Strache im Schweinestall

Antworten: 49
antonsvenson 10-09-2019 06:14 - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Hallo,
Habt ihr dieses Video vom Balluch gesehen. Sitzt mit der Phillipa in der Schweinebox und erklärt ihr wie sie abstimmen soll.


 


Ziegenbua antwortet um 10-09-2019 07:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Der bringt wenigstens Argumente, nicht nur "des gheat so weil des woa imma so".


mittermuehl antwortet um 10-09-2019 09:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Hier das Video...

https://www.oe24.at/oesterreich/politik/Was-macht-Tierschuetzer-mit-Strache-im-Schweinestall/396683090

Hintergrund ist, das sie als Tierschutzsprecherin der FP nicht mit dem VGT (der ja nur ein Verein ist) sprechen wollte. Es gibt un die angedachte Pflicht Stroh einzusteuen. Da Frau Strache den aber eher als Versorgungsposten für die Familie sieht, sind bisher Nutztiere kein Thema für sie. So kam es zu dem PR-Gag. Die Aussagen von Herrn Balluch erklären den Stall in dieser Schweinbucht doch recht genau. Ob es gestellt ist, oder der Realität entspricht, müssen die Profis hier erklären.



tristan antwortet um 10-09-2019 09:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Weshalb der Herr Balluch gegen Milben, Kakerlaken und andere Instekten im Schweinestall ist, verstehe ich jetzt nicht. Die gehören doch zur natürlichen Nahrung eines Schweines.
Klar ist auch, das Schweinekot Geruchseindrücke hinterlässt, was auch durch eine Strohbeigabe unverändert bleibt.
Ohrrandnekrosen und zu kurz kupierte Schwänze haben ihre Ursache nicht in der Vollspaltenhaltung.

Das eine Ferkel mit geschwollenen Hinterfuß, auf das Herr Balluch dreimal hinweist, gehört in einem Krankenstall separiert.

Positiv ist das reichliche Platzangebot.


mittermuehl antwortet um 10-09-2019 09:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
@tristan Bist du Schweinehalter? Ist das eine Fachmeinung?


textad4091 antwortet um 10-09-2019 10:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Ah, die Philippa braucht nicht in einen solchen Schweinestall zu gehen- schließlich will ja auch sie, dass es mehr Biobetriebe gibt (Im Zentrum am Sonntag), somit hat sich das Thema für sie, in solche Ställe zu gehen, abeghakt xD


Neuer antwortet um 10-09-2019 10:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Welcher konventionelle Schweinehalter lässt diesen Herrn Balluch freiwillig in seinen Stall? Oder sind diese Typen wieder mal wo eingebrochen?


xaver75 antwortet um 10-09-2019 10:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Helft mir auf die Sprünge, um was geht's da wirklich?
Geht es um die Schweine, geht es um den Balluch oder um die Filipa, wollt ihr die Spalten verbieten, ist das die Besatzung des Krankenabteils von einem 1000er Stall, für das Video kurz umgestallt, …….
Bitte um Aufklärung für einen Rinderhalter (ohne Spaltenboden).

mfg


tristan antwortet um 10-09-2019 10:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Ja, das ist ein Teil meiner Fachmeinung


dietmar.s(2cz6) antwortet um 10-09-2019 10:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Ja, hab auch schon mal gearbeitet auf einem Schweinemastbetrieb im Ausland, während sich andere auf Ibiza angesoffen und angefressen oder irgendwelche sonstigen Urlaubsreisen getätigt haben. Als ich den Betrieb später nochmal besucht habe, hatte er schon fusioniert mit dem Nächstgrößeren. Schon 20 Jahre her. Immernoch der gleiche Trend. (Fressen,Saufen,Spaßgesellschaft) Kenn auch ein paar Betriebsleiter die damit aufgehört haben aus wirtschaftlichen Gründen. Ich seh hier keine ernsten Lösungsvorschläge. Das geht ja schon seit Jahrzenten so dahin. Ist auch nicht wirklich ein Thema wenn man fortgeht am Wochenende in eine Disco od. Pub und sowas diskutieren möchte. In Wahrheit ist die Gesellschaft derzeit garnicht kreativ genug und willens. Wird die nächsten 30 Jahre so weitergehn. Wo akkumuliert sich eigentlich das ganze Geld?


tristan antwortet um 10-09-2019 10:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
@xaver
Es geht um das Verbot der Vollspalten bei der Schweinehaltung in Österreich.


antonsvenson antwortet um 10-09-2019 10:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Warum soll das nur bei den Schweinen verboten werden und bei den Rindern nicht?


tristan antwortet um 10-09-2019 10:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Weshalb soll das nur bei den Österreichern verboten werden und bei den andern nicht?


textad4091 antwortet um 10-09-2019 11:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Wieso braucht ma a teure Tierschutz-Lady, die, no-na populistisch, Bio fordert, aber nix tut (außer sich mit Hunderln im Social Media blicken lassen) ... Solche Leute haben dann Einfluss auf eine noch breitere Stimmungsmacherei in der Gesellschaft ...

Bin Schon gespannt, wie sich die Deutschen den Glyphosatausstieg mit 2023 vorstellen ...


mittermuehl antwortet um 10-09-2019 11:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
@tristan Danke für die Antwort. Somit entspricht die Darstellung von Herrn Balluch der üblichen Realität bzw. ist vom Platz her ein positives Beispiel. Ist das der Kern der Aussage?

@Neuer Wenn das die übliche und dem Gesetzt entsprechende Praxis ist, warum sollte man einen Tierschützer nicht in den Stall lassen. Es gibt ja nichts zu verheimlichen. Dieses Produkt wird so hersgetellt.

Persönlich bin ich da etwas heikel und esse nur aus besseren Haltungsbedingungen. Aber das ist ja meine persönliche Entscheidung. Die Entscheidung darf ja jeder Konsument selber treffen. Aber es schadet nicht wenn er ein paar Informationen erhält. Der Produzent meines Vertrauens schickt jeden der Fragt in den Stall zum selber nachsehen...




richard.w(7n417) antwortet um 10-09-2019 11:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Glaub die gezeigten Bilder aus der Schweinebox brauch man nicht zu verteidigen.


mittermuehl antwortet um 10-09-2019 11:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
@richard.w(7n417) Das ist eine doppelfeutige Aussage.. ;)


2472660 antwortet um 10-09-2019 11:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
vollspaltenböden sind mm nach ein unwürdiges haltungssystem (auch bei rindern) . dass es soviele tiere mit auffälligkeiten sind, wird (hoffentlich) nicht dem durchschnittsbetrieb entsprechen, das wird schon ein sehr schlechter betrieb sein (eine krankenbucht sollte das nicht sein, weil die hat hoffentlich einen anderen boden..)
warum schaffens wir bauern nicht einfach zu formulieren, was dieser vollspaltenbodenausstieg pro kg fleisch kostet, anstatt immer gegen diese forderungen anzukämpfen - dann kann sich die gesellschaft entscheiden, ob sies wollen oder nicht und wir bauern sind aus dem schussfeld!


richard.w(7n417) antwortet um 10-09-2019 11:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
@mittermuehl: stimmt eigentlich. Ich meinte die Haltung und den Zustand der Schweine brauch man nicht zu verteidigen, so ist das nicht okay. Ich bin wirklich kein Balluch Fan (zb meint er unlängst Wald zu pflanzen in Ö wäre besser als Grasland, er weis es besser, aber verbreitet unwahres zum Stimmenfang). Trotzdem ist nicht alles wo Balluch drauf steht ein Blödsinn.

Zu den Spalten: wenn wir lange blöd tun, dann verlieren wir die komplett. Spalten haben Nachteile und Vorteile. Zb als Verkehrsfläche sind diese in gewissen Bereichen im Stall einem Schwein oder Rind zumutbar. Wenn wir verteidigen was es nicht wert ist zu verteidigen, wie zb die dauernde Haltung auf Spalten, dann verlieren wir irgendwann auf der ganzen Linie.


xaver75 antwortet um 10-09-2019 11:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
@2472660
Österr. Schweinefleisch ist jetzt schon preislich nicht konkurrenzfähig mit Importware …….,-)

mfg


tristan antwortet um 10-09-2019 12:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Unsere Gesellschaft kann sich jetzt schon entscheiden, ob wir Fleisch aus Vollspaltenhaltung kaufen oder eben nicht. Wir brauchen daher keinen neuen Gesetzte, nur bessere Information, aus welcher Haltung das Fleisch stammt.
Der Film mit Balluch ist eine gute Disskusionsgrundlage und entspricht nicht der allgemeinen Realität. z.B. sind die Schwänze zu kurz, es fehlt organisches Beschäftigungsmaterial, zuviele Insekten, die Schweine klettern zwischen den Buchten umher (ab min 1:30), daher gibt es immer neue Rangkämpfe und somit Verletzungen, etc.

ajo, und der Balluch weist 4 mal auf das gleiche Ferkel mit geschwollenem Haxn links hinten hin, meiner Meinung nach ist das unfair ...


2472660 antwortet um 10-09-2019 12:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
@xaver75
das wär aber genau die chance, zu kommunizieren, was den unterschied zwischen ö und import ausmacht und das das eine kleinigkeit kostet (um was gehts da, vl 20ct/kg?)
auch der handel wär dann in der verpflichtung, nicht einfach auf die importware auszuweichen, wenn klar ist, was an der ö-ware besser ist (gleiches gilt für glypho-ausstieg)


mittermuehl antwortet um 10-09-2019 12:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
@richard.w(7n417) Ich bin auch keine Fan vom Herrn Balluch. Und die Tierschützer haben mich auch schon angezeigt. Mir ist bewußt das der Preisdruck wenig Spielraum zuläßt. Ich wollte nur von Profis wissen, ob die Darstellung von dem Herrn Balluch der gelebten Realität entspricht.

Von Schweinehaltung habe ich wenig Ahnung. Die Sau die ich mir in den Kühlschrank stecke. (vom Bio-nachbarn) kenne ich eigentlich persönlich. Und die hat anders gelebt und wurde am Hof geschlachtet. Die konventionellen Ställe wo ich gelegentlich rein schau habe auch Stroh und etwas Beschäftigungsmaterial. Persönlich hab ich nur mal ein paar Schweine auf eine Hobbyhof ausgemistet. Und die waren so sauber das sie nur in eine abgetrennte Ecke gekackt haben. Viel sauberer als Pferde, Rinder oder Schafe...




textad4091 antwortet um 10-09-2019 12:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Ich bin weder ein Freund vom Balluch, noch ein Freund von Vollspalten bei egal welchen Viechern, aber auch keine Schweinehalter- Aber ma kriagt die Preisschwankungen und den Druck natürlich mit (Bei der Milch wurde ja ähnliches vorhergesagt, noch ist es nicht in diesem Ausmaß eingetroffen).

"Der Konsument bzw. die Gesellschaft bestimmt, wie was produziert wird", ist so eine Sache, da beisst sich die Katze meistens in den Schwanz- siehe derzeit bei Äpfeln aus Südafrika beim Spar. Konsumenten/Kunden: Das geht überhaupt nicht Spar: Wir bieten es an, weil es der Konsument will. Bietet es der Händler an, nimmt es der Konsument schließlich auch. Selber würd/wird auch bei anderen Produkten sein: Ma hat eine große Auswahl von-bis, was Preis, Qualität und Co betrifft. Wenn österreich überall päpstlicher als der Papst sein will bzw. gemeinsam mit dem Handel die Bedinungen hinaufschraubt, gleichzeitig aber ein "freier Markt" herrscht, schau ich mir an, wie lang das mit der "Qualität vom österreichischen Markt" gut geht. Bauernmarkt, Direktvermarktung hin und her, die Masse geht bei einer der 3 Handelsketten einkaufen, und diese 3 nutzen ihre Konzentration entsprechend aus. Weit weg vom Thema, aber im Grunde führt es für mich immer dort hin- Wo das Produkt verkauft wird.

Aber ich glaub, solche unangenehmen Dinge will wieder keine aussprechen- Oder ein Kniefall wird als großer Wurf bezeichnet (Siehe EU- Richtlinie zwecks einheitlicher Bedinungen im Bezug auf Eigenmarken)


tristan antwortet um 10-09-2019 14:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Es dürfte am 25.September einen Initiativantrag der Liste JETZT im Parlament geben, den Vollspaltenboden in der Schweinemast zu verbieten. Zumindest spricht der Herr Balluch im Video von diesem Datum. Beim letzten Versuch am 12/13. Juni haben FPÖVP gegen einen solchen Antrag gestimmt. Mit diesem Video soll die Tierschutzbeauftragte der Fpö umgestimmt werden ....


tristan antwortet um 10-09-2019 14:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
https://partei.jetzt/vollspaltenboeden-abschaffen-der-antrag-liegt-im-parlament/

Am 04. September 2019 haben Daniela Holzinger-Vogtenhuber und Martin Balluch vor dem Landwirtschaftsministerium gegen die Vollspaltenböden in der österreichischen Landwirtschaft demostriert. Die Demo wurde vom VGT organisiert.

Die Kernaussagen:
Vollspaltböden müssen verboten werden. So schnell wie möglich. Der Antrag dafür ist von JETZT seit 12. Juni am Tisch. ÖVP und FPÖ sind aufgefordert sich zu Tierschutz zu bekennen. Doch die beiden Parteien, die die Agrar-Industrie unterstützen, wollen die Gesetzesänderung blockieren. Die nächste Chance ist die Nationalratssitzung am 25. September 2019.

Landwirtschaftsministerium auf Seite von Balluch und Holzinger:
Sogar das Landwirtschaftsministerium sieht die Gesetzesänderung als notwendig. Dort wird sogar ökonomisch für ein Verbot von Vollspaltböden argumentiert. Schweine haben das Recht auf Stroh! Daniela Holzinger-Vogtenhuber und Tierschutz-Ikone Martin Balluch klären auf. Siehe obiger Link.


mittermuehl antwortet um 10-09-2019 15:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Umstellung in 10 Jahren .... in Ö. ein hochwertigeres Produkt herstellen weil wie auf der Billigschiene nicht konkurenzfähig sind ....

Der Herr Balluch hat in dem Video auch Kreide gefressen und wirkt sehr vernünftig und symphatisch.

Das Video meine ich : https://partei.jetzt/vollspaltenboeden-abschaffen-der-antrag-liegt-im-parlament/

Wie soll man da dagegen Argumentieren? Zumal die Landwirtschaft so oder so von Subventionen abhängig ist. Und es stimmt natürlich das in Österreich andere Spielregeln gelten als bei den Mitbewerbern in Deutschland. Das ist aber auch schon durch die Landschaftsform und die Betriebsgrößen so vorgegeben.




tristan antwortet um 10-09-2019 15:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Wie soll man da Argumentieren?
Das weniger billige Schweinefleisch aus Strohhaltung kauft keiner, solange es noch billigeres aus Vollspaltenhaltung gibt, das genau so gut schmeckt.

Ein neuwertiger Vollspaltenstall ist nach 10jähriger Bewirtschaftung bei weitem nicht bezahlt.

Unangemeldete Kontrollen auch bei Strohhaltung und Langschwanzferkelproduzenten machen. Auch die haben nicht nur Licht, sondern auch Schatten.

...



mittermuehl antwortet um 10-09-2019 15:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
@tristang So wie ich die Argumentation verstanden habe wäre die Schweinhaltung im Billigsegment so oder so in 10 Jahren nicht mehr konkurrenfähig weil das Ausland da einfach effizienter ist.

In meinem Umfeld sind 3 Schweinzüchter. Alle so knapp unter 100 Zuchtsauen. Einer hat damit aufgehört und seine Landwirtschaft umorientiert weil er erst Mitte 40 ist und keine Zukunft gesehen hat. Er hat zum Spaß noch 10 Schwein die jetzt im Luxus leben und wo die Nachzucht direkt vermarktet wird. Den Spaltenboden hat er verkauft. ........ Einer macht weiter weil er die 10 Jahre zu seiner Pension so noch schaffen wird. Soll der Sohn sich überlegen was er dann machen wird. Warscheinlich nicht Schweine......... Der 3. Betrieb überlegt nach der Pensionierung des Betriebsführes in 4-5 Jahren überhaupt aufzuhören bzw. sich auf etwas Ackerbau im Nebenerwerb zu beschränken.

Wir reden ja über einen Planungshorizont von 10 Jahren. Glaubst du in 10 Jahren noch mit Großbetrieben in Polen und Deutschland mithalten zu können? Ich vermute mal das du einen recht neuen Vollspaltenboden hast und ihn in 10 Jahren nicht abzahlen kannst weil der Schweinefleischpreis nicht so toll ist. Vermute ich richtig?

Wenn ich von meiner Hausbank einen Kredit bekomme dann bieten sie mir für Haussanierung, Heizung usw. immer eine Laufzeit von 10 Jahren an. Alles was mit Landwirtschaft zu tun hat (Traktor, Stallumbau usw.) maximal 5 Jahren. War am Anfang für mich sonderbar. Aber jetzt macht es für mich Sinn... Traktro habe ich gekauft. Stall habe ich deshalb nicht umgebaut... Und Erspartes habe ich keines..




tristan antwortet um 10-09-2019 16:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Richtig.


mittermuehl antwortet um 10-09-2019 16:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Ich versteh dich und deinen Frust. Als Argument für den Spaltenboden wird deine persönliche Planung nicht herhalten können. Aber das Ministerium möchte eh eine länger Übergangsfrist. Es wird wohl so kommen wie bei der Anbindehaltung von Rindern... Und selbst da sind jetzt einige Fassungslos das es wirklich so kommt....


tristan antwortet um 10-09-2019 16:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Wenn ich Frust habe, schreibe ich anders ...

Ich weiß nur nicht, ob so ein Verbot einen Schwein hilft. Ob und wie wir in Österreich Schweine füttern oder nicht, spielt am Weltmarkt keine Rolle. Die Schweine, die bei uns dann nicht mehr gezüchtet und gemästet werden, macht dann halt das Ausland mit. Die Schnitzelfahrt für die Tiere dauert dann eben ein paar Stunden mehr.

Ist es nicht ehrlicher und effizienter für den Tierschutz, den Verzehr von auf Vollspalten gehaltenen Schweinen in Österreich ab sofort zu verbieten?
Die Folge wäre, das es die ganze österreichische Gesellschaft gleich trifft. Fleisch wird teurer, Strohhaltung bekommt eine reale Chance und bestehende Ställe können weitergeführt werden. Weil Bayern ist für meine Schweine näher als z.B. die Steiermark




mittermuehl antwortet um 10-09-2019 17:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall

"Ist es nicht ehrlicher und effizienter für den Tierschutz, den Verzehr von auf Vollspalten gehaltenen Schweinen in Österreich ab sofort zu verbieten?"

Absolut richtig. Unterschreibe ich sofort. Aber bei der Gesetzeslage und unserer wirtschaftlichen Vernetzung im Moment nicht möglich. Es wäre die bessere Lösung.

Das Verbot in Österreich würde den Schweinen in Österreich helfen. Global nicht viel. Wir sind ein Trofen im Ozean. Hilft unser Sozialsystem der Welt? Nein - aber es hilft Österreich. Wenn man sich die Nitratwerte im Deutschen Wasser anschaut, erkennt man doch sofort das die auf einem Irrweg sind. Einer ihrer Wettbewerbsvorteile ist, das sie ihre Gülleauflagen nicht einhalten. Wir aber schon. Die werden Vokswirtschaftlich in absehbarer Zeit gewaltige Kosten haben nur um Wasser trinken zu können. Wir gestalten unser Land doch selber. Sollen die anderen eine Güllegrube aus ihrem Land machen. Ich lebe lieber in der Feinkosttheke.

Das Verbot sollte EU-Weit statt finden. Wäre etwas gerechter. Aber da sich bei uns die billige Schweinehaltung so oder so in 10-20 Jahren erledigt haben soll, kann man den Umstieg doch schon mal planen.


Vollmilch antwortet um 10-09-2019 18:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Woher stammt die Hypothese, dass es in 10 - 20 Jahren in Österreich keine "billig-Schweinehaltung" mehr gibt / geben soll?

LG Vollmilch


dietmar.s(2cz6) antwortet um 10-09-2019 18:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
ich glaube es ist Wunschdenken einer Minderheit. Wenn Österreich sozusagen das ÖsiMeer ist, dann ist es das Wunschdenken von ein paar weniger Tropfen.


2472660 antwortet um 10-09-2019 18:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
bei den hühnerkäfigen hats auch funktioniert, warum solls bei den schweinen nicht gehn?


tristan antwortet um 10-09-2019 20:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
@2472660
Mit dem Verbot von Legebatterien kannst du ein österreichisches Vollspaltenverbot absolut nicht vergleichen:
Die EU-Richtlinie zur Hühnerhaltung wurde bereits im Jahr 1999 verabschiedet, Österreich setzte sie zehn Jahre später 2009 um. Das Käfighaltungsverbot wurde in das nationale Tierschutzgesetz integriert. Nachbarland Deutschland zog im darauffolgenden Jahr 2010 nach.
@mittermühl
Das Verbot in Österreich würde den Schweinen in Österreich nicht helfen, weil dann im Ausland neue Ställe gebaut werden. Und wir geben dann den Ausländerschweinen Asyl in unseren Schlachthöfen.
Was hat unser Sozialsystem und die deutschen Nitratwerte mit einem Vollspaltenverbot zu tun? Nichts.






mittermuehl antwortet um 11-09-2019 09:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
@@Vollmilch ... Vielleicht wird die "billige" Schweinhaltung nicht unmöglich in Österreich. Aber sie wird nur für sehr wenige Großbetriebe wirtschaftlich sein. Es geht doch in Richtung 2000-3000 pro Stall. Bald sind 10 000 Normal. (Noch ist man bei uns mit 1500 Zuchtsauen eine "Großer".) Damit muß aber alles größer werden. Und die so eine Struktur können wir in Österreich wohl nicht leicht herstellen. Da stehen zu viele andere Beweggründe im Weg. (Raumordnung, Anrainer, Tourismus,... usw.) Selbt wenn sich die Bauern auf 1% Bevölkerung reduzieren und dadurch die Flächen frei geben werden solche Anlagen nur sehr selten zugelassen werden .. in Österreich. Im Ausland schon. Und die werden dann entsprechende billig sein. Durch die möglichen heimischen Betriebsgrößen ist die Effizienz im Billigsegment eingeschränkt.

Das Burgenland macht von Landesseite solche Anlagen schon jetzt unmöglich. Das Minsiterium hat dem VGD anscheinend (glaubt man Balluch) recht gegeben und erkennt da auch keine Zukunftsicherheit. Aber natürlich kann man in die "Bude" arbeiten gehen und Abends seinen Hobbybetrieb mit 100 Sauen betreiben. Wenn man das will .. o.k. . Ich kenne schon jetzt einen solchen Betrieb. Vater arbeitet im Lagerhaus. Sohn bei der Straßenmeisterei. Der eine ist am Morgen kurz im Stall. Der andere am Abend dann länger. Große Arbeiten werden am WE gemacht...

Meine Schätzung von 10-20 Jahren hat sich davon abgeleitet das das Ministerium von einer Übergangszeit von mehr als 10 Jahren gesprochen hat. Die werden da nicht ans Tierwohl sondern an die Wirtschaftlichkeit gedacht haben. Aber selbt wenn Balluch das falsch zitiert hat sind doch alle anderen Zeichen recht klar. Wir werden so oder so teurer als die Mitbewerber anbieten müssen. Da werden wir wohl auch etwas mehr Leistung (Tierwohl) haben müssen...


@tristan Was Vollspaltenboden und Sozialsystem zu tun haben? Ich wollte nur zeigen das wir auch jetzt in vielen Bereichen andere Gesetzersauslegungen als Nachbarn haben. Und wir fahren nicht schlecht damit. Unsere Auslegung bei den Nitraten macht die Schweinehaltuntg sicher teurer aber unser Wasser besser. Durch das Sozialsystem sind unsere landwirtschafltichen Arbeiter teurer aber auch gesünder. Was ist wichtiger? Billiges Schweinefleisch oder gutes Wasser und gesunde Mitmenschen? Oder willst du Deutsche und polnische Zustände bei uns einführen.


Stubentiger antwortet um 11-09-2019 13:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Echt schlimm was man hier auf einer" landwirt" Seite über Schweinehaltung un Österreich lesen muss.
Es sollten sich echt mehr Schweinehalter hier melden.
Meiner Meinung darf man nicht einen "Verein gegen Tierfabriken" in die Stellung verhelfen sich in die Gesetzgebung einzumischen.
Vielleicht liegen denen die Tiere am Herzen aber sicher nicht die Landwirte .
Denn es geht hier um landwirtschaftliche Existenzen.
Die österreichische Landwirtschaft ist sehr klein strukturiert .
Wenn ein Vollspaltenverbot nur in Österreich kommt werden viele Betriebe zusperren.
Eine 10 jährige Übergangsfrist ist eine "Enteignung "
@mittermuehl : wer in Österreich hält 1500 Zuchtsauen???

Zum Video: da wurde ja bestimmt kein Top Betrieb ausgesucht.
Ist nicht schön anzusehen. Das ist ja genau die Absicht dahinter.
Solche Betriebe gibt es vielleicht, aber hier wäre in erster Linie der Tgt Tierarzt gefordert .
Bald ist ja wieder Wahl.
Weniger Landwirte bedeutet auch , dass den Parteien diese Wählerschicht immer mehr egal wird.
Das wiederum macht uns Landwirte in Österreich noch mehr angreifbar von solchen Vereinen.
Warum bemüht man sich nicht einheitliche Haltungsvorschriften für die EU zu fordern?
Das wäre einmal sinnvoll.



Stubentiger antwortet um 11-09-2019 13:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Echt schlimm was man hier auf einer" landwirt" Seite über Schweinehaltung un Österreich lesen muss.
Es sollten sich echt mehr Schweinehalter hier melden.
Meiner Meinung darf man nicht einen "Verein gegen Tierfabriken" in die Stellung verhelfen sich in die Gesetzgebung einzumischen.
Vielleicht liegen denen die Tiere am Herzen aber sicher nicht die Landwirte .
Denn es geht hier um landwirtschaftliche Existenzen.
Die österreichische Landwirtschaft ist sehr klein strukturiert .
Wenn ein Vollspaltenverbot nur in Österreich kommt werden viele Betriebe zusperren.
Eine 10 jährige Übergangsfrist ist eine "Enteignung "
@mittermuehl : wer in Österreich hält 1500 Zuchtsauen???

Zum Video: da wurde ja bestimmt kein Top Betrieb ausgesucht.
Ist nicht schön anzusehen. Das ist ja genau die Absicht dahinter.
Solche Betriebe gibt es vielleicht, aber hier wäre in erster Linie der Tgt Tierarzt gefordert .
Bald ist ja wieder Wahl.
Weniger Landwirte bedeutet auch , dass den Parteien diese Wählerschicht immer mehr egal wird.
Das wiederum macht uns Landwirte in Österreich noch mehr angreifbar von solchen Vereinen.
Warum bemüht man sich nicht einheitliche Haltungsvorschriften für die EU zu fordern?
Das wäre einmal sinnvoll.



mittermuehl antwortet um 11-09-2019 15:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
@Stubentieger ... Ich gebe dir eigentlich recht.

Wohl keine hat bei uns 1500 Zuchsauen. Deshalb wäre er ja ein "Großer" Das sind aber die Betriebsgrößen die in Zukunft die Preise vorgeben werden. Wie soll man da in Österreich mithalten? Schweinehaltung bedeutet somit das es ein weiteres Betriebssterben geben wird. Zumindest wenn man im "Billigen Bereich" mit der Welt mithalten will. Da ist nicht der VGT der Feind sondern der feie Markt.

Und ja - bessere Haltungsvorschriften EU-Weit wären gerade für uns sehr gut.

Deshalb gebe ich dir im Grunde zu 100% Recht. Nur sehe ich das Bauernsterben mit Spaltenboden nur etwas hinausgezögert. Ohne Spaltenboden könnte man vielleicht ein besseres Pordukt entwickeln und vermarkten.

In der Industrie hatten wir diesen Prozess schon vor vielen Jahren.


tristan antwortet um 11-09-2019 17:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
mittermühl, du musst etwas über deinen Tellerrand blicken.
Alle Sparten in der Landwirtschaft, nicht nur die Schweinbranche, kämpfen mit er Wirtschaftlichkeit. Frag beim Banker deines Vertrauens nach.
Für die investierenden Schweinebetriebe der letzten 10 Jahre wäre so ein Vollspaltenverbot auf jeden Fall ruinös. Ein Stall, der 50 Jahre hält, ist nicht in 5 Jahren bezahlt.

Man kann auch mit bestehenden Spaltenböden ein besseres Produkt entwickeln und vermarkten. Es gibt ja jetzt schon die Möglichkeit, Fleisch aus Bio oder Strohhaltung zu essen. Hilfreich ist da auch eine bessere Kennzeichnung der Fleischprodukte, ähnlich wie die Haltungsformen bei den Eiern.

Ich auf meinem Betrieb hatte bis vor einigen Jahren Teilspalten und Strohhaltung.
Seit ich auf Vollspalten umgestellt habe, sind die Gesundheitskosten weit niedriger, Fütterungsantibiotika brauche ich nicht mehr. Gegenseitiges Beissen der Schweine wurde auch weniger, weil meine Tiere einfach jetzt gesünder sind.

Die Horrorbilder mit Schweinen aus Vollspaltenhaltung, mit denen der Vgt, die Liste Jetzt und der Herr Balluch hausieren gehen, haben mehr mit einem Managementproblem des Tierbetreuers zu tun als mit Vollspaltenhaltung. Solche Fotos kann man bei allen Haltungsformen machen.

Wir haben jetzt schon Tierschutzgesetze und Tierhaltungsverordnungen, die wenig bis gar nicht kontrolliert werden. Vielleicht wäre es für den Tierschutz effizienter, wenn jeder Tierhalter, egal ob Nutz oder Haustier, einmal jährlich unangemeldet unabhängig und offiziell kontrolliert wird.

Vor allem soll man in Ruhe über so ein Verbot diskutieren, Fakten sammeln, eine Taskforce bilden, Konsequenzen abchecken und dann überlegen, wie man am besten entscheidet.

Auf keinen Fall darf man soetwas in einer Nacht und Nebel Aktion durchführen.

"Oder willst du Deutsche und polnische Zustände bei uns einführen" Wo liest du dies bei meinen Antworten heraus? Tu bitte nicht immer ablenken vom Thema, wenn dir die Argumente ausgehen. Danke



Stubentiger antwortet um 11-09-2019 17:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Die Schweinebranche ist schon sehr lange an den Weltmarkt gewöhnt.
Aber wenn man jetzt mit der Brechstange versucht die Produktionskosten durch Verbot der Vollspalten gegenüber anderen drastisch zu erhöhen wird das nicht funktionieren.
Sowas muss sich entwickeln , zum Beispiel mit Programmen wie sie Hofer hat.
Der Umbau und der Mehrarbeit kostet Geld, was aber vom nicht so vielen Konsumenten im Geschäft bezahlt wird.
Wir als Österreicher können uns dann auch nicht hinstellen und sagen bei uns darf nur noch Fleisch aus Strohhaltung verkauft werden
Ein Landwirt der einmal zugesperrt hat , fängt nicht wieder an .
Das Fleisch wird dann nicht mehr bei uns in Österreich produziert werden.

Momentan ist das Ziel "Verbot der Vollspalten ",wenn das erledigt ist gibt es ein neues .

Meiner Meinung mit dem Endziel, dass es keine Fleischnutztierhaltung mehr gibt.



mittermuehl antwortet um 11-09-2019 18:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Und ich denke das wir im industriellen landwirtschftlichen Bereich die Grenze des Machbaren erreicht habe, bei anderen Mitbewerbern aber noch Luft nach oben ist. Das gibt für fast alle Bereich und für den Großteil der Betriebe.

Ein Landwirt der zusperrt hat bisher aber die Produktion nicht nach unten gedrückt.... Es werden immer weniger Bauern und es wird mehr Produziert.

Man muß sich einfach überlegen was man in Zukunft will. 1% Bauern die am Weltmarkt mitschwimmen können oder eine mehr kleine Betriebe in Familienhand.

Ich hätte dem"Österreichischen Strohschwein" als teurere Marke mehr Chancen gegeben als der 0815 Sau die eh alle immer billiger herstellen können als wir.

Vieleicht irre ich mich.

Endziel ist auf jeden Fall ein geringerer Fleischkonsum. Das will die Gesundheit und die Umwelt.


Vollmilch antwortet um 11-09-2019 19:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Hallo!

Den "Strukturunterschied" zu Deutschland, Polen, Niederlande (USA, Australien,...) gibt es schon immer, trotzdem gibt es in Österreich noch immer Bauern, die mit ihren vergleichsweise kleinen Einheiten gut leben können.

Meiner Meinung nach gibt es auch in 20 Jahren noch österreichische Schweinebauern.

LG Vollmilch


rifra antwortet um 11-09-2019 21:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Hallo
Bin Schweinebauer mit 40 Zuchtsauen und anschließender Mast. Halte alle Schweine auf Vollspalten ohne Stroheinstreu. Meine Schweine sind gesund und der Arzneimitteleinsatz war noch nie so niedrig wie jetzt. Hatten früher mal bei den Mastschweinen einen Teilspaltenboden, wo die Schweine meist auf den Liegebereich koteten. Die Folge waren herumrutschende Schweine mit Haxenverletzungen, und durch viel oberflächlichen Mist schlechte Stalluft und dadurch Husten.

Die Abferkelbuchten die teilweise noch mit Stroheinstreu waren haben wir vor 2 Jahren erneuert und die neuen Bewegungsbuchten eingebaut, wo sich die Sauen nach dem Abferkeln frei bewegen können. Funktioniert sehr gut. Aber auch hier ist bis auf das Ferkelnest und einen Liegebereich für die Sau ein Spaltenboden eingebaut.
Ich bin so froh das ich kein Stroh mehr brauche. Stroh bedeutet viel Arbeit, viel Staub, viel Mist und viele Fliegen. Ein Strohloser Stall ist viel leichter sauber zu halten.

In unserer Gegend gibt es viele Hühner und Putenmastbetriebe. Viele von denen verwenden statt des Strohs von den eigenen Feldern gepresste Strohpellets die zum Teil aus Ungarn und was weiß ich noch wo zugekauft werden, warum wohl?
Ich denke daß ein Vollspaltenverbot ein großer Rückschritt wären. Wenn ich meinen Betrieb auf Teispalten oder gar auf Strohställe umbauen müsste, wären die vorhandenen Gebäude viel zu klein, da der Flächenbedarf für Strohställe viel grösser ist. Bedeutet Errichtung neuer Ställe, bei beengter Hoflage in einem Dorf kann man gleich aussiedeln. Was das für Investitionen sind brauch ich glaube ich nicht zu erwähnen.

Ein Vollspaltenverbot würde viele kleine Familienbetriebe, wie wir einer sind, zu Investitionen nötigen und sie damit in die Schuldenfalle treiben. Wer so viel investiert kann nicht mehr zurück! Viele Betriebe die bis jetzt von der Schweinehaltung ganz gut gelebt haben, würden das Risiko nicht wagen und aufgeben.
Man kann nur hoffen das sich die Politik nicht von populistischen Tierschützern aufhetzen lässt gegen die wirtschaftenden Bauern, und damit gegen die Versorgung mit österreichischen Lebensmitteln.


BreiHu antwortet um 11-09-2019 21:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Hallo.
Im besagten Viedo zeigen sich einfach eine Vielzahl von Managmentfehlern. Wenn diese behoben werden, würden auch hier gesunde Schweine leben.
Mit Strohställen gibt es im Fall eines ASP Ausbruches ein ganz anderes Problem, da laut Seucehnverordnung das Stroh 1 Jahr vir Verwendung zwischengelagert werden muss. Dort sollen natürlich auch keine Schadnager dazukommen, da ansonsten die Gefahr von Krankheitserregern bestehn. Dies gilt auch für organisches Beschäftigungsmaterial.
Weiters verursachen Strohställe auch mehr Geruchsemissionen, wodurch oft eine Aussiedlung des Stalles notwendig wird.
Als Schweinehalter der von der Tierhaltung leben will, muss ohnehin eines der höchsten Gebote sein, dass es den Tieren gut geht. Denn nur Schweine die sich wohlfühlen und denen es an nichts mangelt, bringen eine gute Leistung und nur bei guten Leistungen lässt sich auch ein positives Einkommen erzielen.
MfG
BreiHu


mittermuehl antwortet um 12-09-2019 11:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Vielleicht werden diese Beiträge in 10-20 Jahren noch online sein. Wird spannend dann zu vergleichen. Es muß eh jeder selber wissen auf welches Pferd er setzt. Manchen Entwicklungen kann man vieleicht erahnen. Aber ich habe auch 2 Milchbauern in meinem Umfeld die jetzt überaschend festgestellt haben das Milch aus reiner Anbindehaltung ab Jänner nicht mehr abgeholt wird. Und die haben noch keinen Plan - B. Die hoffen noch auf eine Wunder.


tristan antwortet um 12-09-2019 14:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strache im Schweinestall
Österreichische Strohschweine gibt es eh schon 20 Jahre. An deren Wirtschaftlichkeit und Marktpräsenz wird gearbeitet, siehe folgenden Artikelausschnitt:

Unsere Schweinebauern zahlen jährlich rund 3,5 Millionen Euro AMA-Marketingbeitrag, pro Schlachtschwein sind das 75 Cent“, rechnet Schlederer vor. Andererseits bedarf es finanzieller Anreize, damit der Gustino-Schweinebauer jene Investitionen tätigt, die sich aus den Anforderungen des neuen AMA Tierwohl-Moduls ergeben, die ihrerseits für die neu positionierte Marke Gustino Stroh verbindlich sind.

Förderung für Tierwohl:
„Wir zahlen unseren Bauern schon seit Jahren 10 Cent mehr für die Strohhaltung, jetzt gibt es vom Bund zusätzliche ÖPUL-Förderung für die Tierschutz-Stallhaltung, wie sie bei Gustino Stroh seit Jahresbeginn gültig ist.“

Schlederer ist zuversichtlich, dass die Umrüstung der Gustino-Schweineställe auf den Gustino Stroh-Tierwohl-Standard zügig voranschreitet, so dass auch die am Markt verfügbare Menge entsprechend anwächst. Ziel ist ein Prozent Marktanteils-Wachstum pro Jahr, sodass mittelfristig ein Anteil von zehn Prozent und mehr erreichbar ist. Jedenfalls soll das Strohschwein nicht das Schicksal des Bio-Schweins erleiden, das bislang mit einem Marktanteil von unter zwei Prozent nicht und nicht aus seinem Nischendasein herauskommt.

Damit diese Marktpräsenz erreicht wird, bedarf es vor allem des Gleichschritts zwischen der Markenwerbung auf der Absatzseite und dem Ausbau der Kapazitäten auf der Produktionsseite. Partnerschaften, wie sie zwischen Diskonter Hofer und Hütthalers „Hofkultur“-Bauern im Rahmen der neuen Handelsmarke FairHOF gestartet wurden, stehen jetzt auch bei Gustino auf der Agenda. Die Spar-Tochter Tann in Marchtrenk hat sich zum Ziel gesetzt, wöchentlich 150 Gustino Stroh Schweine zu beziehen, Metro in Oberösterreich macht sich daran, seine Eigenmarke „Voralpen Landschwein“ auf die neue Gustino Stroh-Qualität „upzugraden“.

Wie FairHOF hat auch Gustino Stroh mit Jahresbeginn die Fütterung mit gentechnikfreiem Donausoja als ökologische Zusatzauflage in sein Programm aufgenommen. „Donausoja ist eine Riesenerfolgsstory“, berichtet Schlederer und verweist – Stichwort: Kreislaufwirtschaft – auf die traditionell enge Verschränkung zwischen Viehzucht und Ackerbau, zwischen Schweinemast und Schweinefutter-Anbau in der heimischen Landwirtschaft.

„Mit AMA Tierwohl-Modul, Stroh-Haltung und Donausoja-Futter kreiert Gustino Stroh einen neuen Tierwohl-Standard beim Schweinefleisch“, so fasst Schlederer seine Strategie zusammen. Das Programm sei nicht abgehoben, sondern realistisch und eröffne daher allen 24.000 Schweinebauern des Landes neue Perspektiven, die mit der Umwelt und den ökonomischen Ansprüchen bäuerlicher Familienbetriebe gleichermaßen in Einklang stünden.

Jetzt liege es an den vielen Fleischhauern, die Gustino Fleisch beziehen, die jüngste Qualitätsverbesserung bei Gustino Stroh in ihren Betrieben umzusetzen und mit ihren handwerklichen Leistungen zu toppen. Sei es beim Fleisch-Bedienungsverkauf – der stärkste Wettbewerbsvorteil gegenüber dem SB-Fleisch der Diskonter –, sei es bei Eigenproduktion regionaler Wurstspezialitäten, sei es in der Fleischerladen-Gastronomie. Das hört sich saugut an.
Autor/in:
Redaktion.Fleischerzeitung

Fazit: Das Strohschwein wird kommen. So oder So. Da braucht es absolut kein Vollspaltenverbot dazu.



karl65 antwortet um 13-09-2019 10:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Österreichs Strohschweine gibt es schon ewig. Das andere wird alles gesteuert und gelenkt.
f.g.


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