Jagd sei ein Menschenrecht !?

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maxima 14-02-2020 21:19 - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
gelesen auf ubv.at


stef0901 antwortet um 14-02-2020 21:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
jeder Grundbesitzer hat grundsätzlich das Recht auf Seinen Eigenen Grund und Boden zu jagen.
meist ist das Jagdrecht jedoch um ein paar Euro pro Hektar "zwangsverpachtet".


Ferdi 197 antwortet um 14-02-2020 22:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Jeder will vielleicht gar nicht Jagen gehen?
Ein Problem ist: Das es gewaltige Mißstände im Jagdwesen gibt, die durch die Aufsichtsbehörden nicht geahndet werden.
Warum wohl: Weil viele Bedienstete eben selber im Landesjagdverband usw.aktiv sind. Das ist das selbe wenn ich meinen Hund sage: er soll auf die Wurst aufpassen.

Das öffentliche Wildeinflußmonitoring zeigt ja eh schon sehr viele Jahr diese "Trophäenzuchtanstalten" eben auf. Folgen hat es keine. Die Jagden wurden immer wieder von den Behörden an die selben Pächter verpachtet.

Ebenso sind die Probleme mit dem Biber, Fischotter, Wolf und viele andere hausgemacht. Ewig schaut man zu, seitens der Aufsichtsbehörden und das zum Ärger der Beroffenen.

Weshalb gibt es eine Jagd: Nicht das viele eher Wohlhabende Personen ihren Hobby nachgehen können, sondern eben um eine vernünftige Land- u. Forstwirtschaft zu betreiben u. wobei alle Wildschäden eben hinten anzuhalten sind. Das Gesetzt sagt: WALD vor WILD !!!!!!!

Warum gibt es die Fichten Monokulturen teilweise? Jetzt die vielen Schäden?

Weil eben alles andere durch den hohen Wildbestand vorher umgebracht wurde. Eine Fichte, überstand das halbwegs bzw. mit dem Verbißschutzmittel birngt man eben diesen Brotbaum am ehestens durch.
Tanne, Lärche, usw. wurde ja seit ca. Ende der Siebziger Jahre regelrecht weggefegt. Dann wundert man sich über die massive Schädlingsvermehrung?



Harpo antwortet um 15-02-2020 00:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
@Ferdi 197
Zu Deiner Info die Jagden werden nicht von der Behörde verpachtet sondern vom Jagdausschuss oder von Eigenjagdbesitzern.
Ein Jagdausschussobmann muss einen Abschussplan nicht unterschreiben er kann eine wesentlich höhere Stückzahl fordern und diese sich vorlegen lassen.
Wenn bestehende Rechte nicht in Anspruch genommen werden sind die Folgen zu ertragen.



norbert.s(suk5) antwortet um 15-02-2020 01:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Jagd ist ein Relikt aus alten Zeiten. Eine Zumpferlschau.
Schaut her ich bin höher als das Tier, also darf ich es abknallen.^^



JD 6120 antwortet um 15-02-2020 06:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
@ Norbert
Da würd ma uns anschauen wenns keine Jagd gäbe. Dramatische Vermehrung der Wildbestände verbunden mit enormen Waldschäden u unkontrollierter seuchenausbreitung wären die Folge.


richard.w(7n417) antwortet um 15-02-2020 09:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
ist das so?


Juglans antwortet um 15-02-2020 10:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Die Wildschäden wären sehr einfach zu erledigen man bräuchte nur ein einziges Gesetz erlassen: " Jedermann der berechtigt ist eine Schusswaffe zu führen darf das Wild auf seinem Eigengrund jederzeit erlegen." So einfach wäre das.
mfg


mitmart antwortet um 15-02-2020 11:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Was hindert dich daran die Jagdprüfung zu machen und selbst Pächter zu werden?



JD 6120 antwortet um 15-02-2020 13:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
@ Juglans
Und das wäre dann was anderes oder wie soll ich das jetzt verstehen?


mittermuehl antwortet um 15-02-2020 14:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Ich hab grad eine Déjà-vu ... Geht es nur mir so?


Muskateller antwortet um 15-02-2020 18:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
@Juglans
super Idee!!
Ich z.B. bin kein Jäger, habe aber einen Wald, eine Waffe und eine Besitzkarte. Morgen Sonntag nach dem Frühschoppen gehe ich in meinen Wald und knalle ab, was mich grantig macht. Schonzeiten interessieren mich nicht, habe ja keine Ahnung, wann welche sind. Aber Mountainbiker habe sowieso keine. Und die machen mich grantig.Gehören die auch zum Wild? Keine Ahnung, habe keine Jagdprüfung.


mittermuehl antwortet um 15-02-2020 18:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
@Muskateller ... Als Jagdscheinbesitzer kann ich dir zumindest sagen das eine Mountainbiker keine anerkannter Kugelfang ist. ;)


Harpo antwortet um 15-02-2020 21:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Die Rehe und Hirsche sind ein Problem die WILDSCHWEINE ein anderes in vielen Gebieten und für diese gibt es keinen Abschussplan.


sisu antwortet um 15-02-2020 21:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Hallo! jeder kann den Jagdschein machen und es selber probieren, als Grundbesitzer kann der Pächter der Genossenschaftsjagd es Dir gar nicht v erbieten die Jagd auszuüben......
Man sollte halt nicht an den Meistbietenden verpachten sondern an Ortsansässige Jäger, dann funktioniert es meistens bestens...
Auch wäre eine Grünvorlage für den Abschuss mehr als angebracht, denn Papier ist geduldig....


KaGs antwortet um 15-02-2020 21:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Der Pächter, oder die Jagdgesellschaft kann sehr wohl die Jagd verbieten. Schließlich muss ja der Pächter gerade stehen wenn ein falscher Abschuss getätigt wird. Grünvorlage gibt es schon lange in NÖ. (Ob es landesweit ist, weiß ich auch nicht auf die Schnelle, zumindest halt in vielen Bezirken)



hubhel antwortet um 16-02-2020 06:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Bin selbst kein Jäger, leider haben in den letzten Jahren / Jahrzehnten, nach dem Motto, weil sie "gerade pinkeln können", viele die Jagdprüfung gemacht, weil sie Geld dafür übrig hatten und jetzt glauben, sie sind jetzt wer, weil sie jetzt mit der "Puffn" in Wald und Flur umherlaufen dürfen.

Die Jagd hat sich aber extrem gewandelt
Früher hat fast jeder Dodel den Jagdschein bekommen, quasi am Stammtisch, gab wenig dagegen
Heute müssen sie viel, rund um das eigentliche "jagen" lernen, Hege und Pflege, finde ich richtig, nur es nützt nichts, da es als "Ausgleichssport" zum Berufsalltag gesehen wird
Und Theorie auswendig lernen, hilft in einer Jagdgesellschaft herzlich wenig, wenn die Anwendung in der Praxis fehlschlägt

Für viele Jäger ist der Abschuß gewisser Arten allerdings mehr Frust, als Jagderfolg. War früher ein Wildschwein eine Trophäe, ist es heute durch die enorme Anzahl der Viecher nur mehr Arbeit :-)
Auch sind die Säue meist klüger, als die Jäger ;-)

Unsere Jagd hat leider viele andere Probleme, darum bin ich eigentlich bei uns, keinem Jäger neidig
Mountainbiker Hundehalter extrem viele Pferdesportler stören im Revier das jagen erheblich. Jeder von denen glaubt, er kann überall machen was er will, alles ist nur für ihn da
Auch durchziehen viele Strassen das Revier und die Anzahl der KFZ erlegten Tiere ist enorm, die den Jägern allerdings im Abschussplan fehlen

Die Jagd auf seinem Grund verbieten kann jeder Grundbesitzer durch Jagdfreistellung, kein Thema
Nur muss er halt den Wildschaden auch selbst bezahlen



KaGs antwortet um 16-02-2020 08:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Das mit der "Jagdfreistellung" stimmt theoretisch nicht! Wenns aber dem Grundbesitzer nicht recht ist, wird in den allermeisten Fällen dem Wunsch entsprochen!
Aber sonst stimmt es was geschrieben wurde. "Die Geister, die man rief, wird man nicht mehr los!"
Ob es jetzt die Wildsäue sind, oder generell das Rotwild, ist der Fremdenverkehr oft schon zur "Plage" geworden. Aber auch Einheimische werden immer rücksichtsloser, zu jeder Tages und Nachtzeit kann man sie antreffen, natürlich auch noch mit freilaufenden Hunden.
Bejagung wird immer schwieriger.


Harpo antwortet um 16-02-2020 13:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Der Egoismus und die Ruecksichtsloigkeit sind in unserer Gesellschaft grenzenlos geworden..
Ich glaube auf Dauer kann das nicht gut gehen es muß für alle Grenzen geben und Eigentum muß respektiert werden


Roz98 antwortet um 16-02-2020 18:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
genauso wie sich eine Menge ortsansässige Jäger danenen benehmen ... Bis hin zur Schadensersatzklage weil der jäger mit dem Auto auf der gemeldetrn Brache immer bis zum Hochsitz fuhr.. bei den trockenen Letzten Jahren.

die wildschweine können nichts dafür wenns voe 30 Jahren extra geholt wurden damits welche gibt - und jetzt sinds eine Plage



Ferdi 197 antwortet um 16-02-2020 21:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
An Harpo: Die Jagd wird eben auf Grund u. Boden vom Jagdausschußobmann u. auch bei den Jagdausschußpersonen intensiver durchgeführt.
Bei denn anderen Grundbewirtschaftern eben fast überhaupt nicht, dass ist die Realität.

Deshalb auch beim Wildeinflußmonitoring diese verherenden Zahlen.
Also so etwas ist Jagdaufsichtssache seitens der Behörde. Zusätzlich ist die Forstbehörde im Bezik genauestens Informiert darüber, die Jagdpächter haben z.B. schon einige Male Strafe bezahlt, weil sie den Abschuß gar nicht erfüllt haben usw.....

Warum genehmigt die Forstbehörde immer wieder die Jagdverpachtung an den selben Personenkreis?
Z.B. hat auch der Jagdauschußobmann Ackerflächen vom Jagdausübungsberechtigten / Jagdpächter - Obmann gepachtet.
Da besteht sogar ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis.
So läuft es eben in der Praxis u. das eben zum negativen von Anrainern / Grundbesitzern / Bewirtschaftern.


Harpo antwortet um 16-02-2020 21:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Das Problem lässt sich alle 9 Jahre lösen? Wenn es genug Unzufriedene gibt..


sts antwortet um 16-02-2020 21:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Als Waldbesitzer und Jagdausschussobmann kann ich die Aussagen von Hubhel nur bestätigen. Ich kann mir nicht vorstellen, wenn jeder Waldbesitzer nach Gutdünken jagen darf. Dass wäre ein Chaos sondergleichen.
Jeder Waldbesitzer kann die Jagdprüfung machen und dann darf er in den allermeisten Fällen auf seinem eigenen Grund jagen. Nur muss er es auch tun und bei Bedarf auch nächtelang ansitzen wegen Wildschweinen, Füchsen etc.
Oft sind Waldbesitzer dann auch Jäger, mit denen die anderen Waldbesitzer zufrieden sind. Nur die meisten Waldbesitzer beschweren sich über Verbiss und sind zu bequem, selbst tätig zu werden.
Der Abschuß wird in OÖ durch die Weiserflächenbegehung festgelegt und ich glaube, dies ist durchaus eine gute Möglichkeit, den nötigen Abschuß festzulegen. Nur müssen die Weiserflächen an den richtigen Stellen stehen, dort wo die Rehe wenig gestört sind und sich daher gerne aufhalten.
Stehen diese woanders, ist bei der Weiserfläche alles super und daneben wird alles gefressen.
Nur muss der Jagdausschuß auch informiert werden, wo die Problemstellen sind, die ganzen stillen Ecken in der Gemeinde kennt der Obmann auch nicht.
Sollt trotz guter Verteilung der Weiserfläche noch Probleme bestehen, kann jeder Waldbesitzer an neuralgischen Stellen auch einen kleinen Kontrollzaun aufstellen. dieser kann n Folgejahren auch bei der Verbissbeurteilung durch den Jagdausschuss mitbeurteilt werden. Nur muss man dies auch tun.
Vielen, die sich über hohen Verbiss beschweren, habe ich dies empfohlen. Nur waren noch alle Waldbesitzer zu bequem, dies auch zu tun. Also kann das Problem gar nicht so groß sein mit zu viel Verbiss.


fgh antwortet um 17-02-2020 07:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Jeder kann den Jagdschein selber machen und das auf seinem eigenen Grund selbst in die Hand nehmen.
Schöne Theses in der Theorie.
Praxis:
Es gibt eine Jagdgesellschaft die eine Gemeindejagd x pachtet und den Abschuss auf ihre Mitglieder aufteilt. Sprich, wenn dir diese dann nicht den notwendigen Abschuss frei gibt, bleibt bei Schäden nur eines: Bist eh selbst Jäger.
Zitat unseres BK-Obmanns zu diesem Thema: Ja, ich weiß wie das ist. Habe selbst den Jagdschen gemacht, weil ich BK-Obmann haben sie mir sogar als Willkommensgeschenk einen Hochsitz auf meiner Aufforstungsfläche geschenkt. Jetzt kann ich das sitzen und den Rehen beim Schaden machen zu sehen. Weil nach erheblichen Protest, darf ich jetzt ein Stück pro Jahr, statt Anfangs alle zwei Jahre eines schießen.


mittermuehl antwortet um 17-02-2020 11:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Ein kleines Umdenken wäre manchmal notwendig. Ich habe einem Nachbarn angeboten ihn um etwas Schwarzwild zu erleichtern. Ansitzen und ein paar Frischlinge und vielleicht Überläufer für meinen Kühlschrank erledigen. Eine undankare Aufgabe. Er wollte gleich wissen was ich ihm dafür zahle. Soll er jetzt selber sitzen.

@fgh Das mit der Aufforstung und "nur eine Reh" ist typisch für die kleinräunmige Bewirtschaftung wo jeder auf seinen paar ha seine Abschüsse haben will. In Revieren mit 400-4000ha gibt es Auffostungsflächen die Todeszonen sind und Ruheflächen wo 2-3 Jahre kaum was geschossen wird.


hubhel antwortet um 17-02-2020 12:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Zittat
Ich habe einem Nachbarn angeboten ihn um etwas Schwarzwild zu erleichtern. Ansitzen und ein paar Frischlinge und vielleicht Überläufer für meinen Kühlschrank erledig.Er wollte gleich wissen was ich ihm dafür zahle

Wusste nicht, dass jeder x-beliebige dahergelaufene Möchtegernjäger umsonst Schwarzwild schiessen darf
Wär ja so, als sollten die Grundbesitzer noch den Jäger die Jagdpacht zahlen

TRÄUMER gibts..tztz

Beim meinem Händler stehen auch so viele Traktoren und Geräte herum, muss ich auch mal fragen, ob ich kostenlos eins von den Dingern davon haben kann ;-)

Frechheit und Gier siegt sozusagen...


fgh antwortet um 17-02-2020 13:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Also so viel Schaden wie das Wild teilweise anrichtet, wären sicher einige froh wenn jemand den Abschuss und somit Schadenseindämmung gratis erlegt bzw wären einige sicher bereit dafür zu bezahlen.
Ich hätte kein Problem statt dem lächerlichen Pacht von 2€/ha sogar etwas zu bezahlen, wenn dann anständig Jagd im Sinne von Wald und Wild gelebt wird - eben mit Zonen wie von Mittermuehl beschrieben. Man muss nicht alles erschiessen, nur eben dort verstärkt wo Schäden sind - es gibt auch Zonen wo das Wild, Wild sein kann und auch keinen Schaden anrichtet wo jeglicher Abschuss jahrelang nicht notwendig ist.
Ich selbst beschäftige mich schon einige Jahre mit dem Einklang von Wald und Wild und mache alles was ich als Grundeigentümer dafür beitragen kann.


dietmar.s(2cz6) antwortet um 17-02-2020 13:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
wenn ich 0 Schaden hab dafür auf den Jagdpacht verzichte oder Schaden hab und Jagdpacht bekomme...weniger ist oft mehr hubhel...


fgh antwortet um 17-02-2020 14:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
0 Schaden geht nicht... Aber bei den jährlichen Kosten zur Schadensverhütung und den trotzdem entstehenden Schäden, ist der Jagdpacht fast eine Verarsche.


mittermuehl antwortet um 17-02-2020 18:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Bei uns gibt es sehr viel Schwarzwild und entsprechende Schäden. Rotten bis zu 30 Tieren. Die Jagdpächter haben zu wenig Zeit und gehen lieber auf Böcke. Man will ja was für die Wand haben. Wobei der betreffende Pächter seinen Abschußplan mitlerweile durch Fallwild erreicht. Was das bedeutet muß man ja nicht erklären. Wenn ein Einheimischer mit Jagschein da ein paar Frischlinge rausholt sollte man eingentlich froh sein. Die sind ja meist nicht mal die Munition wert. Deren Abschuß würde aber viel helfen. Aber da es für Schwarzwild noch keine Abschußvorgaben gibt, ist es den Jagdpächtern egal. Da wird eine Riegeljagd im Jahr, die 8 Stück zur Strecke bringt, schon als Erfolg gewertet.






Muskateller antwortet um 17-02-2020 19:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Das Problem der Jäger, (hat mir ein Arbeitskollege der Jäger ist) erzählt, dass man eben für Schwarzwild ewig lang ansitzen muss, weil die Säue teilweise schlauer als die Jäger sind. So-und jetzt hocken die Waidmänner auf ihren Luxus geräuschlos mir Teppichboden tapezierten Kanzeln, und schnarchen weg.
Es gilt natürlich für alle Jäger die Unschuldsvermutung!
Mittermühl: In meinem Wald wühlen die Wildschweine auch herum, kannst gern kommen, zahlen brauchst nix, für jede erlegte Sau gibt's ein Achtel hervorragenden Grauburgunder!
Aber erst nach der Jagd.


xaver75 antwortet um 17-02-2020 19:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Die sind ja meist nicht mal die Munition wert.

Ohne Worte


mittermuehl antwortet um 17-02-2020 20:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
@xaver75 Ist so. Wenn man mit guter Munition schießt, die auch einen Überläufer sicher erlegt, ist der Schaden durch den Ausschuß (schnelle Tötung) so groß das nur wenig Fleisch bei einem Frischling übrig bleibt. Sowas kann man nur privat verwerten. Eine richtige Bejagung verlangt Bejagung alle Altersklassen. Nur unterbleibt die, aus dem oben genannten Grund, bei Frischlingen recht oft. Es zahlt sich nicht aus.

Wenn mich der Kollege gefragt hätte ob ich ihm bei den Reviereinrichtungen helfe oder einen Wildacker anlege hätter ich ihm sofort beigestanden. Aber nach Geld zu fragen habe ich in dem Fall falsch gefunden.

Ansitzjagd auf Schwarzwild dauert ewig. Die Tiere wechseln pro Nacht viele km. Kann gut sein das man da Wochelang nicht viel zu sehen bekommt und nur Frostbeulen am A. hat. Und sie sind wirklich Nachtaktiv. Das ist wirklich arbeit und hat nichts zu tun mit : "Ich gehe auf einen Bock" der schön in der Morgen oder Abendämmerung oft wie eine Uhrwerk wchselt.








xaver75 antwortet um 17-02-2020 20:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Unglaublich, was eine Jagdprüfung aus einem Menschen machen kann …..

mfg



ek antwortet um 17-02-2020 21:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
wer die wahrheit sagt braucht ein schnelles pferd

mfg
Ernst Krampert


fgh antwortet um 18-02-2020 06:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
So ehrlich wie du bist mittermuehl, wirst von deinen Kollegen gleich ganz von der Jagd ausgeschlossen werden...

Naja xaver75 - das ist nun mal die Wahrheit! Jäger sind (nicht alle, es gibt auch gute - siehe Mittermuehl) Trophäen und Profitorientiert. Ich bekomme auch schon das ganze vorige Jahr zu hören, dass der Preis für Wildbrett am Boden ist...


hubhel antwortet um 18-02-2020 09:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Jedes Hobby kostet Geld. Da eine mehr, das andere weniger

Wenn ich sehe, wenn bei uns die Jäger ausrücken, mit allem pipapo, glaubt man Geld hat keinen Wert mehr
Nochdazu wenn sie dann noch in Afrika / Russland, oder auch nur Ungarn um fettes Geld jagern, aber bei der Jagdpacht ist immer alles zu teuer

Bin im Jagdausschuss und kann die fadenscheinigen Argumente nicht mehr hören, selbst das Kirchgewand, wenn Jägermesse ist, kostet erheblich mehr, als der Anteil in der Gemeinschaftsjagd

Und das bei einem knapp 700 ha Revier !

Man kann eigentlich als Jagdpächter NIE von einem Revier leben
Es ist nur ein Hobby für Abgehobene !!


mittermuehl antwortet um 18-02-2020 09:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
@xaver75 "Unglaublich, was eine Jagdprüfung aus einem Menschen machen kann ….."

Da gebe ich dir zu 100% Recht. Ich war auch verblüft. Ein Blick auf die andere Seite der Mauer verändert einen Menschen. War mit meiner Jagdprüfung so. War auch so als ich nach 5 Jahren als Betriebsführer (mit einem Vorleben ohne Landwirtschaft) zurück blickte. War auch so nachdem ich 6 Monate in Marokko gearb gearbeitet hatte. Sobald man eine "andere Welt" persönlich erlebt verändern einen die neue Einblicke.

Ich kann nur jedem raten die Jagdprüfung zu machen. So wie ich jedem der etwas studieren will oder Künstler ist eine landwirtschaftliches Praktikum von ein paar Monaten oder eine Lehre für eine Handwerk anrate. Und so wie ich den Bauern mal einen Ausflug auf den Nachmart in Wien & den Besuch von ein paar Museen ans Herz lege. Einfach mal eine gewisse Zeit in einer fremden Echokammer verbringen.



fgh antwortet um 18-02-2020 10:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Jagdprüfung muss es ja nicht unbedingt sein, aber wenn man die Kursunterlagen mal durchliest ist das kein Schaden.
Haben keine Jagdprüfung, aber eben Kursunterlage von nem Freund durchstudiert.
Bringt einem schon weiter - man kann das Wild dann besser verstehen und kann dann auch einfacher einen Beitrag fürs Wild leisten...
In meinem Fall sieht man dann halt die Fehler die gemacht werden, noch eindeutiger..


mittermuehl antwortet um 18-02-2020 10:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Ja ... man sieht dann Fehler besser. Bzw. erkennt man wer die Prüfung vor sehr langer Zeit gemacht hat. Man kann auch sehen wenn Waldwirtschaft und Jagdwirtschaft nicht zusammen passen bzw. wo beide Seiten etwas verändern könnten. Bei meiner Prüfung waren zuvor auch sehr viele Exkursionen dabei. Und die Gespräche mit den vielen Vortragenden haben auch viele Einblicke ermöglicht. Die Rechtsvorlesungen waren auch wichtig.

Aus der Sicht der Ökologie ist der teilweise Abschuß von Jungtieren wichtig. Alle Altersklasen sollen gezielt bejagt werden. So wie Raubtier es machen würden. In der Gesellschaft ist man dann der "Babymörder". Jagdlich ist der Abschuß von Jungtieren auch nicht so wirklich interressant. Deshalb wird er gerade von älteren Jägern manchmal etwas zurückahltender betrieben. Und deshalb würde ich für gerade solche Hegeabschüsse nicht wirklich etwas bezahlen wollen. Ich denke das es da zu einem Umdenken kommen wird.


fgh antwortet um 18-02-2020 11:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Fehlender Hegeabschuss ist bei mir brutal... verenden jährlich einige Rehe, wahrscheinlich auch nicht ganz ohne Schmerzen - aber Hegeabschuss von kranken Tieren ist für den bei mir zugeteilten Jäger nicht interessant...

Recht... die Jäger haben zwar nicht recht und müssten für viele Schäden zahlen und hätten viele eindeutig gesetzlich geregelte Vorgaben und Pflichten... wenn sie sich nicht daran halten, ist es aber erst Problem des Grundeigentümers... gegen die Jagd anzukommen ist wie gegen Windmühlen laufen....

Entweder man hat Glück und eine vernünftige Jagdgesellschaft die auf ein Auskommen von Wald und Wild eingestellt ist, oder zumindest einen vernünftigen Jäger als zuständigen oder eben nicht....

Das Alter ist da nicht das wichtigste... ich kenn auch ältere Jäger die sagen: Meine Trophäen habe ich, ich widme mich der Hege und Pflege.


johann.m10 antwortet um 25-02-2020 18:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagd sei ein Menschenrecht !?
Im grünen Wald
Im grünen Wald, da wo die |: Drossel singt, :|
Und im Gebüsch ein junges |: Rehlein springt, :|
|: Wo Tann' und Fichten stehn am Waldessaum,
Verlebt ich meiner Jugend schönsten Traum.
Das Rehlein trank aus einem |: klaren Bach :|
Dieweil im Wald der muntre |: Kuckuck lacht. :|
|: Der Jäger zielt schon hinter einem Baum,
Das war des Rehleins letzter Lebenstraum. :|
Getroffen war's und sterbend |: lag es da, :|
Das man noch eben lustig |: springen sah. :|
|: Da trat der Jäger aus des Waldessaum
Und sprach: Das Leben ist ja nur ein Traum. :|
Schier achtzehn Jahre sind |: verflossen schon, :|
Die er verbracht als junger |: Weidmannssohn. :|
|: Er nahm die Büchse, schlug sie an den Baum
Und sprach: Das Leben ist ja nur ein Traum. :|

Waidmann Jonny be Good


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