Im Herbst die Grundlage für hohe Rapserträge legen


Wie bei allen Kulturen ist die beste Basis für die Düngeplanung eine Bodenuntersuchung und der Entzug der Kultur.
Der Online Düngeplaner NutriGuide® unterstützt bei der Bemessung der Herbstdüngung mit dem richtigen Produkt.

Raps verwertet Stickstoff sehr effizient

Ein Rapsbestand nimmt im Herbst 40 – 80 kg Stickstoff pro Hektar auf. Bei früher Saat, dauerhaft wüchsigem Wetter, spätem Wintereinbruch und Stickstoffnachlieferung aus Wirtschaftsdüngern können auch höhere Mengen bis zu 130 kg N/ha aufgenommen werden.  Wichtig ist die Ausbildung einer Pfahlwurzel mit einem Wurzelhalsdurchmesser von mehr als 1 cm.

Bereits kurz nach dem Auflaufen beginnt der Raps mit der Bildung der Ertragsorgane. Ab dem 3 – 10-Blattstadium werden die Knospen der Seitentriebe angelegt, aus denen sich im Frühjahr die Seitentriebe mit den Blütenanlagen entwickeln. Das mögliche Ertragspotential legt Raps also bereits im Herbst fest – daher ist es umso wichtiger hier keine Nährstoffmangelsituation aufkommen zu lassen.

Der Einsatz wasserlöslicher Nährstoffe aus Mineraldüngern empfiehlt sich ab dem 4-Blattstadium. Eine zu frühe Ausbringung kann die Ausbildung der für den Raps wichtigen Pfahlwurzel beeinträchtigen, wenn oberflächennah ausreichend Nährstoffe angeboten werden – ein „Hungernlassen“ bis zum 4-Blattstadium wirkt daher keinesfalls nachteilig.

P- und K-Düngung nicht vergessen

Für die Frosthärte ist eine gute Versorgung mit Phosphat und Kali erforderlich. Auf Standorten mit Düngebedarf an Phosphat und Kali hat sich eine NPK-Gabe im Herbst gegenüber einer NPK-Gabe im Frühjahr bewährt. Auf Standorten mit hohen Versorgungsstufen bei Phosphat und Kali ist eine reine Stickstoff(schwefel)düngung oder ein stickstoffbetonter NPK-Dünger ausreichend.

Wieviel Nährstoffe braucht Raps?

In jedem Fall ist zu berücksichtigen, dass Raps auch ca. 125 kg SO3 benötigt. Der Schwefelbedarf sollte zum Teil bei der Herbstdüngung, aber dann auch bei der Frühjahrdüngung berücksichtigt werden. Denn gerade im zeitigen Frühjahr ist noch wenig Schwefel aus dem Bodenvorrat mineralisiert und damit nicht zum Vegetationsstart verfügbar.

Nährstoffentzüge von Raps

zeigt eine deutlich höhere Nährstoffaufnahme des Rapsbestandes, als über das Korn entzogen wird. Diese Nährstoffe, die durch Rapsstroh und Wurzelmasse für die nachfolgende Kultur zur Verfügung stehen sowie die gute Durchwurzelung des Bodens sind zwei Gründe für den hohen Vorfruchtwert von Raps.

Empfehlungen zur Herbstdüngung von Raps

Versuche aus den vergangenen Jahren zeigen deutliche Mehrerträge einer NPK Düngung gegenüber einer reinen Stickstoffdüngung.

Unsere Empfehlung lautet daher:

300 – 400 kg/ha COMPLEX 15/15/15 +7SO3+Zn oder 300 – 400 kg/ha COMPLEX 14/10/20 +10SO3
Anwendung im 4-Blattstadium empfehlenswert.

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