EU Milchgipfel in Wien

Antworten: 37
  13-10-2009 16:23  kotelett
EU Milchgipfel in Wien

Gemeinsame Forderung zur Entlastung der Milchbauern in Österreich und Europa

Folgende gemeinsame Forderungen der Mitgliedsstaaten Belgien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Polen, Portugal, Tschechien, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Ungarn und Österreich mit dem Schwerpunkt auf kurzfristig und damit rasch wirkende Maßnahmen wurden erstellt:

Hilfestellung für die Milcherzeuger in dieser schwierigen Zeit:
1) Anpassung des Budgets für 2010 in Form eines Nachtragshaushalts: Bereitstellung zusätzlicher Mittel von mind. 300 Mio. Euro durch die Kommission, entsprechend dem Vorschlag des Europäischen Parlaments
2) Ausbau bestehender und neuer Maßnahmen auf Basis eines von der Kommission vorzulegenden Rechtsrahmens

Adaptierung der Gemeinsamen Marktorganisation:
1) Ausdehnung der Kompetenz für die Kommission zur Ergreifung von Notfallmaßnahmen auf Milchprodukte
2) Rasche Bereitstellung von Instrumenten für die bessere Organisation der Erzeuger zur Unterstützung einer ausgewogenen Partnerschaft zwischen Erzeugern, Verarbeitern und dem Handel

Maßnahmen zur Herstellung des Marktgleichgewichts:
1) Ausweitung der Interventions- und privaten Lagerhalterung über das gesamte Jahr, ergänzt auch insbesondere durch eine Intervention für Käse.
2) Gestaltung einer antizyklischen Auslagerungspolitik, um die Markterholung im Milchbereich nicht zu gefährden
3) Verstärkung der Verteilung von Milchprodukten in Schulen durch:
- Erhöhung der Beihilfe
- Erweiterung der Produktpalette
- Erweiterung der Begünstigten (z.B. Studenten an Universitäten)
4) Ausbau der Absatzförderung mittels Intensivierung der Verbraucherinformation durch:
- Herkunftskennzeichnung
- Klare Kennzeichnung für Substitute von Milchprodukten (Analogkäse) und Aufklärung
5) Unterstützung von Exporten nach Drittländern, ohne dort die Produktion zu gefährden
6) Wiedereinführung der Beihilfe für die Verwendung von Magermilch und Magermilchpulver für die Herstellung von Mischfuttermitteln (Milchaustauscher)

Langfristige Zielsetzungen für den europäischen Milchmarkt:
1) Festlegung eines regulierenden Rahmens zur Stabilisierung des Europäischen Milchmarkts und der Erzeugereinkommen
2) Erstellung von Instrumenten für ein Mengenmanagement
- Gerechte Beziehung vom Erzeuger bis zum Handel und Verbraucher
- Stärkung der Europäischen Milchwirtschaft
- Verbesserung der Transparenz
- Maßnahmen auf Gemeinschaftsebene erforderlich

  13-10-2009 16:44  wuzi
EU Milchgipfel in Wien
Hallo
Werden wir sehen was das ganze bringt,wird man sehen ob das auch umgesetzt wird ?
Das wünsche ich den Milchbauern
mfg wuzi


  13-10-2009 17:17  steffl
EU Milchgipfel in Wien
Kurze Frage!
EU = 27 Komissare und deren Resorts.
2/3 EU-Butget = Agrarresort.
1/3 EU-Butget = 26 Restresorts.

WIE BITTE, PASST DAS ZUSAMMEN??????

  13-10-2009 19:32  walterst
EU Milchgipfel in Wien
Vorweg: Anerkennung dem Minister für die Einberufung des Rates - wenn der Hut bis zu den Ohren brennt, kommt halt doch Bewegung in die Sache.

Präsident Grillitsch hat in einer Aussendung Anleihe an Eislaufbegriffen genommen und gemeint, das wäre die Kür von MInister Berlakovich gewesen.
Ich halte es für etwas gewagt, ausgerechnet einen Burgenländer auf das Eis zu schicken, und die Kür vor dem Pflichtprogramm zu absolvieren.

1. ist das ganze derzeit nur ein Vorschlag
2. sind die Minister schon mehrmals bei der Kommission vollinhaltlich abgeblitzt - ob das diesmal anders sein wird, bleibt abzuwarten
3. ob die Nationalstaaten bereit sind, die entsprechenden Mittel aufzubringen, ist offen
4. Das Geld geht nicht zu den Bauern, sondern im wesentlichen in die Industrie, für weitere Einlagerungen und Exporterstattungen - soll nicht heissen, dass das nicht im Sinne der Bauern wirken kann, ist aber keineswegs garantiert
5. das Mengenproblem bleibt ungelöst
6. die geforderten 300 Mill€ schauen viel aus, sind aber grad mal 0,2 Cent je kg Milch europaweit oder 140 € pro Jahr und Betrieb in Ö
7. außerdem geht das Geld zu siehe 4.
8. die Industrie bekommt eine Prämie dafür, dass sie künftig weniger die Konsumenten bescheißt bei Butterkeks, Milcheis und Pizzakäse
9. verkauft wird das ganze jetzt als großartige Bauernförderung auf Steuerzahlerkosten - wird nicht lustig für uns Bauern, der Öffentlichkeit gegenüber für eine Industrieförderung geradezustehen
10.......
11.......
12.Wenn es ernst gemeint ist, dass man jetzt über Mengensteuerung nach 2015 nachdenkt, ist das fast sensationell - für so was gab es ja bisher angeblich keine Mehrheiten. Schau schau, was alles geht.........


  13-10-2009 20:18  Gress
EU Milchgipfel in Wien
Gähn ......

  13-10-2009 20:45  frank100
EU Milchgipfel in Wien
Ich versteh das nicht warum bekommen die Muh KUH Bauern Unterstützung und die andern nicht?

  13-10-2009 20:48  Gulla
EU Milchgipfel in Wien
@frank ganz einfach, weil sie die ig-milch haben.

  13-10-2009 21:00  frank100
EU Milchgipfel in Wien
was ist mit der ig-fleisch schlafen die

  14-10-2009 08:12  helmar
EU Milchgipfel in Wien
Und wenn, egal wie, der Milchpreis um ein paar ct steigt, schiesst die Milch aus allen Rohren wie gehabt......dann fällt er wieder, der Preis, und das Spielchen beginnt wieder von vorne......
Mfg, helmar

  14-10-2009 10:24  Gress
EU Milchgipfel in Wien
Eben , wie immer : viel Rauch um garnix.....

  14-10-2009 12:11  HPS
EU Milchgipfel in Wien
Die Akzeptanz in der Bevölkerung für weitere 'Hilfszahlungen' ist nicht vorhanden.

Einzige Lösung: Marktbereinigung!

Wenn zu wenig Absatzmarkt vorhanden ist müssen halt die Milchbauern aufhören und Alternativen suchen, wie zB Baugrundverkauf.

Mein Lösungsansatz: Der Milchpreis wird europaweit auf 20 cent pro kg gesenkt bzw dorthin erhöht. Dann wird der Milchpreis ein Jahr bis zwei Jahre lang auf dieser Höhe belassen. Anschließend gilt wieder der freie Markt.

Wäre doch ein interessantes Experiment?

  14-10-2009 13:38  GruberLeopold
EU Milchgipfel in Wien
Hallo!

Wenn man solche Beiträge liest läuft es einem kalt über den Rücken, ich kann mir nicht vorstellen Bäuerliche Familien zu Versuchszwecke zu verwenden und zu zuschauen wie Höfe die über Generationen gewachsen sind einfach für Experimente zu Opfern.
Die besten Meldungen sind ja immer es ist besser wenn die Milch nichts kostet damit nicht zu viel Produziert wird anstatt die Überlieferer die das ganze zu verantworten haben mal zur Kasse zu bitten, aber das sind ja die Zukunftsbetriebe.

mfg Gruber Leo

  14-10-2009 13:49  dorni
EU Milchgipfel in Wien
Hallo HPS

das ist wirklich ein interesanter Beitrag von dir!!!!!

Ich stimme dir voll und ganz zu, aber es wäre dann nur fäir wenn die Banken, die
Neuwagenkäufer die die Verschrottungsprämie und die Firmen die in irgendeinerweise eine Förderung erhielten auch das Geld zurückzahlen müssen.

mfg dorni


  14-10-2009 13:49  Halodri
EU Milchgipfel in Wien
Auf alle Fälle ein wenn auch kleiner Erfolg der hartnäckigen IG Milch Kämpfer, die zumindest die EU Agrarminister zum Handeln gezwungen haben. Wieviel der Milchgipfel gebracht hat wird sich in Zukunft weisen.
Eng ist es auch für Ackerbauern und Veredler, nur sind diese Bauern schon an den "Freien Markt" gewohnt und schmeißen eher den Hut auf die LW, als mit solcher Überzeugung für sein Bauer sein zu kämpfen wie die IG Milch.

  14-10-2009 13:52  dorni
EU Milchgipfel in Wien
Aber ist das nicht traurig, lieber aufzugeben anstat zu kämpfen?

mfg

  14-10-2009 13:54  PutznSepp
EU Milchgipfel in Wien
Zukunfts betriebe hm, ja finde wenn zu groß investiert wird ins unendliche aufgestockt wird. Kredie aufgenommen werde mit einer ausgangsbasis von besseren Milchpreisen. Wünsch mir das gesunde Betriebe die guten preis bekommen und wo das wachstum sich in grenzen hält. Aber jeder hat eine andere ausgangslage und -kapazitäten. Also für alle kann man nie sprechen bauern sind so verschieden. obwohl sie gleiches produzieren denken viele anders gibt keine einheit. :-(

  14-10-2009 14:12  Fallkerbe
EU Milchgipfel in Wien
Hallo
Der Forderungskatalog klingt nach richtig viel Steuergeld.
Der Steuerzahler soll also odentlich zur Kasse schreiten, damit man auch in Zukunft am Markt vorbei produzieren kann.

Zitat: GruberLeopold
Die besten Meldungen sind ja immer es ist besser wenn die Milch nichts kostet damit nicht zu viel Produziert
Zitat ende

das liesse sich aber auch umkehren: man sollte nicht zuviel produzieren, damit der Preis hoch steigt / bleibt

Zitat dorni
Ich stimme dir voll und ganz zu, aber es wäre dann nur fäir wenn die Banken, die
Neuwagenkäufer die die Verschrottungsprämie und die Firmen die in irgendeinerweise eine Förderung erhielten auch das Geld zurückzahlen müssen.
Zitat ende

der Unterschied liegt halt darin, das die einen Permanent hilfe brauchen, während anderen einmal über eine schwirige Phase geholfen wurde.

mfg





  14-10-2009 14:44  HPS
EU Milchgipfel in Wien
Wenn der Preis in unseren Breiten langfristig nicht kostendeckend ist kann ein langes weiterquälen keine Lösung sein.

Die Milcherzeugung muss anscheinend in andere Regionen ausgelagert werden in denen zu niedrigeren Selbstkosten produziert werden kann.

Schon kurz bis mittelfristig gesehen werden uns die außereuropäischen Absatzmärkte wegbrechen. Es braucht nur alleine Russland seine durchschnittliche Milchleistung von 3.500 kg/Jahr auf 5.000kg Milch pro Jahr erweitern.

Den 0815 Durchschnittskonsumenten juckt es nicht wirklich wenn er Käse ist der aus ungarischer Milch erzeugt wurde, er erkennt vermutlich keinen Unterschied wenn diese von einer Österreichischen Molkerei verarbeitet wurde.

Im Jahresschnitt sind langfristig 30 cent durchaus anzunehmen. 40 cent können einfach nicht halten. Bei 25 cent oder weniger bekommen zu viele ernsthafte Probleme um langfristig zu überleben.



  14-10-2009 15:08  walterst
EU Milchgipfel in Wien
Was das veröffentlichte Ergebnis von Nikolaus Berlakovichs "Kür" wert ist sieht man daran: (es stand in der Presseaussendung vom Minister wörtlich: "Als langfristige Maßnahme fordern die 20 Ministerinnen und -minister ein innovatives Mengenmanagement nach Auslaufen der Quote
2015.")

Top Agrar:
"Deutschland steht weiter zum Quotenausstieg in 2015"
14.10.2009
Rinder

Eine Stellungnahme des Agrarministeriums

"Deutschland steht weiterhin zu den Beschlüssen des Gesundheits-Checks und dementsprechend zum Quotenausstieg im Jahr 2015.“ Das erklärte Pressereferentin Kristine Rotheiler vom Bundesagrarministerium am Dienstag gegenüber top agrar. Nach einem Treffen von 20 EU-Agrarministern am Montag in Wien, bei dem auch die Milchpolitik Thema war, hatte es irritierende Zeitungsberichte in Österreich gegeben, denen zu Folge man sich auf eine neue Regulierung des Milchmarkts geeinigt habe, die das bisherige Quotensystem ablösen solle.

„Bei dem Treffen wurde vor allem wiederholt deutlich gemacht, dass die bisher von der Kommission eingeleiteten Maßnahmen, den Milchmarkt zu stabilisieren und die anstehenden Herausforderungen zu meistern, gut sind, aber nicht ausreichend“, erklärte Rotheiler weiter. „Wir fordern daher, die Fortführung und Intensivierung der Absatzförderung und die Einrichtung eines nationalen Finanzrahmens aus nicht verbrauchten EU-Haushaltsmitteln für eine zusätzliche Flankierung des Ausstiegs aus der Quotenregelung.“ Beschlüsse hätten die Minister bei dem Treffen jedoch nicht gefasst.

Was die Zeit nach 2015 anbelangt, so seien sich alle einig gewesen, dass es das langfristige Ziel ist, die Stellung der Milcherzeuger in der Lebensmittelkette zu stärken. „Allerdings wollen wir keine weitere Mengensteuerung und kein Roll back zu alten Regularien. Einzig sinnvoll sind Regularien zur Krisensteuerung“, so die Sprecherin. Wie aber beispielsweise eine Kontraktgestaltung zwischen Produzenten und Molkereien nach 2015 aussehen kann, ob es kartellrechtlich einen gewissen Rahmen für Fairnessabsprachen geben kann, wie die Transparenz für alle Beteiligten am Markt verbessert werden kann etc. seien Fragen, mit denen sich die eingesetzte High Level Group beschäftige und Vorschläge ausarbeite.

  14-10-2009 15:16  iderfdes
EU Milchgipfel in Wien
@Steffl: Kurze Antwort: Weniger als 40 Prozent des von der EU verwalteten Budgets fürs Agrarressort, davon ein großer Teil an Nichtbauern. Insgesamt weniger als ein Prozent des Budgets der EU-Staaten an die Landwirtschaft. Sieht nur so viel aus, weil außer der Landw. wenig Geld in Brüssel verwaltet und verteilt wird und weil auch sonst keine Zuwendungen veröffentlicht werden müssen.

  14-10-2009 15:56  GruberLeopold
EU Milchgipfel in Wien
Hallo!

Aber ich finde es nicht sehr Klug die Grundnahrungsmittel Produktion außerhalb unseres Landes zu verlagern, durch solche Aktionen sind wir den anderen noch mehr ausgeliefert und müssen vielleicht mal für die Rohmilch einen 4mal höheren Preis bezahlen als jetzt bezahlt wird.
Denn siehe Gaslieferung aus dem Osten.
Wenn man das Spiel mit den Bauern weiter betrachtet, wenn Grund und Boden von großen Industrien verwaltet werden und die Grundnahrungsmittel auch von großen Agrarfirmen produziert werden, braucht doch keiner glauben das es dann noch billige Lebensmittel gibt.
Wenn der Rohstoff nur mehr von ein bar angeboten wird dann bestimmen sie den Preis siehe Mexiko, Brasilien und die Länder wo es so zugeht, dort Hungern die Bauern genau so weil sie keinen Grund mehr besitzen und so mancher bei uns in Europa ist ja auch nur mehr ein Arbeiter für die Banken und ich fürchte das so der Anfang ausschauen könnte.
Hoffe ich liege falsch und ich bin bereit wenn mich einer vom gegenteil überzeugen will.

Also ich gehe nun wieder Richtung Stall, wünsche euch viel Glück!!

mfg Gruber Leo

  14-10-2009 16:20  Fendtfan
EU Milchgipfel in Wien
Was schliesst man aus den Einträgen, STEH AUF WENN DU EIN BAUER BIST und wehre dich endlich.
Beispiele: sofortiger Austritt aus dem Bauernbund, Austritt aus der ÖVP, Auflösung der Bauernbunddominierenden Ortbauernausschüsse, da ist bei uns in der Gemeinde die MIlch nicht einmal auf der Tagesordnung bei der letzten Sitzung.

  14-10-2009 19:55  helmar
EU Milchgipfel in Wien
Hallo Fendtfan......machst du es dir da nicht recht einfach, wenn du die Auflösung forderst? Und womit sollen die "Aufgelösten" dann ersetzt werden? IG Milch und Bioaustria?
Mfg, helmar

  14-10-2009 20:20  helmar
EU Milchgipfel in Wien
"Steh auf wenn du ein Bauer bist"...und was dann? Lieber Fendtfan, erkläre doch bitte, was für dich ein Bauer ist?......und kommen Bäuerinnen bei dir auch vor oder sind das jene welche daheim sich um die Kühe kümmern derweil BAUER in Wien mit einer Mistgabel dieses Schild in die Luft hält?
Mfg, helmar

  14-10-2009 21:11  Gulla
EU Milchgipfel in Wien
hallo helmar, mach dir keine sorgen um die bäurinnen, es waren auch welche in wien, übrigens bin lieber bauer als bäuerin ( es ist schöner mit dem traktor zu fahren als den putzfetzen zu schwíngen, aber nur keine angst, ich mach beides)

  14-10-2009 21:15  walterst
EU Milchgipfel in Wien
Es sind die Bäuerinnen, die das Lied "Steh auf..." populär gemacht haben und regelmäßig anstimmen.
Dass Du nicht mehr aufstehen willst und stattdessen Deinen Betrieb gezielt in die Ewigkeit schicken willst, ist Dein gutes Recht. Lass den anderen ihr Recht, weitermachen zu wollen.

  14-10-2009 21:18  aha
EU Milchgipfel in Wien
@helmar, absolut richtig, deine Feststellung. Die Bauern kämpfen in Wien um Erschwernisse, währdend die Bäuerinnen für den Betrieb sorgen. Meiner Ansicht ist das einem Tritt in den Hintern gleichzusetzen.

  14-10-2009 21:34  Gulla
EU Milchgipfel in Wien
gell aha ist fast wie im krieg, die männer ziehen an die front, die frauen halten zu hause die stellung

  14-10-2009 21:40  walterst
EU Milchgipfel in Wien
Bäuerinnen stehen auf

Bäuerin

  14-10-2009 22:02  aha
EU Milchgipfel in Wien
Die "Bäuerin" leidet an einer verschobenen Wahrnehmung der Realität. Eben wie ihre Pseudointeressenvertetung kämpft sie für zusätzliche Hürden, welche ihre Kollegen außerhalb und tw. auch innerhalb der Gemeinschaft nicht haben. Im Grunde beschleunigt sie den von ihr gefürchteten Weg. Es wird schwieig, eine derart illusorisch geblendete Dame von der Realität zu überzeugen, wahrscheinlich ist es unmöglich. So wird eine kleine Minderheit weiterhin gegen den ganzen Berufstand und gegen sich selbst kämpfen.

  15-10-2009 12:42  Fendtfan
EU Milchgipfel in Wien
An Romy

Austritt ist von Bauernbund und ÖVP ist schon Realität, Wenn du meinst nur Angebot und Nachfrage regeln den Preis dann irrst du gewaltig,
Dieser Milchpreis ist politisch gewollt und unsere Vertretung macht mit, siehe nur Saldierung , sie sind für kein Ausetzten weil sonst der Milchpreis steigt, auch wenn immer argumentiert wird Österreich hat ja nur 2 % Anteil am EU Markt und dies ist nicht relevant für den Markt.
Für das Aussetzten der Saldierung brauchen wir die böse EU nicht, denn das kann national jedes einzelne EU Land selbst bestimmen.
Wenn du sagst Angebot und Nachfrage bestimmenn den Preis, WER Hat die Milchmengen erhöht, hat das der Markt verlangt oder haben dies unsere EU Agrarpoltiker beschlossen.

  15-10-2009 12:50  Fendtfan
EU Milchgipfel in Wien
An Helmar

Ja ich mache es mir einfach, die Zeit der rosaroten Brille ist für uns Milchbauern u. Bäuerinnen vorbei, handeln müssen wir und zwar dort wo jeder empfindlich ist und das ist nun mal das liebe Geld.
Stell dir einmal vor jeder Bauer und jede Bäuerin tritt aus dieser ÖVPParteiorginisationen aus, was glaubst was los ist?
Wenn unsere Parteigranden auf einmal ohne Geld dastehen, sie müssten aufeinmal zum denken anfangen warum denn die Bauern auf einmal kein Vertrauen zu ihnen mehr haben.
Sie würden sofort anfangen Nägel mit Köpfen zu machen weil sie sonst aus ihrer Ruhe kämen.Und das wollen sie ja nicht.
Komisch ist nur das bei der Saldierung nur die ÖVP für das weiterführen ist, ist doch mehr als bedenklich oder.

  15-10-2009 14:01  Christoph38
EU Milchgipfel in Wien
Womöglich löst sich die ganze Milchkrise aber auch von selber auf, wie zB. bei den amerikanischen Bankmitarbeitern, die auch wieder relativ gut an frühere Vergütungstrukturen anknüpfen konnten ? 2009: 143.400 Dollar/Mitarbeiter bzw. 140 Mrd Dollar (€ 95 Mrd.)gesamt

Verdienst wie nie zuvor

Der Fairness halber muss man zugeben, dass der Dollar derzeit schwächelt.



  15-10-2009 16:58  Fallkerbe
EU Milchgipfel in Wien
zitat fendfan
Wenn du sagst Angebot und Nachfrage bestimmenn den Preis, WER Hat die Milchmengen erhöht, hat das der Markt verlangt oder haben dies unsere EU Agrarpoltiker beschlossen.
zitat ende

Aber gemolken haben schon die Bauern und nicht die Politiker, oder? Wurde jemand gezwungen mehr milch zu liefern?





  15-10-2009 19:38  aha
EU Milchgipfel in Wien
@Fallkerbe

Wer hat deiner Meinung nach die Milchmengen erhöht? Wo sind sie erhöht worden und wo hatte das eine Auswirkung auf die Preise?

  15-10-2009 21:09  helmar
EU Milchgipfel in Wien
Hallo Fendtfan......es gibt in etwa 40.000 Milchbauern in Ö. Und die Einheitswerte der Durchschnittsbetriebe sind nicht so hoch wie bei den Ackerbauern oder Weinbauern. Der Mitgliedsbeitrag errechnet sich aus diesem u.a. auch beim BB. Wenn man nun annimmt das ca.75% der Milchbauern beim BB sind, und sagen wir von diesen ein paar % wegbrechen, werden sich die finanziellen Verluste für den BB in Grenzen halten. Ich vermute dass der IG Mitgliedsbeitrag von 55 € bei vielen höher ist als der BB-Beitrag. Und man bekommt überall was geboten..........mich würde eher wundern wenn du BB-Mitglied wärst.
Mfg, helmar

  15-10-2009 21:30  Talbauer
EU Milchgipfel in Wien
Hallo Fendtfan!


Ein Austritt aus dem Bauernbund oder ähnlicher Organisationen kann ich nur befürworten. Weil der Bauernbund für keine ordentlichen und gerechten Marktbedingungen kämpft. Es werden sämtliche Investionen gefördert, ob es wirtschaftlich ist oder nicht, dazu hilft die Kammer tatkräftig mit getricksten Kalkulation mit, die ohne jeder betriebwirtschaftlicher Sinnhaftigkeit entsprechen. Das derzeitige Investionsprogramm in Oberösterreich hat jeden Hobbybetrieb Zugang zu Investionsförderung gebracht.

Für mich würden nur Betreibe eine Investionsförderung erhalten, welche den Betrieb im Vollerwerb bewirtschaften.
Den die Nebenerwerbsbetriebe sind die größten Bauernvernichter.

Daher habe ich mich aus dem Bauernbund verabschiedet.

MfG
Talbauer

  16-10-2009 19:46  helmar
EU Milchgipfel in Wien
Hallo Talbauer!
Du meinst dass die Nebenerwerbsbauern die grossen Bauernvernichter sind........was ist für dich ein Nebenerwerbsbauer? Jemand der einem zweiten Beruf neben der Landwirtschaft nachgeht? Oder jemand der allein seinen Hof schupft, diesen auch finanziell hält, und dessen Partner oder Partnerin in seinem Beruf geblieben ist? Ich weiss schon, wenn die Tortenstücke kleiner werden, dann versuchen schon mal welche, statt dem einem Keil ein paar zu erwischen. Aber du wirst ja vielelicht die Tolle? Iniative "Partnerkraft in der Landwirtschaft" mitbekommen haben........ob die Welt auch so schön und heil ist in der täglichen Realität?
Mfg, helmar