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Volvo Fh16 15-10-2019 09:10 - E-Mail an User
Luzerne
Ich möchte kommendes Jahr Luzerne anbauen bin aber unerfahren damit.
Seehöhe ca800m Sandig Steiniger Boden
Vorfrucht Alexandrinennklee.
Würde voher nach Kalken. Zu meinen Fragen.
Herbst oder Frühjahrsfurche?
Sonstige Bodenbearbeitung?
Sähtiefe ?
Düngung?
Bin konventionel würde Rundballen machen und 8fach Wickeln.
Bin für Antworten sehr Dankbar da ich auf diesen gebiet unerfahren bin.
Ich versuche Fragen ehestmöglich zu beantworten falls ihr noch welche Infos braucht.


steyr964 antwortet um 15-10-2019 12:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
Hallo,
Bezüglich düngen würde ich nichts in Erwägung ziehen! Ich würde den Pflug weglassen & mit einem Grubberstrich bearbeiten. Anschließend ganz seicht einsähen (einstriegeln) & walzen (falls du keine Sähmaschine mit Nachverfestigung hast!

Außerdem wäre es besser gewesen du hättest die Luzerne jetzt Anfang Septmeber angebaut damit sie sich besser entwickeln kann. Im Frühjahr sowie es heuer war hatte ich das Problem durch die lange trocken Periode das die Luzerne kaum aufgegangen ist & es fehlten mir dann die Schnitte


Volvo Fh16 antwortet um 15-10-2019 12:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
Ich befürchte das ich den Alexandrinerklee nur mit den Grubber nicht einarbeitn kann.



MaxPower antwortet um 15-10-2019 12:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
Hallo
Wie steyr964 schon geschrieben hat. Würde im August anbauen und auf alle Fälle ein Gemenge mit allem möglichen Gräsern und Klee, weil Luzerne nicht überall wächst. Ph-wert und Phosphor Versorgung soll passen.
Hab früher nach Getreide immer gepflügt, mittlerweile nehm ich den Grubber. Dann Kreiselegge mit Semo99 drauf... Schardruck ganz runter und eine leichte Glattwalze an der Sämaschine dran. Wenn der Boden nicht gerade nur Mehl ist, funktioniert das ganz gut, sonst kanns zu tief rein kommen.

Mfg Max


steyr964 antwortet um 15-10-2019 12:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
Hallo,
Dann Mulch & Fahr mit dem Grubber drüber -> würde keinen Pflug einsetzen -> da wird nur unnötig ( meine Meinung) Material bewegt.
Oder du fährst mit einer scheibenegge & baust dann an.
Ich habe heuer vor dem Regen direkt in die Stoppeln angebaut & die Luzerne ist komplett da!!


sts antwortet um 15-10-2019 18:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
Wenn im Frühjahr gesät wird, nicht zu spät, kurz nach So.mergetreide. Austrocknen ist gefährlicher als ausfrieren wegen zu früher Saat. Auf alle Fälle soll man ein Impfmittel beimengen, wenn noch keine Luzerne am Betrieb war


geba antwortet um 15-10-2019 19:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne

Bei Vorfrucht Alexandrinerklee würde ich mich nicht trauen Luzerne zu säen - Leguminose!

LG


huberosk antwortet um 15-10-2019 19:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
Hab mit Herbst Anbau nur Probeme gehabt. Auf 700 Meter Seehöhe. Sähe nur mehr im Frühjahr so balt es geht und beimpft. Lg


Vollmilch antwortet um 15-10-2019 20:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
Hallo!

Grubbern wird ausreichen, Alexandrinerklee friert ja auch ab.
Saattiefe: flach, anwalzen
Düngung : in der Regel nicht erforderlich (kenne aber deinen Boden nicht)

LG Vollmilch


Volvo Fh16 antwortet um 15-10-2019 20:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
Ok danke .
Ich hätte geimpftes Saatgut gekauft und vl. nachgeimpft.
Warum ist Alexandrinerklee als Vohrfrucht schlecht?
Stimmt es das der Anbau Nachts also ohne Uv licht stadtfinden soll da anscheinend die Bakterien das nicht aushalten?


179781 antwortet um 16-10-2019 00:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
Beimpftes Saatgut soll nicht der Sonne ausgesetzt sein. Deshalb brauchst du aber nicht nachts fahren. Die Sämaschine in der Garage befüllen und den Deckel zu, das passt auch.
Leguminosen Vorfrucht zu einer als Hauptfrucht gesäten Leguminose ist falsch. Aber in deinem Fall wahrscheinlich nicht so gefährlich.
Ansonsten ist schon vieles wichtige geschrieben worden. Wenn du die speziellen Vorteile der Luzerne nutzen willst (tiefe Wurzeln, hohe N-Bindung, sehr eiweißreiches Futter, lange Nutzung) mit dem Beimengen von Gräsern und Klee vorsichtig sein. Die mag keine Konkurrenz. Was bei uns gut geeignet ist, ist Timothe mit 10 bis höchstens 20 % Flächenanteil. Das bleibt eher im Hintergrund und passt wegen der späten Reife vom Schnittzeitpunkt gut zu Luzerne.
Bodenbearbeitung muss nicht mit Pflug sein, soll aber alle anderen Pflanzen vor der Saat möglichst ausschalten.

Gottfried


ewald.w(88y8) antwortet um 16-10-2019 03:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
@volvo

frühjahresanbau von luzerne in reinsaat birgt bei dem spürbar heisser und trockeneren klima hohes risiko, dass dir die luzerne vertrocknet auf deinem sandigen steinigen boden zum einen und reine luzerne hat auch schwache jugendentwicklung, dh den sommer über hast du noch schwächere schnitte.

ich würde jedenfalls 80 kg hafer als deckfrucht dazunehmen, die kommt dir etwa zwei mal und sichert dir schon den sommer über erträge.

ich würde dir sewieso eher zu sogenannten schrittmachergemenge raten--mit luzerne-rotklee.weissklee und gräsern




Volvo Fh16 antwortet um 16-10-2019 07:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
Danke
Ich nehme Meistens Hafer als Deckfrucht war mir aber bei Luzerne nicht sicher Schützt auch gegens "Abschwaben" bei einen kräftigen Regen.
Ist ja in Hanglage was ich vergessen habe zu erwähnen.
Wie lange sollte man die Luzerne stehen lassen bis zum ersten mal mähen, bis er Blüht oder voher?


Vollmilch antwortet um 16-10-2019 08:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
Einmal im Jahr soll sie blühen, dass muss aber nicht beim ersten Schnitt sein. Ich mache das von der "Begleitvegetation" abhängig.

Die Luzerne (Schrittmachergemenge) ist mir im vorigen Herbst vertrocknet und im heurigen Frühjahr am selben Feld nochmal. Herbstaussaat würde ich vorziehen - spielt bei Volvo Fh16 aber aktuell keine Rolle mehr.

LG Vollmilch


Volvo Fh16 antwortet um 16-10-2019 11:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
Nur so nebenbei hat wer Erfahrung mit Grünschnittroggen als Deckfrucht


xaver75 antwortet um 16-10-2019 12:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
Grünschnittroggen braucht Stickstoff, für die Entwicklung der Knöllchenbakterien ist N eher ungünstig.

mfg


179781 antwortet um 16-10-2019 13:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
Wir legen Luzerneflächen immer mit Grünroggen als Deckfrucht an. Aussaat idealerweise dritte Augustwoche. Da ist das Risiko mit austrocknen nicht mehr hoch. Grünroggen je nach TKG 60 kg oder etwas mehr. Auf keinen Fall zu viel nehmen, Roggen erstickt alles, was drunter wächst, wenn er dicht steht. Aussat mit Kreiselgrubber und aufgebauter Sämaschine. Das Getreide mit der Sämaschine normal aussäen, Luzerne mit dem Feinsamenstreuer in der Saatstriegel draufstreuen und das ganze anwalzen.
Wenn wüchsiges Wetter ist, geht das ganze im Herbst noch zu mähen. Und im Frühjahr hat man von dem Grünroggen schon einmal eine ordentliche Menge Futter und der zweite Aufwuchs Luzerne bringt auch schon fast einen normalen Menge.
Ein Nachbar hat heuer Luzerne im Frühjahr ohne Deckfrucht gesät. Die ist zwar recht schön angewachsen, aber Futterertrag ist das ganze Jahr nicht wirklich einer zusammengekommen. Die Luzerne braucht einfach genug Zeit um sich zu etablieren. In diesem Fall hilft die Deckfrucht.
Wegen Knöllchenbakterien ist es eher so, dass die mehr arbeiten, wenn ein N-Zehrer da ist. Bei Luzerne Reinsaat fällt eine ganz schöne Menge N aus dem Boden an, der durch Bodenbearbeitung frei wird. Wenn den niemand verbraucht, arbeiten die Knöllchenbakterien an Leguminosen nicht viel, weil ja kein Bedarf ist.

Gottfried


wickinger83 antwortet um 16-10-2019 17:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
Gottfried, deine Beiträge sind immer interessant für mich.
Kannst du mir ein Empfehlung geben?
Ich habe jetzt Mais und dazwischen immer Grünroggen angebaut 4 Jahre auf selber Fläche.
Jetzt wird der Acker wieder gewechselt und da soll wieder 4 Jahre was hin das für einen konvi Milchviehbetrieb ordentlich Ertrag und Qualität bringt.
Ich dachte an eine NI mischung mit Rotklee beimengung. Ca 80 zu 20 prozent.

Lage: Schwere Böden, tiefgründig, 500m Seehöhe genug regen.

Möchte im Frühling nach Grünroggen Ernte mit dem Grubber drüber.
Dann ein bis zwei Tage abtrocknen lassen und mit Kreiselegge und Feldherr 300 einsääen.
wenn wieder abgetrocknet ist mit Cambridge walze anwalzen.
Wird jedes jahr nachgestriegelt im Frühling um immer lücken zu schliessen.

Hättest eventuell eine Bessere idee?

mfg wickinger


179781 antwortet um 16-10-2019 19:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
Hört sich nach intensiver Viehhaltung an, wo dann auch entsprechend Gülle oder Mist anfällt. Da ist bei Feldfutter etwas sinnvoll, was das auch gut verwerten kann. Da passt das was du beschrieben hast wohl ganz gut.
Bei uns ist speziell die Luzerne aus mehreren Gründen interessant: N-Bindung, durch tiefes Wurzelsystem sichere Wasserversorgung - das hat man in den letzten Trockenjahren deutlich gemerkt. Ausserdem holt sie Nährstoffe aus dem Untergrund, die über den Wirtschaftsdünger in die Fruchtfolge kommen und die Nachfrucht profitiert auch noch vom tiefgehenden Wurzelwerk.
In der Fütterung kann sie wegen des hohen Eiweissgehaltes für Betriebe interessant sein, die hier auf Zukauf angewiesen sind.

Gottfried


Kernarnold antwortet um 17-10-2019 07:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
Mir ist heuer aufgefallen, dass die Luzerne teilweise gelb geworden ist. Hat das mit der langen Trockenheit oder der Gülledüngung zu tun?
MfG Arnold Kern


xaver75 antwortet um 17-10-2019 11:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
Meine sah im Spätsommer vereinzelt aus wie die Bilder von Peronospora trifoliorum.
Was jetzt noch steht (ca.15 cm) ist grün mit einigen braunen Blättern, da war vor etwa 3 Wochen mal Morgenfrost.
Gedüngt hab ich nur im Frühjahr mineralisch etwas P und K.

mfg


Volvo Fh16 antwortet um 17-10-2019 17:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
Wie hoch sollte die Luzerne in denn Winter gehen?


Vollmilch antwortet um 17-10-2019 18:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
15,254 cm wäre ideal. ;-)

LG Vollmilch


Volvo Fh16 antwortet um 18-10-2019 19:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne
Danke für die Zahlreichen Antworten.


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