Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe

Antworten: 18
  17-11-2009 10:58  angelika
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe
Paare, die miteinander arbeiten und leben sind im Alltag mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Was sind die Chancen und die Gefahren wenn man Tisch, Bett und Arbeitsplatz teilt?
Zu diesem Thema arbeitet Marianne Schindlecker an einer Diplomarbeit für eine Beratungsausbildung an der Donau-Uni. Ihr Interesse gilt Paaren, die miteinander einen 2-5 Personen-Betrieb leiten, wie eine Landwirtschaft, ein Sägewerk, ein Gasthaus oder beispielsweise ein Lebensmittel- oder Handelsgeschäft.
Wie schaffen Sie es, den Alltag zwischen Betrieb und Ehe zu gestalten? Was meinen Sie, sind die Hürden, auf die aufzupassen wäre? Wo sind für Sie die Vorteile an dieser Lebensform?

  17-11-2009 15:29  Moarpeda
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe…
meine mutter sagt immer, wenn zwei leute zusammen sind ist um einen zuviel, naja ist ein bisserl krass ausgedrückt ;-))

aber sinnentsprechend halte ich es für wichtig gewisse abstände einzubauen, und wenn es nur ein getrenntes schlafzimmer ist ;-)).

was aber noch wichtiger ist, "gleich und gleich gesellt sich gern"

gegensätze ziehen sich an kannst vergessen oder ist nur bei einem(einer) masochisten(in) mit erfolg gekrönt :-(

  17-11-2009 16:34  org
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe…
Ich habe mit meiner Frau gerne und bestens zusammengearbeitet. Sei es beim Hausbau oder in der Landwirtschaft oder im Haushalt. Wir hatten die gleichen Vorstellungen vom Arbeitsziel und daher kaum Meinungsunterschiede. Was wir nicht konnten war gemeinsam ausgehen. Da gab es regelmäßig Streit (wann gehen wir heim, zu welchen Leuten setzen wir uns, blöde Unterhaltungsthemen, wer fährt usw...)
Jetzt sind wir 32 Jahre verheiratet und können rückblickend sagen dass es gut und schön war. Gemeinsam arbeiten mussten wir häufiger als gemeinsam ausgehen ;-)

  17-11-2009 18:51  bergloewe82
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe…
@ org
Auf den ersten Blick dachte ich du bist mittlerweile geschieden. Schreibst alles in der Vergangenheit. Ich hoffe dem ist auch in Zukunft nicht so.

Ich führe mit meiner Frau einen kleinen Reit und Einstellbetrieb und ich bin nebenbei vollberufstätig. Von dem her haben wir immer wieder Phasen in denen mehr Abstand da ist als gewünscht!
Wenn wirklich 24/7 mitteinander gearbeitet und gelebt wird kanns glaub ich durchaus schwierig sein.

mfg
bergloewe82

www.curly.at

REITEN FÜR ALLERGIKER


  17-11-2009 20:24  Taurus
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe…
Marmor, Stein und Eisen brechen.......müßte es richtigerweise heißen, dann reimt es sich aber nicht auf ..............nicht. Deshalb wurde dieses Lied in Deutschland von einigen öffentlich rechtlichen Sendern erst einige Jahre nach der Erstveröffentlichung gespielt, da man sich auf den Bildungsauftrag berief. Soviel zum Thema nutzloses Wissen.

LG. A.

  18-11-2009 08:16  org
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe…
@berglöwe82: Ich habe in der Vergangenheit geschrieben weil der Hof übergeben ist und wir nun jeder in seinem eigenen ausserlandwirtschaftlichem Beruf arbeiten. Dazu haben wir Berufe, die uns zu besonderer Diskretion verpflichten. Also können wir nicht einmal mehr gemeinsam über unsere (getrennte) Arbeit sprechen. Das geht uns manchmal ganz schön gegen den Strich. Aber da wir uns noch immer gerne haben schaffen wir es auch. Wenn wir einmal in Pension sind, dann müssen wir uns halt wieder ein gemeinsames Betätigungsfeld suchen.

  19-11-2009 09:09  mfj
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe…

Nun, ich denke wir sollten auf die Frage antworten, und uns nicht in´s „Techtelmechtel“ der eigenen Serviceanfälligkeit begeben.
Über Liebe und Partnerschaft zu schreiben, ist natürlich immer ein selektives Wissen, abhängig von Zustand, Erfahrung und der eigenen Erkenntnis.

Darum wird Partnerschaft immer wieder mit dem Besuch eines Restaurant mit Abendessen verglichen: ...man hat die Karte, das bekömmlichste und vermeintlich bestschmeckende Gericht gewählt... während dem Essen sieht man dann auf dem Nachbarstisch - und entdeckt sein Wunschgericht... zu spät, gewählt ist gewählt ! ;-))

Paartherapeuten gliedern die Partnerschaft in drei Abschnitte (die junge, die mittlere und die alte Liebe) ein, an denen wir auch nicht herumkommen, egal mal welchen Beruf wir ausüben.
Heute ist es schon schwierig in die mittlere Phase überhaupt zu kommen.

Gerade landwirtschaftliche Betriebe benötigen in der Partnerschaft unbedingt ein „Miteinader“ von privaten und geschäftlichen Interessen.
Eine Frau die einen Landwirt heiratet, vermählt sich auch mit dem Beruf.

Alle Beschwichtigungen, Verniedlichungen, Sonderoptionen und „Trotzkopf-Symposien“ schlagen sich letztendlich auf den Erfolg oder Misserfolg eines landw. Betriebes über.
Trotz aller Technik, trotz aller Organisationen wie MR und MRS, wer angewiesen ist, auf seinem Betrieb alleine herumzumäkeln – wird´s nicht weit bringen – oder gar die letzte Generation sein.

Das Fundament in einer landw. Partnerschaft lautet nicht: wie schön bist Du, wie lieb bist Du, wie viel Sonnen- und Regentage hält unsere Beziehung aus,
sondern – bin ich bereit in dem Beruf Landwirt zu arbeiten, bzw. mitzuarbeiten, mich einzubringen, Ideen zu kreieren – und sieben fette und sieben magere Jahre auzuhalten.

Das Landwirtschaft ein Repertoire an Vorzügen in der Kindererziehung hat muss man hier wohl niemanden einreden. Eine Landwirtschaft ersetzt bei weitem einen Montessori- Kindergarten...vorausgesetzt Mama und Papa haben sich nicht in den "Nesseln gesetzt."

Landwirtschaft bietet nicht die neue Erscheinung von Semesterabschnittsgefährten, wie sie unsere "Lebe wohl" - Gesellschaft zeigt und vorgibt, auch nicht die wenig erotische Liebe von Paaren die aus beruflichen Gründen auf dem Welt-Globus verteilt ihr: „Ich liebe Dich...“ in den Telefonhörer hauchen.

Landwirtschaft bietet und braucht die „standhafte Partnerschaft“, wo auch mal mit den Zähnen geknirscht wird – aber auch oftmals eine „Träne des Glücks“ über die Wangen rollt... und das nicht wegen der AZ. bzw. Öpul Auszahlung! ;-)




  19-11-2009 13:12  Moarpeda
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe…
@mfj

applaus, uneingeschränkt !!

bei deinem zitat: "Eine Landwirtschaft ersetzt bei weitem einen Montessori- Kindergarten..."


die punkti punkti sollten wohl aussagen: "...von einem der üblichen kindergärten gar nicht zu sprechen" ??!!

  19-11-2009 13:48  kraftwerk81
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe…
Naja, Landwirtschaft ersetzt sicher nicht den Kindergarten (wurscht ob MON. oder Std.) Brauchst ja nur schauen wieviele Eigenbrödler aus Ihren Tälern rauskommen und mit 6 Jahren vielleicht das erste mal andere Kinder sehen und die dann vielleicht gar nicht verstehen.

Dass LW die Kinder positiv beeinflusst darüber brauchen wir nicht diskutieren.

  19-11-2009 18:29  50plus
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe…
mfj

Bravo, wenn du so eine Partnerschaft in der Praxis umsetzt, dann kann man der Familie nur gratulieren und um den Betrieb muß man sich auch keine Sorgen machen.

lg
50plus

  19-11-2009 19:41  Moarpeda
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe…
als bauer und/künftige bäuerin kann man natürlich gehörig in die "bauer sucht frau falle" geraten.

der urige bauer, die süßen tierlein, die schöne aussicht, nicht mehr arbeiten fahren müssen - das ist ja richtig urlaub (auf so einem bauernhof)

na, man weiß ja wie die leute reagieren, wenn der urlaub nicht hält was er verspricht ;-)))

  19-11-2009 20:06  Felix05
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe…
Gut kraftwerk81,

du schreibst:
Brauchst ja nur schauen wieviele Eigenbrödler aus Ihren Tälern rauskommen und mit 6 Jahren vielleicht das erste mal andere Kinder sehen und die dann vielleicht gar nicht verstehen.

Foren sind das beste Beispiel dafür.
Nur da sind halt die Kinder größer.

Lady Angelika, dass war keine befriedigende Antwort auf Ihre Frage.

Nach meiner Meinung kommt es sehr auf die einzelnen Charaktere an, ob sie über einen langen Zeitraum miteinander leben und ganztägig arbeiten können.
Mit zwei Alpha-Tieren wird das nix.
Da gibt´s mit Sicherheit auch kein Rezept, und man hat halt nicht ewig Zeit es zu erproben.
Bei uns würde es leider oder Gott sei Dank nicht funktionieren.
Wobei es sicher auch einen Unterschied macht, ob man als Arbeitnehmer beim gleichen Arbeitgeber angestellt ist, oder beide im eigenen Unternehmen arbeiten.

Gruß, Lutz!


  19-11-2009 20:34  Moarpeda
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe…
@lutz

betreffend zitat:

"Brauchst ja nur schauen wieviele Eigenbrödler aus Ihren Tälern rauskommen und mit 6 Jahren vielleicht das erste mal andere Kinder sehen und die dann vielleicht gar nicht verstehen"

jedes ding hat zwei seiten, bin zwar nicht aus einem tal sondern auf dem berg augewachsen, aber auch vergleichsweise einsam.
als ich nach meiner lehre in der stadt arbeitete, waren mir die stadtmenschen überlegen, aber nur mit der klappe ;-))
nach einer anlaufzeit habe ich sie alle gestaubt, weil ich ernsthafter und konzentrierter an die arbeit heranging.

das mit dem eigenbrödller und nichts verstehen ist mir anscheinend geblieben, was dir einige forumsteilnehmer liebend gern bestätigen werden ;-))))



  19-11-2009 20:51  fgh
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe…
Ich sag zu dem Thema nur eins, passiert auf Erfahrungen in meiner Umgebung. Wenn die Frau das Komando hat, kann man super und klass miteinander arbeiten, wenn man halt schön brav spurt.

Ist aber der Mann Betriebsführer und übt diesen auch aus, ist zoff vorprogrammiert, Frauen sind lassen sich nämlich nicht so gerne etwas sagen..... Da ist es dann am besten, Mann teilt Frau bei einer anderen Arbeit weit weg von ihm ein....

  19-11-2009 21:20  Moarpeda
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe…
@fgh

wie heißt es doch im dem lied: "der dumme im leben ist immer der mann" ;-))

...aber dafür bekommt er ein gutes tschapperl und sonst gibt´s noch einiges zu genießen ......

  19-11-2009 21:24  fgh
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe…
@Moarpeda:

Naja dadurch das ich schön öfter mal wo beim Silieren oder sonst irgendeiner Arbeit bei anderen Bauern geholfen habe, musste ich leider erfahren, dass nicht alle ein gutes tschapperl bekommen *g*

Ein Nachbar von mir bekommt eigentlich nur sehr oft Brummelsuppe

  19-11-2009 21:53  helmar
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe…
Alphatiere, lieber Lutz? Manche sinds freiwillig, andere aus den gegebenen Umständen heraus. Und haben sich an allein Arbeiten gewöhnt, weil sie da nur auf sich selber aufpassen müssen. so wie ich....
Mfg, helmar

  19-11-2009 22:20  Felix05
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe…
Ja liebe helmar, Alphatiere.

Ich hoffe sehr, du passt auch wirklich gut auf dich auf.
Die einsame Jagt der Alphawölfe(innen) birgt nämlich Gefahren. :o)

Waidmanns Heil, Lutz!

  19-11-2009 22:22  Moarpeda
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe…
fgh

in so einem fall am besten brum brum brum und weg, eine(r) von beiden.

manche glauben echt, dass sie die einzigen auf der welt füreinander sind.

a andere muata hot a a schens kind ;-))