Visionen zum 27. September 2009

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Neudecker 06-09-2009 09:05 - E-Mail an User
Visionen zum 27. September 2009

Hallo Allseits !
Ihr habt vorige Woche eine gute aber schwer beantwortbare Frage zum Thema, Wahlverhalten,
gestellt.
Daher möchte ich Euch diesmal erzählen, wie ich mir den 27. September 2009 vorstelle.
Also: Ein strahlend blauer Morgen im orangenem Licht der aufgehenden Sonne, verdrängt die
letzten schwarzen Schatten auf den Wiesen und abgeernteten Äckern unserer wunderschönen
oberösterreichischen Heimat. Angesicht dieser Farbenpracht werde ich mich, um Fremdenergie zu sparen, mit dem Tretamobil, Richtung Wahllokal begeben.
Am Ortseingang muss ich dennoch die Frage stellen, wohin ich mich nun als Erstes, wenden soll.
Schließlich ist nicht nur Wahltag. Voraussichtlich wird die Entscheidung zugunsten des Sonntags ausfallen. Denn unsere Kirchenbänke haben wunderbare rote Sitzauflagen.
Die Stille des Ortes wird eine Kraftquelle für das kommenden Geschehen sein.
In der Wahlzelle zittern nämlich meine Knochen ganz erbärmlich, wenn ich bei der von mir auserwählten Partei und bei dem Kandidaten den ich meine Vorzugstimme geben möchte, das Kreuzerl mache.
Als gewissenhafter Staatsbürger nehme ich selbstverständlich das Recht in Anspruch, frei und ohne Beeinflussung von Aussen, meine Stimme abzugeben.
Nach Absolvierung der beiden Pflichttermine, ist der Gang zum Dorfwirtshaus ein obligatorisches Muss. Dort warten nämlich schon die Stammtischbrüder mit ihren blauen Enzianstamperln.
Der Wirt läßt sich an solchen Tagen, fast immer etwas besonderes Einfallen, denn die Siegesfeier der jeweiligen Wahlgewinner ist Ihm sicher.
Zu allem Überfluß, laden die nun vom buntem Laub bedeckten Kastanienbäume, zum längerem Verweilen ein.
Müde und abgekämpft, gehts dann wieder dem Heimatort entgegen. Leider wird dort niemand glauben wollen, welche Strapazen so eine Stammtischlerei verursacht.
Falls kein anderes Programm angesagt ist, lasse ich alle Versprechungen der Parteien, nochmals Revue passieren und die aussagekräftigsten Slogans der Wahlwerber am Prüfstand meiner bescheidenen staatsbürgerlichen Kenntnisse, auf den
Wahrheitsgehalt überprüfen.
Sollten Sonntagsnachmittags die Spechte im nahegelegenem Wald, noch immer Hämmern, dann wäre es ein sicheres Zeichen, dass endlich der unkontrollierten Vermehrung agressiver Insekten, Grenzen gesetzt werden.
Wenn um 17 Uhr die ersten Hochrechnungen erscheinen, hoffe ich, dass ich auf dem Bildschirm nur einen ganz schwachen roten Stern erblicken kann, denn sonst wäre es durchaus möglich, dass ich mitten auf der Grünen Wiese in ein schwarzes Loch fallen könnte.
Aber eines bin ich mir sicher: Nach Verkündung des endgültigen Wahlergebnisses, werden die bisher so streitbaren Wahlkandidaten, nach einer kurzen Verschnaufpause, wiederum das Lied der Arbeit und Wahre Freundschaft, singen müssen.
Dann soll auch der Ausspruch von Voltaire, zu seinem Wiedersacher, wieder Geltung haben:
“Ich werde deine Meinung bis zum Ende meines Lebens bekämpfen .Ich würde mir aber den Kopf dafür abschlagen lassen, das du deine Meinung haben und auch sagen darfst”.

Mit herzlichem Gruß Euer Neudecker

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helmar antwortet um 06-09-2009 09:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Visionen zum 27. September 2009
Lieber Neudecker...........Danke!!!!!!!.........und ein herzliches Prost beim Frühschoppen.......
Wünscht dir helmar

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