Im Pflegebereich wird gestreikt

Antworten: 14
little 12-02-2019 20:05 - E-Mail an User
Im Pflegebereich wird gestreikt
Habe in den Nachrichten gerade die Forderungen der Streikenden aus dem Pflegebereich gehört:
-35 Stunden Woche
- eine 6. Urlaubswoche
-3% Lohnerhöhung
-Anerkennung für die geleistete Arbeit.
Das Wären doch gute Voraussetzungen für unseren Bauernbund für die bevorstehenden GAP-Verhandlungen.
-mind. 3 % Erhöhung der Ausgleichszahlungen
-Die AMA bezahlt für 3 Wochen Urlaub die Betriebshilfe ( ich wäre schon mit 3 Wochen zufrieden brauche nicht sechs)
-Anerkennung für die geleistete Arbeit
Falls die Forderungen nicht erfüllt werden könnte der BB doch wieder mal einen Marsch nach Wien organisieren.
little



Ferdi 197 antwortet um 12-02-2019 20:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Im Pflegebereich wird gestreikt
Solange man die Kreuzerl bei den Wahlen aller Art immer wieder am selben Ort gemacht werden, wird sich nicht viel ändern.
Alles gleich seit den 80er Jahren, nur ein ewiges Jammern;

Bringt nichts mehr, außer das der Wolf, mit seine Rudel immer mehr wird, der Biber brav am werken ist, u. auch der Fischotter die Flüsse schon leergefressen hat hat sich nicht viel geändert.

Daher gibt es eben die Natur - Habitat - Richtlinie für die o.a. Tiere u. andere Lebewesen verschwinden halt dann vollkommen.


Peter06 antwortet um 13-02-2019 07:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Im Pflegebereich wird gestreikt
Ferdi 197,
nur eine Frage, stellvertretend für alle Deppen, wo muss ich Deiner Meinung nach mein Kreuzerl "hinmachen", um alle diese Missstände zu beseitigen?
Seit ich wahlberechtigt bin, höre ich immer wieder, dass ich mein Kreuzerl nicht immer am selben Ort hinmachen soll und schon wären alle Probleme beseitigt und Milch und Honig fliessen im Überfluss.
Auch hier im Forum lese ich immer wieder, dass es nur um die richtige Positionierung des ominösen Kreuzerls geht!

Also, wohin damit?


Vollmilch antwortet um 13-02-2019 08:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Im Pflegebereich wird gestreikt
Seit den 80ern haben eh sehr viele die Position ihres Kreuzerls verändert! Vielleicht liegt es nur an der Veränderung und gar nicht an einer bestimmten Position?

Vielleicht einfach durchrotieren lassen oder "würfeln statt wählen"!

... genau weiß ich es aber auch nicht. ;-)

LG Vollmilch


jakob.r1 antwortet um 13-02-2019 08:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Im Pflegebereich wird gestreikt
Grüße Euch, -- es ist völlig egal wohin man das Kreuzchen setzt weil sich für die immer mehr schwindende Landwirtezahl keine wichtige Wählerstimmenzahl mehr rausrechnen lässt. Leider ist das Stimmrecht nicht auf der Fläche sondern pro Person....
Aber Träume beiseite, verschlafen haben die Entwicklung die vorigen Generationen welche z.B. in den EU Politbetrieb nur "Politiker" hinschickten die da ihren Austrag nahmen oder die man zu Hause nicht mehr gebrauchen konnte. So hat man es zugelassen, das die Bauern die einzige Kaste sind, welche fleißig drauf los produzieren und am Ende des Monates (bei der Milch) sich überraschen lassen dürfen was die Molkerei an Almosen zu geben bereit ist. Dann werden sinkendende Erzeugerpreise duch Mehrproduktion aufgefangen, -- ein Teufelskreis. Damals als die Bauern noch Wählerstimmenpotenzial waren hätten die Weichen politisch für die Bauern positiv gestellt werden können. Nun ginge dies nur noch indem alle europäischen Bauern mit einer Stimme sprechen würden und die Produktmenge massiv gegen hohe Mindestpreise zurückfahren würden, -- auf freiwilliger Basis ohne Politikerhilfe. Solange sich die Bauern aber untereinander spinnefeind sind und der Neid grassiert wird sich da nichts ändern.
Aber halt, es kann noch schlimmer kommen: Bei uns in Bayern kämpft nun das Volk gemeinsam gegen die Bauern und haben das Quorum erreicht für ein Volksbegehren "Rettet die Bienen". Hiermit soll das Naturschutzgesetz massiv verschärft werden durch Zwangsblühsteifen von 5m Breite an Gewässern, Verschärfung der Düngerichtlinien, Anteil der Ökobetriebe auf 30% , und weiter Träume einer Bevölkerung von der ein Großteil mit der Landwirtschaft keinen Kontakt hält. Der Plan ist gut, durch ein Pressen dieser Forderungen in Gesetzesform brauchen keine Ausgleichszahlungen gemacht zu werden, also spart sich der Steuerzahler eine Menge Geld dabei.
Ich schließe daraus, das es immer sinnloser wird auf Hilfe der Politik zu hoffen durch Änderung des Kreuzchens bei Wahlen, --- es wird immer wichtiger das mehr Landwirte betriebswirtschaftlich denken und handeln und sich nicht von der Beratung in den Landwirtschaftsämtern "fehlleiten" lassen. Dazu gehört es einfach, den eigenen Stundenlohn auszurechnen vom Istzustand und dann den zu erwartenden Stundenlohn nach der Investition in z.B. einen neuen Stall. Da würden viele neue Ställe nie gebaut worden sein denke ich.
Beste Grüße
Jakob


ewald.w(88y8) antwortet um 13-02-2019 09:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Im Pflegebereich wird gestreikt
meine sympathie haben die pflegebeschäftigten, sie werden wie erklärt die klienten nicht schädigen.

man stelle sich vor, auf den kammern streiken die beschäftigten der luftbilderauswertung.
was würde der gesellschaft fehlen, wenn nicht jeder erweiterte holzstoß rausdigitalisiert würde ?

so gesehen erkennt man die absurdität unseres krankhaften systems !!!


mittermuehl antwortet um 13-02-2019 10:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@little ... Vielleicht ist der der Unterschied zwischen "Selbststänidger Arbeit" (Landwirt) und "Unselbstständiger Arbeit" entgangen. Als Bauer kannst du dir Urlaub nehmen soviel du willst .... ;)

Im Ernst. Die Lohnforderungen werden damit begründet das sie von einem niederen Niveau ausgehen. Pflegekräfte sind oft schlecht bezahlte Frauen. Aber seit immer mehr Männer die Arbeit auch machen, fällt das ungünstige Lohngefüge auf.

Der Umstand das man Betriebshilfe für Urlaub bekommt war mit nicht bekannt. Welche selbstständige Unternehmenr hat den sowas noch?

3% mehr Förderung? Das Motto von Türkis/Blau, nach Abschaffung von Schwarz (wäre die Farbe für eine neue Partei jetzt frei??), war: "Weniger Staat, mehr privat. Weniger Förderungen. Entlastung von Leistungsträgern." Dafür wurden sie gewählt und diesem Programm sind sie verpflichtet. Und ich muß sagen das sie es wirklich umsetzen. Aber mehr Förderung in der Landwirtschaft ist da wohl nicht zu erhoffen.

Zur SVB. Ich habe einiges an Betriebshilfe nach ein paar gröberen Problemen sehr schnell bekommen. Brauchte meist nur 2 Stunden am Tag eine stärkere Hand als die meine. Auch bei meiner Reha wird das hilfreich sein. Aber für Urlaub habe ich mir die Helfer immer privat bezahlt. Nur wann mache ich schon Urlaub.


meki4 antwortet um 13-02-2019 10:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Mittermühl!
Wer hat Dir die Betriebshelfer organisiert - Die SVB oder der MR?
Ich hab bei meinem Forstunfall mit viel Glück einen vom MR bekommen. Wenn ich nächsten Winter auf Kur oder Reha möchte, der ist nicht mehr greifbar - und andere haben sie anscheinend nicht. Ich bräuchte eine Lösung, das mein Betrieb da die 3 Wochen sicher weiterläuft.
BG M.


eklips antwortet um 13-02-2019 10:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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In meiner näheren Umgebung inkl. eigene Familie sind mir so beim schnell zusammenzählen 10 Betriebe eingefallen, wo Landwirtschaft und Pflegeberuf kombiniert sind und das wird sich noch steigern. Dass die Pflegeberufe nicht vollständig wertgeschätzt werden, habe ich ja am Beispiel Familienbonus schon versucht zu demonstrieren. Z.B. Politiker oder Bankdirektor zu sein ist eine Leistung, also Familienbonus 4500€ für 3 Kinder. Der Politikermutter oder dem Bankdirektorvater den Arsch auswischen ist eben keine Leistung, also für die Arschauswischerkinder gibts logischerweise weniger Geld. Und der "Volkswille" steht hinter der Regierung in solchen Fragen. Angeblich.
Und bitte. Lasst doch mal den Bauernbund in Ruhe, der hat um diese Jahreszeit (also das ganze Jahr) echt andere Sorgen. Zumindest wenn es nach meiner Tageszeitung geht. Wöchentlich mindestens 2 mal eine halbe bis zu 5 Seiten Bericht über die gewissenhaften Weinverkostungen, Schnitzelbestellungen, Gabalier-Verpflichtungen und sonstige Bauernbundballvorbereitungen.


mittermuehl antwortet um 13-02-2019 11:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@meki4 ... In Warheit habe ich ihn mir selber organisiert. Guter Bekannter aus dem Ort der mir auch sonst gelegentlich schon geholfen hat. Die Abwicklung gingt über den MR. Aber der MR war sehr dankbar das ich selber jemanden an der Hand hatte. Die Kunst ist es wirklich jemanden zu finden.

Reha wurde stationär bewilligt. Ich habe sie aber auf ambulant umgewandelt. Dienstag-Donnerstag-Samstag für 9 Stunden im Kurheim. Ist mir leber als ganz weg zu sein. 10 Tage wären keine Problem. Aber 3 Wochen traue ich mich nicht.

Ich wünsche gute Besserung.


meki4 antwortet um 13-02-2019 20:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Danke!
Ist eh überall dasselbe Problem. An so eine "ambulante" Kur hät ich auch schon gedacht, aber gemeint, sowas wird man nicht genehmigt bekommen. Werd ich mal nachfragen.
Der MR will nur mehr den Bauern Gemeinschaftsmaschinen aufschwatzen. Diese grundlegenden Probleme bei Unfall und Krankheit interessieren niemanden. Die paar Bauernkollegen in der Umgebung sind eh daheim voll ausgelastet. Wenn ein junger zuwenig Arbeit daheim hat, hat er sowieso einem guten Job - und wird vor der Betriebsübernahme sagen " Voda, steck dir dein Kram am Huat". Da haben sie voriges Jahr so ein Modell "agrarprofi" vorgestellt - soweit sogut, aber ein Stundenpreis von ca. € 35,- - ob das bei unseren mikrigen Produkterlösen drin ist?
Alles Gute! Meki


KaGs antwortet um 13-02-2019 20:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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So eine ambulante Kur wirst vielleicht schon genehmigt bekommen, wenn das Theraphiezentrum nicht weiter als 45 km weg ist von deinem Ort. So wurde es mir gesagt, als ich eine Reha brauchte. Bin aber dann Stationär gegangen. Manche gehen los auf so Kuren, aber Meins ist das nicht! Baden ist aber eh o.k, da ist es eh kurzweilig, im Gegensatz so manchen Kaffs, wo man von der Außenwelt abgeschnitten ist.


mittermuehl antwortet um 14-02-2019 10:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@KaGs Ich wollte ambulant weil ich meine Frau nicht ganz alleine lassen wollte. Sie ist zu der Zeit auch gerade nach einer OP. Die Krankenkasse wollte mich persönlich noch mal sehen um festzustellen ob ich in der Lage bin die 50km 3 mal in der Woche zu fahren. Sowohl physisch als auch psychisch. Anscheinend unterschätzen viele Landwirte das und brechen dann nach 2-3 Tagen ab. Aber man kann dann nicht einfach auf stationär wechseln. Ambulante Kur bei Bauern ist wirklich etwas seltenes. Auch die Verwaltung der Kasse hat sich noch mal schlau machen müssen wie das so geht. Man muß sich auch ünberlegen ob ambulant nicht zu anstrengend wird und man in Vollpension nicht besser aufgehoben ist. Wäre meine Frau gesund gewesen, hätte ich mich auch dort für 3 Wochen ausgeschlafen. Und wäre ambulant nicht möglich gewesen, so hätte ich stationär gemacht. Der Artzt hat mir nur gesagt das eine Reha zwingend notwendig ist.


KaGs antwortet um 14-02-2019 19:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bei mir gings nach den Knie OP´s über die GKK. Wenn ich drauf bestanden hätte auf ambulant, wäre es gegangen, der Orthopäde hat mich aber davon abgeraten, da zu weit weg gewesen. Habe aber ein Jahr vorher so eine "ambulante" Physiatherapie in einer Kuranstalt, die etwas näher war, gemacht. Würde ich nicht mehr machen, die Fahrerei nach den Behandlungen ist nicht so angenehm, glaube auch, dass ein Heilungserfolg zum Teil wieder zunichte gemacht wird. Zumindest sollte man nicht selber fahren nachher.
Trotzdem ist die ambulante Reha mehr im Kommen, gibt ja verschiedene berechtigte Gründe, warum man 3 Wochen nicht von zu Hause weg sein kann.
Sehr wichtig ist eine Physiatherapie gleich nach einer OP. Therapeutin gleich in der Nähe hat mich schnell auf die "Beine gebracht"! Reha wird ja erst später begonnen. Und nach Dieser ist man in der Regel auch "arbeitsfähig", lt. Krankenkasse.


thomas.z(ib419) antwortet um 15-02-2019 15:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Reha ist super, ist bei mir immer eine Besserung. Leider hält das genau nur bis zu dem Zeitpunkt an dem man dann wieder seine gewohnte Arbeit nachgeht. Nach einer normalen Arbeitswoche ist alles wieder so wie vorher. Wenn da mal was hin ist, bei mir sind es die Knorpel im Knie, dann war es das auch, da kann man spritzen was man will. Besser würde es nur werden wenn ich nicht mehr arbeiten müsste.


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