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hardl1266 28-12-2019 10:42 - E-Mail an User
Was fällt hier auf
Die Rezeptgebühr und der Milchpreis in den 70iger Jahren lagen in Summe ca. gleichauf
Jetzt schreiben wir bald das Jahr 2020 und haben eine Rezeptgebühr von 6,30 Euro und der milchpreis liegt auch fast gleichauf.

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ewald.w(88y8) antwortet um 28-12-2019 11:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Was fällt hier auf
@hardi

es fällt auf, wie wichtig das ausgleichszulagensystem, bei dem es auch eine rezeptgebührenbefreiung gibt sehr wichtig speziell für bauern ist !

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179781 antwortet um 28-12-2019 12:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Was fällt hier auf
Was dabei auffällt ist in vielen Bereichen so: Die Urproduktion kommt gegenüber anderen Bereichen immer mehr ins Hintertreffen.
Was mir dazu einfällt: Die Leute sollen ausreichend Milchprodukte konsumieren. Damit sind sie gesund ernährt und brauchen keinen Doktor und Apotheker. Und die Nachfrage zieht den Preis bei Milch.

Gottfried

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dietmar.s(2cz6) antwortet um 28-12-2019 14:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Was fällt hier auf
nachdem bei mir der EHW gestiegen ist würde es mich nicht wundern wenn bei der Rezeptgebühr auch wieder etwas Luft nach Oben drinnen wäre. Alles andere wäre ungerecht.

Vor einigen Jahren hätte ich mich zwar noch gefragt , wie das Alles möglich sein kann.

Mittlerweile fällt mir aber auf, dass sich die Fragen restlos geklärt haben, auch mithilfe des Landwirtforums. Euren Beiträgen recht herzlichen Dank!

Schöne Jahreswende 2019-2020 dann mal , mfg Dietmar



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xaver75 antwortet um 28-12-2019 16:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Was fällt hier auf
Rezeptgebühren waren früher niedrig, weil alle Beitragszahler die Medikamente einzelner besser gesponsert haben, jetzt ist es ein wenig gerechter, mit 6,30 ist das Medikament teilweise, oder zumindest ein Großteil davon bezahlt.

Wie das mit dem Milchpreis zusammenhängt, keine Ahnung.

mfg

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irgbauer antwortet um 28-12-2019 17:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Was fällt hier auf
Die Schere zwischen Einnahmen u. Ausgaben klafft zu weit auseinander.Vor 30 Jahren War es um einiges leichter als Vollerwerb sein Auskommen zu finden,zu investieren und aufzuwirtschaften.Die Handwerkerstunde war leistbarer,Materialien ebenfalls,mit Einnahmen aus Land -und Forstwirtschaft konnte alles recht gut abgedeckt werden auch als extensiverer Betrieb und trotz hohem Einheitswert.Möchte heut nach über 40 Jahren als Landwirt nicht nochmals von vorne beginnen müssen beim damaligen Status meines Hofes.Alles war zum erneuern,es war zu schaffen.Heute wäre es ohne hohes Fremdkapital nicht machbar bei diesen enorm gestiegenen Preisen und den hohen Abgaben.

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mittermuehl antwortet um 28-12-2019 17:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wegen der tollen 70er Jahre.... Heute hatte ich da meinen persönlichen Rückblick. Hydraulik vom Traktor war tot. Der Leihtraktor, der für Notfälle vorgesehen ist, war grad nicht einsetzbar und wurde erst jetzt am Abenden in schwung gebracht. Ich hab heute mit einem 188er Heuraufen und Rundballen durch die Gegend gefahren. Im Cabrio-Modus. War sehr erfrischend.....

Sonst gebe ich euch aber Recht. Die Landwirtschaft ging in eine falsche Richtung. Wir produzieren billigste Rohstoffe für die Industrie haben aber von dem damit verbundenem Reichtum relativ wenig Geld oder Ansehen

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Hans_Gr antwortet um 28-12-2019 17:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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…….und dennoch wird in Gebäude und Landtechnik investiert, dass ich mich fragen muss: Woher kommt dann dieses Geld wenn man bei der Landwirtschaft nichts verdient? Woher kommt das Geld, dass man Kauf- und Pachtpreise von Ackerland und Wiesen in die Höhe treiben kann?

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wickinger83 antwortet um 28-12-2019 18:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hans_Gr Die Frage stell ich mir mittlerweile fast täglich. War bzw bin Stolz dass meine Jungs derweilen noch immer weitermachen wollen aber schön langsam glaub ich dass ich zu dumm werd zum wirtschaften. Es geht einiges weiter aber mir kommts auch vor dass ich langsam überholt werde.

Ich hoffe dass sich da in geraumer zeit zu unseren gunsten was tut sonst muss ich noch das Handtuch werfen bevor einer der beiden zum zug kommt.

mfg wickinger

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geba antwortet um 28-12-2019 18:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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....ja es wird investiert, nicht weil soviel verdient wird, sondern weil Grund und Boden sehr teuer geworden sind.
LW-Grund wird nur dort gekauft, wo der Bauer schon Industrie- Baugrund ums zig-fache Verkauft hat.
Vom Ertragswert her unmöglich!
Die Banken schmeißen den Bauern das Geld nach, es ist ja was "da"!
Noch was:
Ein Freund von mir verkaufte heuer ein LKW-Zug Käferholz und bekam dafür nicht einmal eine Motorsäge.
Und Früher: ??????


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Peter1545 antwortet um 28-12-2019 18:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Irgbauer: Wie definierst du Vollerwerb? Ich behaupte in den 70er brauchte man nicht soviel Fläche um davon leben zu können, aber pro ha war viel mehr Arbeitsleistung nötig!
Wenn man den h Lohn vergleicht verdiene ich heute mehr als früher, hängt aber viel davon ab in welcher Produktionssparte man tätig ist und wie erfolgreich man mit dem vermarkten ist.
Es macht einen Unterschied ob ich mit dem Feuchtmais ins Lagerhaus fahre und Wochen später hoffe viel bezahlt zu bekommen oder mich umhöre wer mehr zahlt oder einlagere.
@geba: Es gibt auch genügend Bauern die Nutzgrund kaufen und es mit der Lw verdient haben, zwar nicht 50ha auf einmal aber immer wieder da und dort ein paar ha!
Wenn dein Freund sein Käferholz quasi herschenkt ist er selber schuld, entweder weil es teilw. Wurm befallen ist und somit Brennholz und falls nicht hätte er es selber schneiden lassen sollen und dann verkaufen!

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geba antwortet um 28-12-2019 22:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@peter1545

Bei Grundstückspreisen von €10,- und mehr für gutes Ackerland sehr unwahrscheinlich, außer Kleinflächen.

Käferholz: Bei mehreren 100 Festmetern nicht recht sinnvoll, Bauholz und Brennholz gibt es in der Gegend mehr als genug und das zu Schleuderpreisen....

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irgbauer antwortet um 29-12-2019 10:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@peter 1545,Vollerwerb heisst dass 6 Personen mit Rinderhaltung,Forstwirtschaft,mit Schweinen und Hühnern für Eigenbedarf ohne Zu- und Nebenerwerb trotz grosser Investitionen gut leben konnten.Arbeitseinsatz war höher zumindest händisch.Ich will zum Ausdruck bringen dass es heute schwerer ist zu investieren weil eben die Kosten stark gestiegen sind.Wir haben uns eine solide Basis geschaffen,zum Renovieren gibt es immer was,auch Neuanschaffungen sind notwendig das geht sich auch gut aus aber ein Neuanfang wie damals wäre hart.Die Pension wird ausreichend für ein angemessenes Dasein,wir haben auch aufgrund des hohen EHW viel eingezahlt.Ich ziehe den Hut vor allen Jungübernehmern die mit viel Elan wirtschaften,die Doppel-und Dreifachbelastung die viele auf sich nehmen müssen um in der Landwirtschaft bleiben zu können.

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