Stirbt der Bauer, stirbt das Land

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ewald.w(88y8) 30-06-2019 20:42 - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
ein deftiger spruch, irgend wann vor bestimmt zehn jahren kreiert.

es drängt sich allerdings die frage auf, ob es denn tasächlich so eigetreten ist, jetzt nach jahrzehnten von betriebsaufgaben und landflucht?

ja, es sind weit weniger auf den höfen direkt und im vor und nachgelagerten landwirtschaftlichen bereich tätig,

landmaschinenwerkstätten haben geschlossen oder den bereich pkw dazugenommen,
das lagerhaus beschäftigt längst fast all seine mitarbeiter im garten und baubereich und lukriert dort seine bescheidenen gewinne,
landmaschinenhändler haben längst kommunaltechnik und hausgartentechnik als sichere umsatzquelle im programm.

die bauern sind gegangen und die junge bevölkerung ist in der wirtschaft gesucht, auch auf dem land!

stirbt der bauer, stirbt das land!

ein deftiger spruch mit dem schönheitsfehler, dass er so wie es sich derzeit darstellt nicht stimmt.




dietmar.s(2cz6) antwortet um 30-06-2019 21:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Der Spruch war schon ein totes Pferd als er ausgerufen wurde.



Juglans antwortet um 30-06-2019 21:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
@ewald: du warst noch nicht am Land. Kommst einmal ins Walviertel oder Südburgenland. Dort gibt's bald keine Bauern mehr aber sonst auch nicht mehr viel.
mfg


medwed antwortet um 30-06-2019 23:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Das Land stirbt nicht gleich aus, lieber ewald.w.
Das sich hier massiv etwas verändert, ist Fakt.
In den Aufzeichnungen meines Vaters, ist dokumentiert, wie sich unsere abgelegene Katastralgemeinde in den letzten 60 Jahren entwickelt hat.
Von 25 Bauern im Jahr 1960, sind noch 12 Betriebe in der Landwirtschaft aktiv.
Die Bevölkerung hat sich im gleichen Zeitraum von 197 Einwohnern, auf nunmehr 86 Personen mehr als halbiert.

Es gibt zuwenig Kinder, der Schulbus fährt nur mehr am Morgen, wenn alle mitfahren.
Wenn du dann 4 Kinder hast, die unterschiedlich Schulschluss haben, dann wirst du zum Gratis- Schultaxi.
Sind dann immer zwischen 30 und 60 km am Tag, die meine Frau oder ich dann durch die Gegend kutschieren.
Aber Kinder kosten eben Geld, und ich bin froh das ich sie habe.
Nur kurioserweise fahren die Kinder in den größeren Siedlungsgebieten immer gratis zur Schule und retour nach Hause.
Mit diesen Anreizen, ist es den Jungen auch nicht zu verdenken, von hier wegzugehen.
So geht Landflucht, lieber ewald.w
Schönen Gruß vom Land!





norbert.s(suk5) antwortet um 01-07-2019 03:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Hab heute notgedrungen den 3. Schnitt gemäht, oder was noch übrig blieb.
Bin gespannt, hatte auf dieser Fläche sonst bei optimalen Wetter 35 - 40 Ballen.
Waren beim 2. Schnitt schon nur 9.
Tippe auf 4 - 6
Das wäre dann 85 % weniger!

Das heißt auf andere Landwirte, denen es nicht anders geht, es gibt bald nix mehr für die Kühe.
Dann wird es eng, denn auch Gemüse, Obst etc. sind genau so im A.
Teuerung beim Lebensmittel, Jammern bei Reichen, Ärme können sich dann kein Essen mehr kaufen!


tomsawyer antwortet um 01-07-2019 06:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Norbert, in welchen Bundesland bist Du ? Ich glaube das dass immer auf kleinere Gebiete beschränkt ist. Ich in NÖ habe heuer genug Futter, zwar mehr Rohfaser als gewünscht aber genug. Habe gerade den zweiten Schnitt reingebracht. So schnell wird in Europa nicht gehungert wird halt mehr eingeführt.


Draußen antwortet um 01-07-2019 06:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Stirbt die Wirtschaft, stirbt das Land. Der Bauer spielt da wenig bis gar keine Rolle. Wo es Jobs und Freizeitangebote gibt, da bleiben die Jungen. Die Agrarpolitik hatte neben der falschen Politik (Flächenförderung anstatt Arbeitskräfteförderung), den falschen Leuten (5 Nebenjobs und mehr) auch die falschen Sprüche.


svoboda12 antwortet um 01-07-2019 08:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Ich glaube, das sich alles wieder anders auch drehen wird, dass immer mehr wieder aufs Land wollen wegen der Ruhe. Dann kommt natürlich die Streitereien mit den Landwirten wegen Geruch, Lärm usw.
In den 80er hat es geheißen Stirbt der Wald, stirb der Mensch heute heißt es stirb die Biene, stirbt der Mensch.
Es gibt immer wieder so sprüche. Natürlich gibt es die Landflucht, sehe ich ja selbst bei uns am Land.


svoboda12 antwortet um 01-07-2019 08:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Tomsaywer von wo bist du?? Ich im ZentralNÖ. In unserer Ortschaft wird meist gerade mit dem 2. Schnitt begonnen. Und auch nur bei jenen, die genug Regen hatten. Erster Schnitt war mengenmäßig normal (aber auch nur weil er 3 Wochen, durch den Regen, später war) Jetzt 4 Wochen nach dem ersten Schnitt, brauch ich gar nicht ans mähen denken, eher ans mulchen, kommt billiger. Und warum ist das so?? Weil bei uns die letzten 4 Wochen 10mm Regen waren. 1km Luftlinie weiter hatten sie die letzte 4 Wochen 60 mm. Sei glücklich wenn du genug Futter hast. Es gibt andere die vl gar nicht soweit weg von dir wohnen, denen es nicht so gut geht wie dir.


ewald.w(88y8) antwortet um 01-07-2019 08:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
@medwed,

ja es gibt gewisse gebiete, in denen recht wenig gewerbe als ausgleich zur früher dominierenden landwirtschaft entstanden ist.
nahe an dem ehemaligen ostblock und fernab bedeutender gut ausgebauter strassen.


Znarf86 antwortet um 01-07-2019 09:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Das Wetter und die wirtschaftliche Lage wird die Bauern noch mehr reduzieren als vielleicht vermutet wurde.
Wenn in Schwechat nun die 3. Flugpiste kommt profitieren die Bauern wieder es entstehen neue Arbeitsplätze.
Um Baukosten zu sparen und Arbeitsplätze zu schaffen sollte man an eine 4. Flugpiste denken. Dort sollen nur Frachtflugzeuge landen dürfen die dann die Lebensmittel billig einfliegen können.
Für das Klima ist es zwar nicht so gut aber die Wirtschaft würde profitieren.


Richard0808 antwortet um 01-07-2019 10:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Lebt die Rübe, lebt das Land!
Wär auch so ein Spruch...

Passt jetzt nicht ganz aber was passiert eigentlich mit den Grünflächen im Flughafengelände?
Ich weiß nur von Zeltweg, ein kleiner Flugplatz dennoch sind 200ha Grünland um die Startbahn herrum die Siliert werden und in die Kassernen eigene Biogasanlage kommen um alle Gebäude zu Heizen.

Was macht man in Schwechat mit den Wiesen?


schellniesel antwortet um 01-07-2019 11:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
In Graz heuts auch ein Landwirt...
Gibts glaub ich sogar ein Video hier wo er mit schwader und Presse kombiniert fährt...
Mfg


Peter1545 antwortet um 01-07-2019 16:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Es müsste heißen sterben alle Bauern stirbt das Land! Stirbt ein Bauer reiben sich alle anderen die Hände und weiter gehts.


geba antwortet um 01-07-2019 20:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Arbeitgeber reiben sich die Hände, wenn sie von Bauernhöfen Leute zur Arbeit bekommen!

Weil sie sind die Arbeit gewönnt, sind geschickt und beim Geld auch schnell zufrieden...

Man sieht's bei uns im Ort, gepachtet wird alles, noch dazu sehr gut, die früher 20 Kühe hatten, haben jetzt halt 80-100

Wenn man sieht, was sich bei uns in Oberösterreich mit den Firmen so abspielt, wo wird man in Zukunft noch Fachkräfte herbekommen, das muss man sich auch fragen

Provokant: Stirbt der Bauer, lebt das Land?!


monsato antwortet um 01-07-2019 22:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
hay

der spruch stimmt denk ich .
wartet noch 5 jahre es geht erst richtig los , das Bauernsterben dann kommen die händler drann usw.
ein Bauer gibt nicht gleich auf erst wenn die felder verkauft sind und da tut sich derzeit einiges.
wenn ich mir das wetter und die hitze und die erwärmung ansehe werden die großen schneller weg sein als die kleinen .weil das minus ganz schnell ganz groß wird.


mittermuehl antwortet um 01-07-2019 23:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Das Land stribt nicht. Es wird anderes. Es starb ja auch nicht als die Bauern von 70% auf 3 % schrumpften. Warum sollte das Land sterben wenn es nur noch 1-2 % Bauern gibt. Es nur etwas verändert.


Harpo antwortet um 02-07-2019 00:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Mittermuehl wieviel Veränderungen glaubst Du ist noch verkraftbar ich glaube das Ende der Fahnenstange ist schon erreicht. Denke einmal nach alle wollen Qualität in Lebensmitteln und Umwelt und das sollen nur 1 % der Bevölkerung für nichts leisten ??? Das ist ein frommer Wunsch!!!!!


Vollmilch antwortet um 02-07-2019 07:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Guten Morgen!

1% in der landwirtschaftlichen Urproduktion ist sicher mehr als ausreichend und der technische Fortschritt macht noch weniger möglich.

Beim "Felderverkauf" tut sich bei uns nicht viel!
Wenn jemand dazu einen Tipp hat...

LG Vollmilch


mittermuehl antwortet um 02-07-2019 10:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
@Harpo Ich sage nur was machbar ist. Nicht das es mir gefällt. Aber 1% Bauern wäre kein Lage die unseren Staat oder das Leben am Land zum scheitern bringt. Es wäre eine Veränderung die ich privat als Schade ansehen würde. Aber das Land würde nicht sterben. Es wäre nur anderes.

Und "den Bauer" gibt es auch nicht.


atro antwortet um 02-07-2019 12:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Vollmilch !! Gute Nacht bei so einer Einstellung !! Desto weniger Bauern umso schwieriger wird es z.B ( Stallbau jetzt stinken die Schweine vorher nicht weil er selber welche hatte ). Bei so einer Aussage kann man den Bauern nicht mehr helfen !! LG


mittermuehl antwortet um 02-07-2019 12:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Was hat das mit Einstellung zu tun? Er sagt ja nicht das er es so will. Es ist einfach so.


ernestine.p(ev62) antwortet um 07-07-2019 10:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Der kleine Bauer stirbt deswegen, weil er Samstag/Sonntag frei haben will und die Kinder nicht angehalten werden um mit dem kleinen Besitz 40 - 50 Hektar sich zu identifizieren. Heute müssen alle studieren!!! Kleinbauer zu sein ist nicht mehr gefragt. Aber es wird die Zeit kommen wo jeder froh wäre so einen Besitz zu haben und sich selbst versorgen könnte. Einige sind schon wieder auf dem richtigen Weg zurück. Es ist halt viel Arbeit, das hält gesund und Depressionen kommen erst gar nicht auf.


Newhollandts115 antwortet um 07-07-2019 11:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
@ ernestine
40-50 ha nennst du klein Besitz ?
Woll heute schon beim Kirchen Stammtisch gewesen. Nichts für ungut ;)


mittermuehl antwortet um 07-07-2019 11:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
@Newhollandts115 Da hat @ernestine schon recht. Als bäuerlicher Urproduzent für die Lebensmittelindustrie bist du mit 40-50ha ein Kleinbauer. Was sonst? Bei Sonderkulturen (Wein, Gemüse, Kräuter) oder anderen Standbeinen (Direktvermarktung, Urlaub am Bauernhof) ist es wieder anderes.


Newhollandts115 antwortet um 07-07-2019 13:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
@mittermuehl
Ich meine im Landwirt oder in der Top Agrar Zeitschrift stand Mal ein Spruch der nicht schlecht ist: Nicht die Hektarzahl wird über die Zukunft eines Betriebes entscheiden, sondern die Ausbildung des Betriebsleiters.

Meine Meinung ist wer mit 20ha nicht wirtschaftlich arbeiten kann wird es auch mit 200 ha nicht schaffen.


ewald.w(88y8) antwortet um 07-07-2019 13:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
in meiner kindheit gabs noch massenweise diese kleinhäusler.

sie sind praktisch alle verschwunden und die nächste generation wird es nicht mal mehr wissen, dass es diese betriebsform mal in so bedeutender anzahl gab.

was mir aber wirklich sorge bereitet ist das tempo, mit dem die temperaturen und dürreperioden zunehmen.




mittermuehl antwortet um 07-07-2019 14:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
@ Newhollandts115 Ich gebe dir da zu 100% recht. So es nicht angekommen ist, habe ich mich schlecht ausgedrückt. Breite Bildung und Ausbildung wird den Ausschlag geben. Die sagt aber auch das man für manche Betriebsformen 200 ha braucht und mit machen mit 10 ha überleben kann. Man kann die Fläche an das Produkt oder das Produkt an die Fläche anpassen.

@ Ewald ... Ich bin Kleinhäusler. Die Betriebsform wird sehr schrumpfen aber nie ganz Aussterben. Nur werden vielleicht Schichten die nicht den großen landwirtschaftlichen Hintergrund haben, diese Nieschen besetzen. Leute die mehr an Selbstversorgung, Direktvermarktzung usw. denken.


gbgb antwortet um 07-07-2019 15:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Hallo,

so wenig sind aber 40-50 ha auch wieder nicht.
Bei uns im Mostviertel haben viele Vollerwerbsbetriebe 20 oder 30 ha, dazu aber einen dementsprechenden Tierbestand.
Die größeren Vierkanthöfe haben vielleicht 30 bis 40 ha.
Mehr als 50 ha Eigengrund ist in unserer Gegend die Ausnahme.

Vielleicht geht es bei uns manchem von den oben angeführten eh genauso gut wie dem mit 300 ha in Ostdeutschland oder dem mit 300 Zuchtsauen in Holland.

Verständnis habe ich dafür, dass Betriebe verpachtet werden.
Vielfältiger, schöner und für Österreich passender finde ich allerdings, viele kleinere als wenige große Landwirtschaften zu haben.

So bin ich mit unseren 10 ha im Nebenerwerb zufrieden und wünsche einen schönen Sonntag.










Newhollandts115 antwortet um 07-07-2019 15:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
@ewald
Solche Wetter extreme hat es immer schön gegeben, da bin ich eher Optimist.

@mittermuehl
,,Das Produkt an die Fläche anpassen oder die Fläche ans Produkt,, Da bin ich voll und ganz deiner Meinung.




beglae antwortet um 08-07-2019 16:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Bild
UN und OECD
Berlin/Rom (dpa) - Die UN und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwarten für das kommende Jahrzehnt einen Preisrückgang bei landwirtschaftlichen Produkten um ein bis zwei Prozent.

Die Nachfrage nach Agar-Erzeugnissen werde bis 2028 weltweit um bis zu 15 Prozent steigen, heißt es weiter im aktuellen Landwirtschaftsausblick, den beide Organisationen am Montag in Rom vorgestellt haben. Sie erklären den Preisrückgang mit der gleichzeitig gestiegenen Produktivität.

Der Preis für Rindfleisch soll demnach bis 2028 um knapp zwei Prozent zurückgehen, bei Schweinen erwarten die Experten gar einen Rückgang um nahezu vier Prozent. «Hohe Preise bei Rindfleisch haben in den vergangenen Jahren zu einer Ausweitung des Rinderbestands geführt», heißt es in dem Bericht. Das führe zu einem zusätzlichen Angebot in den kommenden Jahren und drücke die Preise.

Auch bei Ölsaaten, Milchprodukten und Getreide beobachteten die Organisatoren in den vergangenen Jahren ein starkes Preiswachstum, «in manchen Fällen gar eine Verdoppelung in kurzen Zeiträumen». Zuletzt gingen die Preise hingegen wieder zurück, ein Trend, der sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen werde.

Während viele landwirtschaftliche Produkte nach wie vor zu einem Großteil auf dem Teller von Menschen landen, hat sich ihre Nutzung als Antriebsstoff für Fahrzeuge und Maschinen oder als Futter für Tiere in den vergangenen Jahrzehnten deutlich ausgeweitet. Vor allem die steigende Nachfrage von Tierprodukten hat laut den Autoren zu einer Ausweitung der Bestände und damit auch zu einem steigenden Bedarf an Futter geführt.

Landwirtschafts-Ausblick 2018


mittermuehl antwortet um 09-07-2019 00:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
@gbgb Um in Zukunft, bei nicht steigenden Verkaufspreisen, noch Gewinne machen zu können, muß die Produktivität gesteigert werden. Gilt vor allem für Lebensmittel in der industirellen Produktion. Das geht meist über bessere Flächennutzung. größere Maschinen, besseres Management. Da haben wir in Österreich aber gewisse Grenzen. Im weltweiten Vergleich ist da aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Nur bei uns wird es regional etwas eng.

Oder man findet seine Niesche und kann so den Druck etwas mildern. Nur sind Nieschen nie EIN KONZEPT für alle...


atro antwortet um 09-07-2019 06:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
mittermuehl Also da kann ich Dir nicht beipflichten.1000 mal null ist auch null!! Wir fingen vor 16 Jahren mit dem Bio-Obst an !! Ging am Anfang jetzt ist es auch seit den Russlandsanktionen auch nicht mehr gewinnbringend !! Unfähige EU-Politik hat alles zerstört!! Was willst machen ? Viel Geld investieren und dann nichts rauskommen !! Politik kann viel machen positiv oder negativ (Landwirtschaft) . Wenn die Lehrer so eine Vertretung hätten , die Hätte sie verteufelt !! Wie auf einer Titanic befinden wir uns !!!


mittermuehl antwortet um 09-07-2019 12:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
@atro Wir sind da schon einer Meinung. Das es mit deinem Apfel-Investment nicht funktioniert, tut mir leid. Ich verkaufe gerade mal 1000 Liter Saft /Jahr (3,2€/Liter) ab Hof. Ein Taschengeld. Die Russlandsanktionen haben die Unabhägigkeitsbestrebungen der Russen beschleunig, Aber gekommen wäre das so oder so. Du hast keine Ahnung wie groß da vor 30 Jahren schon die Apfelplantagen waren. Und wir importieren Apfelsaft aus China.

Was ich persönlich machen will? Ich habe mich entschieden nur wenig an Geld zu investieren und viele kleine (hier lächerliche) Produkte ab Hof zu vermarkten, 1000 Liter Saft. 1000 kg Speisekürbis, 3000 kg Schwarzhafer, etwas Gemüse. Ein Seminarraum. 10 Einstellpferde. Ich kenne meine Endkunden persönlich. Und die zahlen auch gerne mal ein paar € mehr. Meine persönliche sehr bescheidene Nische. Als Produzent für den Großhandel bin ich viel zu klein.


atro antwortet um 09-07-2019 12:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Würde dich gerne einmal kennenlernen! Lg


mittermuehl antwortet um 09-07-2019 13:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Wir sind besuchbar... und gleich bei A2/S6 Seebenstein...



Zu Russland Das ist ein erwachende Riesen vor unsere Haustüre. Nur deren Misswirtschaft haben Lebensmittelimporte notwendig gemacht. Ich bin mal einen ganzen Tag über Kolchosen gefahren und habe die vermoderten Äfpel gerochen. 2 Tage später in Moskau gab es keine Obst zu kaufen .Aber sie verbessern sich.. Die bauen auch gerade ihre Milchwirtschaft aus. Von China rede ich gar nicht.

Habe in der Famlie einen Spitzenwinzer. Dessen Wein geht nach Japan und die USA. Aber ich habe da kein Fachwissen das mir einen Platz in der Liga geben würde. Ich bin froh wenn ich mein Zeug an ein paar Endkunden los werden. An das große Geschäft mit dem Ausland und "wie ernähren die Welt" glaube ich in meinem Leben nicht mehr.


atro antwortet um 10-07-2019 08:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
mittermuehl Direktvermarktung ist nur für eine kleine Bauernschicht weil die Käuferschicht auch nicht so groß ist !! LK erwähnt auch immer mit der Direktvermarktung magst das Geschäft !! Alles schon versucht wurde von der LK wegen 5 Cent rausgeschmissen !! Wasser Predigen und Wein saufen !! da bist angefressen !! Dann haben´s mir auf einen anderen Stand Geld gestohlen !! Traurig aber Wahr !


mittermuehl antwortet um 10-07-2019 09:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Mir haben sie auch schon Geld gestohlen beim Ab-Hof verkauf .... nur war zum Glück kaum was drinnen... Mir ist einfach nichts besseres eingefallen als Direktvermarktung und Ponyhof. Und ich habe einiges durchgerechnet. Wurde halt meine Nische. Die Wolle hat meine Frau "erfunden". Die hat da einschlägige Ausbildungen.

Die LK drängt jetzt zur Direktvermarktung so wie sie vor 20 Jahren zur industriellen Lebensmittelproduktion für die Welt gedrängt hat. Die sind auch überfordert. Die meisten Bauern die da arbeiten sind einfach nur froh das sie den Job bei der Kammer haben. Aber wirkliche Ideen werden da von den wenigsten kommen.

Es gibt keine Allheilmittel. Das macht es schwer weil man sich als Mensch in einer Gruppe die in eine Richtung geht wohler fühlt. Ich fürchte nur das die Lösungen für ein Überleben als Bauer von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein werden. Da muß jeder in seine eigene Richtung gehen und sollte den Weg der anderen akzeptieren.

Und wenn es einem mit "Milch für die NÖM" gut geht ist das super. Es bedeutet aber nicht das es auch gut für seinen Nachbarn ist.

Meine Einladung steht .. in welcher Region bist du zu Hause?






ewald.w(88y8) antwortet um 11-07-2019 20:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Direktvermarktung, also die abgabe am hof an endkunden ist sehr beschränkt wegen dem kleinen produktangebot und man braucht nicht erwarten, dass nenneswert viele konsumenten vier, fünf punkte abfahren um den einkauf zu erledigen.

meiner meinung nach kann so etwas zeitgemäss nur mit telefon-und onlinebestellung mit wöchentlicher zustellung funktionieren, ähnlich wie es der eferdinger achleitner bei gemüse sehr erfolgreich praktiziert.

vielleicht gibts ja mal einen tüchtigen lagerhaus geschäftsführer, der so etwas auf die beine stellt.

von der kammer erwarte ich mir nichts.

im übrigen ist das mit dem lagerhaus ernst gemeint--ich denke da an den artikel eins im genossenschaftsgesetz--förderung der mitglieder.


mittermuehl antwortet um 12-07-2019 12:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stirbt der Bauer, stirbt das Land
Da hat Ewald recht...

Manche gute Hofläden habe deshalb auch zugekaufte Produkte um das Programm abzurunden ... uns sind schon fast Supermarkt. Ist dann eine gewerberechtliche Frage.

Andere setzen auf Automaten.

Ein Nachbar hat einen Verkaufsstand an der B54 neben seinem Spargelfeld und verkauft dort sowohl eingenes Obst als auch ein paar zugekaufte Gemüse aus der Gegend.

Manchen Kaufhäuser (Supermärkte) wollen eine Regionalecke als Werbeträger bzw. lassen regionalen Verkausstände auf ihrem Parkplatz zu. Macht der Sparmarkt bei uns im Ort. Ein paar regionale Produkte sind im Mark gelistet. Einmal im Monat verkaut ein Bauer sein Fleisch-Wurstwaren am Supermartkparkplatz . Das bringt Extrakunden so wie ein Pizzawagen oder ein Hühnergriller...

Ein Fleischhauer läßt zu das über seine Lande auch Erdäpfel, Zwiebel, Milch usw. aus der Region verkauft wird. Das bringt ihm auch mehr Frequenz.




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