Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware

Antworten: 20
tschecker 13-05-2019 16:23 - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
Wir wollen dieses giftige Zeug nicht in unserer Ware haben und handeln dabei im Interesse unserer Kunden", wird Spar-Konzernsprecherin Nicole Berkmann im Bericht zitiert.



 



Fallkerbe antwortet um 13-05-2019 16:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
Welches Giftige Zeug ist gemeint?


tschecker antwortet um 13-05-2019 16:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
Drahtwurmbekämpfung! in Österreich verboten!

Wie das ganze in Ägypten ausschaut?
Wer da kontrolliert?


xaver75 antwortet um 13-05-2019 16:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
@Tschecker
Im Produkt wird sich wahrscheinlich kaum was nachweisen lassen, die Umwelt in Ägypten ist nicht das Problem von Spar.

mfg

Im Bericht von "Die Presse" steht auch geschrieben, auch bei Bauern, welche Insektizide eingesetzt haben, beträgt der Ernteausfall (2018) 30 bis 50%.


textad4091 antwortet um 13-05-2019 16:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
Das war eine Entscheidung, die die Elli mitgetragen hat- Aber ned bled, jetzt kann dieselbe Partei wieder damit werben, "einheitliche" Standarts zu fordern ...
Den Kniefall vorm Handel machen alle mit, weil "der ist ja unser Partner" und "mia haben unter unserem EU-Vorsitz eh so a tolle Vereinbarung gemacht" ... Wo selbst der deutsche Vorschlag um eine Ecke "schärfer" gewesen wäre, solche Kniefälle muss ma einmal zusammenbringen.

Spar wirbt im übrigen damit, dass die Lehrlinge in Sache Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit top ausgebildet werden ...
Diese Handelskette entpuppt sich schlussendlich als doppelmoralische "Krätzn", denn durch (zu) hohe Standarts nicht zu produzierende Lebensmittel können, wie gut erkannt, mit dem "freien Markt" Argument importiert werden.

Und Herr Kurz hat gestern ja gemeint, ma braucht mehr nationalstaatliche Regelungen innerhalb der EU... Na ob das ein Vorteil für Rohstofflieferanten in Ö sein soll?


mittermuehl antwortet um 15-05-2019 09:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
Ich verstehe die Aufregung nicht. Wenn man Fleisch, Milchpulver und lebenden Tiere nach Ägypten und ins restliche Afrika exportiert, darf es doch keine Prolbem sein wenn von dort eine paar Erdäpfel kommen. Die AGES wird die Lieferungen schon überwachen.


meki4 antwortet um 15-05-2019 10:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
Wenn wir auch die gleichen Produktionsstandarts hätten und die gleichen Pflanzenschutzmittel verwenden dürften - dann wäre es eh kein Problem.
BG M.


textad4091 antwortet um 15-05-2019 11:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
@ mittermuehl: Prinzipiell ja (zwecks Import- Export, Handel usw. ... ), aber NEIN, weil sich der Handel mit Forderungen nach hohen Standarts hierzulande immer als "Retter des Klimas, der Landwirtschaft, und sowieso der ganzen Welt" hervortut, aber nicht in einem Wörtchen erwähnt, dass ma dadurch faktisch fehlende Lebensmittel eh importieren kann ... Mit dem Argument kanns't nämlich sämtliche, selbst erbaute Strukturen in sämtlichen Ländern ruinieren (weil irgndwer anderer macht's immer günstiger).

Über die Marktmacht der Handelspartner braucht ma gar nicht erst zu reden (da sah eh die Politik tatenlos zu)


fgh antwortet um 15-05-2019 11:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
@mittermuehl:
Die Ages überwacht das nicht so wie man es sich denkt/wünscht.
Wenn dort PSM verwendet werden die dort erlaubt sind, aber bei uns strengstens verboten passt das für die.
Und das ist der springende Punkt - als Österreich kann man nahezu überall hin exportieren - es gibt weder bei Tierschutz oder PSM Länder die strenger sind als wir.
Umgekehrt sieht die Welt anders aus.

Was passiert eigentlich dadurch, dass bei uns alles strenger ist und noch strenger wird?
Produktion wird weit teurer, viele hören auf - der Handel schlägt noch unmoralisch viel drauf, da ja regional und blabla
Ergebnis, heimisches wird immer weniger gekauft - auländischer Import immer mehr, da billiger.


textad4091 antwortet um 15-05-2019 13:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
@ fgh: "Ergebnis, heimisches wird immer weniger gekauft - auländischer Import immer mehr, da billiger."

Die Erdäpfel, aber in zukunft wohl auch Rüben (aber uninteressant, da die Agrana soundso aus H, CZ, SK usw. impoertiert) sieht man das Ergebnis einer durch die Agrarpolitik mitgetragene Entscheidung des Verbots diverser PSM: Gewisse Lebensmittel gehen ab einem gewissen Zeitpunkt aus. Wobei ich glaube, dass der Bedarf an Erdäpfeln vielleicht mit Ach und Krach gedeckt werden könnte, wenn ma nicht bloß nur "schöne" Erdäpfel in den normalen Verkauf bringt.
Also ist es in dem Fall "Erdäpfel" noch schlimmer als sonst- Weniger Produktion egen politischer Entscheidungen ... und nicht wegen Kaufentscheidung der Konsumenten^^


meki4 antwortet um 15-05-2019 13:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
In Ö werden z.B. die Rübenbauern in Wien und Burgenland noch mehr diskriminiert - die dürfen das gebeizte Rübensaatgut nicht verwenden.


FeSt antwortet um 15-05-2019 13:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
Diskriminiert von wem?
Vom lieben Herr Gott??
weil er dort nicht so viel regnen lässt,
was die ZR als "Nährstoff-Transportmittel" 850mm NS verbraucht, aber dort ohne Rücksicht angebaut wird auch nach Aufbrauch der Fk?


mittermuehl antwortet um 15-05-2019 13:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
Noch mal. Wir exportieren subventionierte Lebensmittel nach Afrika. Zu unserem Vorteil.

Wir importieren Soja usw. als Futter aus Brasilien. Die haben den größten Spritzmittelverbrauch der Welt /ha... zu unserem Vorteil.

Jetzt kommen ein paar Erdäpfel zurück und wir regen uns auf? Nur weil wir keinen Vorteil in der Landwirtschaft davon haben?

Aber der Konsument findet das alles super weil es sein Essen einfach billig macht.

Wenn man sich empört dann muß man einen Schritt zurück treten uns sich überlegen wie es die andere Seite sieht. Und nein - ich bin nicht glückich über solche Importe aus Ägypten. Ich bin aber auch nicht glücklich wenn unser Milchpulver nach Afrika verschleudert wird. Wir würden nicht verhungern wenn wenn wir ein paar Wochen keine Erdäpfel hätten. Und wir würden nicht so viel wegschmeißen wenn sie uns am Ende des Jahres ausgehen könnten. Müssen wir immer Überschüsse für die Biogasanlagen produzieren.

Die Ägyptischen Erdäpfel gibt es übrigens das ganze Jahr zu kaufen. Und ich hab gerade heimische gekauft.


xaver75 antwortet um 15-05-2019 14:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
Unsere Überschüsse könnten sie vielleicht in Ägypten brauchen, hab grad gegoogelt, die haben bei 100 Mio Einwohnern auch nicht mehr landwirtschaftliche Nutzfläche als Österreich.
Die bräuchten eigentlich nur das Geld …… ,-)

mfg


fgh antwortet um 15-05-2019 16:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
@mittermuehl:
Soja aus Brasilien finde ich nicht gut... als Landwirt...


mittermuehl antwortet um 15-05-2019 16:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
@fgh Und ich finde Grundbirn von den Pharaonen auch nicht gut. Ich finde es nur scheinheilig sich über solche Importe aufzuregen aber nicht im selben Atemzug Importe aus Brasilien oder Exporte nach Afrika anzuprangern. Und die Erdapfelproduktion in Agypten ist höchst professionel. und sicher auf einem höheren Standart als bei uns. Da verkommt keine Stück im Boden wegen "nicht so schön". Die Produzieren ganz gezielt für viele verschiedene Märkte. Wir, als Beispiel, bekommen nur sehr schöne, große und aufpolierte Waren (die dadurch schlechter algerbar ist).

In ein paar Wochen ist wieder viel heimische Ware am Markt. Schaun wir was der mündige Bürger dann kauft. Was die Industrie kauft. Und was beim Metro so angeboten wird...


agrobertl antwortet um 16-05-2019 08:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
@meki4
"In Ö werden z.B. die Rübenbauern in Wien und Burgenland noch mehr diskriminiert - die dürfen das gebeizte Rübensaatgut nicht verwenden."

meki ich glaube du wirst nicht benachteiligt gegenüber den anderen Rübenbauern.

https://noe.lko.at/notfallzulassung-neonic-beize-bei-zuckerr%C3%BCbe+2500+2924610




meki4 antwortet um 16-05-2019 14:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
Ich hab keine Rüben.
Stimmt das, wie ich es gehört habe? - Die Wiener und Burgenländer dürfen dieses Saatgut nicht anbauen - die anderen Bundesländer schon?



Obelix32 antwortet um 17-05-2019 09:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
@meki4 Ja das ist richtig. In den beiden Bundesländer Wien und Burgenland wurde von der jeweiligen Landesregierung die Notfallzulassung für Neonicotinoide-Beize in Zuckerrübe nicht befürwortet. Schade, da die Rübe ja eh nicht blüht und daher sowieso keiner Biene etwas passiert.


meki4 antwortet um 17-05-2019 11:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
Schon komisch - die Gemeinde (=Land) Wien ist der größte Landwirt in Wien, und der ehem. Bgm. Häupl ist sogar Ökonomierat geworden für die Leistungen als Landwirt.
Ist dort auch so, das die großen den kleinen in den Nacken fallen.


mittermuehl antwortet um 17-05-2019 11:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handel versus Kartoffelbauern: Wollen giftiges Zeug nicht in unserer Ware
Dann haben sie in Wien Regeln gemacht die sie auch sehr direkt betreffen... in Wien.

Die Gemeinde Wien ist auch ein Großer Landwirt in NÖ... eine sehr großer...


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