Antworten: 19
Asterix250 17-06-2019 22:21 - E-Mail an User
Güllegrubenwand
Hallo!
Beim Ausschalen unserer neuen Güllegrube (10x3) habe ich nachgemessen.
Geplant war eine Wandstärke von 22,5 cm.
Im Schnitt hat sie Wand Ca 20 cm, einmal sogar nur 18,5 und dann wieder 23 cm.
Ist diese Toleranz normal ?
Wie war das bei Euch?
Ich bin kein Statiker und habe auch keine Ahnung wie man sowas berechnet, aber könnten diese Abweichungen Auswirkungen auf Statik und Dichtheit haben?





eklips antwortet um 17-06-2019 23:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Güllegrubenwand
Ich bin da kompletter Laie, aber mein Senf dazu: Für den Innendruck von der Gülle ist es Wurscht.
Bei einem Bau ins Gelände, wo möglicherweise nicht die ganze Grube eingeschüttet wird, also einseitiger Hangdruck da ist, ist diese Abweichung meiner Meinung nach beachtlich hoch.
Bei den 18,5 cm stellt sich die Frage, wie gut die Armierung überhaupt mit Beton überdeckt ist und damit vor Korrosion geschützt? Bei meiner Grube waren 22-23 cm der Sollwert und auf exakte Distanzbrettchen zum Einbau an der Krone beim Betonieren haben die Arbeiter großen Wert gelegt. Das hat mir der Vorarbeiter 3 mal angesagt, wie die ausschauen müssen mit 22,5 cm.


eklips antwortet um 17-06-2019 23:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Güllegrubenwand
Hab sogar ein Detailfoto von einem Grubenbau bei einem Freund gefunden:


Grubenbau Armierung, Keks und Abstandholz
 


Vollmilch antwortet um 18-06-2019 07:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Güllegrubenwand
Hallo!

Mit runden Gruben habe ich keine praktische Erfahrung, aber diese Stärkenschwankungen sind sicher nicht üblich. Gemessen wurde nur an der Oberkante der Wand, oder? Wie schaut es weiter unten aus - Die Distanzrohre werden ja die richtige Länge gehabt haben?

Sehe das wie eklips: Statik und Dichtheit wird kein Problem sein, Betonüberdeckung ist aber fraglich!

LG Vollmilch


Richard0808 antwortet um 18-06-2019 08:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Güllegrubenwand
Kenne ich hatte ich auch beim Bau meiner Grube, ist Schlamperei vom Polier weil die sich nicht die Zeit nehmen den vorgegebenen Radius/Wandstärke auf die Bodenplatte zu Zeichnen.
Oder die Schalung dort und da leicht verbogen ist und nicht mehr 100% passt.

Jedoch sind Statik, Dichtheit meist kein Problem auch mit der Betonabdeckung vom Baustahl brauchst keine Angst haben, dafür gibt es ja diese Plastik Distanzhalter die aufgesteckt werden.

Gefährlich wird es aber wärend dem Betonieren weil durch diese ungleiche Druckverteilung des noch flüssigen Beton auch ungleiche Kräfte auf die Schalung wirken und diese Schalungen sind für solche Belastungen nicht ausgelegt.

Glaub mir ich weiß wovon ich rede, dies war einer von mehreren Gründen warum meine Schalung wärend dem Betonieren eingebrochen ist.
Ich mein Vater und der Polier standen auf der Schalung als sie eingebrochen ist bei einer Füllhöhe von 3 Meter, !!!Lebensgefählich!!! Gott sei Dank ist niemandem etwas passiert.


svoboda12 antwortet um 18-06-2019 09:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Güllegrubenwand
@ Asterix und Richard War das eine NÖ-Firma die sich vor einigen Jahren mit einer Oberbau-Firma fusioniert hat? Ich habe das auch schon von einer entsprechenden Firma gehört. Da hat auch einmal die Bewährung herausgeschaut
Wenn das mir passieren würde, dann würde ich einen Preisnachlass einfordern. Die Firma muss dir auch die Gewährleistung für korrekte Ausführung und Dichtheit geben.
Und wer weiß welche Verordnung es in 10 Jahren gibt.


eklips antwortet um 18-06-2019 11:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Güllegrubenwand
@vollmilch
Distanzrohre ("Mauerstärken" nennt man die glaube ich) gibt es bei der Rundschalung nicht.
@richard
Du hast schon recht wegen der Betonüberdeckung, aber nur dann, wenn die Leute beim Aufstecken der "Keks" nicht genauso schlampig waren, wie beim Einhalten der Wandstärke.


Ziegenbua antwortet um 18-06-2019 11:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Güllegrubenwand
Gibts bei den Rudnschalungen keine Distanzstreifen zwischen den Matten? Diese sollten dann doch auf die 22,5cm ausgelegt sein und die Plastikräder sollten für den Abstand von Matte zur Schalung sorgen.
Da muss es dann schon eine gröberen Fehler (falsche oder zu wenig Distanzstreifen, Räder vergessen, umgelegt oder falsch montiert) haben dass man auf 4cm Differenz kommt.
Bei einer 25er Mauer muss man da schon arg drücken damit man da einen Centimeter Unterschied erreicht, bei einer halbwegs intakten Rundschalung stell ich mir das noch extremer vor.

@svoboda: Preisnachlass müsste es schon aufgrund der Betoneinsparung geben.


eklips antwortet um 18-06-2019 13:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Güllegrubenwand
@Ziegenbua

Egal, ob Distanzstreifen oder Abstandsbügel zwischen die Matten eingebunden werden: Wenn die Schalung von vornherein schecht gestellt ist und/oder beim Füllen zu viel einseitiger DRuck kommt, dann werden diese Elemente ein Verschieben der kompletten Schalung nicht verhindern. Der Druck beim Einrütteln des Betons ist einfach enorm.


eklips antwortet um 18-06-2019 13:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Güllegrubenwand
Das wegen der Betoneinsparung sehe ich auch so. Übrigens müsste ja irgendein Abnahmeprotokoll zu unterschreiben gewesen sein, wo man seine Beanstandungen auch niederschreibt.


Richard0808 antwortet um 18-06-2019 13:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Güllegrubenwand
@svoboda ja ich glaub du weißt um welche Firma es sich handelt.

Jedoch möchte ich über diese Firma kein schlechtes Wort verlieren, passieren kann immer etwas bei mir war es eine Mischung aus Zeitdruck, ein recht Unerfahrener Polier, Materialermüdung und Pech...Aber die Reaktion vom Chef zu dem ganzen Vorfall war Vorbildlich.
Würde diese Firma wieder nehmen.

Der schlechte Ruf danach (hab ich auch mitbekommen) kommt von anderen Firmen die das natürlich zu ihrem Vorteil einsetzen.


svoboda12 antwortet um 19-06-2019 08:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Richard, An und für sich ist diese Firma nicht schlecht und ich möchte sie auch nicht schlecht reden. Aber dieses Problem habe ich schon ein paar mal gehört bei ihnen. (PS: ich habe Fa. Hörmann gehabt, war auch sehr zufrieden) und wie du sagst, es gibt immer bei jeder Firma etwas zu beanstanden.
Was den Ruf betrifft, habe ich es nicht von anderen Firmen gehört, sondern von anderen Landwirten, denen das selbe passiert ist.

@ Ziegenbua, Also soweit ich weiß, ist der Beton sowieso meist vom Bauherrn zu bezahlen und im Angebot meist nicht enthalten. Also hat das nichts mit Preisnachlass zu tun. Aber ich denke mir, was ist, wenn in 10 Jahren Miststätten einer wiederkehrenden Untersuchung auf Dichtheit und so unterzogen werden müsse. Und es gibt ja jetzt schon Vorschriften über die Wandstärke (glaube 20 oder 22cm) und wenn das dann nicht passt, kann ich in 10 Jahren die Grube auf eigene Kosten sanieren. ;)

Oder wie vorher schon von wem beschrieben, im Abnahmeprotokoll vermerken und vl auch auf dadurch künftige Kosten hinweisen die dadurch entstehen.


Richard0808 antwortet um 19-06-2019 09:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@svoboda, hast du eine Betondecke auf deiner Grube?
... interessant meine Firma von damals baut jetzt keine Gruben mehr.
Kollegen sagten mir das die ihre Schalung an die Firma Hörmann verkauft haben.

Ich dachte mein Bruch der Innenschalung war ein Einzelfall...
Hörte nur davon das die Außenschalung öfters nachgegeben hatte


fgh antwortet um 19-06-2019 10:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Güllegrubenwand
Wenn du jetzt ein Dichtheitsattest hast bleibt das für die Zukunft gültig.
Ist bis jetzt auch so - bei Altbauten, Altgesetze.
Für altebestehende Gruben (bis zu nem gewissen Baujahr) brauchst ja jetzt auch keines....



xaver75 antwortet um 19-06-2019 10:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@fgh
Aber Garantie hat man auch keine, das es nicht mal heißt, Gruben vor zB Bj.1945 dürfen nicht mehr verwendet werden, es sei denn, die Dichtheit kann nachgewiesen werden.,-)

mfg


fgh antwortet um 19-06-2019 10:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Für so einen Fall kannst jetzt aber nichts niederschreiben ;)


xaver75 antwortet um 19-06-2019 10:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Güllegrubenwand
Meine ist Bj 43, wird nur noch für die Melkstandabwässer verwendet.
Wahrscheinlich wurde da sogar besser gebaut, als in den 70er Jahren?

mfg


eklips antwortet um 19-06-2019 17:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@xaver75

1943 ist wahrscheinlich ein Grenzfall. Weil später wurden Eisen, Zement und Arbeitskräfte schon etwas Mangelware.


svoboda12 antwortet um 19-06-2019 17:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ Richard0808 Ok, dann hast du eine andere Firma gehabt, denn es stimmt, Grube habe ich nicht über Hörmann, sondern über die Firma, die mir von Hörmann vermittelt wurde. Und diese Firma hat später die Schalung der Firma Hörmann verkauft. Ich war vollends zufrieden mit meinen Firmen.
Mit der schlampigen Schalung habe ich eine andere gemeint, also kommt es eh bei mehreren Firmen vor.



grasi1 antwortet um 20-06-2019 09:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Güllegrubenwand
Hallo, habe selbst schon 5 Güllrgruben gebaut und war bei unzähligen anderen bauten dabei.
Haben letztes Jahr bei uns eine gebaut (5 mal 14,5 Meter) mit der Fa. Oitner, aber sowas von entspannt wie das gegangen ist, war keine einzige Grube sonst wo ich dabei war!
Preis mit Beton wurden auf den Euro genau eingehalten,wie im Angebot angeboten wurde.
Mit entspannten bauen meinte ich, das es ganz ruhig und besonnen zuging, nicht so wie bei den Polieren von anderen Firmen.
Und ich habe schon mit jeder Firma gebaut!
Schönen Fronleichnamstag noch!


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