Wie gehen unsere Landwirte mit der Corona-Krise um?

Als Folge der Corona-Krise ergreifen fast 90% der Viehhalter Maßnahmen, um den Zugang zum Betrieb zu beschränken. Das ergab eine Umfrage von MS Schippers unter Viehhaltern in Deutschland, den Niederlanden und Belgien. Trotz der schwierigen Zeit sehen unsere Fachberater, dass ein gesunder landwirtschaftlicher Menschenverstand vorherrscht. „Und vergessen Sie nicht, die schönen Dinge des Lebens zu genießen“, sagt ein Viehzüchter. „Bleiben Sie auf Abstand, aber bleiben Sie in Verbindung.“

Marketing Deutschland hat Kunden gebeten, ein paar Fragen zum Umgang mit Corona zu beantworten. Die Ergebnisse wurden in einem kurzen Bericht zusammengefasst.

Wie die Allgemeinheit sind auch Viehhalter vom Coronavirus betroffen. Gerade in ihrem Bereich gibt es reichlich Erfahrung mit Gesundheit und Biosicherheit. Dennoch gaben 83% der Befragten an, dass sie strengere Hygienemaßnahmen als üblich ergreifen. Wie in der Grafik zu sehen ist, gaben 40% an, dass sie größere Veränderungen durchführen (Antworten 4 und 5 auf der Skala von 1 bis 5). Darüber hinaus haben mehr als 80% der Landwirte in den drei Ländern ihr Online-Kaufverhalten geändert. Sprich, mehr digitale Bestellungen und Informationsbeschaffung. Nur 20% sagen, dass Corona keine Auswirkung auf ihre Internetnutzung hat.

Darüber hinaus gaben 38% der Landwirte an, dass sie durch die Situation besondere Herausforderungen in Bezug auf das Personal haben. Ungefähr 85% der Viehzüchter erwarten Probleme beim Verkauf von Waren/Tieren an Kunden, als Folge der Corona-Krise.

Die Umfrage zeigt auch Unterschiede zwischen den Ländern auf: Am wenigsten erwähnen die Deutschen Probleme mit Mitarbeitern oder Verkäufen. Auch ihr Online-Verhalten hat sich am wenigsten verändert. Die Belgier erwarten die meisten Probleme mit letzteren. Auch bei den Hygienemaßnahmen scheinen sie am meisten aufzuholen.

Bewahren Sie Ihren Optimismus

Die Umfrage zeigt, dass Unternehmer die Krise ernst nehmen und wenn nötig Maßnahmen ergreifen, sich aber „nicht verrückt machen lassen“. Die Berater von MS Schippers sehen, dass Verständnis der Landwirte in allen drei Ländern vorherrschend. Kommentare wie „auf dem Betrieb bleiben“, „Ruhe bewahren“ und „den Mut nicht verlieren“ werden häufig geteilt.

Einige Teilnehmer der Umfrage betrachten die Situation von der anderen Seite und genießen die Ruhe in der Isolation; keine Kontrollbeamten oder unerwartete Besucher. Ein niederländischer Unternehmer sagt zum Beispiel: „Vertrauen Sie Ihrem bodenständigen landwirtschaftlichen Scharfsinn und vergessen Sie nicht, die schönen Dinge des Lebens zu genießen. Versuchen Sie zumindest, jeden Tag etwas Positives zu sehen. Das schöne Wetter, gesunde Jungtiere, die geboren werden, Zeit mit der Familie“. Ein anderer Befragter sagt, dass er sich jedes Mal freut, wenn er seine Schafe sieht: „Das sind meine wahren Lichtblicke“.

Sich um seine Mitarbeiter kümmern

Die Unternehmer geben an, dass sie ihre Mitarbeiter in dieser Zeit zusätzlich motivieren wollen, zum Beispiel mit einem Kompliment für die Arbeit. Jemand rät: „Fragen Sie auch regelmäßig, ob sich das Personal gesund fühlt, um Infektionen zu vermeiden. Jeder sollte sich die Hände waschen und duschen. Versuchen Sie im Interesse der Gesundheit Ihrer Mitarbeiter, so viele Besucher wie möglich fernzuhalten. Denn wenn das Personal wegfällt, werden viele Landwirte auf sich allein gestellt sein”.

Ein deutscher Unternehmer teilt diese Sorge: „Wir müssen uns auf große Herausforderungen vorbereiten und die Tiere noch besser vor der Einschleppung von Viren schützen. Es ist noch nicht bekannt, ob sie davon auch krank werden können“.

Schließlich eine positive Reaktion aus Belgien: „Kümmern Sie sich weiterhin um die Tiere und Güter, denn die Welt braucht uns, jeden Tag. Vielen Dank im Voraus für die Bemühungen an alle Landwirte, die sich weiterhin dafür einsetzen. Bleiben Sie auf Distanz, aber bleiben Sie in Verbindung“.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website von MS Schippers