Erzeugerpreise Oktober 2025: Rinder und Milch fester, Schweine und Mais schwächer, Blochholz deutlich im Plus

Im Oktober 2025 zeigte sich ein geteiltes Bild am Agrarmarkt. Rinder, Kälber, Eier und Milch zogen gegenüber September an, Schlachtschweine gaben merklich nach. Im Ackerbau legten Weichweizen und Roggen zu, während Körnermais und Futtergerste zurückgingen; Speisekartoffeln blieben schwach. Im Forstbereich stiegen die Preise für Blochholz spürbar.

Tierische Erzeugnisse
Die Preisentwicklung im Rindersegment war im Oktober freundlich. Jungstiere der Klassen E–P notierten bei 7,11 Euro je kg und damit über dem Vormonat. Kälber der Klassen E–P verteuerten sich auf 9,27 Euro je kg. Beide Kategorien lagen deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Die Milchpreise setzten ihren moderaten Aufwärtstrend fort. Eier aus Bodenhaltung in der Gewichtsklasse M behaupteten sich ebenfalls.

Demgegenüber standen rückläufige Schlachtschweinepreise. Klasse S–P notierte bei 1,96 Euro je kg, was sowohl gegenüber September als auch zum Vorjahresmonat niedriger ausfiel.

Pflanzliche Erzeugnisse
Getreide zeigte ein uneinheitliches Bild. Weichweizen stieg im Monatsvergleich und lag bei 185,03 Euro je 1 000 kg. Mahlroggen erhöhte sich auf 188,88 Euro je 1 000 kg und lag damit deutlich über dem Vorjahr. Futtergerste verlor auf 158,80 Euro je 1 000 kg. Besonders ausgeprägt fiel der Rückgang bei Körnermais aus: 173,00 Euro je 1 000 kg bedeuteten ein deutlich niedrigeres Niveau gegenüber September und Oktober 2024.

Der Kartoffelmarkt blieb schwach. Festkochende Speisekartoffeln lagen mit 175,44 Euro je 1 000 kg unter dem Vormonatswert und deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Forstwirtschaftliche Erzeugnisse
Im Wald nahm die Nachfrage nach Blochholz sichtbar zu. Fichte/Tanne der Klasse ABC Media 2b erreichte 122,71 Euro je FMO. Faser-/Schleifholz blieb nahezu unverändert bei 38,62 Euro je FMO. Hartes Brennholz verteuerte sich leicht auf 106,07 Euro je RMM. Im Jahresvergleich verzeichnete Blochholz deutliche Zuwächse, während Faser-/Schleifholz darunter lag.

Datengrundlage und Einordnung
Die Angaben stammen aus der monatlichen Erzeugerpreisstatistik von Statistik Austria. Erfasst werden gewogene Durchschnittspreise für genau definierte Produkte. Es handelt sich um Nettopreise der ersten Handelsstufe (Ab-Hof, ohne USt und ohne Transportkosten). Bei Rindern und Schweinen beruhen die Werte auf Meldungen gemäß Agrarmarkttransparenzverordnung abzüglich Vorkostenanteile; Eierpreise beziehen sich auf sortierte und verpackte Ware auf 30-er Lagen ab Packstelle; der Milchpreis entspricht der Auszahlung bei Anlieferung an die Molkereien. Bei pflanzlichen Produkten handelt es sich um Mischpreise aus Akontozahlungen und teilweise bereits endgültigen Preisen. Forstpreise sind durchschnittliche, nach Groß- und Kleinmengen gewichtete Preise ab LKW-fahrbarer Waldstraße; FMO bezeichnet Festmeter mit Rinde (ohne Rinde gemessen), RMM den Raummeter mit Rinde.

Zentrale Kennzahlen im Überblick

  • Schlachtschweine der Klasse S–P notierten im Oktober 2025 bei 1,96 Euro je kg und damit 8,0% unter September 2025; im Jahresvergleich lag der Preis um 10,1% niedriger.
  • Jungstiere E–P erreichten 7,11 Euro je kg; das entspricht einem Plus von 2,4% zum Vormonat und 36,7% zum Oktober 2024.
  • Kuhmilch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß lag bei 57,80 Euro je 100 kg, 0,4% über September und 11,2% über dem Vorjahr.
  • Körnermais notierte bei 173,00 Euro je 1 000 kg; das sind 14,4% weniger als im September und 17,4% weniger als im Oktober 2024.
  • Blochholz Fichte/Tanne (Klasse ABC Media 2b) lag bei 122,71 Euro je FMO, 3,6% über September und 19,5% über dem Vorjahreswert.

Fazit
Der Oktober 2025 brachte gegenläufige Bewegungen in den Hauptsparten. Im tierischen Bereich festigten sich Rinder-, Kälber- und Milchpreise, während der Schweinemarkt deutlich nachgab. Im Ackerbau setzte sich die Divergenz zwischen Brotgetreide und Grobgetreide fort: Weichweizen und Roggen zogen an, Körnermais und Futtergerste gaben nach; Speisekartoffeln blieben auf niedrigem Niveau. Im Forstsektor zeigte Blochholz einen klaren Aufwärtstrend, während Faser-/Schleifholz seitwärts tendierte und Brennholz leicht zulegte. Insgesamt weisen die Daten auf kräftige Jahreszuwächse bei Rindern, Milch und Blochholz hin, bei Schweinen, Mais und Kartoffeln dagegen auf deutlich niedrigere Vorjahresniveaus.

Quelle: Statistik Austria, Land- und forstwirtschaftliche Erzeugerpreise Oktober 2025 (SB 1.1), bearbeitet. Originalartikel abrufbar unter :Land- und forstwirtschaftliche Erzeugerpreise  (c) Statistik Austria“

Landwirt.com Benutzer
Einloggen

Hilfe/Kontakt

Landwirt.com GmbH, your marketplace
Rechbauerstraße 4/1/4, A-8010 Graz
Alle Angaben ohne Gewähr – Druck- und Satzfehler vorbehalten.
© Copyright 2026 Landwirt.com GmbH Alle Rechte vorbehalten.