Antworten: 9
yamahafzr 19-08-2019 23:09 - E-Mail an User
Rapsanbau
Wer pflügt beim Rapsanbau, wer nimmt nur den Grubber???


theberni856 antwortet um 20-08-2019 08:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rapsanbau
Hallo,

Grubbern und dann pflügen.


FeSt antwortet um 20-08-2019 08:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rapsanbau
Je nach Redoxpotenial.



Lendl00 antwortet um 20-08-2019 14:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rapsanbau
Entschuldigung die Frage, aber was ist Redoxpotential??


ludwig1 antwortet um 21-08-2019 10:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rapsanbau
heuer ohne pflug dafür mit Tieflockern.


Joe_Kovac antwortet um 21-08-2019 12:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rapsanbau
Spannend..... bin seit ca. 5 Jahren pfluglos. Seit Ende Mai 45mm Niederschlag. Überlege, ob ich mit dem Pflug noch feuchte Erde an die Oberfläche hole und dahinter direkt den Raps ablege. Ansonsten würde ich, wenn die Strohrotte gut eingesetzt hat klar den Grubber vorziehen. Evtl vor der Saat 20kg Stickstoff einarbeiten, da das Stroh der Vorfrucht N bindet. Bei einer wüchsigen Hybridsorte, würde ich sowieso noch bis Ende August mit der Aussaat warten.


yamahafzr antwortet um 22-08-2019 02:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rapsanbau
Habe jetzt den Pflug genommen. Schaut optisch schöner aus und lässt sich heuer auch schön arbeiten.
Muss hoffentlich ,dadurch nicht gegen das Ausfahlgetreide spritzen.
Man verliert halt die ganze Feuchtigkeit!
Vom Zeitpunkt her , habe in den letzten Jahren, immer um diese Zeit gesäht ! Bei langer Vegetation wird der Raps vielleicht zu groß , aber das weiß man ja vorher nicht!!!



FeSt antwortet um 22-08-2019 07:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rapsanbau
Hallo Klaus,

Zuerst die Langversion zitiert aus Wikipedia:
"Das Redoxpotential des Bodens (Eh-Wert) ist eine wichtige Messgröße, die grob betrachtet einen Anhaltspunkt für die Sauerstoffverfügbarkeit im Boden gibt. Diese ist abhängig vom Verhältnis oxidierter und reduzierter Stoffe im Boden. Je größer der Anteil reduktiver Formen ist, desto reduktiver ist das Redoxpotential.

Stoffe können je nach ihrem Redoxpotential oxidiert oder reduziert vorliegen. Wichtige Redoxsysteme im Boden betreffen die Elemente Eisen, Mangan, Kohlenstoff, Stickstoff und Schwefel. Das Redoxpotential beeinflusst viele zentrale Vorgänge im Boden wie Nährstoffhaushalt (Löslichkeit), biologische Aktivität (Zersetzungsrate, Aerobie/Anaerobie) oder Verwitterung.

Eisen ist maßgeblich an der Bodenfärbung beteiligt. In seiner oxidierten Form Fe(III) ist es – in Abhängigkeit von den Klimaverhältnissen – braun (Goethit) oder rötlich (Hämatit) und schwer löslich. Die reduzierte Form Fe(II) ist grau und leicht löslich.

Mangan ist weniger deutlich sichtbar, da seine Konzentration im Boden geringer ist. Die reduzierte Form ist leicht löslich und farblos. Die oxidierte Form dagegen schwer löslich und schwarz."

Generell gilt: Je höher der Messwert (in mV), desto oxidativer ist das System. Im Boden tritt eine Spanne auf, die etwa -300 mV (stark reduktiv) bis +800 mV (stark oxidativ) abdeckt.

Wichtige Unterteilungen sind:

> 550 mV = vollständige Sauerstoffzufuhr
< 500 mV = Beginn Nitratatmung
< 330 mV = Sauerstoff fehlt völlig (Anaerobie)
< 150 mV = Fe(III) wird zu Fe(II) reduziert (Boden wird grau)
< - 50 mV = Beginn Sulfatatmung (Boden wird schwarz, Geruch nach faulen Eiern)
< -120 mV = Beginn der Veratmung organischer Substanz (Methanbildung)

--------------

....und jetzt vereinfacht gesagt:

Bodenbearbeitung macht Luft --> d.h. oxidieren --> d.h. Redoxpotential von Reduzieren auf Oxidieren verschieben
= andere Nährstoffverhältnisse, speziell Mn und Fe
z.B.Fe von 3 auf 2 wertig oder umgekehrt, so gibt es etweder für Dikotyle bzw. Gräser bessere Verhältnisse

Früchte wie z.B.Buchweizen, Hafer, usw. ... weisen auf jeden Fall eine Reduktion auf, und bevorzugen daher die Anaerobier, andere Oxidation (Förderung der Aerobier),
bzw. manche können beides, wenn man das weiß ist man im Vorteil, da je nach hinterlassenen und gemessenen Eh-Wert, ist das für die Folgekultur eine entscheidende Größe, ob's für echte Direktsaat reicht, oder flaches Gekratze, es Tieflockern braucht oder gar den Pflug als Luftkompressor.

Hier folgend ein Foto einer Folie, das ich letzten Samstag am PFF6 Ingolstadt gemacht habe.

Entschuldigung, die späte Anwort.


PFF6 Treffen Nähe Ingolstadt Folie Redoxpotenial
 


Lendl00 antwortet um 22-08-2019 23:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rapsanbau
wow, Danke für die ausführliche Erklärung, ich musste es ein paar mal lesen, glaube aber, es einigermaßen verstanden zu haben.
Ist PfF schon bis Ingolstadt expandiert? Ich habe jetzt auch alle meine Flächen mit KAK analysieren lassen und das Buch gelesen. Ein paar Interessante Erkenntnisse habe ich schon gewonnen, bin aber noch am Anfang.

Klaus


FeSt antwortet um 25-08-2019 08:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rapsanbau
Hallo Klaus,

@Redoxpotential
Zitat: "Im Grunde gehts darum den Sauerstoffgehalt im Boden zugunsten der richtigen Helferlein zu verscheiben und zu erhalten, also ums O-Atom."

Darum angepasste Bodenphysik (Bearbeitung), auch ich mach da immer wieder mal unnötige Fehler immer ein Kompromiss in Kombination mit der Wirtschaftlichkeit, doch schon interessant, verstehen zu können, was man durch die Verwendung der Bodenphysik im Bereich Bodenchemie und Bodenbiologie positiv zum Anstoß bringt oder auch vernichtet.

@PFF Ingolstadt
Ja, war jetzt unser 6.Treffen, dass wir organisiert und ausgetragen haben, sprich nach dem PFF3 im Mai letzten Jahres in Aschaffenburg, gestern vor einer Woche nun PFF6 Nähe Ingolstadt das zweite in Deutschland, auf die Einladung von unserem Kollegen Erich vor Ort, wozu auch schon wieder Anfragen eingegangen sind, ein weiteres noch weiter nördlicher zu machen, sowie auch Angebote Austragungsorte, doch mal langsam mit den Pferden....

@Anfang
Ja, anfangs brauchts etwas, doch dann ergibt eins das andere und alles ergibt Sinn.


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