Bundesweiter Protestmarsch d Bauern

Antworten: 63
agrartechniker 22-10-2019 08:27 - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
In Deutschl.protestieren d Bauern und zeigen auf wo der Schuh drückt.Bei uns alles ruhig jeder zufrieden?


Vollmilch antwortet um 22-10-2019 08:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Für oder gegen was richtet sich der Protest?

LG Vollmilch


FeSt antwortet um 22-10-2019 08:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
LsV - Landwirt schafft Verbindung - wir bitten zu Tisch
Im folgenden Link des Radio-Interviews erklärt Ansgar warum.
https://www.radiowmw.de/artikel/radio-wmw-directors-cut-landwirt-ansgar-tubes-ueber-die-bauernproteste-371446.html?fbclid=IwAR1EODdLB06AslKuypdafLUPKYM4YXUS6pxDyS6babpqPy5OhPs1Ry3JSo0

@Bonn
https://mobil.express.de/bonn/bauern-demo-nimmt-mega-ausmass-an--trecker-walze--rollt-auf-bonn-zu-33332616?originalReferrer=https://m.facebook.com/&fbclid=IwAR1zkuUV5fmzF8_zd87hBPgSakxDEdqCIMI7vUJfCVWAyqIhrlhjCOqS5LY

@Rostock
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Gegen-Agrarpaket-Trecker-Sternfahrten-im-Norden,treckerdemo212.html
über 550 Angemeldete

@Brandenburg
https://www.moz.de/nachrichten/brandenburg/artikel-ansicht/dg/0/1/1760652/

@Chemnitz
über 170 Angemeldete

doch es könnten überall auch "ein paar mehr" sein...



FeSt antwortet um 22-10-2019 09:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Hier die Liste aller Demos:
https://www.agrarheute.com/politik/bauernprotest-22-oktober-sollten-wissen-560336


Landwirt schafft Verbindung
 


mittermuehl antwortet um 22-10-2019 09:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
@Vollmilch ... So wie die Medien es darstellen protestieren unsere deutschen Mitbewerber dagegen das sie die Grundwasserschutzauflagen endlich mal einhalten sollten. Da werden ja, anders als in Österreich, die Stickstotffgrenzwerte deutlich überschritten. Das war ja ein großer Wettbewerbsvorteil der gerade die französischen Schweineproduktion stark getroffen hat. Es drohen EU-Strafen die wohl durchgesetzt werden. Die Proteste sind ja in der Grüllegrube Europas ... NRW und um Berlin
Es geht auch um die für Deutschland neuen Auflagen für den Insektenschutz. Auflagen, die nach meinem Wissen bei uns schon länger üblich sind

Ich wäre auch für eine paar Demos und Sternfahrten (und wäre auch dabei). Die Themen sind schlecht gewählt. Lockerer Umgang mit Insektenvernichtungsmittel und Gülle wird in der Gesellschaft wohl keine Hilfe für Bauern bewirken. Das kann nach hinten losgehen. Vielleicht sollte man nicht für billige Lebensmittel kämpfen. Vielleicht solltem für ein besseres Einkommen der Landwirte kämpfen... Hat ja einen Grund das meist Schopfbranten aus Deutschland beim Disconter billiger ist als der Schopfbraten aus Österreich...


schellniesel antwortet um 22-10-2019 13:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Ich dachte mir schon das es wiedermal so/(bewusst) falsch von den Medien kommuniziert wird....

Der Protest richtet sich nach immer strengeren Auflagen hier, Entscheidungen ohne Sachverstand die einen Berufsstand in Gefahr bringen, ohne dafür einen Ausgleich zu schaffen oder die heimische Produktion zu schützen.

Das ganze müsste man auch hier in Ö veranstalten.

Aber da gibts eher die Österreichichsche Lösung...

Hätte ja viel schlimmer kommen können...

Mfg


FeSt antwortet um 22-10-2019 14:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Nix anderes ist ja leider derzeit dazu nicht zu bekommen in der Medienberichterstattung, wenn überhaupt,
und Liveberichterstattung, wie manche von uns, eben direkt von den Teilnehmern/Treckern hat auch nicht jeder.
Bin schon gespannt, was in den Abendnachrichten gebracht wird, hier wie drüben.
In den Verkehrsmeldungen hört man darüber mehr, als in den eigentlichen Nachrichten.

Stimmt, in Ö so was zu organisieren und aufzustellen und umzusetzen, undenkbar.


alois861 antwortet um 22-10-2019 14:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Nicht den Kopf in den Sand stecken. Abwarten, was die Regierungsverhandlungen bringen und dann sofort reagieren. Falls erforderlich, auch ohne Berufsvertretung. Die Stimmung unter uns Bauern ist schon so schlecht (Insektizidverbot gegen Engerlinge, Maiswurzelbohrer Rüsselkäfer...). Ich bin mir sicher, eine weitere Verschlechterung können wir nicht vetragen, auch wir MÜSSEN Imstande sein, einen Demozug nach Wien auf die Beine zu stellen.
L.G.


steyr964 antwortet um 22-10-2019 17:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Hallo,
Ich würde mich freuen wenn Jakob aus Bayern Was schreiben würde, er wird wshl. Mehr mitbekommen als wir!

Bei einem Demozug wäre ich auch sofort dabei!

Lg


Joe_Kovac antwortet um 22-10-2019 18:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Aber da wir keine unparteiliche Interessensvertretung haben wird das wohl nix. Ich glaube auch, dass viele Bauern leicht zu mobilisieren wären - Gründe gibts ja genug - spätestens bei der neuen GAP. Aber wer organisierts?


Vollmilch antwortet um 22-10-2019 18:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Pauschal gegen das (deutsche) Agrarpaket zu demonstrieren, halte ich für gewagt. Zu leicht kann es den Bauern negativ ausgelegt werden (gegen Insektenschutz, gegen Grundwasserschutz,...).

Konkretere Forderungen würden weniger angreifbar machen, man kann gespannt sein was die Medien draus machen!

LG Vollmilch


alois861 antwortet um 22-10-2019 20:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
@ Vollmilch
Nicht gegen, sondern für etwas muss man stehen. Für Tierschutz und für Pflanzenschutz , schließlich müssen wir unsere Pflanzen schützen, sie sind hauptverantwortlich, dass CO2 gebunden wird und so nebenbei wird auch noch O2 produziert. Und diese Pflanzen müssen wir gegen Ungeziefer schützen, denn kranke oder geschädigte Pflanzen können ihre Aufgaben nicht erfüllen.
für Tierschutz: es ist bereits oft genug dokumentiert, dass unsere Kälbchen und Lämmchen bei lebendigem Leib von Raubtieren (Wölfen) angefressen werden. Das muss man der Bevölkerung auch mal vor Augen führen.
L.G.


eklips antwortet um 22-10-2019 21:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Die deutschen Bauern wagen da eine ziemliche Gratwanderung. Ich habe nur schnell mal ein paar Demo-Fotos und Berichte überflogen: Kein einziger griffiger Slogan, keine klare und logische Botschaft an die Öffentlichkeit und keine klare Forderung an die Politik, die für jeden verständlich und positiv nachzuvollziehen wäre, ist mir aufgefallen. Dafür zu demonstrieren, dass man weiter Wasser verschmutzen darf, ist sehr gewagt.


schellniesel antwortet um 22-10-2019 21:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Ich werde ein kurzes Video über die Demo heute zusammenstellen.

Habe Bildmaterial aus erster Hand.

Dann wirst du sehen das wir eine Berichterstattung haben die lenken will. Und das ist auch ein Grund von vielen warum heute 1000ende Bauern sich versammelt habe .

Ich kann leider mit dem Handy keine Bilder hier einstellen.
Vl übernimmt @Fest das?

Mfg


steyr964 antwortet um 22-10-2019 21:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Mich würde es sehr interessieren!


2472660 antwortet um 22-10-2019 22:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
schließ mich auch einigen von hier an:
keine klaren forderungen oder botschaften - die milchdemo seinerzeit hatte da wesentlich bessere argumente und gebracht hats auch nix...
mir fehlt da komplett das zugehen auf die gesellschaft (konsumenten, kunden) und sich deren wünsche anzuhören und dann klar zu benennen, was das kostet - würde jedes halbwegs vernünftige unternehmen auch so machen!
könnt ihr euch vorstellen, wenn eine große masse an kunden von apple zb irgendeine neue besonders gute kamera möchte, dass die dann sagen: "das interessiert uns nicht, wir bauen schon seit ewigkeiten handys und darum verstehen nur wir, wie ein handy zu sein hat und ihr kaufts gefälligst das, was wir euch anbieten..." unvorstellbar!! die würden sagen: "ja wir schauen was sich machen lässt und was das kostet"
und genau da müssen wir auch hin! und die verantwortung wies weitergeht liegt sofort bei der gesellschaft und nicht mehr bei den bauern


Juglans antwortet um 22-10-2019 22:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Die einzige vernünftige Protestmaßnahme die wir Bauern haben ist die Produktionsverweigerung. Aber nachdem Bauern nun einmal Bauern sind wird das nichts werden.
mfg


dietmar.s(2cz6) antwortet um 22-10-2019 22:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Die Grundlage um sowas durchzuziehen wäre vorher mal eine eu-weite vertragliche Regelung unter Landwirten. Bevor das nicht steht mit Unterschrift halte ich alle Bemühungen für ineffizient . mfg


mittermuehl antwortet um 22-10-2019 23:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
@2472660 "das interessiert uns nicht, wir bauen schon seit ewigkeiten handys und darum verstehen nur wir, wie ein handy zu sein hat und ihr kaufts gefälligst das, was wir euch anbieten..."
Genau das macht apple aber gelegentlich.. nur verkaufen sie sich besser ... . ;)

Sonst gebe ich den Vorschreibern recht die keine klare Aussage in der Aktion sehen. Schon gar keine Aussage die in der Bevölkerung eine positive Gesinnung für die Bauern erzeugen würde. Aber vielleicht kommt da noch was...


Vollmilch antwortet um 22-10-2019 23:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Die Berichterstattung auf ARD ist recht neutral (würde ich sagen). Klare, allgemein verständliche Botschaften fehlen mir.

LG Vollmilch


xaver75 antwortet um 23-10-2019 00:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Was die Holländer können, können wir schon lange, wird die Motivation gewesen sein.

Für was könnten wir in Ö auf die Straße gehen, ohne das einem dabei ein Teil der Berufskollegen in den Rücken fällt?

mfg


Vollmilch antwortet um 23-10-2019 06:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Guten Morgen!

@xaver75 : deine abschließende Frage ist berechtigt. Zu heterogen sind die Denk- und Arbeitsweisen der Bauern. Das war ja auch ein Grund, warum man in Deutschland nicht konkreter werden wollte.
"Allgemeine Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation" ist aber vielleicht ein bisschen zu wenig um nachhaltig zu wirken.

Haben dieses Problem nicht prinzipiell alle Selbständigen? Es hilft aber sicher auch, seinen Unmut gemeinsam kundzutun, einen "großen Aufmarsch" mitzuerleben und davon berichten zu können.


LG Vollmilch


mittermuehl antwortet um 23-10-2019 08:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Es gäbe einen gemeinsamen Nenner, den fast alle Bauern mittragen können. Es wäre ein Protest gegen die Praxis der Nahrungsmittelindustrie und Handelsketten den Preis und somit auch die allgemeinen Produktionsbedingungen nach unten zu drücken. Gleichzeitig ein Gesetzgeber der die Produktionsbedingungen heben will. Und das bei einer Gesellschaft die mehrheitlich den Landwirten als Umweltsünder meint zu erkennen.

Eine Forderung zur Lockerung von Umweltauflagen ist da einfach Unsinn. Landwirte dürfen sich nicht als Opfer von Umweltschutz präsentieren, sondern als Opfer der gängigen Praxis in der Lebensmittelindustrie. Landwirte müssen sich als Umwelterhalter verkaufen die in diesem Zusammenhang von ihren Großkunden bedroht werden.



richard.w(7n417) antwortet um 23-10-2019 09:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Hinter jedem einzelnen Traktor muss ein LKW (oder Auto) der Molkerei, des Metzgers, vom Lagerhaus usw fahren, und dann kommt wieder ein Traktor hinter dem wieder entlang der Wertschöpfungskette andere mitmachen. So hat man statt 1-2% schon mal ein Aufbegehren von 10-15% der Bevölkerung. Mal sehen ob der Aldi und der Rewe auch kommen.

Und dann muss man wissen wofür man ist. Gegen den Wolf ist kein Programm. Für PSM ist auch kein Programm.


karl0815 antwortet um 23-10-2019 09:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Wenn holländische und deutsche LW gegen N-Düngergrenzen und Tierbesatzbeschränkungen aufmarschieren, hält sich wohl die Solidarität der meisten österreichischen Bauern dafür in Grenzen.

Dem Handel mal die Grenzen aufzeigen, dass es mit dem ständigen Mehr an Auflagen, Richtlinien und Sonderwüschen ohne faire Abgeltung nicht mehr so weitergeht, hat da sicher mehr Sinn. Wenn Handelsmanager ihre Eigenmarken als Innovationsführer anpreisen und sich gleichzeitig als Bauernretter aufspielen, so ist das nur verlogen. Gleichzeitig deutsche Billigbutter aus tschechischer Milch, in Frankreich abgepackten Heukäse und Kartoffeln aus Ägypten ins Regal stellen um die Preise zu drücken! Da wär eine österreichweite Demo vor den Einkaufszentralen von Spar und Billa sicher Sinnvoll.
Aber dazu geht's uns noch zu gut!???


eklips antwortet um 23-10-2019 09:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
oh?


schellniesel antwortet um 23-10-2019 09:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Mich Stimmt das schon nachdenklich wenn nichtmal Landwirte den fachlichen Zusammenhang erkennen und auf den Meinungszug der Medien aufspringen.

Das war keine Demonstration gegen Umweltschutz usw.

Sondern ein aufzeigen das vieles gar nicht so ist wie es dargestellt wird..

Und auch die Sanktionierung der heimischem Landwirtschaft nur ein Ergebnis hervorbringen wird:
Es kommt woanders her wo Produktionsstandards ungewiss sind. Der Preis stimmt.

Egal aus den Augen aus dem Sinn!

Höhere Produktionsauflagen können nur sozial umgesetzt werden wenn der Markt einen gewissen gesetzlichen Schutz hat.
Aber der freie Handel ist die heilige Kuh.
Und wird hinterrücks auch noch ausgeweitet um die heimische Produktion endgültig nachhaltig zu schädigen.


@xaver75
Ein geschlossenes auftreten wäre wichtig.

Aber scheinbar erkennen noch zu wenige den Ernst der Situation.

Aber bio Marketing hat sich auch als Marke etablieren können, in dem man andere als schlecht Darstellen müsste.

Soll aber jz in dem Zusammenhang nicht als neuer Diskussionsansatz stehen.

@2472660

Das funktioniert halt im internationalen Wettbewerb nicht.

Als direktvermarkter kann man so agieren. Und selbst da hört sich beim Preis die Freundschaft oftmals auf.
Alleinstellungsmerkmale sind wichtig aber auch nix für eine breite Masse.

Mfg





dietmar.s(2cz6) antwortet um 23-10-2019 10:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
@agrartechniker
zufrieden? hmmm in meiner Heimatgemeinde wird im großen Stil mit Erdgas geheizt. Nachfragesituation für Holzhackschnitzel besch…. Gleichzeitig haben wir ein strenges Forstgesetz . Wenn ich Wald verlegen will von ebener Fläche hin zu einer Steilfläche und auch noch mehr Waldfläche anbiete sagt die Verwaltung einfach nein. So schönes Landschaftselement. Für mich passt die Balance zwischen Rechte und Pflichten nicht zusammen. Wenn die Verwaltung schon gesetzmäßig in den Forst eingreift und alles regelmentiert dann soll sich gefälligst die Verwaltung auch darum kümmern dass öffentliche Gebäude gefälligst mit Holzhackschnitzel zu einem für mich fairen Preis geheizt werden. Das ist ja sonst ein Witz und entwürdigend.


mittermuehl antwortet um 23-10-2019 11:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
In Niederösterreich müssen nach meinem wissen neu von Land errichtete Gebäude bei der Energieversorgung einen gewissen Anteil an erneuerbarer Energie haben. Das Altersheim im Ort hat deshalb ein Heizkraftwerk das mit Hackgut und Gas betrieben wird.. Leider ist der Gasanteil größer als der Holzanteil.


Zu der Demo am WE. Was wollten die wirklich? Ich habe nur mitbekommen das sie eine Lockerung der Umweltauflagen wollten. Auflagen die im Vergleich zu Österreich recht locker gehandhabt werden.

Und ich bin wirklich nicht gegen Demos. Wenn der Inhalt paßt fahren ich auch 3 Tage in Wien auf der Ringstraße im Kreis. In dem Fall drangen die Anliegen nicht bis zu mir durch.


richard.w(7n417) antwortet um 23-10-2019 12:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Eben passt die Kommunikation nach außen nicht, das ganze wird eher ein Schuss ins Knie für die deutschen Bauern. Zb ist die Übertretung beim Nitrat ein von schmierigen Interessengruppen als deutsches Problem dargestellt, völliger Blödsinn der sogar hier nachgebetet wird.

Trotzdem: die Deutschen Bauern sind uns mindestens 10 Jahre voraus. Wir tun so als könnten wir überall mit, wer es nicht schafft wird gefressen. Mengenregulierung, faktisch sinkende Preise werden hierzulande noch immer willkommen geheißen. Wer das nicht schafft, ist zum Fressen hergerichtet - wachsen oder weichen. Derweil haben die Bürger - sprich unsere Nachbarn - längst durchschaut was los ist. In einigen der besten Milchgegenden Österreichs kommt 50% der Milch aus Futter vom LKW. Die Gülle kommt nicht auf den LKW zurück dahin wo das Futter her kommt. Freihandelsabkommen werden von der Partei die viele Landwirte hoch leben lassen forciert und als Chance dargestellt. Lediglich bei Mercousur hat man durch massiven Druck von unten erst den Kern der Sache erkannt.




mittermuehl antwortet um 23-10-2019 13:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
"Die Deutschen Bauern sind uns mindestens 10 Jahre voraus." .... sehr schön doppeldeutig. ;)

"Vorraus" wird kann es erst dann sein wenn wir in die selbe Richtung gehen. Sonst wäre es "ein andere Weg". Und das bei uns nur wenige in die selbe Richtung gehen können ist schon durch unsere Topografie gegeben. Ladwirtschaft in den Hügeln und Bergen kann man nicht mit Landwirtschaft im Flachland vergleichen.

Und die Stickstoffmenge / ha wird in Österreich doch recht genau überwacht. Ich kann ein Lied davon singen.

@Richard .... Welche schmierigen Interessengruppen stellt den die Übertretung beim Nitrat als deutsches Problem dar? Die schmiergien staatlichen Messtellen? Ein bewußtsein wird erst dann da sein wenn Trinkwasser durch Entsaltzungsanlagen sehr teuer wird. Dann werden die großen Verbraucher in der Landwirtschaft mehrken das was schief gelaufen ist.



xaver75 antwortet um 23-10-2019 14:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Ich überleg schon die ganze Zeit, wegen was wir auf die Straße gehen könnten.

Verbot von Importsoja auch für Geflügel, Schweine, Vegetarier

mfg


mittermuehl antwortet um 23-10-2019 14:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Ich bin dabei ... die Veganer bekommen ihr Soja auch so .. . Ich brauch 4 Stunden bis Wien. Wann fahren wir am Ring im Kreis..? ;)



FeSt antwortet um 23-10-2019 14:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Falls Euch nix einfällt,
ich würde doch meinen:

Für unsere Kinder,
für unsere Betriebe,
für unseren Böden und
für unsere Zukunft!

und aufs Plakat als internationale Message:
For our Kids,
for our farms,
for our soils and
for our Future!


Danke
 


eklips antwortet um 23-10-2019 15:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
@fest
und was ist die Forderung an die Politik oder an die Kunden? Was genau will man?


eklips antwortet um 23-10-2019 15:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Ich krieg da über Whattsapp, was ich wenig verwende, ein bisserl Diskussion herein. Finde es zwar gut, wenn sich die Bauern (endlich) rühren, aber mir scheint die Aktion derzeit ein wenig unter dem Motto "Kamikaze" zu stehen.


grasi1 antwortet um 23-10-2019 20:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Meine Damen und Herren, geht nicht auf die Straße in Zeiten des Klimawandels!
Das kommt nicht gut an ( co2 Belastung)
Wenn ihr etwas bewegen wollt, dann macht was anders, das eigentlich nichts kostet und kaum Zeit in Anspruch nimmt!
Wechselt die Bank, geht weg von der Raiffeisenbank und zwar alle, ihr glaubt gar nicht was das für eine Auswirkung zeigen würde!
Aber es müssen wirklich viele machen, wie gesagt kostet nichts und würde viel Bewegung in allen Richtungen auslösen!
Nur so könnte man einiges bewegen...........-)

Mfg


janatürlich antwortet um 23-10-2019 22:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Grasi hast eines vergessen ,und bei die Giebelkreuzler einzukaufen.


Harpo antwortet um 23-10-2019 23:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Einfach diesen Artikel lesen vielleicht bringt das mehr Verständnis für unsere Deutschen Kollegen
FOCUS Online: Landwirt erklärt Wut der Bauern auf die Regierung und sagt, was sich ändern muss.
https://www.focus.de/perspektiven/deutschlandweiter-protest-landwirt-erklaert-wut-der-bauern-auf-bundesregierung-und-sagt-was-sich-aendern-muss_id_11260849.html


richard.w(7n417) antwortet um 24-10-2019 09:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
@mittermuehl: mit "voraus" meine ich natürlich, dass wir uns in eine ganz ähnliche Richtung wie in D bewegen. Wer glaubt in Europa kann ein Land eine andere Agrarpolitik machen, der irrt. Man kann sich hie und da etwas "Orchideenlandwirtschaft" leisten, das wars auch schon.

Überdüngung ist in Ö auf hofnahen Flächen länger schon ein Problem, in Ö gibts auch genug Gebiete die Grenzwerte überschreiten. Vielleicht mittermühl wurdest du als Quereinsteiger etwas genervt, aber für kleine Betriebe wurde die N-Bilanz vor kurzem gestrichen, für größere lässt sich viel im österreichischem System schön rechnen. Wenns um Überdüngung geht, dann sind hierzulande besonders auf Futterzukauf ausgelegte Grünlandbetriebe ohne Acker ganz vorne dabei. Diese Betriebe funktionieren so gut wie überall in Ö, unabhängig von der Topographie, weil man dafür nur einen halbwegs vernünftigen Stall Bauplatz brauch.

Die staatlichen Messstellen sind sicher nicht das Problem beim Nitrat, die machen alles richtig. Es geht darum welche Schlüsse daraus gezogen werden!

Und das ist ja der Punkt beim Protest in D. Heutige Landwirte werden als Buhmänner dargestellt. Speziell beim Beispiel Nitrat sieht man den Haken, auch in deiner Argumentation mittermühl: nach dem Düngen vergehen Jahre bis erhöhte Nitratwerte im Grundwasser großflächig auftreten, kann sogar sein, dass gedüngter N nie diese Bodenschicht erreicht. Was man heute den aktuell arbeitenden deutschen Landwirten anlastet, wurde eigentlich von deren Väter verursacht, die vor 10-30 Jahren zu damaligen Grenzwerten nach geltenden Gesetzen gearbeitet haben. Weiteres zu deutschem Nitrat findet sich in Harpos Link. Deutschland hat kein gröberes Nitrat Problem als Teile Österreichs oder andere EU Länder. Jedoch wird vermittelt die deutschen Landwirte würden heute alles vergiften und sich sowieso nicht an staatlich vorgegebene Grenzwerte halten, sie werden als einzige Quelle von Nitrat dargestellt. Wie gesagt mittermühl, das liegt an diversen Interessengemeinschaften die die Deutungshoheit beanspruchen, aber nicht an staatlichen Messstellen, jedenfalls an deren Verteilung, vielleicht an staatlichen Bediensteten, das weis ich nicht. Zb ists einfacher auf Landwirte hin zu haken, als die Kanalisation zu erneuern. Das prangern die deutschen Landwirte unter anderem an.

Die Agrarministerin Klöckner tut das ihrige dazu. Mehrere male hat sie die deutschen Landwirte schon krass vor den Kopf gestoßen, meist mit himmelschreienden fachlichen Mängeln in ihrem Ressort.


schellniesel antwortet um 24-10-2019 10:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
@richard.w

Absolut richtig!

Zwecks Demo in Österreich. Es gibt bereits Bemühungen dahingehend.

Nur Strategisch gesehen äußerst ungünstig derzeit auf die Straße zu gehen.

Erstens gibts bei uns noch keine konkreten Anlassfälle...

Zweitens haben wir noch keine Regierung.


Allerdings schaden wird es nicht wenn man sich im Vorfeld strukturiert.

Im anlassfall dass eine neue Regierung BelastungsPakete Schnüren sollte gut vorbereitet zu sein.

Grund zur Besorgnis ist sicher gegeben.

Wir sollten aber jz nicht voreilig handeln und unser Pulver verschießen.

Den ein aufmarsch derzeit würde übereilt stattfinden und massiv die Glaubwürdigkeit weiter herabsetzen.

Mfg


mittermuehl antwortet um 24-10-2019 10:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
@richard.w(7n417) Für meinen kleinen Betrieb wurde die N-Bilanz gerade verschärft. Ich bin Bio und die Biokontrollstelle überwacht das sehr wohl. Blöderweise berechnen die die die GVE härter als die AMA. Ich hatte gerade Kontrolle. Und die ging sich am Papier gerade noch aus. In der Realität oder nach der AMA-Berechnung hätte ich noch Luft.

Ich gebe dir in vielem recht. Wir in Österreich werden aber hoffentlich nicht den Weg der deutschen Mitbewerber beschreiten. Das wäre Kartoffel mit Kirchen vergleichen. In Ö sterreich (und Bayern) können gerade mal ein paar 100 Betrieben so agieren wie in Mitte, Nord und Ostdeutschland. Und in diesen Regieon gibt es ein sehr großen hausgemachtes Nitratproblem. Dänenmark hatte es auch und hat es behoben ..

Die Frage ist wozu so viel Produzieren? Wir haben ja Überproduktion die mit Förderung Exportiert wird, sind alle viel zu fett und importieren Kraftfutter (wenig in Österrreich). CO2 und Nitrate sind einfach Marker für eine Landwirtschaft die aus dem Ruder gelaufen ist. In den 50er und 60er Jahren mußte man so viel wie möglich Produzieren um alle satt zu machen. Jetzt sind wir mehr als satt.

Ich finde das die Landwirte sehr wohl einen Grund haben zu protestieren. Ich würde es nur klüger finden anderes zu argumentieren. Warum nicht gemeinsam mit Greta Thunberg am Traktor sitzen und auf höhere Erzeugerpreise drängen damit man die wichtigen Umweltauflagen besser erfüllen kann. Das Land wird nun mal von Bauern bearbeitet. Warum sich nicht an die Spitze des Zuges stellen als im Bremswagon mitzureisen? Im Moment ergibt sich das unsinnige Bild das die Biobetriebe die Natur fördern und die Konventionellen sie versauen. Und das Bild wurde durch die Demos kräftig unterstrichen. Bauern sollten dafür kämpfen das sie es sich leisten können naturnäher arbeiten zu können. Dann müßten sie sich aber mit ihren Großkunden (Lagerhaus, Molkerein, usw.) anlegen....

Auf jeden Fall verkauft sich die Landwirtschaft schlechter als sie wirklich ist.




xaver75 antwortet um 24-10-2019 10:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Bio und regelmäßig Grundfutterzukauf widerspricht sich irgendwie?

mfg


mittermuehl antwortet um 24-10-2019 10:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Schon irgendwie... die Umstände machen es aus. ... Ich kaufe, als Beispiel, von 2 Nachbarn aus der Umgebund zu. Die sind Bio - Viehlos und produziert teilweise für mich (teilweise mache ich das Futter dort selber).... das war ihnen lieber als die Flächen an mich zu verpachten. IIst mir auch recht weil so zu Spitzenzeiten mehr Leute mit mehr Traktroren zur Verfügung stehen. Ich kann auch Mist dort ausbringen... Auf jeden Fall eine regionale Lösung die allen Beteiligten hilft.


richard.w(7n417) antwortet um 24-10-2019 11:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
@mittermühl: ich wäre sofort mit Greta am Traktor, nur dann auf ehrlicher und fachlicher Grundlage: CO2 und Nitrat wird in der Landwirtschaft gebunden und sinnvoll verwendet. Die schädlichen Verursacher sind bei den Stoffen ganz wo anders.
Selbstverständlich gibts schlecht und große Ausläufer in der Landwirtschaft wie die von dir angesprochene Überproduktion. Da frag ich mich auch wieso?!? Können wir den Menschen und uns selber klar machen, dass wir eine gute Selbstversorgung hin bekommen, aber dafür mal endlich Abstriche beim freien Warenverkehr machen? Es wird nicht gehen hohe Standards zu halten, diese weiter zu erhöhen, eine Bevölkerung sich zu erziehen die glaubt Landwirte sind Stinker, und zugleich regionales gesundes Essen zu bekommen. Das geht nie zusammen.
Dann müssten wir Österreicher halt als Beispiel auch beantworten, warum wir 50000 Kälber exportieren weil eine Mast nicht rentabel ist, und 50000 Kälber importieren um sie zu essen.



Ich zb ginge heute sofort auf die Straße um den nächsten EU Haushalt zu verlangen. Mir steht dieser Brexit bis Oberkante Unterlippe, und es kann doch nicht sein das deswegen cirka 500 Millionen Menschen in der Wartescheife stehen. An die EU: formiert die Kommission und das Parlament und arbeitet endlich, wir brauchen strategische Entscheidungen weit über die GAP hinaus, und das nicht erst 2025!!!!


mittermuehl antwortet um 24-10-2019 12:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
@richard.w(7n417) A - eh .... Die "Greta-Forderung" war nur das sich die Staaten und Regierungen an die von ihnen beschlossenen Bestimmungen halten. Kyotoprotkoll usw. Nicht mehr .. nicht weniger. (wenn ich die AMA-Auflage nicht erfülle gibt es sofort Sanktionen). Was macht die konservative und bäuerliche Reichshälfte? Sie regt sich über eine Zöpfchendiktatur auf, macht sich über die Jugend lustig. und überläßt die Klimafrage wieder einfach der linken Reichshälte. Saublöder Reflex. Einfach eine vergebene Chance der Landwirt ein Profil als Klimaschützer zu bekommen. Statt dessen macht man Demos für eine Lockerung von Umweltauflagen. Warum hat man keine Demos gemacht damit die Umsetzung dieser Umweltauflagen machbar und auch für Bauern bezahlbar wird? Vielleicht weil sie die Bauern vor den Karren einer nach billigen Rostoffenden gierenden Lebenmittelindustrie spannen lassen? Und wer den Karren zieht bekommt auch oft die Prügel....


2472660 antwortet um 24-10-2019 12:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
"Verbot von Soja/Futtermittelimport"
"Verbot von Lebensmittelimporten (wo eine EU-Eigenversorgung möglich ist)
"Unterstützung zur Schaffug einer tierfreundlichen Tierhaltung"
"Importverbot von genmanipulierten Lebensmitteln"
"weniger Bürokratie - mehr Innovation"
....
das wären mm. slogans, die geeignet wären, sympathien zu gewinnen und trotzdem das richtige zu erreichen!


richard.w(7n417) antwortet um 24-10-2019 13:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
@mittermühl: 100% Zustimmung. Wer sich an den Zöpfchen stößt, möchte sich nur drücken oder Geld scheffeln.


Century antwortet um 24-10-2019 17:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Alles Forderungen, die die Leute spüren würden, und sie somit aus irer Komfort-Zone zwingen würde.

Also: Keine Chance.


Vollmilch antwortet um 24-10-2019 19:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Die slogans von 2472660 find ich super!

Da wäre ich gerne dabei!

LG Vollmilch


schellniesel antwortet um 24-10-2019 20:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
@2472660

Nun den Trump haben’s wegen solcher Handlungen die eigene Wirtschaft durch einfuhrzölle zu stärken, bereits scharf kritisiert....

Gewisse Verbote und Einschränkungen des freien Handels, wäre auch mein Wunsch.

Allerdings schwierig wenn wichtige Handelspartner im Gegenzug ähnliches dann mit anderen Exportgütern Österreichs, anstellen.

Zum Versorgungsgrad der heimischen Lebensmittelproduktion.

Es gibt da viele Bereiche die wir nicht (mehr) abdecken können.

Die zunehmende Spezialisierung auf noch lohnende Sparten schafft eben auch das Ungleichgewicht in den nährstoffkreisläufen in gewissen Gunstlagen.

Nichts desto trotz ist es schlicht weg falsch hier die Landwirtschaft als alleinigen Verursacher fürs Nitrat im wasser zu nennen und Sanktionieren.

Mfg




jakob.r1 antwortet um 25-10-2019 16:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Grüße Euch, also wenn ich so die Filme über die Demos anschaue, dann brauche ich da gar nicht hinzufahren. Ich würde da mit meinem über 30 jährigen MB-trac ziemlich "alt" aussehen unter den Neu - oder neuwertigen Schleppern meiner Berufskollegen, die Plakate an den Schleppern haben das sich die finanzielle Situation der Landwirte
endlich bessern müsse....
Nachdenkliche Grüße
Jakob




gbgb antwortet um 25-10-2019 16:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Hallo,

nur nicht untertreiben, denn wie heißt es so schön:
Nur ein Mercedes ist ein Mercedes.

In unserer Gegend (NÖ), wo die MB-Tracs immer selten waren, schaut man hin, wenn man einen fahren sieht.

Schöne Grüße


xaver75 antwortet um 25-10-2019 16:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
@Jakob
Die Traktoren machen 1000 gut bezahlte Stunden pro Jahr, das sind eher die produktiven Landwirte, welche da unterwegs waren.
So ein 10 Jahre alter Traktor macht optisch einen neuwertigen Eindruck, wenn man genau hinschaut sind das halbe Leichen. ,-)

mfg


ewald.w(88y8) antwortet um 27-10-2019 19:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
als ich gestern einen kurzfilm mit einem statement eines deutschen ackerbauern sah und dessen argumentation für diese proteste machte es mich ehrlich wütend .

dieser bauer erklärte, das verbot von glyphosat ist für ihn sehr tragisch, weil er die herbstbegrünung--hafer-erbsen--im frühjahr immer abspritzte und dies sei ihm nun nimmer möglich.

mit solchen argumenten wird man niemanden mehr überzeugen und verständnis wecken.

so nicht


Vollmilch antwortet um 27-10-2019 20:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Im Deutschlandfunk war auch ein Kommentar, der eine Verschärfung der Auflagen einforderte.

...

LG Vollmilch


Mogwai antwortet um 27-10-2019 21:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Glyphosat gebunden an Direktsaat und fertig.


fgh antwortet um 28-10-2019 07:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Nein... Glyphosat darf nicht auf Erntegut und dann wirklich fertig!

Brauchen es im Obstbau teilweise zum Streifen behandeln in der Reihe... je nach Kultur gibt es da kein mechanisches Gerät mit dem das möglich wäre


ewald.w(88y8) antwortet um 28-10-2019 08:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
@fgh

schmale streifen sind bezüglich insektenschutz sicherlich unbedenklich

wenn riesige flächen von hunderten hektar plötzlich totgespritzt sind hat dies natürlich drastische auswirkungen auf die insektenwelt in den regionen.

das wirds in zukunft nimmer spielen. der von mir angesprochene bauer hat 400 hektar.




franz_josef antwortet um 28-10-2019 09:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
tja ewald
noch bedenklicher ist dass du scheinbar mit glyphosat auch insekten vernichten könntest.
kannst dich ins eckerl zum mittermühl stellen. der schrieb davon dass bauern, also echte bauern, beim mähen ihrer wiesen ein massaker an div. insekten anrichteten.
mich wundert nur mehr wenig. lg


FeSt antwortet um 28-10-2019 10:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Derzeit geht Insektensterben vor Bauernsterben.


mittermuehl antwortet um 28-10-2019 10:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
franz_josef Wie willst du es aus der Sicht von Insekten den sonst nennen wenn ihr Lebensraum an einen sonnigen Vormittag mit einen Scheiben oder Trommenmähwerk (mit Aufbereiter) gemäht wird? Ist ein Massaker. Hab ja selber ein Trommelmähwerk und sehe ja was ich da anrichte. Noch besser sind Blühstreifen die bei so einem schönen Wetter gemulcht werden. Erst alles reinlocken und dann platt machen... Es reicht meist wenn man den Schnittzeitpunkt etwas verlegt (früher am Morgen) und die Böschungen/Blühstreifen weniger mulcht bzw. auch mal über den Winter stehen läßt.

Und natürlich vernichte man mit Glyphosat auch Insekten. Lebensraum schnell vernichtet = Bewohner schnell vernichtet.

Es geht ja nicht darum jede Misbiene zu erhalten. Aber vieles an Insektenvernichtung ist unnötig und kommt nur aus alten Gewohnheiten.

Hab das bei mir Überprüfen lassen. Ich hab auf 10 ha ums Haus in diesem Jahr 350 Insektenarten in 2000 bestimmten Sichtungen mit Foto und GPS-Daten. Hat ein Freiwilliger gemacht. Ich hab ihn halt nicht gehindert. Jetzt kann ich sehr deutlich sehen wo viel Insektenleben war und wann es wo erloschen ist. Hohe Bewirtschaftung = keine Insekten. Und ich hab gesehen wie schnell es wieder da war sobald solange man ein paar Öko-Streifen stehen läßt. Ein paar unordentlich Streifen und Ecken die auch über den Winter stehen bleiben tun ja nicht weh... helfen aber dem Image der Landwirtschaft sehr.





dietmar.s(2cz6) antwortet um 28-10-2019 11:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Wenn das Gras gemäht wird, wird sicherlich das eine od andere Insekt zermanscht. Das selbe wird aber auch passieren wenns kaum noch bäuerliche Familienbetriebe am Land gibt sondern börsenotierte Agrar Ges. . Wenn die Agrarbranche finanziell ausgequetscht wird setzt sich das die ganze Wertschöpfungskette hindurch fort über alle Lebewesen und es ist politisch Legetimiert. Die Biodiversität hat in den letzten 100 jahren sicherlich abgenommen . Nicht weil ein Trommelmähwerk od ein Scheibenmähwerk mit Aufbereiter oder Glyphosat eingesetzt wird.






mittermuehl antwortet um 28-10-2019 12:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bundesweiter Protestmarsch d Bauern
Die Biodiversität hat sicher auch wegen Glyphosat, schnell drehender Mähwerke und häufigerer Bewirtschaftug abgenommen. Es werden nicht ein paar Insekten zermatscht. Da geht es um echte Mengen. Frag mal einen Imker ...

Überprüft wurden die Mähschäden nur an Honigbienen. Die sind aber sehr mobil. Es gibt ja Insekten die sich nur langsam bewegen.

https://doppelmessermähwerk.de/wp-content/uploads/2016/12/NBL-11-Bienenverluste-M%C3%A4hen-1113.pdf

Sonst gebe ich dir recht. Grund ist sicher eine ausgequetschte Agrarbranche. Mit ein paar kleinen Anderungen könnte die Biodiversität aber gewaltige Folgekosten unterstützt werden. Es reicht schon Böschungen usw. weniger zu mulchen. Muß ja nicht alles ausschaun wie eine Park.




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