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  18-11-2009 11:47  MF7600
direktsaat
wer hat erfahrung mit der umstellung auf NO TILL?
sätechnik bei getreide und mais? fruchtfolge? zwischenfrüchte?
mir würde die easydrill von sulky gut gefallen.

  18-11-2009 19:23  Tyrolens
direktsaat
Also die meisten Fragen wird man dir nicht beantworten können, weil jeder Standort anders ist.
Die Frage nach der Technik ist erst recht spät relevant. Die Frage ist zuerst mal, ob deine Böden schon Direktsaat-tauglich sind, welche Früchte unbedingt in die Fruchtfolge sollen, ob das dann eine ausgewogene Sache zwischen Halm- und Blattfrüchten, Sommerungen und Winterungen ist. Ob du Problemunkräuter hast, wie du die in den Griff bekommst, wie du die Düngung anpassen kannst, usw. Also zuerst mal ein großes Planspiel, ist das.

  18-11-2009 22:33  Newbie
direktsaat
www.gkb-ev.de

Falls du noch nicht sowieso schon mit Mulchsaat arbeitest solltest du erstmal damit Erfahrungen sammeln.
Mulchsaat ist üblicherweise über einen Großteil der Fruchtfolge auch mit der schon am Betrieb vorhandenen Technik machbar.
Es gilt die Empfehlung vorerst mit der vorhandenen Technik Erfahrungen zu sammeln bevor über Neuanschaffungen nachgedacht wird.

Innerhalb der No-Tiller Gemeinde wird oft über die Vor- und Nachteile von Scheiben- und Zinkensätechnik diskutiert - im Moment geht der Trend in Europa eher zum Zinken ... ausserdem wird - insbesondere wegen der ständigen Mulchauflage bei Direktsaat - intensiv mit neuen Düngetechniken experimentiert - im Moment zeichnen sich Vorteile bei überwiegender Unterfußdüngung im CULTAN-Verfahren ab - kann die Sulky das?

Ist dir bewusst, dass du schon bei minimaler Stoppelbearbeitung (6cm Arbeitstiefe) auf teure Direktsaattechnik verzichten und mit einer leichteren (und billigeren) Mulch- / Universalsämaschine ebenso gute Feldaufgänge erzielen sowie auf den fast obligatorischen Einsatz von Roundup verzichten kannst?

Dennoch - ja - ich bin ein Direktsaat Fan ... die dafür wirklich notwendigen Investitionen sind bei meiner Flächenausstattung aber nieundnimmer rentabel.
Hier ein paar Links vom Besten was ich derzeit an Direktsaatsystemen kenne:

http://www.pfluglos.de/media/documents/1242392259.pdf
www.smul.sachsen.de/de/wu/Landwirtschaft/lfl/inhalt/download/Sander-Direktsaat_kompr.pdf


  19-11-2009 08:43  MF7600
direktsaat
in der fruchtfolge sind hauptsächlich mais, winterweizen, sojabohne und zuckerrübe! böden sind von leich bis schwer- von sandig bis lehmig, alles vorhanden! arbeite seit einigen jahren mehr oder weniger pfluglos( voriges jahr versagte die mulchsaattechnik aufgrund feuchter witterung beim weizenanbau) zwischenfrüchte wären senf alexandrinerklee phacelia und ölrettich. wichtig wäre für mich, dass im herbst die sätechnik im gemulchten maisstroh funktioniert. ich möchte nächstes jahr in neue sätechnik investieren die direktsaat und mulchsaattauglich ist. mulchsämaschinen hab ich schon alle probiert (terrasem, kerner eros, accord msc, ....). haben alle einen sehr hohen kraftbedarf.


  19-11-2009 20:44  Newbie
direktsaat
Wie man so hört sollen Scheibenmaschinen grade bei etwas feuchteren Bedingungen (fehlende Gegenschneide des Bodens) und fein gehäckseltem Stroh so Ihre Probleme haben.

Hab´ sogar schon gelesen, dass bei gestripptem Getreide mit Scheibenscharen ein besserer Feldaufgang beobachtet wurde da lang belassenes Stroh den Anforderungen der Scheibenschar Maschinen eher entspricht. ("Erfolgreicher Ackerbau ohne Pflug" - ISBN: 3-7690-0574-0)

Trotzdem gibt´s aber natürlich auch die Möglichkeit eine Scheibenschardrille für schwierige Bedingungen weiter aufzurüsten.

z.b: mit Strohräumern: www.yetterco.com/prod_p_narrowrowresman.php

sowie vorlaufenden Wellsechen und/oder verschiedenen Scheibenformen für die verschiedensten Bodenbedingungen: www.yetterco.com/product_images/coulter_blade_selection.gif

Bei einer Diskussion über Scheibenschardrillen an sich wurde auch erwähnt, dass die Besonderheit südamerikanischer Drillen darin besteht, dass sich die Doppelscheiben durch Reibung aneinander ständig nachschärfen - ein Konzept, dass z.B.: auch von Vieskanmetalli in eine Väderstadt oder zumindest Väderstadt-ähnliche Drille implementiert wurde.
www.vieskanmetalli.com
http://www.semeato.com.br (deuschsprachiger Kontakt www.migamo.ch)


Was Einzelkorndirektsaat angeht wurde von Fankhauser schon Gutes berichtet ...
www.fankhauser.com.br (deutschsprachiger Kontakt www.migamo.ch)

Und natürlich gibt´s auch Farmer die sich Ihre Maschinen ziemlich umgebaut haben:
www.cedarmeadowfarm.com


Natürlich soll aber auch die Zinkentechnik - die mir persönlich etwas sympathischer - da meiner Meinung nach robuster - ist - nicht unerwähnt bleiben ... für echte No-Tiller aber natürlich vielzuviel Bodenbewegung:

http://www.gkb-ev.de/forum-new/viewtopic.php?f=8&t=8

Besonders beachtenswert meiner Meinung nach sind Kökerling "Ultima" sowie Tonutti "Quasar" wobei mir persönlich das Säschar der Quasar besser gefällt.

www.koeckerling.de
www.tonutti.it/products/seeder.php

In der aktuellen Maschinenübersicht der LOP (http://www.pfluglos.de/media/documents/1257509707.pdf) wird die Quasar übrigens mit der Anmerkung "Universaldrillmaschine mit Unterfußdüngung., opt. Einzelkorndosierung" geführt - wie gut das funktioniert, was alles möglich ist ??? keine Ahnung

Einfachere (und billigere) Ausführungen in ähnlicher Bauweise:
www.mnt-notill.ch/seeder.htm
www.eco-dyn.de

  19-11-2009 22:50  Tyrolens
direktsaat
Wie gesagt, die Technik steht erst recht weit unten auf der Liste.
Aber Unterfußdüngung muss schon sein. Scheibenschare schmieren gerne den Saatschlitz zu. Zinkenschare bewegen zu viel Boden (Unkraut keimt dadurch) und lassen den Boden Saatschlitz schneller austrocknen.
Die Quasar ist nicht schlecht, aber wenn's feucht ist schmiert die dir den Boden von Saatschlitz zu.

MF7600: Ist eh schon eine sehr abwechslungsreiche Fruchtfolge. Das macht die Sache leichter. Also ich an deiner Stelle würd einfach mal mit ein paar ha anfangen. Musst halt eine passende Maschine auftreiben. Am besten anfangs per Maschinenring o.ä.



  19-11-2009 22:56  MF7600
direktsaat
hat jemand erfahrung mit der easydrill oder einer moore unidrill bei weizensaat nach maisstroh?