Antworten: 8
schnapserei 27-04-2019 15:24 - E-Mail an User
Weizenkrankheit?
Hallo Kollegen,

habe seit vorigem Jahr neue Acker-Pachtflächen. Ein Bild von meinem Weizenbestand seht ihr hier.

- tonige, mittelschwere Böden
- OÖ Zentralraum
- kaum Regenfälle
- bisherige Fruchtfolge sehr getreidelastig (war laut Info vom Vorbesitzer abwechselnd Gerste, Weizen, Roggen - sonst nix)

Frage:
- Blattdürrekrankheit?
- oder spielen da Nährstoffmangel mit zu wenig Wasser eine Rolle?
- was tun dagegen?

Am Pflanzenansatz haben sich die unteren Blätter komplett gelb verfärbt. Ein Gerstenbestand sieht noch dazu noch viel schlimmer aus - da ist auch das Wachstum "gebremst worden".

DANKE im Voraus für eure Einschätzung.
Martin




 



schnapserei antwortet um 27-04-2019 15:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Weizenkrankheit?
Vlt. noch zur Info: hab Originalsaatgut verwendet, Anbautermin war der 10.Okt.



 


frank100 antwortet um 27-04-2019 15:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Weizenkrankheit?
Scheint Gelbrost zu sein. Kommt davon weil vorigen Herbst viel zu warm war dadurch hat sich alles überwachsen. Infiziert wurde das Getreide schon im Herbst.Auch zu hohe N-Versorg.


schnapserei antwortet um 27-04-2019 15:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Weizenkrankheit?
Was für mich eben nicht ganz schlüssig ist, dass auf anderen Flächen (ca. 1 Km weiter weg) von mir die Symptome nicht zu finden sind?? Gleiche Sorte, aber dafür fruchtbarere Böden mit mehr Humus (da ist auch der Weizenbestand viel satter).




roman.n(wg61) antwortet um 28-04-2019 09:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Weizenkrankheit?
Zwei Felder miteinander vergleichen kann man ganz schwer... Das Wetter kann 1km weiter anders sein, der Boden wie du geschrieben hast, das Klima... und natürlich die Fruchtfolge...

Bei solche Fragen kann der Hr. Schreiberhuber aus Asten dir sicher weiterhelfen, er ist in diesem Gebiet ein Experte...


waltan antwortet um 28-04-2019 14:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Weizenkrankheit?
Soweit erkennbar Helminthosporium Tritici-repentis. Sicher kein Gelbrost.


500 Vario antwortet um 28-04-2019 16:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Weizenkrankheit?
Also die gelben Nebentrieb werden jetzt alle verabschiedet, Grund dafür ist natürlich der Wassermangel. Das ist aber auch überhaupt kein Problem- die braucht
ohnehin niemand.
Die gelben Blattspitzen sind eine Stressreaktion wiederum ausgelöst durch Wassermangel.
Weiters ist m.M. nach Septoria tritici zu sehen ( jedoch auf so einem Foto etwas schwierig zu beurteilen), welche von alten
Infektionen stammen. Die sollten dir jetzt auch nicht unbedingt Kopfzerbrechen machen, jedoch beim nächsten Infektionsgeschehen würde ich Tritici schon behandeln.
Weiters sind erste Fraßspuren vom Getreidehähnchen zu sehen- ist zu erwarten, wenn es weiterhin trocken bleibt das sich die Problematik verschärft.
Abhilfe: bei nächster Überfahrt (tritici) ein Insektizid mitnehmen, ansonsten beten das endlich mal Minimum 30 l Regen kommen!!!!!!!!!!
Die Hoffnung stirbt zu Schluss.


monsato antwortet um 28-04-2019 18:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Weizenkrankheit?
hay

ich gebe waltan und Variofahrer recht .sicher kein gelbrost der sieht ganz anders aus vielleicht solltest mal ein büchlein ansehen wo getreidekrankheiten beschrieben sind.

du hast meiner meinung nach zuviele pflanzen ,so der reduziert jetzt und dazu braucht er auch wasser bzw. vergäudet leider dazu auch wasser. es ist von vorteil wenn der jetzt reduziert du brauchts ja nur 550 ährentragende halme mit guter kornfüllung.

bei diesem bestand wenn ich diese farbe sehe und die entwicklung hast du noch 1-2 wochen die chanze wenn regen kommt das du noch sehr gut dreschen wirst da ist noch nix verloren.
da ist sicher im boden unten noch feuchtigkeit.
mach mal ein bodenprofil -50cm tief reingraben dann siehst du was loß ist.




BreiHu antwortet um 28-04-2019 20:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Weizenkrankheit?
Hallo.
Wie andere Forumsteilnehmer bereits geschrieben haben, liegt Wassermangel und unausgeglichene Nährstoffversorgung bei diesem Bestand vor, dadurch auch eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit.
Regen und eine Pflanzenanalyse mit entsprechender Düngung würden helfen.
Nach der Ernte eine Bodenuntersuchung mit KAK Analyse und dementsprechender Düngungsplanung und weiters Humusaufbau würde ich dir empfehlen.
MfG BreiHu


Bewerten Sie jetzt: Weizenkrankheit?
Bewertung:
Noch keine Bewertungen vorhanden!
message;589346




Landwirt.com Händler Landwirt.com User