"BIO Diesel und das Fettnäpfchen"

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LKR Peter Schmiedlechner 09-08-2007 08:39 - E-Mail an User
"BIODIESEL WAHNSINN"
Sogenannter Experte: Angesichts hoher Milchpreise "Biodieselwahnsinn" schnellstens beenden. Der Geschäftsführer des Instituts EPEA Internationale Umweltforschung, Prof. Michael Braungart, hat angesichts der steigenden Milch- und Fleischpreise ein Ende des "Biodieselwahnsinns" gefordert.

"Landwirtschaftliche Fläche ist für die Energieerzeugung nicht geeignet", sagte der Professor für Verfahrenstechnik an der Universität Lüneburg in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Auch für den Klimaschutz wäre es viel sinnvoller, "Wenn wir ganz massiv Importfuttermittel reduzieren würden und stattdessen unsere eigenen Futtermittel nutzen würden".
Lebensmittel sollten teurer sein als bisher, um eine bessere Qualität zu sichern. "Das, was jetzt passiert, kommt der Qualität nicht zu Gute." Der Einsatz von Mais für Biogas, Roggen für die Verbrennung oder Raps für Biodiesel setze die Lebensmittelproduktion und vor allem jene Verbraucher in Schwellenländern, die günstige Nahrungsmittel dringend benötigen, vielmehr massiv unter Druck. "Das ist für Leute, die darauf angewiesen sind, eine Katastrophe." "Wir haben genügend Wüsten, Halbwüsten, erodierte Flächen", sagte Braungart. Sinnvoller wäre es, in diesen Gegenden neue Technologien zu entwickeln, "um dort Energiepflanzen zu erzeugen, um dort aufzuforsten, um dort Kohlendioxid zu binden".

Unter dem Aspekt des Treibhauseffektes vergäßen die Menschen zudem, dass in erster Linie die Böden und nicht die Vegetation das Kohlendioxid speicherten. "Der Boden speichert etwa drei Mal mehr Kohlendioxid als die gesamte Vegetation."



Posch antwortet um 09-08-2007 09:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIODIESEL WAHNSINN"
Das kann ich nur bestätigen!
Habe selber das Problem dass industrielle Biogasanlagen in unserer Region 1300€ /ha bezahlen. Als Milchproduzent nicht zu verkraften. Würde dass ja irgendwie tolerieren wenn das landwirtschaftliche Betriebe wären die ihre organische Substanz aus den Ställen verwerten und dazu Mais benötigen aber dass man Unternehmen aus dem gleichen Budget fördert versteh ich nicht.
Aber man muss anscheinend "nachhaltige" grüne Energie erzeugen um bei den Wahlen aufzeigen zu können.
Dass wir bei uns nur noch 4 Milchviehbetrieb haben die unter den Belastungen beim Maispreis sehr leiden interessiert keinem. Traurig ist nur dass man da im Ministerium, dass man im Oktober noch selber gewählt hat (das letzte Mal) so entscheidet.



Christoph38 antwortet um 09-08-2007 10:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIODIESEL WAHNSINN"
Prof Braungart hat dem Namen seines Institutes entsprechend (Internationale Umweltforschung) globale Ansätze.
Wenn wir als Landwirte dazu Stellung nehmen, so verfolgen die meisten dabei einen lokalen Ansatz, wie zB. die Auswirkung auf Pachtflächen. So gesehen stimmt schon der Ansatz nur bedingt zusammen.

Für die Welt als gesamtes wäre es unter dem Gesichtpunkt des Klimaschutzes wohl nicht getan damit Importfuttermittel einzuschränken, sondern überhaupt den Tranport einzudämmen.

Was die Auswirkung von Energieflächen auf Pachtpreise betrifft, so sehe ich dies absolut nicht negativ. Wir Landwirte haben Flächen und wenn der Preis dafür steigt, so finde ich dies positiv. Das praktisch dabei auftauchende Problem höherer Pachtpreis muss in eine andere Denkrichtung gelöst werden, nämlich dahingehend kostendeckende Preise zu erzielen, also über eine Preisverbesserung. In diese Richtung wirken Energieflächen ohnehin unterstützend, als dadurch landwirtschaftliche Produktion wegfällt, also knapper wird, was tendenziell, wie jetzt bei Milch, zu Preisverbesserungen führt.

Wenn einzelbetrieblich verständlich versucht wird Kosten zu sparen, so kann dies aber nicht insgesamt im Sinne der Bauern sein, immer noch kostengünstiger zu erzeugen, damit man das Produkt billig verscherbeln kann.

mfg Christoph

PS: Hab selber was gepachtet und mich würds auch nicht freuen, wenn nur bei mir der Pachtzins steigt.


Bobbl antwortet um 09-08-2007 10:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIODIESEL WAHNSINN"
Kann dazu nur sagen,wenn es so weiter geht mit den Preisen wird ein drittel sicher wieder aufhören. Weil z.B. die Ferkel kostet 1,60 und die Mastschweine 1,33 und alles andere wird teurer die Umweltauflagen werden immer wie mehr. Dann die Pachtpreise steigen und wie soll man dann noch Leben können. Alles wird teurer aber der Bauer bekommt nicht mehr für seine Lebensmittel die er produziert. Bin ein voller Optimist aber wenn es so weitergeht sieht es für die jungen Bauern nicht gut aus.


org antwortet um 09-08-2007 10:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIODIESEL WAHNSINN"
@ Christoph38: Ich glaube Du hast das so bestens beschrieben! Ich möchte überhaupt an dieser Stelle einmal bemerken, Dass Deine Einträge allesamt Hand und Fuss haben und mir wohl durchdacht scheinen. Das ist in diesem Forum leider nicht oft der Fall oder sind wir wegen des gleichen Bundeslandes ähnlich "gepolt".


sturmi antwortet um 09-08-2007 10:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIODIESEL WAHNSINN" @Bobbl
Hallo Bobbl!
Nicht zu vergessen, immer strengere Auflagen bei sinkenden Ausgleichszahlungen (Betriebsprämie) und finanziell uninteressantem ÖPUL 07. Von einer Agrardiktatur sind wir nicht mehr weit entfernt.
MfG Sturmi


mpeer antwortet um 09-08-2007 11:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIODIESEL WAHNSINN" @Bobbl
hallo, ich komme aus der landwirtschaft, bin verfahrenstechniker und weiß um die problematik der gesetzessituation bezüglich der "grünen" treibstoffe. natürlich ist es richtig, dass es zu wenig ist, wenn die politik eine quote für den biotreibstoffanteil vor gibt! denn klar ist, dass schon bald die dafür benötigten nawaros speziell in unserem eng besiedeltem raum nicht mehr produziert werden können. schwellen- und auch dritte welt länder werden diese situation nutzen, und versuchen biotreibstoffe für gutes geld an die industrieländer zu verkaufen, mit dem resultat, dass regenwälder abgeholzt werden, es zu gravierenden engpässen bei lebensmitteln kommt, und nicht zu letzt die großen transportwege den vorteil der biotreibstoffe bald wieder zu nichte machen! also ganz so einfach ist die situation diesbezüglich nicht. weiters kann ich nicht verstehen, dass in unserem wirtschaftsraum immer noch prämien dafür gezahlt werden, dass flächen brach liegen, um eine überproduktion zu verhindern. anstatt dessen sollte man mit diesen geldern die erzeugung von biotreibstoff bzw. biogas vor ort fördern. die wertschöpfung würde damit im eigenem land bleiben, und die landwirtschflichen produkte würden wieder eine preissteigerung erfahren!


petermoser antwortet um 09-08-2007 13:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIODIESEL WAHNSINN" @Bobbl
An sturmi Das ist keine agrar diktadur sondern eine grüne diktadur. Weil die haben geschrien das ein öko strom komen mus und noch viel mehr förderung für bio gas und wind und solar. Und jezt regen sie sich gleich wieder auf weil den bauern ihr sache mehr kostst Was sind das für kaschpal.


theres antwortet um 09-08-2007 13:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIODIESEL WAHNSINN" @Bobbl
Hab mir erlaubt, den für mich aussagekräftigsten Absatz nochmals herein zu kopieren:
Unter dem Aspekt des Treibhauseffektes vergäßen die Menschen zudem, dass in erster Linie die Böden und nicht die Vegetation das Kohlendioxid speicherten. "Der Boden speichert etwa drei Mal mehr Kohlendioxid als die gesamte Vegetation

So gesehen finde ich es schon fast makaber, dass der Bereich des Bodens so stiefmütterlich betrachtet und behandelt wird.

Und in der ganzen Bioenergieeuphorie wird eines überhaupt nicht erwähnt:

Einsparungen, bessere Verwertung und Nutzung der Ressourcen.
Es kann doch nicht sein, dass ganze Beraterstäbe und Firmen den Biogasbetreibern behilflich sind, wie sie die grösstmögliche Ausbeute aus dem Biogas erzielen können, während heute immer noch herumgestritten wird,
ob Güllebehandlung überhaupt sinnvoll ist.
Die Bakterien in den normalen Güllegruben sind die Aschenbrötel, es ist schön langsam nicht mehr vertretbar, welche Energiemengen hier sinnlos verschleudert werden.
Klimaschutz ist ja keine Einbahnstrasse, sondern nützt auch dem Bauern.
Welche Geldmengen da noch in die Luft gejagt werden-
ich kann mich oftmals nur noch wundern.
Aber scheinbar ist davon in der Landwirtschaft noch genügend vorhanden.



bergbauer310 antwortet um 09-08-2007 13:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIODIESEL WAHNSINN" @Bobbl
@posch

wo bekommst du 1300 €/ha ??? um den preis verpachte ich gleich heut noch, soviel kannst normal gar nicht erwirtschaften.

sag mir den betreiber, er kann sofort meine flächen haben


LKR Peter Schmiedlechner antwortet um 09-08-2007 16:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIODIESEL WAHNSINN"
Hier ging es eigentlich nicht ums pachten aber 1300 Euro ist viel Geld und das fürs Nichtstun! Ich denke das wird noch einmal zum grossen Problem der Landwirtschaft. Auch ist zu befürchten das dadurch die Lebensmittelproduktion sehr eingeschränkt wird, und man dann die Gentechnik sozusagen über die Hintertür einführt. Sehr problematisch was meint ihr dazu?


biolix antwortet um 09-08-2007 20:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIODIESEL WAHNSINN"
pm wieder keine ahnung... gerade "grüne" wollen nicht eben nur biogas fördern bzw. auch speziell und warnen sogar davor so viel ich weiß das das vermehrt zu intensivierung ( maisanbau ) kommt inkl. steigender pachtpreise etc.

daher unbedingt der gesamte mix, und wegen wind und PV steigen sicher nicht di e pachtptreise und auch ncith die konkurenz in der LW

biolix


biolix antwortet um 09-08-2007 20:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIODIESEL WAHNSINN"
ach ja und von wem wird biogas eigentlich am meisten gepuscht und bauern in "großanlagen" reingetrieben...

bzw. du pm stellst dir ja die zukunft mit erdöl weitervor inkl. strahlend... andere alternativen gibts zur genüge...

biolix

ja da passt ja gleich was dazu...

Greenpeace-Mailaktion an Pröll und Bartenstein - Forderung nach neuem
Ökostromgesetz
http://www.greenpeace.at:8080/inxmail/url?ve4b000000000by0h2a5

Alternativer Textvorschlag (zum vorgegebenen, änderbaren)
Greenpeace-Text:(weitere Individualisierungen immer gut! )

Sehr geehrter Herr Minister Dr. Martin Bartenstein!
Sehr geehrter Herr Minister DI Josef Pröll!

Ich möchten Sie hiermit auffordern, endlich ein neues Ökostromgesetz zu
verfassen, das diesen Namen auch verdient! Im deutschen Erneuerbare
Energie-Gesetz (EEG) gibt es keine Förderungsbeschränkungen für Ökostrom,
Einspeisetarife werden auf bis zu 20 Jahre garantiert. So steigt der Anteil
an erneuerbarer Energie in Deutschland kontinuierlich an - ganz im Gegensatz
zu Österreich, wo der der Anteil der Erneuerbaren am Strom innerhalb von 9
Jahren von 70% auf 58% gesunken ist!
Eine unerträgliche Situation in Zeiten des Klimawandels, aber auch ein
Risiko in Hinblick auf Wirtschaft und Arbeitsplätze, hier die Teilhabe an
einem Zukunftsmarkt zu versäumen.

Bitte werden Sie umgehend aktiv. Danke.

(...)

Mit sonnigen Grüßen

Christiane Schmutterer
***************************************************
ARGE ja zur Umwelt, nein zur Atomenergie
Tel.+Fax: +43 1 332 61 06
www.arge-ja.at
arge@arge-ja.at

DIESE MAIL WURDE MIT ÖKOSTROM ERSTELLT




petermoser antwortet um 09-08-2007 20:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIODIESEL WAHNSINN"
An biolix Wen die bio gas mehr zeug brauchen wird das knaper und steigt der preis für das zeug und für die pacht dan auch. Und wen der preis für die pacht steigt werden die bauern produckte auch teurer. Körndel und fleisch und milch. Und genau das wollen 99 % von die bauern haben damit sie nicht die förderun brauchen sondern so auch leben könen. Nur du und deine grünen hanseln sind jezt auf ein mal dagegen. Und du wilsd ein bauer sein


kamm antwortet um 09-08-2007 21:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIODIESEL WAHNSINN"
an Petermoser
deine Rechtschreibung ist eine Katastrophe


biolix antwortet um 09-08-2007 21:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIODIESEL WAHNSINN"
pm man kann ein bauer sein und auswirkungen erkennen !!
und nicht alles auf "eine karte" setzen... wie viele biogasanlagen laufen denn eigentlich gewinnbringend, wie viel sidn schon im konkurs...
aber was die effizients betrifft wurde hier schon diskutiert und noch keien zahlen von der Versprittung reingestellt die soagr eine negative Energiebilanz aht, biogas wäre auch o.k .in kleinen regionalen einheiten..

biolix


petermoser antwortet um 09-08-2007 23:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIODIESEL WAHNSINN"
An biolix Du schreibsd das sich bio gas in grosen nicht rechned aber du wilsd das es in kleinen gemacht wird. Da mus man aber schon angst haben um deine wirtschaft bei so viel gescheid heid.


mfj antwortet um 10-08-2007 07:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIODIESEL WAHNSINN"
Das Alternativ-Anlagen nur mit Förderungen und gesicherten Einspeisetarifen rentabel betrieben werden können - spricht aber auch nicht gerade dafür.

An dem "Tropf" hängt ja die Landwirtschaft. Wie´s läuft sehen wir ja !


biolix antwortet um 12-08-2007 08:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIODIESEL WAHNSINN"
Hallo !

da passt dieser offetne brief eines sehr guten Freundes da rein..

lg biolix


Offener Brief an Herrn



Generalsekretär Dr. Werner Wutscher



Sehr geehrter Herr Generalsekretär Dr. Wutscher!



Es freut mich immer wieder, von Ihnen Berichte, Statements und Artikel zu lesen, wie zuletzt in der Zeitschrift „Natur und Land“, Biomasse im Brennpunkt, des Naturschutzbund Österreich unter dem Titel „Nahrungsmittel- und Energieproduktion dürfen nicht zu Konkurrenten werden“.



Wie Sie inhaltlich richtig betonen müssen wir über den Tellerrand hinaussehen und das Energieproblem aus einer ganzheitlichen Sicht sehen.

So ist es auch mit den Biotreibstoffen. Es ist nicht aleine entscheidend wie viel Land wir zur Verfügung haben da:



Eine weitere Verwendung der verschwenderischen Verbrennungsmotore im Solarzeitalter keine Berechtigung mehr haben, auch wenn sie mit Biotreibstoffen aller Art (1. und 2. Generation) betrieben werden. Die technischen Möglichkeiten zur Wirkungsgradsteigerung sind im Wesentlichen ausgereizt, unsere Fahrzeuge und Autos sind im Prinzip fahrbare Heizkessel – Energieschleudern.
Wir müssen lernen die uns direkt zur Verfügung stehenden Energien zu nutzen, das ist die Wind und Solarenergie, dessen Potential das weitaus größere als das der Biomasse ist. So liegen die Hektarerträge oft um den 200 fachen Wert über dem der Biomasse. Alleine durch das zur Verfügung stehende Potential ist eine direkte Nutzung unumgänglich.
Die Ziele bis 2010 25%, bis 2020 45%,… sind völlig indiskutabel auf Grund der dramatischen Klimakatastrophe und Ressourcenverknappung – anscheinend wurde in der Gesellschaft noch immer nicht erkannt, dass sofortiger und dringender Handlungsbedarf zu 100% aus Erneuerbaren Energien aus Wirtschafts- Ressourcen, Klima- und Sozialen Gründen unumgänglich ist, ein enormes Wirtschaftswachstum und Schaffung von tausenden Arbeitsplätzen bei gleichzeitiger CO² Einsparung mit dem Erreichen der Klimaschutzzielen dabei realistisch umsetzbar ist. Das alles mit leistbaren Energiepreisen, wie das Deutsche Modell zeigt, bei dem die Windenergie preisdämpfend auf den Strompreis wirkt, die Ökostromzuschläge werden dabei um das Doppelte hereingespielt, da der Strompreis an der Leipziger Börse weit geringer ist als mit Strom aus Kohle- und Erdgaskraftwerken, die mit enorm steigenden Energie Kosten konfrontiert sind.
Die wertvolle Biomasse als einer der bedeutendsten Energiespeicher zur Verfügung steht und erst dann genutzt werden soll, um Angebotsschwankungen von Solar und Windenergie aus zu gleichen, sofern dieses nicht durch andere Speichertechnologien geschieht.
Biomasse eine wesentlich größere Bedeutung bei der Rohstoffbereitstellung hat, wobei enorme Mengen dazu benötigt werden, die heute bei der Diskussion um Energie leider zuwenig beachtet werden. Kaskadische Nutzung.
Einer der wichtigsten Punkte ist eine nachhaltige Nutzung, die all zu oft vergessen wird. Immer wieder glauben viele auf „Teufel komm raus“ Bioenergie produzieren zu müssen. Um langfristig Nahrungsmittelversorgungssicherheit zu haben, müssen wir auch in der Landwirtschaft völlig Umdenken und wieder Humusaufbauer (Bauern) werden, und nicht wie es in den letzten 50 Jahren geschehen ist, dass der Humusgehalt unserer Böden immer weniger wurde und unsere Lebensgrundlage zusehends zerstört wird.


LÖSUNGSANSÄTZE:



Effizienzsteigerung bei GLEICHZEITIGEM Einsatz aller Erneuerbarer Energien

Energiesparen alleine ist ein Blöff und dient lediglich der verlängerten Nutzung fossiler und atomarer Energien und leistet somit keinen Beitrag zum Klimaschutz, Versorgungssicherheit, Unabhängigkeit,.....(Energiesparlampe, Spritsparen, Wonraumtemperatur absenken, ...)



1. Elektroautos

(höchster Wirkungsgrad)zur Mobilität und als Regelenergiekraftwerk

http://www.objectfarm.org/Solarkonzepte/Mobilitaet/V2G/V2G_Regelenergiekraftwerk_Solarzeitalter_112005.pdf

2. Plusenergiegebäude

das sind Häuser mit Passivhausstandard (geringster Energieverbrauch) die mehr Energie erzeugen als sie selber verbrauchen.

Keine Kosten auf Dauer für Heizung, Strom und Treibstoff ( Strom für Elektroautos)

Solare Baupflicht d.h. Baubewilligungen für Neubauten und Althaussanierungen nur für Häuser mit direkte Solarenergienutzungn, thermische Solaranlagen und Photovoltaik zur Stromerzeugung, Passivhausstandard mit direkter solarer Nutzung(nach Süden ausgerichtet mit großen Fensterflächen,bester Isolierung, Luftdichtheit, nachhaltige Baustoffe,…..)



3. Kein Heizkessel ohne Wärme UND Stromerzeugung

An kältesten Wintertagen somit Stromüberschuss, da die Heizungen am längsten in Betrieb stehen. Pflanzenölbetrieben Blockheizkraftwerke, Strom aus dem Pelletkessel,…diese Anlagen müssen Wärme geführt betrieben werden, das heißt, sie gehen nur dann in Betrieb wenn Wärme benötigt wird, Strom wird nebenbei ins Netz gespeist - virtuelles Kraftwerk- dabei kann der Netzbetreiber bei Strombedarf das BHKW einschalten, die dabei anfallende Wärme wird über Pufferspeicher gelagert.

4. Mehrfachnutzung der land-und forstwirtschaftlichen Flächen

Unter Windrädern kann die land-und forstwirtschaftliche Nutzung nahezu uneingeschränkt fortgeführt werden mit enormen Energieerträgen bei gleichzeitiger Nahrungsmittelproduktion. Weideflächen unter nachgeführten PV-Anlagen können ebenfalls genutzt werden, auch hier ist der Energieertrag unglaublich hoch, ein vielfaches der Biomasse. http://www.solonmover.com/home.htm http://www.solonhilber.at/



5. Energieautarke Gebäude, Gemeinden und Regionen

sind das Ziel einer nachhaltigen Gesamtversorgung





Bei der ganzheitlichen Sicht um Nahrungsmittel, Biomasse, Energie und so weiter werden unausweichlich unsere Lebensformen sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche Gegebenheiten neu zu bewerten und überdenken sein, bei dem es zu den massivsten und tief greifendsten Veränderungen seit der industriellen Revolution kommen wird die für viele noch unvorstellbar sind. www.peakoil.de www.energiekrise.de

Da wir seit dem Bestehen der Menschheit noch nie in der Situation waren bei dem eine Ressource nicht mehr in dem Umfang zur Verfügung steht als sie benötigt wird. Wir sind einfach an die Grenzen des Machbaren in allen Bereichen gekommen (Klima, Energie, Rohstoffe, Sozialen, Gesellschaft, Landschaftsverbrauch, Humusabbau, Verkehr, Urwaldrodung, ..) - dieser Konflikt ist unausweichlich selbst wenn wir sofort auf 100% Erneuerbare Energien umstellen wollen, wir sind bereits viel zu spät daran.



Es ist letztendlich die Umkehr der Entwicklung dessen, was in den letzten 100 Jahren stattgefunden hat



Die Chancen für uns alle, besonders für das weitere Bestehen der Menschheit sehe ich in einem längst überfälligen Paradigmawechsel, bei dem alle Möglichkeiten umgehend genutzt werden müssen und sich Diskussionen wie im veröffentlichten Beitrag als nicht notwendig erweisen, da die direkte solare Nutzung wie Wind, Solarthermie und Photovoltaik nicht als Energiequelle beachtet und dabei die wesentlichen Problem nicht erkannt wurden, dabei können Nahrungsmittel weiterhin im gewohntem Umfang zur Verfügung stehen . http://www.photon.de/photon/pd-2007-04.pdf





Wir haben eine riesige Chance zum Wohle für uns alle und die heißt sofortiger Umstieg auf 100% Erneuerbare Energien, mit nachhaltigen Energie, Rohstoffen und Wirtschaftskreisläufen, Dezentralisierung und Regionalisierung, nutzen wir diese.



Freue mich auf Ihre Antwort



Herzliche Grüße



Wolfgang Löser




Mit sonnigen Grüßen

Wolfgang Löser
"Erster energieautarker Bauernhof Österreichs"
Koordinator des Eurosolar Arbeitskreises: Energie aus der Land-und Forstwirtschaft
Untere Dorfstraße 23, A-2004 Streitdorf /NÖ
Tel: 02269 23 17, mobil: 0664 37 32 545
mail: w.loeser@direkt.at, www.energiebauernhof.com
Dieses Mail wurde mit Strom aus Photovoltaik, Wind und Pflanzenöl-BHKW, erneuerbarer Energie, erstellt.




__._,_.___
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Weitere Informationen: www.energiestammtisch.at.tt
Veranstaltungen: www.oekotermine.at

Mehr Informationen unter www.eurosolar.at und www.energiestammtisch.at.tt

Veranstaltungen: siehe www.oekotermine.at
Aktuelle Meldungen: www.oekonews.at

Linkliste Bioenergie: http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1000328


Almoehe antwortet um 12-08-2007 09:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIO Diesel und das Fettnäpfchen"
Mit solchen Briefen trägt Ihr wunderbar bei, dass weder Wirtschaft noch Politik, schon gar nicht ein Großteil der Bevölkerung Euch ernst nimmt.

Das lächerlichste -- am Schluß:
(Dieses Mail wurde mit Strom aus Photovoltaik, Wind und Pflanzenöl-BHKW, erneuerbarer Energie, erstellt) "gggg"

P.S
Wenn ich einen Brief absende, würde ich wenigstens das "Rechtschreibprogramm" benutzen, wenn ich ihr selber nicht mächtig bin!


theres antwortet um 12-08-2007 10:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIO Diesel und das Fettnäpfchen"
Hallo Biolix,
hab gestern abend in der Zeitschrift "Natur und Kosmos" einen Beitrag über Biosprit gelesen. In diesem Beitrag ist eine Berechnung von John B. Heywood aus "Spektrum der Wissenschaft" wie hoch die Effizenz und Verwertung des Treibtoffes ist,
Der Professor für Mechanik in Massachusetts Institue of Technologie kommt zu einem vernichtenden Ergebnis.
Am Schluss dienen nur 0,2 % der Energie dem eigentlichen Transportziel.
Auch der Biosprit kommt nicht gut in dem Kosmosbeitrag weg-
muss mir das nochmals ganz genau durchlesen.
Eines wird mir mehr und mehr klar,
gerade fortschrittlich ist unser Wirkungsgrad beim Energieverbrauch nicht gerade.
Mich würde einmal ohne Scheuklappen interessieren-
wieviel wo verbraucht wird und was wirklich an effizientem Ertrag herauskommt.
Energiesparen, Energieerzeugung- Energienutzung
Ohne Dreschflegel
was braucht ein konventioneller Betrieb an Energie- und was kommt dabei heraus,
was braucht ein Biobetrieb an Energie und was kommt dabei heraus.



Trulli antwortet um 12-08-2007 11:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIO Diesel und das Fettnäpfchen"
Hallo!

Ganz richtig, der Wirkungsgrad, auf den kommts an!

Erster Energieautarker Bauernhof....usw.
Gut und schön, eine gewisse Unabhängikeit, aber das wars dann schon......
Die Herstellung von Photovoltaikanlagen verbraucht mehr Energie als diese in ihrer Lebensdauer wieder einbringen.....
Kann ich vielleicht wirtschaftlich amortisieren, aber bezüglich Energieverbrauch und damit Umweltbelastung sieht die Rechnung wieder anders aus....

Gehts in Zukunft doch nur mit Energiesparen.......an das mag ich mich aber nicht gewöhnen.....Alternativen wären mir lieber....

mfg, Franz


biolix antwortet um 12-08-2007 14:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIO Diesel und das Fettnäpfchen"
Hallo Trulli !

wo hast du wieder den Schwachsinn her die PV bekommt man nie dei Energie zurück ?? würde mcih mal echt nteressieren... sie beträgt nämlich je nach Breitengrad vom Äquator bis zu uns, von einem 3/4 jahr bis zu 1,5 Jahre Energie rücklauf zeit.....

Regi : die normalen studie die ich kennen liegen so bei 40 - 60% energie einsparung bei nur 20% weniger erträgen... wenn man nun noch die umweltfolgekosten rechnen würrde und das ganze in geld mit wirklicher Kostenwahrheit ( z.b. CO2 Zertifikate im positven Sinne ) kommen wir bald mit berechnungen raus das Legumniosen im Biolandbau eigentlich mit 500 Euro im ha Klimaschutzmäßig zu bewerten wären...

lg biolix


rotfeder antwortet um 12-08-2007 20:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIO Diesel und das Fettnäpfchen"
nen abend!
Ich glaube auch, das der biosprit das Energieproblem der industriellen Welt nicht lösen wird. In der einsparung wäre mehr zu holen. Wenn bei neuzugelassenen Autos die hälfte noch Geländeautos oder Van sind, dann ist der Sprit einfach noch zu billig. Weiters gehört Diesel in den Tank und geheizt mit biomasse, holz , kohle, ec . Mann kann niemanden verdenken, wenn er mit öl heizt, aber die holzheizungen sind heute auch technisch ausgereift, und es liesen sich tausende Tonnen heizöl einsparen. In diese Richtung wurde ich trachten, denn aus biomasse treibstoff zu erzeugen bringt auch speziell für moderne motoren probleme mitsich.


biolix antwortet um 12-08-2007 21:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIO Diesel und das Fettnäpfchen"
Hallo rotfeder !

warum heizen, nur mehr niedrigenergiestandards und Nullenergie neubauten bis zu Plusenergiehäusern die über ihre lebenszeit mehr energie erzeugen als sie vorher verbrauchen !

Autos sofort rauf mit nova ec. die z.b. über 6 liter brauchen, ewig wie du schreibst wird vom 2-3 liter auto geredet, dann kommts fast , der Lupo, und dann wird er nicht verkauft.,... udn wieder eingestellt.. wo leben wir denn eigentlich wirklich noch ????
ich will die Geländewagenfahrer, gibts sie ja auch unter bioabuern und bauern viele nicht vergrämen, aber ist das wirklich notwendig, mit z.b. 6 zylinder 99% der zeit auf straßen herum zu gurken... bzw. der trend der Städter.... aber diesen "Life" oder eigentlich "Unlifestile" kreirt ja einmal wer...
Ja das gibts die selbstverpflichutng der Autoindustrie zum 3 liter auto, aber im gegenzug "buttern " sie dann 10 mal so viel WErbebudget in die Offroadklasse... das kennen wir ja alles schon aus den Lippenbekenntnisse der Politiker, das ist doch das selbe... klar würde ich nun den deutschen autobauern die selben emissionen rauf hauen wie die franzosen es schon schaffen, ist grad in diskussion...

also weniger ist mehr, schauen wir alle wos zu fuß mit rad etc. geht und wo das nächste auto wenns überhaupt eines sein soll, ein ganz kleines bzw. auch mit alternativen antrieben, z.b E- autos...

lg biolix


petermoser antwortet um 12-08-2007 21:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIO Diesel und das Fettnäpfchen"
Jezt ist es endlich so weit das die sachen von die bauern wieder einen wert krigen weil viel mit bio sprit und bio gas gemachd wird und gleich gibt es wieder ein par denan das nicht recht ist. Haupsach es könts auf die bauern los gehen. Und gut das die solar und wind konzern viel verdinen so ist euch das recht nur die bauern solen nichts davon haben.Ich schreib jezt nicht was ich von so nest beschmuza denke weil ich bin meisdens schon viel zu direkd aber ich reg mich wirkli auf über so was.


biolix antwortet um 12-08-2007 22:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIO Diesel und das Fettnäpfchen"
herst older dummer pm , hab 3 biobauernfreunde die haben ne biogasanlage zwischen 25 und 100 kW, hab nichts dagegen... aber 1. gscheid mit eigener Produktionsgrundlage und bio 2. nicht die totale verschuldung 3. kann es nur einen teil unseres Energieproblems lösen siehe beiträge oben 4. die kamern und BB etc. schreiben eh nur über das die letzten 2 jahre, da sollte man auch auf anderes hinweisen inkl. "Gefahren".. so nu gäbs noch viele aber auf dich sollt ma überahupt nimma antworten, duu bist der "Hinterfotzigste" eigentlich...

biolix


biolix antwortet um 12-08-2007 22:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIO Diesel und das Fettnäpfchen"
Apropos eines noch : die WEB aus dem W4 ist der Ö größte Windkraftbetreiber und was auch iener der ersten, ist noch immer im streubesitz mit Bürgerbeteiligungen ( hab ich auch ) und somit werf ich nicht das geld windkonzeren in den rachen..

WEiters die PVT war der erste Ö PV hersteller, Gründungsmitglied ein guter Freund von mir ein Biobauer, ist noch immer beteiligt udn alles sonst in der hand von 15 privatbesitzern so vile ich weiß und sind mit 0 förderung gestartet in Ö.. das sind dann deine Solarkonzerne, die könntest sogar du fördern aber dafür bist du zu dumm...

biolix


biolix antwortet um 12-08-2007 22:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIO Diesel und das Fettnäpfchen"
ach ja weils grad noch grein gekommen ist von einem guten freund, noch so ein apostel, nein nur einer der immer wieder hinterfragt, danke salmi und das ganze seit 2 jahrzehnten aufzeigt...aber jetzt guats nächtle biolix geht zur biolixin heidi ;-)

Vom Klimabündnis Kärnten:

Das Klimabündnis setzt sich bereits seit mehr als zehn Jahren kritisch mit dem „Biosprit“ auseinander. Plädoyers wie „Biobauern statt Biosprit!“ verhallten bisher ungehört. Nun manifestieren sich die vorhergesagten Probleme. Der folgende Text wurde in der österreichischen Klimabündnis Zeitschrift 02/2007 Ende Juni veröffentlicht. (vgl. pdf-file anbei)



Klimaretter Biosprit?



Weltweit gibt es auf den Landwirtschaftsmessen ein Phänomen. Statt Tiere sind immer mehr Autos zu sehen. Mit großer Erdkugel an der Decke und Blümchen auf den Autotüren verkünden die Hersteller lautstark, dass sie den Planeten mit Biosprit retten wollen.



Die Bauern werden als die neuen »Ölscheichs« gefeiert. Obwohl wir noch nicht einmal die Welternährung im Griff haben, soll die Landwirtschaft unser Energieproblem auch gleich mitlösen. Kann unsere Erde das überhaupt verkraften? Geht es nach denen, die daran verdienen werden, gibt es kein Problem. „Man braucht nur die Stilllegungsflächen mit Energiepflanzen zu kultivieren. Unsere BäuerInnen verdienen wieder und wir schicken kein Geld mehr den Ölscheichs“, so der Tenor. Diese Betrachtungsweise lässt außer Acht, dass die EU hunderttausende Quadratkilometer landwirtschaftlicher Nutzflächen in allen Ecken der Erde zur Eigenversorgung mitbenutzt. Allein 42 Millionen Tonnen Soja wurden 2003 zur Tiermästung importiert. Dabei schnitt sich der Bioweltmeister Österreich 650.000 Tonnen Soja vom Futtermittelkuchen ab. Würde man die benötigten Futtermittel in Europa selbst anbauen, gäbe es kaum mehr stillgelegte Flächen. Dass in Südamerika der Sojaanbau inzwischen hauptverantwortlich für die Regenwaldzerstörung ist, wird ausgeblendet.



Fleischhunger und Spritdurst



Als ob die Intensivtierhaltung auf Basis globalisierter Futtermittel nicht schon genug Probleme schaffen würde, wittert die Agroindustrie nun bei den Biokraftstoffen den großen Braten. Die Sojabohne zu Sprit und der Presskuchen zu Futtermittel – ein Synergieeffekt, der den Fleischhunger und den Spritdurst der EU stillen soll. Ein Projekt, das nicht nur unsere Autos antreiben soll, auch für die Regenwaldzerstörung wird das wie ein Turbolader wirken. Weltweit gehen die Biokraftstoffproduzenten an die Börse, das globale Geschäft kommt auf Touren. In Brasilien geben sich ausländische Investoren die Klinke in die Hand und suchen nach Beteiligungsmöglichkeiten.



Turbo für Gentechnik



Im Agrobusiness herrscht Goldgräberstimmung. Bunge, Cargill, ADM und Monsanto erwarten sich in den Bereichen Chemie, Maschinen, Saatgut usw. Investitionsbeträge in Milliardenhöhe. Stephan Freyer von BASF bringt es auf den Punkt: „Ohne Grüne Biotechnologie wird eine Bioraffinerie nie effizient sein. Pflanzen müssen gentechnisch gezielt auf die Anwendung zugeschnitten werden.“

Die Nachfrage nach Bioenergie wird weltweit zur Produktionssteigerung von Agrarprodukten führen. Der Preis für die Biokraftstoffe wird aufgrund der Globalisierung der Märkte auf dem virtuellen Marktplatz „Börse“ zwischen Lebensmittelherstellern und Energiekonzernen ausgemacht werden. Beim Vergleich zwischen der Sucht der Reichen nach Öl mit dem Appetit der Armen werden AutofahrerInnen immer gewinnen. Denn Menschen, die Auto fahren, werden immer mehr Geld haben als Menschen, die hungern. Mit dem Getreide, das für eine Tankfüllung Ethanol gebraucht wird, kann man einen Menschen ein Jahr lang ernähren. Obwohl 2006 erst 1,6 % des weltweiten Ölbedarfs von Biokraftstoffen gespeist wurden, hat der „Ölhunger“ bereits die Preise agrarischer Produkte nach oben

gedrückt. Die Zuckerrohr-, Soja- und Palmöl-Monokulturen zerstören aber nicht nur den Regenwald auch die Kleinbauern werden vertrieben.



Kyoto zerstört Regenwald



Paradoxerweise beschleunigt das Kyoto-Protokoll die Regenwaldzerstörung, denn beim weltweiten Handel mit CO2 erhält die Biosprit-Industrie große Kontingente gut geschrieben, wenn sie Treibstoff z.B. aus Palmöl produziert. Auch Österreich bedient sich am globalen Markt. Als „Opfer der Globalisierung“ beschwört man zwar das Schließen regionaler Kreisläufe durch Biokraftstoffe, doch die Realität sieht anders aus. Österreich muss hunderttausende Tonnen an Ölen für Biokraftstoffe importieren. Viel effizienter und klimaverträglicher wäre es, Biomasse stationär und dezentral zu nutzen. Holzheizungen, Biogasanlagen und Blockheizkraftwerke, die Strom und Wärme erzeugen, weisen einen wesentlich geringeren Energieverlust als die Biokraftstofferzeugung auf. Angebaut werden sollten nur Rohstoffpflanzen, die die Vielfalt des Systems verbessern. Anstelle des großflächigen Anbaus einer einzigen Pflanzenart, sollten prinzipiell nur Pflanzen zum Zug kommen, die ohne Düngemittel und Gifte auskommen. Die Palette reicht hier von Sonnenblumen bis hin zu den verschiedenen Holzarten.



Biolandbau satt Biosprit

Nachwachsende Rohstoffe müssen denselben ökologischen Kriterien wie Nahrungsmittel entsprechen. Anstatt mit enormem Einsatz von Steuergeldern Biokraftstoffe zu forcieren, sollten wir besser all unsere Kräfte in die Biolandwirtschaft lenken. Biokraftstoffe sollten aber nicht nur ein Bio-Gütesiegel tragen, auch ein FairTrade Gütesiegel ist unbedingt erforderlich. Denn neben der Ökobilanz müssen auch die Arbeitsbedingungen vor Ort stimmen. Die Ethanolproduktion in Brasilien z.B. ist die Fortführung der kolonialen Wirtschaftsstruktur, basierend auf Großgrundbesitz, Monokultur und Ausbeutung der Arbeitskräfte. Viele NGOs wie Bauernorganisationen, Landlose (MST), Kirchen warnen daher vor einer sozialen und ökologischen Katastrophe durch Biosprit. Klimaschutz sollten wir auch als Chance sehen, unser gesamtes Ernährungs- und Landwirtschaftsmodell umzustellen.



Bio & regional ist optimal

Das althergebrachte System hat uns nicht nur 800 Millionen Hungernde, sondern auch 1,2 Milliarden Übergewichtige gebracht. Global gesehen ergibt sich für die klimafreundliche Nutzung der Bioenergie die Schlussfolgerung: Auf Basis von Biolandwirtschaft und einer Halbierung des Fleischkonsums bleiben maximal 20% der Flächen für den Anbau von Energiepflanzen und anderen Nutzungen übrig. Denn nur Bio & Regional sind für unser Klima optimal!





Biokraftstoffe sind das trojanische Pferd für die Gentechnikkonzerne.



In der aktuellen Diskussion über den Klimawandel werden Biotreibstoffe als wesentliche Schutzmaßnahme präsentiert und Beimengungsziele festgesetzt. Aber schon mit dem Begriff

„Bio“ beginnt die Irreführung. Besser wäre die Bezeichnung „Agrosprit“. Der Flächenbedarf für Agrosprit wird sich weltweit ausdehnen. In Brasilien, wo schon jetzt mit 320.000 km2 die vierfache Fläche Österreichs für Kraftstoffpflanzen beansprucht wird, plant man die Verfünffachung der Zuckerrohrflächen. Aber auch die Machtkonzentration in der Agrokraftstoffindustrie wird atemberaubend sein. Die Investitionen haben sich in den letzten drei Jahren verachtfacht. Auf den Begriff „Bio“ aufbauend, entwickelt sich im Hintergrund eine machtvolle Allianz zwischen Auto-, Gentechnik-, Öl- und Getreidekonzernen. Zum Verdienen gibt es genug. In Zukunft werden nicht nur die Tortillapreise in Mexiko steigen, auch bei uns werden die Lebensmittel teurer. In den nächsten Jahren wird man so viel Getreide für die Erzeugung von Bio-Treibstoff brauchen, dass es zu einer Verknappung von Tierfutter kommen wird. Futter macht 60 Prozent der Schweine-Produktionskosten aus, davon 80 Prozent das Getreide. Mittelfristig dürfte das Futter es um 30 Prozent teurer werden.



Kolumbien: Paramilitärs kämpfen für Biosprit



Seit Jahren wird die Errichtung von Palmölplantagen nicht zuletzt von der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds forciert. Besonders in den armen Ländern des Südens reißen sich Großgrundbesitzer und agroindustrielle Betriebe das Land unter den Nagel, um dort Ölpalmplantagen

zu errichten. Besonders schlimm ist die Lage in Kolumbien, wo die paramilitärischen Gruppen zehntausende BäuerInnen und UreinwohnerInnen von ihrem Land vertrieben. Mittlerweile sind dort 285.000 Hektar Fläche mit der afrikanischen Ölpalme bepflanzt. Palmölplantagen sind eine wichtige

Einkommensquelle für paramilitärische Gruppen. Anders als bei Koka-Plantagen besteht bei den legalen Ölpalmen keine Gefahr der Zerstörung durch staatliche Behörden. Der Verband der Ureinwohner, ONIC, zieht bereits eine Parallele zur blutigen Geschichte der Plantagen der Kolonialzeit: „Wie damals werden Regenwälder wegen Plantagen verschwinden und die Ureinwohner

müssen die besonders schwere und gefährliche Arbeit in den Palmölplantagen machen.“



info! Klimabündnis Kärnten




theres antwortet um 12-08-2007 22:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIO Diesel und das Fettnäpfchen"
Hallo Petermoser,
jetzt werd ich neugierig, wenn ein Milchbauer Diesel, Kraftfutter braucht, dann wird es immer teurer, Getreide ebenfalls.
Wo ist dann der grosse Gewinn?
Ich vergönne jedem Ackerbauern den höheren Getreidepreis, aber wenn ich die Betriebsmittel rechne-
bleibt wirklich soviel mehr übrig?
Der Dünger hängt ja ebenfalls am Energiepreis, Pflanzenschutzmittel ebenfalls.
Für die Veredlung wird es schwieriger und ich bin überzeugt, dass das was uns jetzt als der grosse Wurf in der Landwirtschaft angedreht wird, eine grosse Seifenblase ist, die irgendwann zerplatzt.
Für all das, was vom Acker kommt, wird Humus abgebaut- und die Gier, die jetzt nach dem Getreide, usw. greift, wird irgendwann zum grossen Staunen führen.
Leider wollen das viele überhaupt nicht sehen und wahrhaben.
Mineraldünger und Pflanzenschutz verdecken leider, dass der Humusgehalt schwindet.
Es wächst auch auf Steinwolle, nur der Aufwand steigt.
Aber mit hohem Werbeeinsatz- wird wenigstens für die, die diese Mittel verkaufen, das Geschäft steigen.
Manchmal frag ich mich, rechnet euer Taschenrechner anders, meiner zeigt mir Zahlen an, die zu einer anderen Betriebsstrategie geführt haben.
Bei dieser Diskussion kann ich nur noch den Kopf schütteln.


petermoser antwortet um 13-08-2007 07:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"BIO Diesel und das Fettnäpfchen"
An biolix Also wens nach dir geht sol der bio diesel auch bio derzeugd werden. Ist das damit der motor länger halz oder macht bio diesel aus bio pfalzen weniger ab gas Irgand wer hat geschriben das du dich lächalih machsd und ich unter schreib das jezt sofort.

An theres Dein humus ist schön und gut aber davon kansd nicht ab beisen. Der sin der land wirtschaft ist das der boden was her gibt für die leute und nicht ales selber behalt.


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