Hausquelle optimal nutzen?

Antworten: 16
Darki 23-06-2019 11:57 - E-Mail an User
Hausquelle optimal nutzen?
Hallo zusammen
Vielleicht hatte ja schon jemand eine ähnliche Problematik.
Bei meinem zweiten Domizil habe ich ca 150m entfernt eine eigene Quelle mit einer Schüttung von circa 12000l pro Tag. Allerdings ist die Quelle nahezu auf Gebäudeniveau, sprich im Haus ist ein Hauswasserwerk verbaut.
Und die Lösung gefällt mir nicht. Bin jetzt am überlegen einen Wasserbehälter höher zu installieren, und das Wasser von der Fassung direkt in den Behälter zu pumpen. (Strom für Pumpe hab ich bei der Quelle)
Jetzt habe ich mit 3 Installateuren geredet, und vier Meinungen zwecks Höhenunterschied vom Behälter zum Haus.
Einer sagt 10m höher reicht, der andere 30m und der andere 50m....
Ist es besser weniger oder mehr und dafür druckmindern?

Lg




mittermuehl antwortet um 23-06-2019 12:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hausquelle optimal nutzen?
10 Meter = 1 Bar
50 Meter = 5 Bar

Wieviel Bar leistet dein Hauswasserwerk im Moment?

Ich würde zu eine Höhe über 30 Meter raten. 50 Meter müssen es nicht unbedingt sein.

Mein Hauswasserwerk ist auf 3,5-4 Bar Druck eingestestellt. Für mich die untere Grenze... Die Ortswasserleitung leistet bei 5 Bar..

Nicht zu vergessen ist aber, das auch der Leitungsquerschnitt, der für die Wassermenge mitverantwortlich ist, nicht zu klein sein darf..

Was gefällt dir am Hauswasserwerk nicht? Vielleicht kann man das verbessern, Wäre billiger.




zehentacker antwortet um 23-06-2019 13:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hausquelle optimal nutzen?
Hallo! Am Hauswasserwerk ist normal ein Manometer eingebaut, da siehst Du den Druck. Oder irgendwo eines einbauen, kostet unter 10 Euro. Für den Haushalt werden 3 Atü reichen. Für Rasensprenger, Pool sind 5 besser. Das Wasser im Hochbehälter muss dunkel und möglichst kühl lagern, sonst hast Du Hygenische Probleme und musst eventuell Chloren. 5000 Liter Tank frostfrei eingegraben und die zusätzlichen Leitungen, ich würde wie der Vorschreiber beim Hauswasserwerk bleiben.
Lg ferd


Darki antwortet um 23-06-2019 14:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hausquelle optimal nutzen?
Das Hauswasserwerk läuft gefühlt zu oft und stört mich einfach. Wurde sogar ein zusätzlicher Druckbehälter angeschlossen.


mittermuehl antwortet um 23-06-2019 15:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hausquelle optimal nutzen?
Die Pumpe wird auch beim Hochbehälter gleich lange laufen. Sie wird halt weniger starts haben und dafür immer längerlaufen.

Ein Hochbehälter macht dich bei kürzeren Stromausfällen und bei großen Verbrauchsspitzen unabhäniger. Sollte die Quelle mal langsamer Wasser hergeben ist der Hochbehälter auch eine netter Puffer der sich über Nacht füllt. Du brauchst auf jeden Fall eine Leitung + Steuerkabel von der Quelle zum Hochbehälter und den Behälter selber.... alles frostfei in der Erde versenkt. Eine eigene Leitung von Hochbehälter zum Haus wäre auch gut .

Aber auch Druckbehälter kann man erweitern. Ich habe auch zwei Stück verbaut.

Du kannst auch die Pumpe ohne Hochbehälter bei der Quelle verbauen... so es nur ein akustischens Problem ist. Wobei die Pumpe im Haus besser geschützt ist.


Darki antwortet um 23-06-2019 15:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hausquelle optimal nutzen?
Geht eigentlich um das Akustische.


mittermuehl antwortet um 23-06-2019 15:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hausquelle optimal nutzen?
Dann kannst du die Pumpe + Druckschalter auch bei der Quelle verbauen... Die Pumpe muß halt gut geschützt sein. Druckbehälter im Haus...

Oder sie bekommt im Haus einen anderen Platz oder wird besser gedämmt..

Ich höre meine Pumpe auch. Besonders wenn sie alt oder zu billig waren, scheppern die kräftig. Die neue stört mich nicht. Ich höre sie gerade so viel "surren" das ich weiß wenn irgendwo ein Verbraucher (nächtesn im Stall) zu weit offen ist...,. Auch kein Schaden...

Ein Hochbehälter macht dann aber viel Sinn, wenn du am Tag Verbrauchsspitzen hast, die die Quelle nicht schafft. Da ist ein sich in der Nacht füllender Puffer eine gute Lösung.


Darki antwortet um 23-06-2019 15:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hausquelle optimal nutzen?
Steuerung ist nicht das Thema, ist mein eigentlicher Brotberuf. Möchte eine Niveauregelung im Behälter machen, nur beim Höhenunterschied haperts etwas. Ideal wäre ein oberer Platz (Lkw befahrbar), aber gute 100m höher. Problem wieder mehr Leitung, größere Pumpe etc.


mittermuehl antwortet um 23-06-2019 15:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hausquelle optimal nutzen?
Eine noble Lösung weil sehr viel frostfreie Leitung gegaben werden müssen.

10 Bar (100 Höhenmeter) verlangen einen Druckmindere (was kein Prolbem ist).

Technisch spricht nichts gegen die Lösung. Sie ist halt sehr aufwändig wenn es wirklich nur um das Geräusch geht. Wenn der Tank als Puffer Sinn macht schaut es ganz anders aus.

Die erste Frage war ja wieviel Druck sein sollten.... 4-5 Bar .. .wären 40-50 Höhenmeter ohne Druckminderer..


Darki antwortet um 23-06-2019 18:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hausquelle optimal nutzen?
Das Problem ist ja auch um Spitzen abzufedern. Wenn man mal mehr Wasser braucht ist die Fassung gleich einmal an der Grenze. Wenn dann soll gleich was gscheites her, allerdings will ich nicht mehr als notwendig investieren


mittermuehl antwortet um 23-06-2019 19:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hausquelle optimal nutzen?
Als Puffer macht es Sinn. Ich kenne das Grundstück nicht. Ich weiß nicht wo man leicht dazu kommt.

50 Meter Höhenunterschied würden aber wirklich reichen. Du mußt das Wasser ja auch rauf pumpen. Und da kosten 100 Meter mehr als 50 Meter. Das zahlst du ja alles. Der Hochbehälter gibt das Wasser auch bei Stromausfall her was ein Vorteil ist.

Vielleich doch eine größere Quellfassung mit Pumpenhaus bauen.

ABER hast du den Vordruck in deinem Ausgleichskessel überprüft. Wenn die Pumpe zu oft taktet kann gut sein das Pumpe und Kessel schlecht abgestimmt sind.


Ferdi 197 antwortet um 23-06-2019 21:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hausquelle optimal nutzen?
Würde das alte System Vogel Pumpen mit Windkessel u. Schnüfelventil inkl. Entlüftungsventil verbauen.
Praktisch hat man da einen verzinkten ca. 150lt Behälter ohne Gummimembran - u. eine Mehrstufige Vogel-Pumpe oder heute eben eine Lawaro z.B. - im Windkessel ist Luft die wird beim Vollpumpen durch Trinkwasser zusammengedrückt - das ist dann der Druckspeicher z.B. auf 5 bar - beim Ausgang vom Windkessel wird ein Druckminderer eingebaut der eben zu den Verbrauchern den Druck vermindert auf ca. 3 bar evtl. für Gartenleitung nicht dort eben dann die 5 bar- damit sich der Windkessel immer wieder mit passender Menge an Luft füllt gibt es das Schnüffelventil damit aber die Luftmenge immer paßt eben dann auch das Entlüftungsventil.
Wenn das dann nach Betriebsanleitung (siehe bei Google Vogel Pumpen mit Windkessel Installationsanleitung) ordentlich verbaut ist u. die Pumpe Schallgedämmt auf Gummiunterlagen montiert ist, hat man fast keine Betriebsgeräusche.

Das Problem ist ob man noch einen richtigen Installateur findet der das noch weiß bzw. das so installieren kann damit es über Jahrzehnte funktioniert.
Bei uns laufen genau solche Vogel Anlagen schon über 50 Jahre, das sind manchmal auch Landwirte die 60 Stk. Vieh mit Wasser versorgen u. diese auch Melken müssen.
Leider wurde die Fa. Vogel Pumpen Stockerau an die USA verkauft u. zerstückelten diese Fa. u. somit haben die Kohle gemacht aber das Know How geht halt den Bach runter.

Die heutigen Installateure verbauen fast immer billige Membranbehälter, die halten nicht recht lange, dann muss man immer wieder Luft mittel Kompressor nachfüllen usw.. das sind die wirklichen Probleme.

Bin in NÖ in Mostviertel, da gibt es zumindest noch einen Installateur der das kann u. auch macht. Bei Bedarf kann ich dir den Namen zukommen lassen.


jfs antwortet um 23-06-2019 22:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hausquelle optimal nutzen?
Meine Quelle liegt etwas tiefer als das Haus. Pumpe in einen Hochbehälter (ca. 8000 lt) und bringe dabei etwa 2,5 Bar Druck zusammen. Es geht grad so. Wenn der wenigstens dafür im Haus den Leitungsquerschnitt erhöht hätte, dann tät´s auch noch so halbwegs passen. Weil mein damaliger Installateur ein hochgescheiter Wichtschas war welcher eben zu wenig Fachwissen hatte. Ich selbst leider noch weniger... Wenn ich den Bassin (Betonringe) einmal erneuere, dann setze ich diesen höher um damit mehr Druck zu erreichen. Denke so 5 Bar wäre komfortabel und ausreichend.


xaver75 antwortet um 24-06-2019 00:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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In Leonding (bei Linz) wäre die Fa. Speck Pumpen GmbH, wie es da mit dem Knowhow ausschaut, keine Ahnung.,-)

mfg


Darki antwortet um 24-06-2019 06:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hausquelle optimal nutzen?
Vielen Dank für die Antworten.
Werde mir beide Varianten 50 bzw. 100m mal anbieten lassen.

lg


tristan antwortet um 24-06-2019 09:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hausquelle optimal nutzen?
Ich hab statt dem Hauswasserwerk in einen Grundfos Scala2 Pumpe investiert (€ 450) Die hält immer den eingestellten Druck und ist leise. Zur überbrückung der Verbrauchsspitzen tuts ein ibc-Tank auch.


mittermuehl antwortet um 24-06-2019 09:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hausquelle optimal nutzen?
Die Grundfos Scala2 Pumpe IST eine Hauswasserwerk. Eines das ohne Druckkessel auskommt. Sicher sehr gut wenn die Leisung ausreicht. War für mich leider zu klein. Aber sie ist eine sehr schöne Lösung.

Ich habe eine Primitivpumpe (ums selber Geld) mit der doppelten Leistung weil durch meine Wirtschaftform oft viele Verbraucher gleichzeitig Wasserbedarf haben. Meine Anlage ist selber zusammengestellt und nicht von der Stange

Aber unter den Preis der 400-500 € für ein komplettes Hauswasserwerk sollte man als Landwirtschaft nicht gehen.


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