Antworten: 14
Juglans 17-09-2019 22:59 - E-Mail an User
HAAAAAABT AAAAAACHT
Das Heer ist in Finanziellen Nöten. Statt 2,2 Milliarden braucht man zukünftig 5 Milliarden….
Nur mal laut nachgedacht. Gegen wieviele Länder könnten wir uns im Notfall verteidigen? BRD, Italien, Schweiz, Frankreich, China indien israel russland usa saudi ……..

Gegen Liechtenstein und Andorra würde es mit dem jetzigen Budget auch funktionieren.

Wenn 2,2 Milliarden für Zivilschutz und Luftraumüberwachung nicht genug sind kann es nur einen einzigen Grund geben. INEFFIZIENZ.

Das Heer in Österreich gehört ersatzlos gestrichen und in eine moderne Zivilschutztruppe mit Cyberabteilung umgewandelt.

mfg

p.s.: Wenn die Generäle Krieg spielen wollen sollen sie halt in eine Paintballhalle gehen.



macgy antwortet um 18-09-2019 00:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HAAAAAABT AAAAAACHT
Vor kurzer Zeit stand in Zeitungen...
1,25 Milliarden nur für Heerespersonalkosten !!
Das sind 70 % vom ganzen Kuchen !!!
Also hab ich mir die Mühe gemacht, wieviel Grundwehrdiener ect auseinanderzurechnen

Auseinandergerechnet ergibt das für das fixe Personal folgende monatliche Kosten ( bei 14 Gehälter )
Für alle, von der Putzfrau bis zum obersten General kommt man auf sage und schreibe 9600 € Brutto / Monat
Dann ist ja klar, warum nichts mehr für Material übrigbleibt



Ziegenbua antwortet um 18-09-2019 08:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HAAAAAABT AAAAAACHT
Bei 55.000 aktiven Soldaten (Stand Wikipedia 2015) komme ich auf 1.623 Euro Brutto .
Natürlich bekommen die Grundwehrdiener entsprechend weniger und Auslandskräfte und Offiziere mehr. Für die Putzfrau wird der Durchschnitt aber ganz gut passen.
Mit welcher Anzahl an Bediensteten hast du gerechnet?




xaver75 antwortet um 18-09-2019 09:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HAAAAAABT AAAAAACHT
@Ziegenbua
Davon 30000 Präsenzdiener, was verdient man da momentan?
Bei mir waren es umgerechnet 158 Euro, Burgenlandeinsatz das doppelte.

mfg


textad4091 antwortet um 18-09-2019 09:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HAAAAAABT AAAAAACHT
Grundwehrdiener erhalten ca 321€ Sold (Davon ausgegangen, dass Kost und Logie frei sind, najo ... besser als a Stoa am Schädel, hart ist's für jene, de kurz vorm GWD gut verdient haben; Wohnung etc. wird was ich weis aber bezahlt, sofern ma's schon VOR dem Stellungsbescheid mit einer gewissen Frist, hatte)

Juglans "Das Heer in Österreich gehört ersatzlos gestrichen und in eine moderne Zivilschutztruppe mit Cyberabteilung umgewandelt."
Dort sehe ich derzeit auch das größte Problem- "Krieg spielen" mit hoib hinigen Panzern und diversen anderen Fahrzeugen ist so toll und vor allem repräsentativ für außenstehende Enthusiasten, die Stolz aufs Heer sind, dass ma im Bereich Cybercrime genau NIX tut. Ma muss scho froh sein, wenn so manches Kaderpersonal Lesen, schreiben, rechnen ohne Fehler kann, vom ordentlichen Umgang mit gängigen Textverarbeitungsprogrammen reden wir da noch gar nicht. Da kann in diesem Bereich nix gehen. Ich habe jetzt nix per se gegen's Bundesheer, aber ma erkennt, Wohnhaft nahe einer Kaserne und einige Bekannte dort arbeitend, wie die Prioritäten dort so sind. Und 6 Monate GWD und Erfahrungsaustausch geben einem den Rest ...

Ich bin gegen ein Berufsheer (bzw. für Grundwehr- und Zivildienst, vo mir aus beides gleich lang), aber das Bundesheer gehört einmal komplett anders aufgestellt. Dann geht's auch sicher leichter, mehr mittel dafür zu erhalten. Katastrophenschutz, Cybercrime, vo mir aus ein paar Spezialisten, und weniger reiner "Kämpfer" ...
Stichwort Katastrophenschutz: Notwendig und respekt gebührend, was das Heer da so leistet (Pionierbrücken im Bundesland Salzburg), aber die Mobilisierung im Katastrophenfall ist meiner Meinung nach viel zu langsam- Was aber wohl auch der Gesamtstruktur der Behörden geschuldet ist ...



golfrabbit antwortet um 18-09-2019 10:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HAAAAAABT AAAAAACHT
Schon die Überschrift zeugt vom ungemeinen Fachwissen des Tread-Eröffners bez. Bundesheer.
(Jedes Kommando besteht aus einem langgezogenen Ankündigungs- und einem kurz gesprochenen Ausführungsteil...deshalb wenns denn schon unbedingt sein muss, bitte: "Haaabt Acht!"...Klugscheissermodus aus)
Zum Thema selbst: OK, treima de Woch hoit de Sau durchs Dorf...
Wenn es nur ums Finanzielle ginge, wäre die Lösung wohl zu schaffen, in Österreich ist aber - anders als z. Bsp. in Schweden oder der Schweiz die Landesverteidigung nur das ungeliebteste Pferd im Stall, das nur aus der Versenkung geholt wird, wenn der Populismus oder anstehende Wahlen /Stimmenfang fröhliche Urständ feiern.
Verlierer bei so ziemlich jedem Krieg seit fast 200 Jahren zu sein, hat da seine Spuren hinterlassen - wobei der gemeine Soldat meist am wenigsten dafür konnte.
So wird man auch diesesmal nach der typisch österreichischen Lösung fahnden und weiterwursteln wie gehabt - welcher langstudierte Generalstäbler wird sich -über seinen Plänen brütend- schon selbst abschaffen?
Siehe auch die unterschiedlichen Herangehensweisen an ein Problem: der preussische General sprach zu seinem König:"Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos!"
Der Österreicher zum Kaiser:"Majestät, die Lage erscheint hoffnungslos, aber nicht ernst!"

Hannes


richard.w(7n417) antwortet um 18-09-2019 11:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HAAAAAABT AAAAAACHT
Wo hier der Klugscheissermodus endet möge jeder selbst entscheiden :))))))

Jedenfalls ist der Katastrophenschutz wichtiger Bestandteil des Heeres, für manche die einzige Rechtfertigung. Ob dieser in einer zivilen Truppe besser zu regeln ist? Günstiger wirds nicht.
Landesverteidigung ist schwer fest zu machen, was man auf EU Ebene will wird jedes Jahr verschoben.

Aber! Österreich muss in der internationalen Gemeinschaft mit machen (EU und UNO), ich glaube nicht man soll sich da überall raus halten. Das kostet Geld. Von Ö sind oft nur ein paar Dutzend in einem fernen Land, machen dort wichtige Unterstützungsdienste. Wenn wir uns das nicht mehr leisten wollen.... wer dann? Natürlich brauchen die Soldaten die bei internationalen Aufträgen mitmachen eine gute Ausbildung. Dazu gehören unter anderem Grundwehrdiener als "Kanonenfutter" bei Übungen, aber auch Spezialisten die Tag und Nacht bereit sind, und ein Putzmann. Diese Leute kosten. Gerät muss da sein. Ob man jeden Topfighter oder Panzer tatsächlich brauch, ist zu hinterfragen. Zwischen "Kriegspielen" und guter Ausstattung für unsere Männer und Frauen ist sehr viel Spielraum, glaub nicht 5 Mrd werden nur zum "Spielen" verwendet.


textad4091 antwortet um 18-09-2019 11:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ richard.w: Ich denke eher, dass diese ganze Maschinerie mehr der Repräsentation dient denn zum "Spielen" (War vl. etwas blöd ausgedrückt)... Da kommt auch dazu, ob man "Paraden" wie am 26. Oktober in diesem Ausmaß überhaupt benötigt ... Wenn man dran denkt, dass dies absolut nicht den Zustand des Heeres widerspiegelt, Reifen schwarz angemalt werden dass schön sind, und Pinzgauer und Co mit WD40 geputzt werden^^

Ich erinnere mich da immer gern ans Abrüsten, wo wir etliche "Bauernbuben" waren. Beim Bewerden von Miliz und Co kam der Tenor, dass ma sich "gerne" verpflichten würde, vorausgesetzt ma würde ausschließlich zu beispielsweise Katastrophenschutzübungen- und Einsätzen geordert werden.


richard.w(7n417) antwortet um 18-09-2019 12:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Repräsentation ist sicher viel dabei, und rein von den Soldaten her brauch uns Österreicher gar niemand. Für Mali sind ca 50 österreichische Soldaten abgestellt (wobei da evtl Soldaten daheim dazu zählen). Diese wären locker zu ersetzen, ich bin trotzdem froh wenn wir auch dort sind. So bekommen wir was mit auf der Welt, und haben Informationen aus erster Hand, fast schon nebenbei helfen wir den Menschen dort.

Eine Parade habe ich noch nie besucht, vielen Menschen scheint das heilig zu sein, genauso wie die Airpower mit dem österreichischen Bundesheer steht und fällt. Brauchen tue ich das nicht, sparen könnte man dort, obs wirklich soviel bringt? In der Wattener Lizum ist ein reges Treiben von sehr vielen Nationen die hier her trainieren kommen. Gebirgskampf Training wenn nicht ständig ein Hubschrauber wartet ist gefragt. Brauchen wir das? Mir wäre kein Krieg auch lieber, doch gibts ihn. Vielleicht könnte man da mehr Einnahmen raus holen? Wie und ob das Bundesheer zu retten ist - ich hab keine Ahnung :)


Fallkerbe antwortet um 18-09-2019 12:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Damit es militärisch auch nur im Ansatz etwas darstellt, führt langfristig an einer EU weit gemeinsamen Armee kein Weg vorbei. Geld in Einzelstaatliche lösungen zu stecken ( österreichische Luftraumverteidigung usw) ist komplett Sinnlos.





macgy antwortet um 18-09-2019 21:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ziegen...
Leider ist deine Rechnung falsch
55 000 x 1623 = 89 265 000 €
Da fehlen aber noch weit über 1 Milliarde €

Hab nur die fixen gerechnet ohne GWD, denn die fallen nicht ins Gewicht, aber bereits von den 1,25 Milliarden abgezogen

Wir brauchen nur Katastrophenhilfe, sonst nichts
Kein aufgeblasenen Kader, die sowieso nichts tun !!


Ziegenbua antwortet um 19-09-2019 07:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ähm bitte nicht voreilig rausrufen wenn man seine Rechnung noch nicht fertig hat. Wir reden schon vom Monatsgehalt oder reicht dir eine Milchgeld-Monatsabrechnung fürs ganze Jahr?


xaver75 antwortet um 19-09-2019 09:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ähm ich hätt von den 55000 die 30000 GWD abgezogen, dann bleiben 25000 (schon fast mehr, als die Milchlieferanten) mit im Schnitt knapp 3000,- .

mfg


macgy antwortet um 19-09-2019 09:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HAAAAAABT AAAAAACHT
@ziegen.. Stimmt hab x 14 Mon vergessen..sry

Richtig ist folgender Stand
Die Zahl der Berufssoldaten beträgt etwa 16.500 und setzt sich zusammen aus 2800 Offizieren, 10.200 Unteroffizieren und 3500 Chargen Quelle DiePresse

Abzüglich 30 000 GWD = 100 Mio €
Verleiben für den Nichtsnutzrest 1,15 Milliarden

Jetzt bin ich zu faul zum rechnen


Suedsteierer antwortet um 23-09-2019 11:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die außergewöhnlich hohen Personalkosten sind vorrangig durch ein gewaltiges "Heer" an beamteten Soldaten mit einer verschwindenden Minderheit an Milizsoldaten erklärbar. Im Vergleich dazu ist in der Schweiz einem absolut kleinen Kader an Berufssoldaten tatsächlich ein Milizheer beigegeben, das im Einsatzfall - und nur dann - auf ein Vielfaches aufgestockt wird und - im Gegensatz zu Österreich - tatsächlich und regelmäßig mit Begeisterung übt und im Einsatzfall auch bis zum letzten Soldaten top ausgestattet werden kann.
Also auch hier eine Fehlentwicklung der vergangenen Jahrzehnte, die aber durch den hohen Anteil an beamteten Berufssoldaten mit fixem Vertrag in kurzer Zeit kaum auszugleichen ist und auch einen hohen Altersschnitt erzeugt, der bei dem Berufsbild eines Soldaten keinesfalls ideal ist.
Auch die Ausstattung des damals neuen Bundesheeres mit vorwiegend amerikanischen Fahrzeugen und Ausrüstungsgegenständen, die dem Heer gratis überlassen wurden und bis in die 70er Jahre genügten, hat keinerlei Kostenbewusstsein für Beschaffungen militärischer Güter erzeugt.
Daher bitte nicht das benötigte Geld bei einem sprichwörtlichen Trichter oben hineingießen, um im Verteidigungsressort wieder neue Sektionen, Abteilungen und Planstellen zu schaffen, sondern konkrete Investitionsprogramme für Kfz, Sanierung von Kasernen, Beschaffung von Hubschraubern usw. in die Wege leiten und das Milizsystem nachhaltig stärken!!
Nachdenkliche Grüße aus der Südsteiermark


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