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baldur 12-06-2019 14:17 - E-Mail an User
Kürbisprobleme
Das die Kürbisfelder in diesem Jahr nicht optimal da stehen, sieht man in allen Gegenden wo Kürbis angebaut wurde. Kaum Bestände die schon so entwickelt sind, wie sie am 10 Juni sein sollten. Sehr ungleicher Aufgang mit sehr vielen Ausfällen . Habe bis jetzt kaum Felder gesehen, die wirklich "normal" sind. Was ich bei meinen Feldern(Rustikal) vermehrt feststelle, das viele Pflanzen im Keimblattstadium stecken geblieben sind. Das heißt man findet 2 ganz normal entwickelte Keimblätter und die wachsen einfach nicht weiter. Gräbt man die Pflanze aus, findet man kaum auffallendes. Oft machen das 5 % des Bestandes aus. Mir ist dieses Problem in den letzten Jahren noch nicht so aufgefallen, wie in diesem Jahr. Woran kann das liegen?



schellniesel antwortet um 12-06-2019 14:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kürbisprobleme
Schnecken.

Sie fressen dir den Ansatz von dritten Blatt schon vor dem Aufgang oder während dessen weg.

Viele Kürbis schaffen es dann nicht aus dem Keimblattstadium.

Einige wachsen verzögert so buschartig dann weiter.

Teilweise rufen auch die Larven der Saatenfliege das Phänomen hervor.

Mfg


mittermuehl antwortet um 12-06-2019 15:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kürbisprobleme
Ich hab Speisekürbise. Nur keine Flächen. Teilweise Totalausfall. Die Fläche in der Nähe des Hühnerstalles ist schön. Ich vermute das Schnecken das Problem sind. Da wo die Hühner waren habe sie die Gelege gefressen und so den Druck reduzuiert. Ist halt keine Leichte Lösung wenn man nicht nur 500 m² sondern wirklich ein paar ha stehen hat. Aber es werden so wie @schnellniesel sagt wohl Schnecken gewesen sein. Nur so als Beobachtung zum Thema .. nicht als Lösung..


Lendl00 antwortet um 12-06-2019 18:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kürbisprobleme
bei mir das gleiche Problem, aber da wars die Saatenfliege. Ich hatte das auch schon 2016, aber deutlich weniger, darum war ich heuer schon vorgewarnt. Ich und auch sehr viele Kollegen von mir haben dann nachgebaut, oder zwischen den Reihen reingebaut.
Wie sieht der Kürbis in NÖ aus? Da wird ja mittlerweile die größte Fläche angebaut.
Ich glaube, dass der Kürbismarkt im Herbst aufnahmefähig sein wird. Da wir ja nur ca. 23000ha die letzten 3 Jahre in Österreich hatten, muss der Überschuss von 2016 ja mal aufgebraucht sein.


schellniesel antwortet um 12-06-2019 19:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kürbisprobleme
Keimblätter und Keimling zerfressen Bzw durchlöchert meist larven der Saatenfliege

Keimblätter von Rand angefressen und Keimling relativ unbeschadet= Schnecken


Ich hab meine Kürbisflächen heuer alle umbrechen müssen und hab aber Soja angebaut.

Das erste mal seit Jahrzehnten das wir keine Kürbis im Anbau haben.

Mfg


schellniesel antwortet um 12-06-2019 21:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kürbisprobleme
@lendl00

Ja wenn das heurige Jahr den Markt nicht entlasten kann und die Preise wieder anziehen lässt dann weiß ich auch nicht.

Erste leichte Unruhe ist schon merkbar.

Mfg


Leo1982 antwortet um 13-06-2019 01:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kürbisprobleme
Bei den Mengen an Kürbiskernen, welche nach Österreich gebracht, umgesackt und dann als GGA ausgewiesen werden bin ich mir nicht sicher ob das heurige Jahr unseren Markt entlastet...


schellniesel antwortet um 13-06-2019 06:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kürbisprobleme
@leo1982

Ich wollte es nicht so direkt schreiben...

Mfg


roman.n(wg61) antwortet um 13-06-2019 07:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kürbisprobleme
@schellnisel: Hätte eher gedacht, dass der Mai zu kalt war? Woher können denn auf einem Acker plötzlich so viele Schnecken her kommen? Noch dazu war es letztes Jahr sehr trocken, dass sich die Schnecken nicht vermehren konnten... Hast du schon mal in der Nacht mit Taschenlampe geschaut, denn die Schnecken tauchen immer in der Nacht auf, teilweise auch wenn es tagsüber regnet...

Wenn man bei uns im Mühlviertel den Mais anschaut.... Sowas hab ich noch nie gesehen, der Mais ist gerade mal 15 bis 20cm hoch, obwohl es im Mai auf 400m Seehöhe 166l geregnet hat.... Aber es war einfach zu kalt und jetzt ist es einfach zu trocken...


schellniesel antwortet um 13-06-2019 07:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kürbisprobleme
Ja die Kälte Witterung hat natürlich den frassfeinden in die Hände gespielt.


Wir haben heuer in der südlichen stmk eine schneckenpopulation wie ich sie noch nie gesehen habe....

Bei mir weiß ich auch wie so sie auch am Acker sind. Hab winterbegrünt und mich aufgrund der warmen witterung im März und April dazu verleiten lassen die winterbegrünung grün einzuarbeiten was auch den Larven der Saatenfliege zu gute kam. Aber auch auf kahler Herbsfurche gibts mehr Schnecken als man denkt.

Leg mal eine holzplatte auf den Acker und schau nach ein paar Tagen darunter....

Bei mir wars halt eine Kombination dieser beiden Schädlinge gepaart mit kalter nasser Witterung und nicht passender saatbett Bereitung ein KO für den Kürbis bei mir.

Mfg


biorogkerl antwortet um 13-06-2019 14:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kürbisprobleme
Kommt halt auch von den vielen giften die die letzten jahre gesprüht und noch immer gesprüht werden.Natur ist halt schon aus dem gleichgewicht.
Ist wie mit alki und drogen süchtigen,der boden kann ohne nicht mehr.
Ist halt traurig aber nun mal so.


schellniesel antwortet um 13-06-2019 16:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kürbisprobleme
Herbizidschaden ist ausgeschlossen....


Lendl00 antwortet um 13-06-2019 17:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kürbisprobleme
@ Biorogkerl
die Bios in meiner Umgebung mussten den Kürbis aber auch neu aussäen. Die hatten noch mehr Saatenfliegenprobleme wie wir. Die machten eine komplette Neuaussaat; Ich habe zwischen den Reihen ca. 8000Korn reingesät.
So ganz überzeugt von deiner Theorie bin ich noch nicht.


biorogkerl antwortet um 14-06-2019 05:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kürbisprobleme
Das hat nichts mit bio zu tun wenn das gleichgewicht der Natur schon zerstört ist.



baerbauer antwortet um 14-06-2019 08:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kürbisprobleme
feucht-kaltes Wetter mag der Kürbis eben nicht, die Saatenfliege hingegen hats schon lieber feuchter - und dann passt ja alles zusammen. Aber ich bin ja sowieso der Meinung, die wärmeliebenden Kulturen (Mais, Soja, Kürbis) sollen erst im Mai angebaut werden. Leider saß der Schock vom Vorjahr auch noch bei allen im Genick, wo es mit jedem Tag späterer Anbau schlechter wurde. Aber Kürbis noch schnell vor einer schon sehr kalten Regenfront (nur wegen PSM) im April anbauen, mache ich nicht. Und es dann auf Wetter, Saatenfliege alleine zu schieben lasse ich nicht gelten. Das Problem mit der Saatenfliege ist das langsame Wachstum der Kultur lt. Forschunsberichten (weil zu kalt etc.) Der Kürbis braucht gscheit Wärme. Wenn diese da ist, dann ist er in 4 Tagen da. Und das viele Herumgewühle in der Erde ist halt auch nicht gut. Praktische Erfahrungen zeigen, dass man beim Anbau bis Ende Mai auch noch voll dabei ist mit den Erträgen.


ANDERSgesehn antwortet um 14-06-2019 11:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kürbisprobleme
saatenfliege

frisches calzium
vitamin c oder EM
kobalt

als bodendüngung vor der saat.


schellniesel antwortet um 15-06-2019 08:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kürbisprobleme
@bearbauer

In der südlichen Stmk trifft das leider nicht zu...

Nachbar machte das sehr lange...
Ackergras einmal silieren und einmal heuen und dann Anfang Juni Kürbis gebaut.

Vor ca 15jahren damit aufgehört weil die Erträge und vorallem die Qualität nicht mehr machbar waren.

Deshalb hab ich auch keinen Kürbis heuer nachgebaut.

Der Kürbis der noch vor Ostern hier in die Erde kam hatte noch genug Wärme um vor der Kälte aufzulaufen. Steht relativ normal.

Alles was in der Jugend nicht Gas gibt wird vom Mehltau geholt und bricht beim Ertrag und Qualität weg.

Mfg



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