 10-01-2010 22:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biomasseheizung oder Erdgasheizung
Heize seit über 10 Jahren mit Gas, ohne Probleme, ohne Geruchsproben....(Blödsinn)

Es ist auch egal ob ich von der Willkür eines Hackschnitzel oder Gaslieferanten abhängig bin!

tcg


Hacki antwortet um 11-01-2010 08:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biomasseheizung oder Erdgasheizung
Gas ist nun mal der teuerste Brennstoff .
Wenn die Gasinstallation fachmänisch ausgeführt wird, brauchst du keine bedenken haben.
Es gibt eine einfache Möglichkeit die vielleicht richtige Entscheidung zu treffen.
Willst du niedrige Investitionskosten und eventuelle hohe Betriebskosten in Kauf nehmen, dann nimm Gas.
Willst du dagegen niedrige Betriebskosten haben dann nimm Hackschnitzel oder Pellets,allerdings sind hierbei die Investitionskosten höher.
Rechnet man mit dem Angegebenen Preis für Gas von ca 1600,00 Euro pro Jahr,
würdest du mit Pellets beim heutigen Preis 900,00 sparen.
Bei Hackschnitzel noch ein bischen mehr.
Mit einer Hackschnitzelkesselanlage z.B. von ETA könntest du Pellets Hackschnitzel oder Miscanthus verheizen und bist damit flexibel.
mfg
Hacki
www. wagner-hjolzheizung.de


Stonebear antwortet um 11-01-2010 09:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biomasseheizung oder Erdgasheizung
Hallo

Bei so geringen Heizkosten wird sich keine Hackschnitzelh. rechnen.
Wenn du Gas nimmst würde ich das Haus dämmen mit dem gesparten Geld.

mfg


Willo antwortet um 12-01-2010 01:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biomasseheizung oder Erdgasheizung
Wieso sind keine gemeinschaftsheizungen möglich??


pepesmeinung antwortet um 12-01-2010 07:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biomasseheizung oder Erdgasheizung
Es ist und bleibt eine Religionsfrage. Vergleich: Alljährlich mäste ich selbst ein Schwein für den Eigenverbrauch, obwohl ich in einem Großmarkt das Fleisch billiger fertig kaufen kann. Es ist mir einfach wert, mehr für das Fleisch auszugeben, aber zu wissen, wo es herkommt.
Deshalb würde ich auch niemals eine Gastherme einbauen, so günstig sie auch sein mag. Entweder man unterstützt heimische (und Co2-neutrale) Energieträger oder man tut es nicht. Das ist die eigentliche Frage....


werwiewas antwortet um 12-01-2010 08:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biomasseheizung oder Erdgasheizung
Haben vor 2 Jahren umgebaut, alles neu Heizungsmäßig nur den alten Allesbrenner aus dem 74er Jahr steht noch drinnen. Haben selbst kein Holz am Betrieb,, sondern beziehen gratis Palettenholz zu heizen.
Unsere Anlage funktionier mit auch mit Gas (d.h. wenn die Vorlauftemp. unter 74° Grad geht schaltet sich der gaskessel autom. ein) nur hab ich es nicht angeschlossen, weil sonst niemand mehr mit Holz heizen würde. Könnten die Anlage auch mit einem Pellet- bzw. Hackgutofen ergänzen (Anschlüsse, Steuerung darauf ausgelegt) ist aber Aufgrung das ich beider zukaufen bzw. neue Anlagen bauen müßte zur Zeit kein Thema.
Unser Holzofen ist mit einen Pufferspeicher kombiniert, damit er Wärmespitzen abfangen kann.
Momentan würd ich mir einen größeren Stückgutofen mit Puffer kaufen, der so groß ist das man max 2x am Tag gefüllen muß. Wenn der dann bis 1m Scheite unterbringt, brauche ich die paletten nicht so klein zerlegen.
Ist aber sicherlich auch eine Investition von 15-20000€ (50-75kw)



derrick antwortet um 12-01-2010 19:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biomasseheizung oder Erdgasheizung
Griaß Di,

habe vor zwei Jahren einen KWB Pelletskessel eingebaut. Hat mich nach Abzug der Förderung von € 2000.- ca. € 13.000.- gekostet.
Habe alles - bis auf einenhalben Tag Installateur selbst gemacht. Mit dabei auch das Einziehen eines Edelstahlkamins in einen Isolierkamin. Dabei auch das Heizhaus verfliest (selber) und das Errrichten des Pelletslagerraumes.

Würde mich nicht vom Gas abhängig machen.

Schönen Abend noch - Pfiati.


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