Bauernkinder füllen Lücke der Babyboomergeneration mit auf

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ewald.w(88y8) 03-02-2019 11:13 - E-Mail an User
Bauernkinder füllen Lücke der Babyboomergeneration mit auf
die Industrie, Gewerbe, öffentlicher Dienst suchen bereits jetzt teils händeringend nach tüchtigen Nachwuchskräften.
gleichzeitig steht eine gewaltige Pensionierungswelle mit den frühen Sechzigerjahrgängen an bzw Weibliche sind teilweise schon in Pension.

ich haben so den dringenden Verdacht, dass die Verantwortlichen an den Schalthebeln nach unserem bäuerlichen tüchtigen Nachwuchs schielen.
ein Indiz dafür sind das völlige Fehlen von öffentlichen Anreizen, in der Landwirtschaft zu bleiben .
da wird angekündigt, die Direktzahlungen sogar nominell um zehn Prozent zu kürzen,
da werden neue Luftbilder bearbeitet, um wirklich wenige Quadratmeter raus zu digitalisieren, als hätte ein Landwirt nichts wichtigeres und sinnvolleres zu tun,
da werden Einheitswerte, dh Ertragswerte einfach so erhöht,
da schwebt längst das Damoklesschwert neuer Haltungs-Dünge-Umweltauflagen über unsere doch recht klein strukturierte österreichische Landwirtschaft.

Anreize, in der Landwirtschaft zu bleiben seh ich nirgends, es gibt ja nicht mal mehr ein spezielles Ministerium.

schielt insbesondere die Wirtschaft nach unseren tüchtigen aus der Landwirtschaft stammenden Arbeitskräften ???





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kraftwerk81 antwortet um 03-02-2019 12:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die paar Hanseln mochen as Kraut ned fett..

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ewald.w(88y8) antwortet um 03-02-2019 12:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ja eh

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falkandreas antwortet um 03-02-2019 12:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Es gibt die Förderung für Jungübernehmer und auch bei der Investförderung werden Jungübernehmer besser gestellt, ist das nichts?


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Bernhard Radinger antwortet um 03-02-2019 13:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Junglandwirte Top Up in OÖ um 38,5% gekürzt. Auch so eine kleine Mogelpackung.

Lg

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melchiorr antwortet um 03-02-2019 13:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Es gibt halt immer einen Grund zu jammern. Andere Berufsgruppen mit 1,5 bis 2% Bevölkerungsanteil haben auch kein eigenes Ministerium.

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Bernhard Radinger antwortet um 03-02-2019 13:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Eigenes Ministerium? Meinst du das Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus?

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falkandreas antwortet um 03-02-2019 13:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@bernhard Das ist eben das Resultat wenn man glaubt man muss für jeden Hobbybetrieb einen Hofnachfolger fördern.

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Juglans antwortet um 03-02-2019 13:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ewald: Na klar sind die Bauernkinder in der Wirtschaft begehrt. Nicht verbildet, arbeitsam, brav, anspruchslos, geringer Selbstwert, zuverlässig, dankbar. Fast perfekt. Nur mittlerweile eine seltene Spezies und vom Aussterben bedroht.
mfg

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Harpo antwortet um 03-02-2019 21:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauernkinder füllen Lücke der Babyboomergeneration mit auf
@falkandreas
Die Leistungen der von Dir bezeichneten Hobbybetriebe für die Umwelt und Landschaftspflege sollten nicht unterschätzt werden!!
Wenn Dir all diese Flächen angeboten werden würdest Du die gleichen Leistungen erbringen???
Größe ist nicht alles!! Und daher haben alle ein Recht auf faere Bedingungen.
Denke darüber nach

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falkandreas antwortet um 04-02-2019 07:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ist bei euch die Landschaft nicht mehr so gepflegt wie vor 20 Jahren,bei uns schon ,obwohl 30 % der Betriebe aufgehört haben! Für faire Bedingungen bin ich auch,aber was ist daran fair wenn im top um nur die ersten 40 ha gefördert werden sind die anderen Hektar nicht pflegewürdig oder für die Umwelt nicht relevant? Das fällt mir ein wenn ich so nachdenke

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kraftwerk81 antwortet um 04-02-2019 15:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Vor 10/15 Jahren wurden mal ein paar m2 eingezäunt mit einem schild "warum wird hier nicht gemäht". Heut is es ganz normal das feldrände, böschungen uns zäune nicht mehr gemäht werden bzw. Manche Flächen gemulcht werden weil keiner mehr einen motormäher besitzt..

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stefan.h(irm114) antwortet um 04-02-2019 15:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Melchiorr, laut österreichischer Statistik waren es 2016 über 160.000 landwirtschaftliche Betriebe (mit Bio-Betrieben sind es über 180.000 insgesamt). Der Bevölkerungsanteil in der Landwirtschaft ist also um einiges höher als 1,5 bis 2%. Das es jährlich zurückgeht ist schon klar und auch nichts Neues.

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Harpo antwortet um 04-02-2019 20:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauernkinder füllen Lücke der Babyboomergeneration mit auf
@falkandress
Ich habe nicht von Förderung geschrieben, sondern ob Du die gleichen Leistungen auf den Flächen der von Dir bezeichneten Hobbybauern machen würdest?? Darauf habe ich keine Antwort erhalten.
Es wäre schön wenn man auf eine Frage eine Antwort bekommen würde??
Bekannter Weise verlieren die Grossbetriebe ganz schnell die Lust und Freude kleine und steile Flächen zu pflegen weil für sie der Aufwand zu groß ist.
Wenn das für Dich nicht zutrifft bist Du eine Ausnahme.
Ich hoffe auf eine Antwort von Dir.

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falkandreas antwortet um 04-02-2019 21:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ Harpo Die Antwort war: Obwohl in den letzten 20 Jahren 30% der Betriebe aufgehört haben wird die Landschaft noch immer gepflegt! Aber wenn du nur ein ja oder nein verstehst ist meine Antwort : JA !! Ich möchte sogar behaupten das nach einer Verpachtung die Flächen einen besseren Pflegezustand vorweisen,außer es pachtet ein Biobetrieb

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Peter06 antwortet um 05-02-2019 08:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Schön, dass das in Deiner Gegend so wunderbar funktioniert. Ist aber leider nur die Ausnahme.
Wegränder, Steilstufen, Mulden, schlecht erreichbare Ecken, und andere schlecht zu bearbeitende Flächen werden, je grösser die Geräte sind, einfach nicht mehr bewirtschaftet. Weil der Schmetterling und der Doppelschwader einfach nicht mehr überall hinkommen. Dazu kommt, dass die Herren Grossbauern jede freie Minute nutzen müssen, da kann man auf so Kleinigkeiten, wie z.B. Unbefahrbarkeit der Wiese nach einem Wolkenbruch, keine Rücksicht nehmen, die Gülle muss raus. Waldränder sind auch so eine Sache. Die haben auch die Tendenz, sich ständig auszubreiten, wenn sie nicht konsequent gepflegt werden.

Fazit: Gunstlagen werden weiterhin top gepflegt sein, ebenso die Flächen der Bergbauern, die noch mit Empathie auch ihre Raine und Böschungen bewirtschaften, der Rest wird verbuschen, mit Dornen zuwachsen und verwalden....

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mittermuehl antwortet um 05-02-2019 09:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich habe aufgehört einige Böschungen zu mulchen. Statt dessen habe ich ein paar Bäume (Wildobst) und Büsche für eine Hecke gepflanzt. Irgendwann hat die AMA mir erklärt daß das ein Landschaftselement jetzt ist. Fasane und Rehe hab ich auch drinnen. Ökologisch ist nicht jede Pflege gar so schlau. Ich muß nicht jeden m² Fläche aussaugen. Ein paar Nüsse kann ich auch ernten. Und gelegntlich kommt etwas Brennholz raus. Und ich schau schon das es keine Wald wird...

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