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Grauvieh in aller Munde

Das regionale Qualitätsfleischprogramm „Tiroler Grauvieh Almochse“ feiert dieses Jahr sein 25jähriges Bestehen - mit einem Buch über diese seltene Rinderrasse.
Almochsenmäster Peter Pranger und Hans Plattner, Geschäftsführer von Hörtnagl, ist die naturnahe Ochsenmast ein Anliegen. Foto: Hörtnagl
Almochsenmäster Peter Pranger und Hans Plattner, Geschäftsführer von Hörtnagl, ist die naturnahe Ochsenmast ein Anliegen. Foto: Hörtnagl
Schulter an Schulter stehen die sechs Grauviehkühe neben den Kalbinnen im Gewölbestall von Peter Pranger. Die Almsaison ist beendet und auch auf den Weiden rund um den Prangerhof auf 1.200 m Seehöhe wächst kein Gras mehr. Nervös treten die Rinder von einem Fuß auf den anderen als die ersten Heuschübe von der Decke auf den Futtergang rascheln. Auch die Grauviehochsen auf der gegenüberliegenden Seite recken ihre Hälse und versuchen mit den langen Zungen schon ein paar Halme zu erhaschen, bevor der Landwirt ihnen ihre abendliche Heuration vorlegt.

Seit 25 Jahren ist der Preis für Tiroler Grauvieh Almochsen stets gestiegen. Obwohl sich die Produktion seither mehr als verzehnfacht hat, ist die Nachfrage längst nicht gedeckt. Foto: Hörtnagl
Seit 25 Jahren ist der Preis für Tiroler Grauvieh Almochsen stets gestiegen. Obwohl sich die Produktion seither mehr als verzehnfacht hat, ist die Nachfrage längst nicht gedeckt. Foto: Hörtnagl
Grauviehochsen werden extensiv gemästet

43 Rinder der Rasse Grauvieh hält der Züchter aus Gschnitz. Die fünfköpfige Familie lebt vom Verkauf trächtiger Kalbinnen auf Versteigerungen und immer mehr von der Ochsenmast. Die Milch der Kühe ist für die Kälber und den Eigenbedarf bestimmt. Peter Pranger ist einer von 138 Grauviehbetrieben, die sich für die extensive Ochsenmast mit Alpung und Heufütterung entschieden haben. Vermarktet wird das Fleisch der Tiroler Grauvieh Almochsen exklusiv über die Firma Hörtnagl aus Hall in Tirol.

Im Buch „Grauvieh Tirol. Das Tier, die Region, der Mythos.“ Erfährt man auf 239 Seiten und 6 Kapiteln von Huf bis Horn alles über das Tiroler Grauvieh. Foto: Taferner
Im Buch „Grauvieh Tirol. Das Tier, die Region, der Mythos.“ Erfährt man auf 239 Seiten und 6 Kapiteln von Huf bis Horn alles über das Tiroler Grauvieh. Foto: Taferner
Seltene Rasse in Szene gesetzt

"Grauvieh gab es schon immer bei uns am Hof", sagt der Bergbauer. Peter Prangers Vater war ein ambitionierter Grauviehzüchter. Was das bedeutet, wie diese Rasse entstand, sich entwickelte und fast verschwunden wäre, darüber berichtet ein Prachtband, herausgeben Ende Oktober von Raphael Kuen, dem Geschäftsführer des Tiroler Grauviehverbandes. Auf 239 Seiten widmet sich das Buch dieser regionalen Rinderrasse, den Menschen und Regionen, wo sie zu finden ist. Für Kuen war das Projekt eine Herzensangelegenheit: "Vor unseren Haustüren wird artgerecht und nachhaltig produziert. Engagierte Bauern, die im Einklang mit der Natur die Landschaft gestalten und sich mit tiergerechter Haltung am Markt behaupten können, tragen viel zur Erhaltung und Entwicklung der Region und der Wirtschaft bei".

Das Buch ist zum Preis von 40 Euro im Shop des Tiroler Grauviehzuchtverbandes erhältlich.

Mehr über das Prgogramm "Tiroler Grauvieh Almochse" lesen Sie in LANDWIRT Ausgabe 23/2018.
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Aktualisiert am: 16.11.2018 10:44