EU torpediert Regionalität!

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  23-11-2009 18:35  grasi1
EU torpediert Regionalität!



Wärend in ganz Europa Schlagwörter wie "Nachhaligkeit", "Umweltschutz durch kurze Wege" oder "Aus der Region - für die Region" gerne von der Politik verwendet werden, könnte die gespag als Träger der oberösterreichischen Landeskrankenhäuser von der EU dafür abgestraft werden, das sie in ihren Kliniken Milch und Milchprodukte aus Oberösterreich verwendet.
Harald Geck, Vorstand der gespag, hatte vor Kurzem ein Mahnschreiben des Europäschen Gerichtshofes erhalten. Darin wurden kritische Fragen zur Ausschreibungspraxis des Krankenhausträgers für Lieferung von Milch u. Milchprodukten gestellt.
Der Verdacht der EU-juristen ist offensichtlich: Es wird vermutet, dass die gespag ihre Ausschreibungen so gestaltet habe, dass die Teilnahme für nichtösterreichische Bewerber völlig uninteresant wurde.
Bei der gespag hat man für diese Unterstellung kein Verständniss: "Wir sind europaweit die erste Krankenanstalt, die die Vergabe von Lebensmittellieferungen ausgeschrieben hat", unterstreicht Geck, der auch betont, sich immer an die Regeln des EU - Vergaberechts gehalten zu haben.
Ausgeschrieben wurden:380000 Liter Milch, 1,6 Mio. Packerl portionsweise abgepackte Butter und 47000 kg Topfen die in den Kliniken gebraucht werden.
Die produkte kommen nach dieser Ausschreibung von der Gmundner Milch, von Bergland Wels, Spielvogel in Schärding,Stadler in Rohrbach und Roiderhof in Vöcklabruck.
In der Kritik der EU-juristen steht offensichtlich vor allem eine Vorgabe der Ausschreibung, die potenzielle Lieferanten zum Einhalt bestimmter Lieferfristen und Intervalle verpflichtet. Doch dafür gibt es bei der gespag auch einen nachvollziehbaren Grund: Milch und Milch produkte sollten am besten so frisch wie möglich sein, und das jeden Tag!

Was sagt man dazu?